Komm und triff deine Herrscher…

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Der Versuch, die Kontrolle über die Sprache zu erlangen – „political correctness“ genannt – ist der Versuch, die Kontrolle über das Verhalten der Menschen zu gewinnen. Alle Verbote und aufgezwungenen Veränderungen auch und insbesondere die der Sprache, sind Instrumente der Macht. Du sollst gehorchen! Nur darum dreht es sich. Ansonsten sind Begriffe einfach Begriffe. Wenn jemand sich dadurch angegriffen oder beleidigt fühlt, ist das sein Problem. Politische Korrektheit ist konstruierte Sklaverei. Sie versucht sicherzustellen, dass Sprache nicht frei fließen kann, indem sie ein Raster der Manipulation erstellt und definiert was „anständige“ Sprache ist. Sie will bestimmen, was gesagt werden darf und natürlich auch was gedacht und gesagt werden soll – das ist das exakte Gegenteil von Freiheit. Die Sprache ist das mächtigste Werkzeug der Menschheit und deshalb müssen wir Menschen unsere Sprache schützen, damit jeder seine Gedanken entwickeln, mitteilen und schreiben kann.

Der Versuch die Kontrolle über die Sprache und das Denken der Menschen zu erlangen, ist das verkörperte Böse und steuert gewaltige Mengen menschlicher Emotionen, Arbeit, Gedanken und Sprache. Diese Kontrolle war und ist verantwortlich für den Tod von Aberhunderten von Millionen von Menschen und die Versklavung fast aller Wesen, die je gelebt haben. Weil diese Forderungen mit Zwang unterlegt sind, zerstören sie Freiheit und versklaven die Menschen. Weil der Mensch dazu gezwungen wird, muss er sein eigenes Denken, seine Sprache und seine Handlungen vernachlässigen und einer Doktrin, einer Vorgabe, einem Raster gehorchen.

Jeremy Locke beschreibt es in dem Buch „Das Ende des Bösen“ wie folgt:

„Die grundlegendste Waffe der Kultur ist die Kontrolle der Sprache. Während die Geschichte drastische Beispiele dieser Waffe zeigt, gibt es sie in jeder Kultur als das Diktat des Anstands. Das Ziel der Kontrolle der Sprache ist sicherzustellen, dass diejenigen, die gezwungen wurden, sich dem Willen der Autorität zu unterwerfen, niemals den Mut haben werden, zurück zu blicken.
Um Gehorsam zu erhalten, verlangt die Kultur, dass jeder Sklave seinen Mitmenschen den Willen der Kultur aufzwingt. Sie lehrt die Menschen, ihre widerspenstigen Nachbarn seltsam oder verrückt zu nennen. Die Kultur verlangt, dass alle Menschen jene ausschließen, die den Regeln der Kultur nicht folgen. Die Kultur verurteilt alle als unmoralisch und asozial, die ihrem Diktat nicht gehorchen. Auf diese Weise formt die Kultur das Denken der Menschen, indem sie ihren Ausdruck einschränkt.
Darüber hinaus verleiht die Kultur ihren Predigern Adjektive wie nobel und geachtet. Diejenigen, die den Regeln der Kultur am nächsten stehen, vor allem in der Verurteilung ihrer Feinde, werden belohnt, wenn sie diejenigen verdammen, die weniger bereit sind, zu gehorchen. Diese Abwertung des menschlichen Geistes zeigt das Übel der kulturellen Normen.
Diejenigen, die Widerstand gegenüber einer Autorität leisten oder gar von Revolution sprechen, werden geächtet, beschimpft und verteufelt. Es ist schwer, die Einsamkeit zu ertragen, die damit verbunden ist, außerhalb einer Kultur zu leben. Dies zeigt, dass die Kontrolle der Sprache eine Waffe ist, erschaffen, um den Geist der Menschen zu brechen. Es ist eine Waffe, die geschaffen wurde, um deinen Gehorsam zu erzwingen.
Sobald die Menschen in einer Kultur beginnen, die Kontrolle der Sprache untereinander durchzusetzen, ist Autorität etabliert. Sie beherrscht nun genau die Menschen, die ihre Macht durchsetzen. Die Autorität kann nun mit dir tun, was immer ihr gefällt.“

