Die Freiheit des anderen

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Die Freiheit des Anderen… ist meine Unfreiheit? Warum fühlen sich Menschen durch die Freiheit, die einzelne Menschen sich manchmal nehmen, so bedroht? Wenn sich jemand zum Beispiel die Freiheit nimmt und Schlupflöcher nutzt, er also auf Grund geschickter Auslegungen der Steuergesetze weniger Steuern zahlt oder vielleicht sogar sein Vermögen vor der Steuer im Ausland versteckt, um der zunehmenden Enteignung zu entgehen, dann verurteilen die meisten Menschen diese Person genauso, wie es die öffentliche Meinung vorgibt. Diese propagiert, dass der „Steuersünder“ sich nicht nur im Sinne irgendeines Gesetzes „schuldig“ gemacht hätte, sondern auch ganz direkt jedem Einzelnen etwas angetan hat.

So als wenn jemand anderes jetzt mehr zu bezahlen hätte, weil derjenige nichts bezahlt hat oder überhaupt die hohe Steuerlast, unter der die meisten Menschen stöhnen, nur zustande kommt, weil einzelne Menschen sich nicht an die Gesetze halten und ihre Gelder dem „Solidartopf“ vorenthalten. Hier werden so viele Dinge durcheinander gewürfelt, dass einem schon schwindelig werden kann. Dennoch werden die meisten Menschen genau diese Reaktion zeigen. Sie werden sich nicht freuen, dass jemand Gesetze, die keinesfalls mit Rechten verwechselt werden dürfen, umgehen konnte. Sie leiden nicht oder finden es bedauerlich, wenn jemand, der sich diese Freiheit herausgenommen hat, vorgeführt wird, an ihm ein Exempel statuiert wird und er wegen seiner Handlungen ins Gefängnis muss.

Diese Menschen haben sich eine Freiheit herausgenommen. Sie haben sich über bestehende Gesetze hinweggesetzt. Eine Handlung die Mut erfordert. Keinesfalls sehen die anderen eine noble Tat darin. Nicht nur, dass sie diesen nicht konformen Umgang mit den Gesetzen nicht gutheißen, sie verurteilen sie auf das schärfste. Die Freiheit des anderen dient nicht als Beispiel, sondern die Menge ist froh, wenn der Scheiterhaufen entzündet wird und der Schuldige für seine frechen Taten büßen muss.

Das erinnert schon ein wenig an die Inquisition. Auch der Staat ist ein Konstrukt, welches nur durch den Glauben an ihn existiert. Und es ist erschreckend zu sehen, wie durch diesen Aberglauben das Denken der Menschen gelenkt werden kann. Der wahre Schuldige, derjenige, der durch Gesetze legitimiert, ständig Unrecht begeht und sich am Eigentum anderer bereichert, bleibt in diesem Geschehen völlig unerkannt. Die meisten Menschen können nicht sehen, wie sie beherrscht, verraten und verkauft werden, weil sie schon von klein auf nichts anderes kennengelernt haben. Sie haben verinnerlicht, dass die Autoritäten “richtig” und “gut” sind und nur “ihr Bestes” wollen. Sie haben die Widersprüchlichkeit zwischen ihren Lippenbekenntnissen und ihrem Handeln verdrängt. In den allermeisten Fällen können die Menschen nicht mehr Verantwortung für sich selbst übernehmen und freie Entscheidungen treffen, denn stets haben das irgendwelche Autoritäten (Eltern, Schulen, Gott und der Staat) für sie übernommen. Ihre Aufgabe war nur, den Anweisungen dieser Instanzen willig zu folgen. Auf der Suche nach der Antwort, warum die Freiheit des anderen für viele Menschen so bedrohlich ist, können wir ausschließen, dass die Höhe der Steuerlast von der Menge Geld abhängt, die andere Menschen an der Steuer vorbei retten konnten. Niemand muss mehr Geld bezahlen, weil Person X sein Geld vor der Steuer ins Ausland gerettet hat. Natürlich soll es so dargestellt werden, aber Tatsache ist, dass die eingenommen Steuern nicht dazu dienen, bedürftige Menschen zu unterstützen oder für eine gute Infrastruktur zu sorgen, sondern um die Politiker zu ernähren und den riesigen Staatsapparat zu finanzieren. Es ist bereits zutiefst Unrecht, wenn Eigentum mit Gewalt jemanden weggenommen wird, um es anderen Menschen im Namen der Solidarität zukommen zu lassen. Dazu kommt, dass dies auch sehr schnell als vorgeschobener Grund erkannt werden kann. Weggenommenes Gut bleibt auch dann gestohlenes Gut, wenn es im Namen der Solidarität weggenommen wird. Auch der Begriff Solidarität wird in diesem Vorgang in sein Gegenteil verkehrt. Durch Zwang kann niemals Freiheit entstehen. Durch Gleichmacherei eines erzwungenes “Wir” niemals Gemeinschaft. Dieses sozialistische Gedankengut war bislang immer nur dazu da, um die Arbeitskraft der Menschen auszubeuten und die finanziellen Mittel von unten nach oben in die Taschen der Politiker zu transferieren. Aber damit dieser Vorgang nicht auffällt, wurde geschickt dafür gesorgt, die Menschen glauben zu lassen, dass sich jemand schuldig machen würde, wenn er nicht mehr bereit ist, in diesem perfiden Spiel mitzuspielen. Diese Manipulation sorgt auch dafür, dass die betreffende Person diese Schuld nicht nur gegenüber dem Staat hat, sondern – was viel schwerer noch wiegt – gegenüber der Allgemeinheit. Der Staat selbst stellt sich zwar als die bestohlene Instanz dar, lenkt aber sofort auf das persönliche Element über, dass derjenige sich jetzt direkt an jedem Einzelnen vergangen hätte. Jetzt sieht es so aus, als wenn jeder Einzelne dafür zu büßen hatte, mehr bezahlen muss und das ganze System aus diesem Grund nicht funktioniert, weil derjenige sich die Freiheit herausgenommen hat, in diesem Spiel nicht mitzuspielen.

