Monat: Dezember 2015

Der Mensch im Zeitgeist

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Larken Rose hat vor einiger Zeit in einer kurzen Notiz den Begriff des professionellen Weltbild-Herausforderers geprägt. Er schilderte darin das Problem, eine Botschaft zu haben, die von denjenigen, die sie bereits kennen, nicht mehr benötigt wird und von denjenigen, die sie bräuchten, nicht gewollt wird. Die einen haben die Botschaft bereits verstanden und die anderen wollen sie nicht hören. Weltbilder haben die Eigenschaft, selbstkonsistent zu sein. Sie schützen sich gewissermaßen selbst, da Menschen darin Sicherheit finden. Sein Weltbild in Frage zu stellen, ist fast gleichbedeutend damit, sich selbst in Frage zu stellen, da grundlegende Annahmen über sich selbst auf Grund des Weltbildes geschlossen wurden. Das Weltbild ist in diesem Sinne der größere Kreis, in dem sich der kleinere Kreis des Selbstbildes befindet. Das Selbstbild entwickelt sich auf Grund von Vorgaben, die das Weltbild eines Zeitgeistes bestimmt. Der Zeitgeist umschließt und bestimmt das Weltbild. Der Zeitgeist umfasst meist viele Generationen. Der Zeitgeist ist der noch größere Kreis um den Kreis des Weltbildes und um den Kreis des Selbstbildes herum. In der Mitte – umschlossen von auf ihn einwirkenden Meinungsmechanismen – befindet sich schließlich der Mensch.

Der Mensch im Zeitgeist

Anhand der Grafik ist unschwer zu erkennen, dass diese Ebenen den Menschen wie Schichten oder Häute umgeben. Mit einem Menschen in Kontakt zu treten heißt, einen Abgleich mit den anderen Ebenen vorzunehmen. Der Mensch definiert sich meist als sein Selbstbild, doch verrät bereits das Wort, dass es sich nur um ein Bild handelt, welches jemand von sich selbst hat. Normalerweise wird dies aber nicht hinterfragt, genauso wenig wie die anderen Ebenen. Um das Gefühl zu haben, sich mit einem Menschen auf „gleicher Ebene“ zu befinden, braucht es eine Art Übereinstimmung von Weltbild und Zeitgeist. Menschen haben das Gefühl sich zu verstehen, wenn sie eine Übereinkunft ihrer Geschichte über viele Generationen hinweg empfinden, genau wie die Sichtweise über grundlegende Schlüsse, die aus der Historie abgeleitet werden können. Daraus generieren Menschen die Annahme eines „ähnlichen“ Selbstbildes und leiten daraus das Empfinden „sich zu verstehen“ ab. Eine wirkliche Begegnung oder gar Berührung auf tieferer Ebene findet gar nicht statt. Zwei „Selbstbilder“ befinden sich in der Illusion eines Kontaktes. Beide gleichermaßen umfasst von Weltbild und Zeitgeist, die von beiden – den Konventionen entsprechend – nicht in Frage gestellt werden.

Die Frage, ob nun der Zeitgeist das Weltbild bestimmt oder umgekehrt, ist letztlich wohl nur eine Frage der Definition. In dieser Betrachtung erscheint es mir sinnvoll den Zeitgeist als das bestimmende Element des Weltbildes zu sehen, da der Zeitgeist die Annahme bestimmt, ob die Erde eine Scheibe ist. Das Weltbild, die Erde als eine Scheibe zu sehen, bleibt solange aufrechterhalten, bis sich der Zeitgeist schließlich ändert und er es dem Menschen ermöglicht, in anderen Bahnen zu denken. Außerdem deutet der Begriff „Weltbild“ an, dass es sich um ein Bild, also um eine Annahme über etwas handelt. Der Zeitgeist bestimmt, welche Bilder der Wirklichkeit die Menschen formen können. Zum Verständnis des hier Besprochenen ist letztlich nur wichtig, bestimmende ineinander verschachtelte Elemente anzunehmen, die einander bedingen und aufeinander aufbauen. Jedes darüber liegende Element schützt das darunterliegende.