In diesem kurzen Text wird der eigentliche Beweggrund der Kontrolle der Sprache schonungslos offenbart. Du sollst gehorchen. Dass ist alles worum es sich dreht. Du wirst erzogen, einem Herrscher zu gehorchen. Du sollst nicht dir selbst, deiner eigenen Moral und deinem Inneren Anstand folgen, sondern der Vorgabe eines Herrschers. Du sollst dein Dasein als Sklave bis ins tiefste Mark akzeptieren. Dein Denken, deine Sprache und dein Handeln werden dir von deinem Herrn vorgegeben.

Menschen, die jetzt dagegen aufbegehren, werden von „Nachbarn“ von Denunzianten angeschwärzt. Diese Tugendwächter erhalten nun die Belohnung ihres Herrschers und damit das Gefühl, besser zu sein als andere. Psychologischen Erkenntnissen folgend wird mit Belohnung unmoralisches Verhalten verfestigt und zu einer Tugend erhoben. Konkurrenz und Hierarchien werden aufgebaut. Sozialismus und Kommunismus erschaffen Gier und Konkurrenz, indem sie die Sprache kontrollieren. Profit wird zu einem schmutzigen Wort, auch wenn es nur bedeutet, dass du gearbeitet hast, um dir ein besseres Leben zu schaffen. Geld wird böse, auch wenn es einfach nur deine Arbeit repräsentiert, welche offensichtlich etwas Gutes ist. Der Tugendwächter hat im Anschluss sogar noch das Gefühl, etwas „Gutes“ zu tun, während er andere Menschen, die sich nicht dem Diktat des Herrschers unterwerfen, ans Messer liefert. Die Freiheit ist der unendliche Wert des menschlichen Wesens. Die Definition des Bösen ist die Zerstörung der Freiheit. Bereits George Orwell erkannte: „Wenn Freiheit überhaupt etwas bedeutet, dann das Recht, den Leuten etwas zu sagen, was sie nicht hören wollen.“

Wer jetzt meint, er bräuchte ein Recht auf freie Meinungsäußerung, hat das Recht auf freie Meinung schon verloren. Es ist verrückt zu glauben, dass diejenigen, die Macht über Menschen ausüben, dies rechtmäßig tun würden. Es ist auch verrückt anzunehmen, dass wir gezwungen wären, uns an ihre Vorgaben zu halten. Es ist verrückt zu glauben, dass es rechtens wäre, per Gesetz den Gehorsam der Menschen zu erzwingen. Es wird als unmoralisch hingestellt, darauf hinzudeuten, dass man Gesetze auch brechen kann; es spielt keine Rolle, welches Gesetz oder was es besagt. Es wird als nobel dargestellt, Steuern zu bezahlen, egal wie viel verlangt wird. Es gilt als die höchste Form des Anstands, dem Gesetz zu folgen, unabhängig davon, wie es lautet. Das Gesetz droht allen mit Gewalt, die sich nicht an „Regeln“ halten wollen. Doch ist es ein Zeichen von geistiger Gesundheit zu erkennen, dass Gesetze nur dazu angelegt sind, Gehorsam zu erzwingen.

Jeremy Locke schreibt weiter:

„Uns wird beigebracht, dass nur „Dumme“ und „Verrückte“ Autorität herausfordern. Das Gesetz ist der heiligste Gral der Kultur. Geisteskrankheit ist nicht die Unfähigkeit, Wirklichkeit wahrzunehmen; es ist die Ablehnung der Realität zugunsten des künstlichen Konstruktes der Tyrannei. Kein Mensch, der die Fülle des eigenen Wertes versteht, würde jemals die Idee akzeptieren, dass jemanden das Recht hat, über ihn zu herrschen. Es ist die Funktion der Kultur, die Augen der Menschen zu blenden, damit sie ihren eigenen Wert nicht erkennen und ihre Ohren vor jeder Stimme zu verschließen, die ihnen davon erzählt. Wenn der kulturelle Einfluss auf seinem Höhepunkt ist, verwüstet der Wahnsinn den Geist der Menschen. Gehorsamkeit ist das wichtigste Element der Autorität und Autorität will keine Möglichkeit der Rebellion. Die Definition von Wahnsinn ist blinder Gehorsam.“