Um es noch einmal ganz klar zu sagen: ich propagiere keine Steuerhinterziehung. Ich selbst bezahle meine Steuern, weil ich im Falle der Weigerung ins Gefängnis gehen würde. Die Frage ist, welche Reaktionen in uns ausgelöst werden, wenn wir von Menschen hören, die sich diesem Zwang entweder direkt oder durch Geschick widersetzen? Wenn Menschen Steuern zahlen, weil der Staat sie ihnen abpresst, sie im Falle der Weigerung mit Geldstrafe, Freiheitsentzug und – wenn sie sich weigern, sich einsperren zu lassen – sogar mit dem Tod bedroht, heißt das doch nicht, dass Steuern kein Raub wären.

Die Freiheit des einen ist in dieser Darstellung die Unfreiheit des anderen. Es ist nicht so, dass weil jemand anderes sich nicht mehr an aufgesetzte und die Freiheit einschränkende Gesetze hält, den anderen Menschen ihre eigene Unfreiheit auffallen würde. Sie haben dieses Theater tatsächlich so sehr verinnerlicht, sind so tief in diesem Aberglauben gefangen, dass sie es empfinden, als wenn ihnen selbst dieses vermeintliche Unrecht angetan werden würde. Sie selbst wurden bestohlen, sie selbst wurden betrogen. Dazu kommt, dass dieses Empfinden ja auch absolut schlüssig ist und voll und ganz den Tatsachen entspricht, nur ist der Schuldige in diesem psychologischen Trick ausgetauscht worden. Jetzt ist nicht mehr der Staat, der die Steuern erhebt der Dieb, sondern derjenige, der Wege gefunden hat, sein Geld vor dem Staat zu retten. Tatsache ist, der Mensch wurde bestohlen, der Mensch wurde betrogen, aber der Dieb und Betrüger ist nicht derjenige, der sein Geld vor den gierigen Fingern des Staates in Sicherheit gebracht hat, sondern der Staat selbst.