Wir können uns diese Ebenen auch wie Schutzschilde vorstellen, hinter denen sich der Mensch im gewissen Sinne „versteckt“. Sicher hat er selbst nicht das Gefühl, sich dahinter zu verstecken, doch rufen Versuche, an den Grundfesten dieser Annahmen von Selbstbild, Weltbild und Zeitgeist zu rütteln, Abwehrmechanismen hervor. Auch die Vehemenz mit der sich diese Abwehrmechanismen äußern, ihre Stärke und Entschlossenheit mit der sie hervorkommen, hat mit der Hierarchie dieser Ebenen zu tun. Sorgt schon das Hinterfragen des Selbstbildes für Stirnrunzeln, so sorgt das Hinterfragen von Weltbild oder gar des Zeitgeistes für regelrechtes Entsetzen. Normalerweise endet an dieser Stelle der Kontakt oder brechen die Beziehungen auf. Das Sicherheitsbedürfnis der einzelnen Menschen ist meist so stark, dass sie nicht wagen, sich in unsicheres Terrain zu begeben, in denen Wände und Böden des sicheren Weltbildes zu schwanken beginnen. Zu sehr hängt die Definition von sich selbst von den anderen Ebenen ab. Droht die eine Ebene in sich zusammenzufallen, wird sie alle anderen Eben mitreißen; so die nicht ganz unrichtige Annahme. Es ist also verständlich, dass Menschen sich in solchen Situationen für ihr Überleben entscheiden, selbst dann, wenn wichtige Entdeckungen über das „wahre“ Selbst so verborgen bleiben.

Überleben hat für einen Organismus eine vorrangige Funktion. Wachstum und Entwicklung sind hingegen bedrohlich, da sie sich meist außerhalb von gewohnten Bahnen abspielen. Überleben hat damit zu tun, sich in sicheren und gewohnten Räumen aufzuhalten, während Wachstum und Entwicklung die Berührung mit dem Unbekannten benötigen. Solcherart Entwicklung lasten die Menschen meist dem Schicksal an. Sind es doch häufig einschneidende Ereignisse und Begebenheiten die ungeplant einem Menschen widerfahren. Normalerweise braucht es eine gewisse Zeit, bis sich die Wogen des Lebens wieder geglättet haben und der Mensch sich in seinen neuen Räumen zurechtfindet. In diesem Sinne vom Schicksal durchgeschüttelt, erfährt sich ein Mensch nach einer solchen Lebensphase um eine Erfahrung reicher. Meist ist zwar die Erfahrung da, einen Entwicklungsschritt gegangen zu sein, aber die Bewusstheit der Metaebene, der Ebene, die als Beobachter fungiert, fehlt und der Mensch favorisiert weiter den sicheren Raum des Überlebens, als in der Unsicherheit und im Unbekannten selbst eine Chance auf Wachstum und Entwicklung anzuerkennen. Im Unbekannten eine Chance für Wachstum und Entwicklung zu entdecken, würde im gewissen Sinne einen Ausgleich für das Unwohlsein und die Angst vor dem Unbekannten darstellen, doch hindert zumeist die mangelnde Fähigkeit zur Selbstbeobachtung den Menschen zu dieser Erkenntnis zu gelangen.

So stehen sich also zwei Kräfte gegenüber: die eine ist die Ebene des Überlebens, des Vertrauten und sicheren Raumes und die andere beinhaltet die Chance auf Wachstum und Entwicklung, geht aber mit viel Unsicherheit einher. Aus dem Blickwinkel der Metaebene ist es möglich in dieser Unsicherheit eine Qualität zu sehen und so nenne ich diese beiden Ebenen Überleben und Qualität.