Das Ausmaß der Geisteskrankheit in unserer Welt ist mittlerweile tatsächlich atemberaubend. Eine von Hass erfüllte monetäre und politische selbsternannte „Elite“, bestehend aus Psychopathen und Zombies, herrscht über die Menschen. Dieses Herrschen ist ihnen zur Sucht geworden. Wie alle Süchtigen verdrehen diese Kreaturen die Wahrheit ins Gegenteil, nur um ihre Sucht zu stillen und sich nicht selbst eingestehen zu müssen, dass sie krank sind und im Grunde dringend Hilfe bräuchten. Sie sind süchtig danach, die Welt nach ihrem Willen zu gestalten. Sie haben das kranke, unstillbare Verlangen nach Geltung, nach Bedeutung und danach, der Welt ihren Stempel aufzudrücken. Dabei ist es ihnen egal, was sie tun und wie sie es tun. Es geht ihnen nur darum, sich selbst und andere zu beeindrucken. Letztlich beruht dieser Zwang auf der Angst, unwichtig und bedeutungslos zu sein und Angst ist letztlich ihr Hauptantrieb. Um ihre Sucht zu befriedigen, sind sie zu allem bereit, zu jeder Lüge und zu jeder schändlichen Tat.

Die Vorgehensweise der Herrscher verstehen zu wollen ist solange schwer, wie die Menschen versuchen, die Handlungen der Politiker mit normalen menschlichen Maßstäben zu messen. Doch genaugenommen macht die Fähigkeit seiner eigenen Moral in Freiheit zu folgen einen Menschen aus. Nach dieser Definition sind diese Kreaturen keine Menschen. Da wo andere Menschen das haben, was sie zu Menschen macht – ein Herz und ein Empfinden für Moral – haben diese Kreaturen nur ein schwarzes Loch. Diese Kreaturen handeln nicht rational. Sie verstehen zu wollen, heißt eine Krankheit verstehen zu wollen. Diese Krankheit wird Psychopathie genannt. Eine Erkrankung des menschlichen Geistes, die laut aktueller Forschung 5% der gesamten Menschheit befallen hat. Das klingt erstmal nicht bedrohlich, bis man erfährt, dass diese Menschen sich zu Herrschern der Menschen erheben. Ihre „Krankheit“ befähigt sie, Hierarchien zu erschaffen, sich an die Spitze dieser Hierarchie zu stellen und von dort die Geschicke der Menschen zu lenken. Man kann weiter davon ausgehen, dass 12% aller Individuen für den Einfluss und die Denkweise der Psychopathen anfällig sind. Unterm Strich hat man in jeder beliebigen Bevölkerung eine Summe von 18% oder mehr Personen, die danach trachten, den Rest der Menschen zu unterdrücken und zu kontrollieren. Wenn man dann den Rest betrachtet, die verbleibenden 82%, dann sieht man, dass zumindest 80% davon geneigt sind, demjenigen zu folgen, der an der Macht ist.

Die Erforschung der Psychopathie geht auf Dr. Andrzej Łobaczewski zurück, der 1984 seine ersten Arbeiten dazu veröffentlichte. Es war das dritte Manuskript, welches Łobaczewski aus dem Gedächtnis erneut schreiben musste, denn er musste das erste Manuskript ins Feuer werfen, weil die Entdeckung dieser Arbeit im kommunistischen Polen sein Todesurteil gewesen wäre. Das zweite Manuskript schickte er via Kurier an den Vatikan. Der Empfang des Manuskriptes wurde nie bestätigt. Das neue Manuskript wurde dann 1985 von Dr. Alexandra Chciuk-Celt ins Englische übertragen und schließlich 2008 von Laura Knight-Jadczyk und Henry See ins Deutsche übersetzt und unter dem Titel „Politische Ponerologie“ herausgegeben.