Dieses Prinzip der Schuldumkehr oder der Lenkung der Aufmerksamkeit auf nebensächliches Terrain ist ganz einfaches wohlbekanntes psychologisches Werkzeug, welches nur leider in den Händen des Staates missbraucht wird. Diente es ursprünglich dazu, geschickte Manipulation eines Betrügers zu entlarven und den Menschen Werkzeuge in die Hand zu geben, sich gegen diese Art von Missbrauch zu wehren, wird es nun angewandt, die Menschen über diesen Mechanismus im Unklaren zu halten, weil Manipulation umso besser funktioniert, umso weniger die Menschen mitbekommen, dass sie manipuliert werden. In der Tat ist es so, dass die meisten Menschen auf die Frage, ob sie manipuliert werden könnten, mit aller Sicherheit behaupten, dass das bei ihnen nicht funktionieren würde. Tatsache ist aber, dass alle diese Menschen, gerade die Menschen, die so sehr davon überzeugt sind, nicht manipulierbar zu sein, die leichtesten Opfer des Manipulators sind. Das Problem ist nämlich nicht, dass Menschen manipulierbar wären – das sind sie… alle… ohne jede Ausnahme – sondern dass sie meinen, sie wären es nicht. Diese Überzeugung, die Blindheit für das, was letztlich ein ganz normaler Vorgang der menschlichen Psyche ist, macht sie zu so leichten Opfern.

Letztlich ist dieser Vorgang der psychologischen Schuldumkehr an allen künstlichen, die Freiheit des Menschen einschränkenden Regeln zu beobachten. Diese Regeln dienen nicht dazu, Recht und Ordnung herzustellen, sondern um das dahinterliegende Unrecht und die damit einhergehende Unordnung zu verschleiern. Genauso wie es natürliche Rechte gibt, die für jeden Menschen gleichermaßen gelten, gibt es auch eine natürliche Ordnung, die sich einstellen würde, wenn nicht die darübergelegten künstlichen Regeln diese Entwicklung behindern würden.

Es gibt einen Grund dafür, das Zustandekommen dieser natürlichen Ordnung zu behindern. Würde doch deutlich werden, dass genau die Instanzen, die angeblich für Recht und Ordnung sorgen, nicht nur überflüssig sind, sondern sogar als diejenigen identifiziert werden könnten, die das eigentliche Recht und die natürliche Ordnung behindern. Diese Instanzen scheuen keinen Aufwand, die Illusion aufrecht zu erhalten, dass es ohne sie nicht ginge. Jeder Ansatz, den Staatsapparat in seiner Funktion in Frage zu stellen, wird sofort mit aller Vehemenz niedergeschlagen. Da sowieso Rechtsbeugung an jeder Stelle innerhalb dieses Systems enthalten ist, ist es ein leichtes, sich immer weiter von dem eigentlichen Recht zu entfernen und direktes Unrecht zur Anwendung zu bringen. Ähnlich wie ein Lügner sich immer weiter in seinem Gespinst einspinnen wird, um sein Tun zu verschleiern, versucht der Staat alles, um nicht als der Lügner entdeckt zu werden. Der Staat wird sich immer selbst schützen. Hängt doch sein Überleben direkt von der Unkenntnis und Blindheit der Menschen gegenüber seinem Tun ab.

Ein weiteres Beispiel, an dem deutlich wird, wie Schuldumkehr und versteckte Manipulation funktioniert, ist der Umgang mit dem Thema Waffen. Von der Anlage her ist das Waffengesetz ein ebenso in sich geschlossenes und sich selbst schützendes System, wie das Steuergesetz. Der Begriff Steuergesetz klingt erst einmal ungewohnt, wird es doch meist als Steuerrecht bezeichnet. Ebenso ist der Begriff Waffenrecht nicht gebräuchlich, wird es doch allgemein als Waffengesetz benannt. Das Steuerrecht hat aber nichts mit Recht zu tun und die Tatsache, dass das Wort Waffengesetz verwendet wird anstatt Waffenrecht, verschleiert die Tatsache, dass jeder Mensch, der es will, das Recht hat, sich zu bewaffnen.

Genau wie jeder unbedarfte Mensch auf Grund der immerwährenden Indoktrination durch Schule und anschließende Ausbildung gar nicht auf die Idee kommen würde, das Prinzip der Besteuerung zu hinterfragen, so kommt auch kaum jemand auf die Idee, sich näher mit dem Thema Waffen zu beschäftigen. Gilt doch gemeinhin das eine als wichtige Funktion, um das gesellschaftliche Miteinander überhaupt erst zu ermöglichen und die Abwesenheit des anderen als Garant für innere Sicherheit.