Hinterfragen wir nun also in Gesprächen oder in Artikeln und Büchern das Selbstbild eines Menschen so „verstehen“ nur diejenigen das Angebot, die letztlich genau das erfahren haben. Die Idee, dass jemandem wie Morpheus aus dem Film „Matrix“ einem Menschen wie Neo vor die Wahl stellt, sich zwischen einer roten und einer blauen Pille zu entscheiden, ist eine Metapher. Die blaue Pille steht für den sicheren Raum, geschützt von nicht hinterfragtem Selbstbild, gestützt von Weltbild und Zeitgeist, wobei die rote Pille für die Entscheidung steht, vermeintliche Sicherheit hinter sich zu lassen und sich für Qualität und Entwicklung zu entscheiden. Wie es häufig bei Metaphern der Fall ist, läuft es in der Praxis meist etwas anders ab. Schon unmittelbar nach der Einnahme der roten Pille stellt sich Unbehagen ein und die Stimme, die wünscht, diese „Entscheidung“ jetzt sofort rückgängig zu machen, wird immer lauter. In der Praxis ist es viel leichter sich einer solchen Herausforderung wieder zu entziehen, als die rote Pille wieder aus seinem Organismus herauszubekommen. Die Erfahrung zeigt, dass sich die Menschen meist mit Händen und Füßen wehren, sobald man auch nur in die Nähe kommt, eingefahrene Strukturen zu hinterfragen. Alleine nur das Hinterfragen des Selbstbildes ruft schon starke Abwehrmechanismen hervor, doch wagst du an den Grundfesten des Weltbildes oder gar des Zeitgeistes zu rütteln, ist das Gespräch meist sehr schnell beendet.

Schreiben wir also Bücher oder Artikel, um Menschen zu erreichen, erreichen wir immer nur die, die sowieso schon dort sind. Andere, für die es vermutlich wirklich wichtig wäre, verbleiben in ihren Abwehrmechanismen. Sie legen das Buch beiseite oder beenden das Gespräch. Meist nicht ohne sich selbst noch einmal zu bestätigen, in dem sie den Überbringer der „unangenehmen“ neuen Sichtweise durch Phrasen ins Unrecht setzen. Je nach Themengebiete reichen dann die Vorwürfe von man sei „ganz schön eingebildet“ und „viel zu selbstsicher“, bis hin zu Etikettierungen wie „Nazi“ oder das man darauf hingewiesen wird, dass das Hinterfragen gewisser historischer Faktoren unter Strafe stehen würde.

Wir leben in einer Zeit, in der es salonfähig ist, dass eine Meinungspolizei darüber wacht, dass gewisse Dinge nicht angesprochen oder hinterfragt werden dürfen. Diejenigen, die an der Spitze des Vorhabens stehen und das Denken und die Sprache der Menschen kontrollieren wollen, werden durch sehr viele unbewusste und teilweise dumme Menschen unterstützt, die in diesem Vorhaben sogar noch etwas Gutes sehen. In Wahrheit sichern sie nur ihren Raum des Gewohnten und wollen auf gar keinen Fall, dass andere anfangen, gewisse Dinge zu hinterfragen. Vermutlich verspüren alle diese Menschen eine diffuse Angst, wenn mehr Menschen anfangen ihr Selbstbild zu hinterfragen, anerkannte Weltbilder ebenfalls in Frage gestellt werden könnten. Vielleicht rüttelt es sogar am Zeitgeist und nicht nur eine individuelle Entwicklung, sondern sogar eine globale Entwicklung könnte geschehen.

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Von Zeit zu Zeit erleben wir, dass der Zeitgeist der uns Menschen umschließt, ein neues Denken ermöglicht. Viele Menschen mit neuen Denkweisen verändern Weltbilder und machen es anderen leichter ein neues Selbstbild zu erfahren. Vielleicht stehen wir an der Schwelle eines solchen Paradigma-Wandels, einer Veränderung des Weltbildes, einer Veränderung des Zeitgeistes, welches auf globaler Ebene das Denken der Menschen verändert und somit ihr Selbstbild. Vielleicht – und dies ist meine wirkliche Hoffnung – kommen wir damit unserem wirklichen Selbst wieder einen Schritt näher und erkennen, dass wir mehr sind als die Summe unserer Teile. Der Mensch ist noch lange nicht am Ende seiner Entwicklung angelangt. Ganz im Gegenteil: Wir stehen an der Schwelle, dass der Mensch sich als das erkennt was er ist: frei! Geboren um frei zu sein und in Freiheit seine Erfahrungen zu machen, zu lernen und sich zu entwickeln.