In seiner klinischen und nüchternen Beschreibung der Natur des Bösen ist das Buch schockierend. Der Inhalt macht vielleicht verständlich, warum dieses Buch mehr als ein halbes Jahrhundert unterdrückt wurde. Es handelt von Menschen die unmenschlich sind. Interessanterweise sagt auch Łobaczewski, ähnlich wie Jeremy Locke in dem Buch „Das Ende des Böse“, dass das einzige Mittel gegen das Böse und seine hinterlistige Vorgehensweise, das Wissen um seine Konsequenz und seine Natur ist. Jeremy Locke ergänzt es nur dahingehend, es unter allen Umständen zu bekämpfen, weil die Herrscher ihre über die Menschen errungene Herrschaft niemals freiwillig aufgeben werden. Warum dies so ist, wird im Folgenden deutlich.

Fast jeder wird schon einmal mit einem Psychopathen Kontakt gehabt haben. Die meisten, ohne es zu wissen. Als Indiz dafür geben viele Menschen an, sich nach einer derartigen Begegnung ausgelaugt, missbraucht, abgefertigt oder minderwertig zu fühlen. Normale Menschen stellen sich Psychopathen meist als Serienmörder vor. Doch obwohl eine gewisse Zahl an Psychopathen kriminell ist oder sogar gemordet hat, übertritt der größte Teil jedoch nicht die Schwelle des Legalen. Das sind die Schlaueren, aber auch die Gefährlichsten, da sie Wege gefunden haben, wie man das System zu ihrem Vorteil ausnutzt. Es gibt eine Zahl an Wesenszügen, die in einem Psychopathen gefunden werden können: Ein offensichtliches Merkmal ist das vollständige Fehlen von Gewissen. Ihnen fehlt jeder Sinn von Reue oder Empathie mit Anderen. Sie können extrem charmant sein und sind Experten darin, wie man durch Sprache ihre Beute bezaubert und hypnotisiert. Des Weiteren sind sie unverantwortlich. Nichts ist jemals ihre Schuld; jemand anders oder die ganze Welt ist immer für ihre ‚Probleme‘ oder Unzulänglichkeiten verantwortlich. Dr. Martha Stout identifiziert in ihrem Buch „Der Soziopath von Nebenan“ etwas, das sie Mitleidsmasche nennt. Psychopathen setzen Mitleid ein, um zu manipulieren. Sie überreden andere dazu, ihnen nur eine einzige weitere Chance zu geben, aber niemandem etwas davon zu erzählen, was sie getan haben. Also ist ein weiterer Wesenszug von ihnen – und noch dazu ein sehr wichtiger – ihre Fähigkeit, den Fluss von Informationen zu kontrollieren.

Doch viele weitere Faktoren führen dazu, dass dieser besondere Menschentyp so erfolgreich über die letzten Jahrzehnte in die Führungsetagen der Großkonzerne wie auch in die Politik eindringen konnte. Psychopathen sind das, was man als Herrscher bezeichnet. Sie beherrschen Menschen. Sie lieben es, Herrschaft über andere auszuüben. Und dies ist für sie ein ganz selbstverständlicher Vorgang. Aus ihrem Blickwinkel sind sie die geborenen Herrscher und der Rest der Menschen ist dazu geboren, ihnen zu Diensten zu sein. Sie sehen andere Menschen als ihr Arbeitskapital. Das, womit sie hantieren, womit sie spielen um ihren Einfluss und ihre Macht und ihren Reichtum zu vergrößern.