Natürlich ist das eine wie das andere eine Lüge. So wenig wie der gewaltsame organisierte Raub für eine funktionierende Gesellschaft steht, sorgt die Abwesenheit von Waffen für Sicherheit. Wer Waffen missbräuchlich benutzt, der hält sich nicht an Gesetze. Böse Menschen werden sich immer bewaffnen, völlig egal, wie die Waffengesetze im jeweiligen Land gehandhabt werden. Jede Verschärfung der Waffengesetze bedeuten somit nur, dass gute Menschen den bösen Menschen wehrlos gegenüberstehen. Jede Waffe weniger in den Händen guter Menschen ist ein Verlust und bedeutet die Unfähigkeit der Verteidigung bzw. ein extremes Ungleichgewicht im Angriffsfall für die unbewaffnete Person.

Davon auszugehen, dass mehr Schusswaffen automatisch zu mehr Gewalt führen würden, ist die gewünschte Meinung, die immer wieder herangezogen wird, um Verschärfungen der Waffengesetze zu rechtfertigen. Doch werden die Untersuchungen zu diesem Thema ebenso regelmäßig außer Acht gelassen bzw. bewusst verschwiegen, die eindeutig beweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Es entbehrt jeglicher Grundlage anzunehmen, dass mehr Schusswaffen zu mehr Gewalt führen würden. Alle Statistiken haben eindeutig gezeigt, dass in Gegenden in denen Menschen Schusswaffen zur Selbstverteidigung besitzen und führen, die Gewalt rückläufig ist. Dem normalen Menschverstand leuchtet es ja auch unmittelbar ein, dass die Hemmschwelle jemanden anzugreifen höher ist, wenn man annehmen muss, dass der andere bewaffnet sein könnte. Auf der anderen Seite stellt eine Waffe mit genau derselben Sicherheit einen Ausgleich her, zwischen körperlich schwächeren Menschen gleichen Geschlechts und auch den an Körperkraft häufig unterlegenen Frauen. Eine Waffe ermöglicht auch sonst schwächeren Personen im Angriffsfall die Möglichkeit einer effektiven Selbstverteidigung. Auf Grund geschickter Manipulation und gesteuerter Meinungsmache, sind aber leider viele Menschen nicht mehr mit ihrem gesunden Verstand unterwegs, sondern geben die ihnen eingeimpften und diffusen Ängste an andere Menschen weiter.

Ein Indiz dafür, dass wir es bei diesem Thema mit einem ähnlichen Vorgang im Hintergrund zu tun haben wie beim Thema der Besteuerung, ist die völlige Verklärung der Lüge, dass die Abwesenheit von Waffen zur Gewaltlosigkeit führen würde. Tendenziell würde jeder dieser Aussage zunächst einmal zustimmen und nur wenige würden bei näherer Beschäftigung mit dieser Aussage auf den Widerspruch aufmerksam werden. Es ist ähnlich wie die Frage, was zuerst da war: die Henne oder das Ei? War die Gewalt bereits da, bevor es die Waffen gab? Wenn ja, dann wird sie aller Wahrscheinlichkeit auch nicht verschwinden, wenn es keine Waffen mehr geben würde.

Menschen haben sich seit jeher bewaffnet, um sich gegenüber stärkeren Angreifern zur Wehr zu setzen. Nur zu einem ganz geringen Prozentsatz war und ist die Motivation die, Waffen zur Anwendung zu bringen, um sich am Eigentum anderer zu bereichern oder um anderen Menschen Gewalt anzutun. Natürlich gibt es das eine wie das andere. Es gibt Menschen, die auf Grund einer psychischen Deformierung sich das Eigentum anderer Menschen aneignen wollen, genauso wie es Menschen gibt, die auf Grund einer etwas anders gelagerten psychischen Deformierung gewalttätig gegenüber anderen Menschen sind. Und genau aus diesem Grunde, um sich gegenüber dieser menschlichen Abart zu schützen, hat sich der Mensch Waffen ersonnen. Der primäre Anwendungszweck einer Waffe war immer die Verteidigung. Waren es zunächst nur Steine oder Stöcke, wurden es später Schwerter oder Bögen und schließlich Waffen, wie wir sie heute kennen.