Hier ein Auszug aus diesem Buch:

„Bitte versuchen Sie, sich vorzustellen, kein Gewissen zu haben. Sie haben nicht die geringste Spur eines Gewissens und keine Gefühle von Schuld oder Reue – ganz egal, was Sie anstellen, es plagen Sie keine lästigen Skrupel über das Wohlbefinden von Fremden, Freunden oder gar Verwandten. Stellen Sie sich vor, es gäbe kein lästiges Hadern mit Ihrem Schamgefühl, kein einziges Mal in Ihrem ganzen Leben, unabhängig davon, ob Sie sich egoistisch, faul, rücksichtslos oder unmoralisch verhalten. Und stellen Sie sich darüber hinaus vor, dass der Begriff »Verantwortung« Ihnen fremd wäre, außer vielleicht als eine Bürde, die andere Menschen offenbar wie gutmütige Trottel blind auf sich nehmen.

Und nun erweitern Sie dieses seltsame Gedankenspiel um die Fähigkeit, Ihre so überaus sonderbare psychische Disposition vor anderen Menschen zu verbergen. Da jedermann wie selbstverständlich annimmt, dass das Gewissen eine universelle menschliche Qualität ist, fällt es Ihnen leicht, zu verheimlichen, dass Sie kein Gewissen haben. Kein Schuld- oder Schamgefühl hemmt die Erfüllung Ihrer Wünsche, und Sie werden von niemandem wegen Ihrer Gefühlskälte zur Rede gestellt. Die eisige Flüssigkeit, die in Ihren Adern fließt, ist so fremdartig, so abseits normaler menschlicher Erfahrungen, dass kaum einem Menschen der Verdacht kommt, dass mit Ihnen etwas nicht stimmen könnte.

Mit anderen Worten: Sie sind völlig frei von internen Kontrollen und Ihre ungehemmte Freiheit, ohne Skrupel alles das zu tun, was Sie wollen, ist bequemerweise für den Rest der Welt nicht erkennbar. Sie können tun, was Sie wollen – und doch wird Ihr geheimnisvoller Vorteil vor den meisten Ihrer Mitmenschen, die durch ihr Gewissen gelenkt werden, sehr wahrscheinlich verborgen bleiben. […]

Die große Verbreitung der Soziopathie in der menschlichen Gesellschaft hat gravierende Auswirkungen auf uns andere, die wir auch auf diesem Planeten leben müssen, und zwar auch auf jene, die nicht traumatisiert worden sind. Diese Individuen […] plündern unsere Beziehungen, Bankkonten und unser Selbstwertgefühl aus und stören unseren Frieden auf Erden. Und doch wissen die meisten Menschen erstaunlicherweise nichts über diese Persönlichkeitsstörung, und wenn doch, denken sie nur an gewalttätige Psychopathen, an Mörder, Serienkiller oder Massenmörder, an Individuen, die immer wieder auf spektakuläre Weise das Gesetz gebrochen haben und die, falls sie gefasst werden, durch unsere Strafjustiz eingesperrt oder gar zu Tode gebracht werden. […]

Die meisten Menschen würden keinen Zusammenhang erkennen zwischen der Planung eines Völkermordes und zum Beispiel dem schamlosen Anschwärzen eines Kollegen bei dessen Chef. Aber der psychologische Zusammenhang existiert nicht nur, er ist beklemmend. Die Verbindung besteht schlicht und ergreifend darin, dass der innere Mechanismus fehlt, der uns – emotional gesprochen – in die Zange nimmt, wann immer wir eine Entscheidung treffen, die wir als unmoralisch, unanständig, verantwortungslos oder egoistisch ansehen. Die meisten von uns werden einen Anflug von Schuld verspüren, wenn wir das letzte Stück Kuchen in der Küche nehmen – ganz zu schweigen von dem, was wir fühlen würden, wenn wir vorsätzlich und systematisch den Plan fassen würden, einen anderen Menschen zu verletzen.

Diejenigen, die kein Gewissen haben, sind eine Gruppe für sich, seien sie nun mörderische Tyrannen oder lediglich rücksichtslose Sozialschmarotzer. Das Vorhandensein oder Fehlen des Gewissens ist eine tiefe Kluft, die die Menschheit spaltet, wohl signifikanter als Intelligenz, Rasse oder sogar das Geschlecht. Was einen Soziopathen, der von der Arbeit anderer lebt, von einem unterscheidet, der bei Gelegenheit einen Supermarkt ausraubt oder ein Gangsterboss ist – oder was der Unterschied zwischen einem gewöhnlichen Rowdy und einem soziopathischen Mörder ausmacht – ist nicht mehr als gesellschaftliches Ansehen, Zielstrebigkeit, Intelligenz, Mordlust oder schlichtweg die passende Gelegenheit. Was alle diese Individuen von uns anderen unterscheidet, ist das gähnende Loch an der Stelle ihrer Seele, wo sich eigentlich die am höchsten entwickelte menschliche Qualität befinden sollte.“

Ein weiteres herausragendes Merkmal der Psychopathen ist, dass sie unfähig zu tiefen Emotionen sind. Unser gesamtes emotionales Leben ist für sie ein Mysterium, während es aber gleichzeitig ein gewaltiges Werkzeug für sie darstellt, uns zu manipulieren. Denke einfach an all jene Momente, wo wir durch unsere Emotionen stark beeinflusst werden und unsere Fähigkeit zu Denken eingeschränkt ist. Stell dir nun vor, dass Psychopathen fähig sind, diese Emotion vorzutäuschen und kühl und berechnend bleiben können, während die andere Person in einem emotionalen Hexenkessel gefangen ist. Sie könnten Tränen oder Jammern einsetzen, um zu bekommen, was sie wollen, während ihr Opfer wegen der Emotionen, die es durchlebt, in die Verzweiflung getrieben wird.

Sie scheinen auch keine echte Vorstellung von Vergangenheit oder Zukunft zu haben und leben vollständig für ihr momentanes Verlangen. Wegen der dürren Landschaft ihres emotionalen Innenlebens suchen sie oft neue Nervenkitzel; dazu kann alles zählen, angefangen von dem Machterlebnis beim Manipulieren Anderer, bis hin zum Unternehmen von illegalen Aktivitäten; einfach nur des Adrenalins wegen. Eine weitere Wesensart des Psychopathen ist das, was Łobaczewski das „spezielle psychologische Wissen über normale Menschen“ nennt. Sie haben uns studiert. Sie kennen uns besser als wir selbst. Sie sind Experten darin zu wissen, wie man unsere ‚Maschine‘ bedient, wie man unsere Emotionen gegen uns verwendet. Aber noch darüber hinaus: sie scheinen sogar eine gewisse hypnotische Macht auf uns zu haben. Wenn wir im Spinnennetz eines Psychopathen gefangen werden, degeneriert unsere Fähigkeit, zu denken; sie wird benebelt. Sie scheinen eine Art Zauber über uns zu werfen. Erst später, wenn wir nicht mehr in ihrer Gegenwart sind – außerhalb des Einflussbereiches ihres Zaubers – , beginnt die Klarheit unserer Gedanken zurückzukehren und wir fragen uns, wie es nur möglich war, dass wir unfähig waren, ihren Taten angemessen zu begegnen oder sie zu kontern.