Auffallend ist, dass in Gesprächen zum Thema Waffen nicht mehr der Aspekt der Verteidigung gegenüber einem pervertierten Angreifer im Vordergrund steht, sondern der vermeintliche Angriff und die Gewalt, die scheinbar von diesen Waffen selbst ausgeht. Was absurd ist, denn eine Waffe ist zunächst ein Werkzeug und wird erst in den Händen des Menschen der sie benutzt, zu einem guten oder schlechten Werkzeug. Der amerikanische Schauspieler und Bürgerrechtler Charleton Heston der von 1998 bis 2003 Präsident der National Rifle Association war, sagte es einmal mit einfachen Worten: “Es gibt keine guten Waffen. Und es gibt keine schlechten Waffen. Jede Waffe in den Händen eines schlechten Menschen ist etwas Schlechtes. Und jede Waffe in den Händen eines guten Menschen ist keine Bedrohung für irgendjemanden – außer für schlechte Menschen.”

Wenn wir uns jetzt den Bereich Schusswaffen anschauen, können wir eine eindeutige Tendenz ausmachen, den Besitz dieser Waffen immer mehr zu erschweren und die damit einhergehende Verteidigungsmöglichkeit mit Hilfe von Schusswaffen den Menschen unmöglich zu machen. Nur eine Organisation nimmt für sich das „Recht“ in Anspruch, Waffen besitzen und zur Anwendung bringen zu dürfen. Der Staat hat sich mit dem Versprechen, die Sicherheit der Menschen gegenüber Angreifern im Inneren wie gegenüber Angriffen von außen zu garantieren, das alleinige Recht auf Waffenbesitz erschlichen. Auch wenn völlig klar ist und immer klarer wird, dass weder die Sicherheit im Inneren durch die Organe des Staates geschützt werden, noch die Sicherheit auf Länderebene durch den Staat feinfühlig und effektiv gewährleistetet wird, so wird dennoch an dem Verbot festgehalten, dass der Mensch sich nicht mehr selbst schützen und sich nicht mehr selbst verteidigen darf. Das Monopol der Verteidigung ist auf den Staat übergegangen. Er nimmt dieses Recht, Waffen besitzen und zur Anwendung bringen zu dürfen, alleine für sich in Anspruch und versagt damit gleichzeitig den Menschen, die das wollen, das eigentliche Recht, sich selbst gegenüber Angreifern zu verteidigen. Nicht jeder muss das tun, aber niemandem der das will, darf dieses Recht versagt werden.

Recht und Gesetz sind zwei verschiedene Dinge. Gesetze haben mit Recht häufig überhaupt nichts zu tun. Genaugenommen dienen Gesetze nur der Einschränkung der natürlichen Rechte der Menschen. Auch wenn uns das Recht auf Selbstverteidigung durch die momentane Gesetzeslage genommen ist, ändert es nichts daran, dass sich selbst zu verteidigen ein universelles Menschenrecht ist. Und natürlich schließt dies in einer Gesellschaft in der Waffen existieren, auch den Gebrauch von Schusswaffen als Mittel zur Selbstverteidigung ein.

Das Erschreckende sind die Parallelen, die einem auffallen, wenn man das Thema Steuern und Waffen zusammen betrachtet. Ist die psychologische Umkehr in Bezug auf die Steuern der Garant für die Verschleierung des andauernden fortlaufenden Raubes und der unrechtmäßigen Aneignung von fremden Eigentum, so ist die psychologische Umkehr in Bezug auf das Thema Waffen der Garant dafür, dass im Falle der Entdeckung dieses Unrechts und zur Abwehr einer erkannten Gefahr der Mensch nicht mehr zu einer Waffe greifen kann, wie es natürlicherweise dann der Fall wäre, wenn er sich gegenüber einem stärkeren Angreifern zu Wehr setzen muss.

Es ist die gleiche psychologische Umkehr, die dafür sorgt, dass sobald das Thema Selbstverteidigung mit Schusswaffen auftaucht, Schreckensszenarien von überbordender Gewalt in den Köpfen der Menschen auftauchen und sie reaktiv den Ausbruch von Chaos befürchten, anstatt die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit zu sehen, die mit dem Waffenbesitz einhergehen.