Meine eigenen direkten „Begegnungen“ (neben all den indirekten Begegnungen in der Politik) hatte ich in der therapeutisch/medizinischen Welt, in der sich ebenfalls viele dieser Kreaturen aufhalten. In diesem Bereich ist es leicht, sich über andere zu stellen, „Ratschläge“ zu erteilen, so zu tun, als wisse man besser über den anderen Bescheid, als derjenige selbst. Generell kann man sagen, dass man in jedem Feld auf Psychopathen treffen kann, in dem es möglich ist, Macht auszuüben. Ich hatte das Glück, in einer meiner frühen therapeutischen Ausbildungen, die „Körpertypologie“ nach Wilhelm Reich kennen zu lernen. Dort erfuhr ich zum ersten Mal von den „Psychopathen“ als besonderes Charakterbild. In der Psychologie gilt der Psychopath als nahezu „unheilbar“. Und zwar aus dem Grund, weil die Psychopathie eine Kompensation eines nicht als erfüllt wahrgenommenen Bedürfnisses nach Anerkennung und Liebe ist. Ich sage bewusst, „nicht als erfüllt wahrgenommen“, weil damit keinerlei Aussage über das tatsächliche Umfeld einhergeht. Genauso gut ist es möglich, dass keine Wahrnehmungsfähigkeit für diese Art von Grundbedürfnis vorhanden sein kann. So kann man tatsächlich zwischen einem „geborenen“ Psychopathen und Menschen, die zu Psychopathen gemacht wurden (durch Liebesentzug/Unterdrückung/Gewalt etc.), unterscheiden.

Die „besten Lehrer“, um Psychopathen zu „erzeugen“, sind die Psychopathen selbst. Dies ist auch der Grund, weswegen in einer von Psychopathen geführten Welt, all die typischen „Werte“ der Familie, körperliche Nähe, Anerkennung für das, was du bist, anstatt für das, was du leistest, nach und nach zerstört werden. Psychopathen reproduzieren sich sozusagen selbst. Sie „erschaffen“ auf Grund ihrer eigenen Kälte weitere ihrer Art. So werden in der Folge von Psychopathen geführte Gesellschaften nach und nach immer gefühlskälter.

Der schlimmste Fehler, dem man in der Begegnung mit einem Psychopathen machen kann, ist anzunehmen, dass es sich bei ihnen um „normale“ Menschen handeln würde. Tatsächlich haben diese Kreaturen gerade das, was einen Menschen ausmacht, nicht. Sie haben kein „Herz“. Sie haben kein Gewissen und keine Moral. Sie handeln nach, für einen normalen Menschen, nicht nachvollziehbaren Kriterien. Darüber hinaus fehlt ihnen jegliches Mitgefühl. Sie haben ausschließlich ihr eigenes Wohl bzw. Vorankommen im Blick und gehen in ihrer Rücksichtslosigkeit buchstäblich über Leichen.

Was die Identifikation eines Psychopathen zusätzlich zu der unterschiedlichen Ausgangslage in Bezug auf die Annahme, dass „jeder“ Mensch doch ein Gewissen und eine Moral hätte, schwer macht, ist ihre Fähigkeit zu täuschen. Ihr Mangel an Mitgefühl ist bei ihnen durch eine erstaunliche Fähigkeit, Mitgefühl vorzutäuschen, ersetzt.

Eine Gesellschaft, die von Psychopathen übernommen wurde, ist tatsächlich schwer erkrankt. Psychopathie ist wie ein Virus, da Menschen, die von ihnen verführt werden und auf ihr Schauspiel hereinfallen, ebenfalls in höchster Gefahr schweben, menschliche Werte wie Gewissen, Mitgefühl und Moral zu verlieren. Besonders gefährlich ist, dass die Übernahme einer Gesellschaft von Psychopathen über lange Zeit unentdeckt bleiben kann. Sie verstehen es, Versprechungen in die Zukunft zu machen, die natürlich gelogen sind, aber dennoch mit einer Überzeugungskraft vorgetragen werden, dass der normale Mensch kaum umhin kann, diesen leeren Versprechungen immer wieder zu glauben. Daneben versteht es der Psychopath, seine Weltsicht als die einzig wahre und erstrebenswerte darzustellen. Anhand der mittlerweile in der Gesellschaft vorherrschenden Gefühlskälte und dem rücksichtslosem und krankhaft egoistischem Streben nach „immer mehr“, kann leicht das fortgeschrittene Stadium dieser „Epidemie“ erkannt werden.