Der Staat hat ein Interesse daran, die Menschen denken zu lassen, dass Gewalt von Waffen ausgeht und ein Verbot von Schusswaffen zu mehr Sicherheit führen würde, da er selbst als Dieb im Hintergrund fungiert und sicherstellen will, dass im Falle der Entdeckung seines schändlichen Tuns, die Menschen keine Möglichkeit zur Gegenwehr haben. War noch im zweiten Verfassungszusatz der Vereinigten Staaten genau diese Möglichkeit als Grund für den Besitz von Waffen beschrieben, den Staat zu kontrollieren, damit das eben beschriebene Szenario nicht geschieht, wird heute alles daran gesetzt, diesen eigentlichen Grund, nämlich Schutz von Raub und die Selbstverteidigung gegenüber angreifender Gewalt, von der Bildfläche verschwinden zu lassen und es so aussehen zu lassen, als wenn die Gewalt von den Waffen selbst ausgehen würde. Dafür nimmt der Staat sogar in Kauf, dass die Menschen auch in ganz alltäglichen Situationen Angreifern völlig wehrlos ausgeliefert sind. Im Gegensatz zu rechtschaffenden Menschen halten sich die Bösen nun mal nicht an die Gesetze und werden immer Wege finden sich zu bewaffnen. An jedem Raub, an jeder Vergewaltigung, an jedem Gewaltakt, der so ohne die Möglichkeit der Gegenwehr ausgeführt wird, trägt der Staat eine Mitschuld. Doch die Ablehnung, mit der die manipulierten Menschen auf das Thema Waffen reagieren, ist Ausdruck einer immensen Manipulation. Die Instanz, die für diese Manipulation verantwortlich ist, hat ein enormes Interesse daran, dass ihr Tun unentdeckt bleibt und die abwehrenden Reaktionen der Menschen sich immer auf andere Ziele richten, als gegen diese Instanz selbst.

So ist die Freiheit des Menschen eine Waffe zu besitzen und zu führen, die Bedrohung des manipulierten Menschen. Nicht weil er selbst durch den Waffenbesitz eines anderen Menschen bedroht wäre, sondern weil er als Opfer einer großangelegten Manipulation, die tatsächliche Bedrohung an einer anderen Stelle gar nicht mehr sieht. Die Manipulation ist so umfassend, dass es zu einer Art Solidarisierung des Opfers mit seinem Vergewaltiger kommt. Der unbedarfte Mensch verteidigt das vermeintliche Recht des Staates, Steuern mit Gewalt den Menschen zu rauben, genauso wie er die vermeintlichen Gefahren beschwört, die mit dem Besitz von Schusswaffen einhergehen. Dieses als „Stockholm-Syndrom“ bezeichnete Phänomen ist immer dann zu beobachten, wenn das eigentliche Opfer für den Täter Entschuldigen anführt, wenn das Opfer beginnt, die Taten seines Peinigers zu rechtfertigen.

Menschen, die sich dann gegen den eigentlichen Täter stellen, bedrohen dann nicht mehr nur den Täter, sondern auch die Person, die sich mit ihm solidarisiert hat. Die Verteidigung, die dann erfolgt, muss nicht mehr der Täter selbst ausführen, sondern wird vom Opfer übernommen. Dies sorgt für eine enorme Kohärenz. Es ist ein geschlossenes System, welches sich selbst sehr effektiv vor der Entschleierung schützt und sich sofort gegen jeden richtet, der diese Verschleierung beenden will. Alles was diese Täter-Opfer-Integrität bedroht, wird automatisch zum Ziel für einen Angriff.

Es ist also nicht in erster Linie der Neid, dass andere Menschen sich Rechte herausnehmen, die im Grunde jeder Mensch hat, die zur Ablehnung und Aburteilung des anderen führen, sondern die Identifikation mit dem eigentlichen Täter im Hintergrund. Wenn andere sich über die Freiheit des Menschen einschränkende Gesetze hinwegsetzen, sehen die Menschen darin nicht einen Hinweis, sie sehen nicht die Chance, die damit einhergeht, sie empfinden auch nicht in erster Linie Neid, dass derjenige jetzt etwas tut, was sie eigentlich schon die ganze Zeit tun wollen und was sie sich nur bislang nicht getraut haben, sondern sie identifizieren sich mit dem Täter und verteidigen sein angebliches und durch Gesetze geschaffene „Recht“, welches aus ihrer Sicht an dieser Stelle hintergangen wurde und mit dem tatsächlichen Recht nicht das Geringste zu tun hat. Für den manipulierten Menschen fühlt es sich nicht so an, als wenn der Steuerhinterzieher dem Staat das Geld hinterzogen hätte, sondern es fühlt sich an, als wäre er selbst bestohlen und hintergangen worden.

Wenn das Thema die Waffen sind, stimmt jeder zu, dass Schusswaffen die Ursache der Gewalt sind und dass so wenig wie möglich Schusswaffen in der Bevölkerung vorhanden sein sollten, nicht weil sie sich selbst bedroht fühlen oder weil das vermeintlich damit einhergehende Chaos sie selbst bedrohen würde, sondern weil sie sich mit dem eigentlichen Täter identifizieren, sie ihn schützen wollen und sie die Verteidigung für ihn übernehmen. Das wohl größte Problem ist, dass hochgradig manipulierte Menschen ihre Manipulierer verteidigen, weil sie schließlich die Wahrheit für Manipulation halten. Die Manipulation ist so vollständig, so umfassend, das die eigentliche Wahrheit plötzlich als die Lüge erscheint.

Genauso wie Steuern Raub sind, egal wie man es dreht und wendet, sind und bleiben Waffen Werkzeuge der Verteidigung gegenüber Angreifern. Jeder der sich gegen Waffen in den Händen der Menschen ausspricht, überlässt sie wehrlos möglichen Angreifern. Zu jeder Zeit haben sich Menschen natürlicherweise bewaffnet, um körperlich überlegenen Angreifern etwas entgegenstellen zu können. Waffen schaffen einen Ausgleich und Waffen schützen Menschen. Das ist der Grund, weswegen Menschen Waffen ersonnen haben. Jedes Waffengesetz unterstützt ein Ungleichgewicht und kein Waffengesetz wird jemals eine gewaltfreie Welt herstellen können. Es ist das Recht eines jeden Menschen sich zu bewaffnen.

Wenn die Freiheit des anderen dir selbst zur Bedrohung wird, dann bist du selbst Opfer der Manipulation geworden. Nicht der Steuerhinterzieher ist der Täter, sondern derjenige, der die Steuern erhebt und sie mit Zwang und Gewalt den Menschen abpresst. Nicht die Waffe ist das Problem oder derjenige, der sich für Waffen und gegen Waffengesetze ausspricht, sondern diejenigen, die die Waffengesetze ersonnen haben, um die Freiheit der Menschen einzuschränken und sich selbst in größtmögliche Sicherheit zu bringen.

Ich hoffe, dass die in diesem Artikel ausgeführten Gedanken helfen, den eigentlichen Täter im Hintergrund zu identifizieren und die angeblichen Opfer aus ihrer Schuld zu entlassen. In der Vergangenheit haben wesentlich fähigere Köpfe das Prinzip der Steuern als ungerechtfertigten Raub erkannt und bis in Detail dargelegt.

So sagt zum Beispiel der Ökonom und Philosoph Professor Hans-Hermann Hoppe: 
„Steuern – gleich in welcher Höhe – sind niemals mit individueller Freiheit und Eigentumsrechten vereinbar. Steuern sind Diebstahl. Die Diebe – der Staat und seine Agenten – versuchen natürlich ihr Bestes, diese Tatsache zu vertuschen. Doch ganz offensichtlich sind Steuern keine normalen freiwilligen Zahlungen für Güter und Dienstleistungen, da es nicht gestattet ist, diese Zahlungen einzustellen, falls man mit dem Produkt unzufrieden ist. Man wird nicht bestraft, wenn man aufhört Volkswagen-Autos zu kaufen, aber man wird ins Gefängnis geworfen, wenn man aufhört, für sämtliche Schulden oder den Pomp der Politiker zu zahlen. Und es ist auch nicht möglich, Steuern als normale Mietzahlungen hinzustellen, so wie sie der Mieter seinem Vermieter entrichtet, denn der Staat ist nicht Eigentümer des ganzen Landes und der Hausherr aller Bürger. Darum gibt es nur einen Schluss: Steuern sind Diebstahl und Räuberei, mittels derer sich ein Teil der Bevölkerung – die herrschende Klasse – auf Kosten eines anderen Teils – den Beherrschten – unrechtmäßig bereichern.“

Zum Waffenbesitz merkt er an:  „Immer und überall haben sich Staaten darum bemüht, ihren Untertanen den Besitz von Waffen zu untersagen, denn eine unbewaffnete Bevölkerung auszubeuten und zu beherrschen ist einfacher und ungefährlicher als eine bewaffnete. Waffen zu tragen galt immer als das Kennzeichen eines freien Mannes. Nur Sklaven war der Waffenbesitz verboten. […]



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