Als „Behandlung“ oder „Kur“ gegen Psychopathie gibt es nur das schonungslose Offenbar-machen ihrer Unmenschlichkeit. Diese Vorgehensweise schützt aber nicht vor den „Reaktionen“ eines entlarvten Psychopathen, der nicht davor zurückschreckt, alles um sich herum ebenfalls mit in den Abgrund zu reißen. Einen Psychopathen zu „dekompensieren“ (sofern dies überhaupt möglich ist) gehört mit zu den gefährlichsten Unternehmungen überhaupt. Der einzige Schutz ist Bewusstheit über die Struktur eines Psychopathen und ständige Wachsamkeit und letztlich die Vermeidung, sich in seinem Umfeld aufzuhalten bzw. seinen Vorgaben zu folgen.

In Ergänzung dazu muss Herrschaft unter allen Umständen und zu aller Zeit bekämpft werden. Der einzige Weg, der Herrschaft zu entkommen ist, alle Tyrannei zu zerstören.

Jeremy Locke schreibt dazu:

„Die Kultur kontrolliert die freie Rede, um sicherzustellen, dass Autorität nicht infrage gestellt wird. Sie schafft Regeln des Anstands, um die eigene Tyrannei zu verstecken. Das einzige verbleibende

Element ist, sicherzustellen, dass wenn jemand seinen eigenen Wert entdeckt, er sich der Autorität in seinem Leben nicht entziehen kann. Dies geschieht, indem die Verteidigung der Freiheit als unmoralisch hingestellt wird.

Der Preis der Freiheit ist Blut. Der Grund dafür ist einfach: Dem Bösen ist es egal, ob du lebst oder stirbst. Es wird dich eher töten, als dass es die Kontrolle über dein Leben aufgibt.

Hunderte Millionen von Menschen sind in den Kriegen der Geschichte zum Beweis dieses Prinzips gestorben. Jeder Schläger oder Vergewaltiger, jeder der bereit ist, unschuldige Menschen

zu töten, beweist dieses Prinzip. Während die überwiegende Mehrheit der Menschen nicht böse ist, werden Tyrannen niemals vor Gewalt zurückschrecken; es handelt sich um Menschen, die die Erde verbrennen würden, um ihre Macht zu erhalten.

Die einzige Möglichkeit, die Tyrannei zu beenden, ist, jeden Tyrannen zu vernichten. Umso länger den Tyrannen erlaubt wird, sich der Kultur zu bedienen, umso schwerer wird es für die Menschen sein, sich aus der Tyrannei zu befreien und umso mehr Leben wird es kosten. Dies ist der Grund, warum die Kultur uns lehrt, dass der einzige richtige Weg ist, dem Gesetz zu folgen.

Diese Lehre bewahrt Tyrannei. Hundert Millionen Menschen sind durch die Hände der Kommunisten gestorben, weil nur so wenige bereit waren, das Gesetz zu ignorieren, anstatt zu tun, was rechtens ist. Europa wurde fast ausgelöscht, weil so viele Menschen das Gesetz mehr schätzten als die Freiheit; sie scheiterten daran, Adolf Hitler aufzuhalten, als er noch schwach war.

Die wahre Natur der Gewalt aus den Medien zu entfernen und stattdessen die Aufmerksamkeit auf Unterhaltung und künstliche Gewalt zu lenken, lehrt die Menschen, ihre Sicherheit in der Sklaverei

zu suchen. Medienberichte bewahren die Tyrannei, indem der wahre Grund der Tyrannei vor den Augen der Menschen verborgen wird. Die Kultur verbirgt die Wahrheit, um Menschen passiv zu halten.

Tatsächlich wird das Böse vor nichts zurückschrecken, um dich zu kontrollieren, auch nicht davor, alles zu zerstören, was du besitzt, und alles zu vernichten, was du liebst. Gewalt wird jeden Tag zur Erhaltung der Tyrannei benutzt. Gewalt und Mord sind nur Waffen der Unmoral, wenn sie genutzt werden, um Freiheit zu zerstören. Die Verteidigung der Freiheit ist niemals unmoralisch. Jeder, der die Waffen der Gewalt gegen unschuldige Menschen benutzt, um Herrschaft zu erlangen, muss vernichtet werden.“

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