Unsere Weltbilder sind zumindest zu einem Teil Gefängnisse. An den Stellen, an denen wir sie nicht hinterfragen dürfen. Die Wahrheit braucht keine Stütze, nur die Lügen müssen mit Zwang und Gewalt aufrechterhalten werden.

Der US-Geheimkrieg gegen Syrien

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Krieg

Was zuerst wie ein Bedrängnis gegen Syrien aussah, hat sich in den Jahren zu einem veritablen Weltkriegs-Szenario entwickelt. Bevor man zu einer chronologischen und erklärenden Zusammenfassung kommt, muss man zuvorderst den Impetus der USA als Welt-Hegemon verdeutlichen. Die USA als ausführender Militär-Staat der Welt-Herrscher-Clique folgt ihrer Diktion der alleinigen Herrschaft durch taktische, strategische, militärische, finanztechnische und wirtschaftliche Repression gegen jeden Staat, der es wagt, dem Befehl der USA nicht zu gehorchen oder sich zu widersetzen.

Die USA haben als mutierte Kriegs-Nation die ganze Welt zurückversetzt ins 12. Jahrhundert, in das Jahrhundert der Raubritter, Kreuzzügler und kriminellen Politiker. Recht gibt es nicht mehr. Gesetzbücher taugen nicht mehr. Verfassungen werden ausgesetzt oder ignoriert. Die sogenannten Eliten re-gier-en mit Faustrecht, Lügenpresse und Repression, Autokratie und Krieg. Seit dem Ende des zweiten Weltkriegs hat die USA in mehr als 40 farbigen Revolutionen, Kriegen und Regime-Changes die Welt umgeformt in Vasallen-, Gefügige- und Widerstands-Staaten. Die NEW-WORLD-ORDER soll die „one-world“ erschaffen – und dazu ist jedes, auch das undenkbarste Mittel recht.

Schon 2007 gab es US-Anstrengungen, den Mittleren Osten zu destabilisieren und nach den hegemonialen Bedürfnissen der Clique neu zu formieren. Systematisch wurden zusammen mit Israel sektiererisch-muslimische Gruppen aufgebaut, trainiert und ins Land gebracht, um Unfrieden zwischen den sowieso realisierenden Moslems zu stiften. Teile und herrsche, dränge unterschiedliche Gruppen gegeneinander und stifte so breit verankerte Unruhe, bis sich die Unruhe gegen den „gemeinsam vereinten Feind“, die syrische Regierung, richtet. 2007 hat das der Pulitzer-Preisträger Seymor Hersh in seinem Stück „The Redirection“ öffentlich gemacht.

Die USA und Frankreich haben gemeinsam den Zerstörungs-Pakt gegen Syrien entwickelt, getrennt vorangetrieben und finden sich nun in der Anti-ISIS-Front wieder vereint, um den syrischen Staat komplett zu zerlegen. Das wir die USA als Welt-Störer kennen, ist eine Banalität. Das aber Frankreich eine pro-aktive zerstörerische Rolle im Kampf ums Öl spielt, ist verwunderlich. Haben doch die Franzosen mit der Beobachtung und Eingrenzung ihrer ehemaligen Kolonial-Staaten in Afrika genug zu tun. Frankreich hat seine zugewiesene Aufgabe im Theaterstück mit Bravour und Verve verfolgt: die Kurden (unter Barzani) davon zu überzeugen, dass es an der Zeit wäre, einen eigenen Kurdenstaat zu errichten. Weder in der Türkei, noch im Irak, sondern in Syrien, weil die Minimierung und Verkleinerung des Großstaates Syrien ins Öl-Raubbau-Konzept passt. Der Plan war und ist, alle Kurden aus den türkischen und irakischen Regionen dann in den neuen Kurdenstaat zu translozieren.

Im Jahr 2011 vereinbarten Juppé aus Frankreich und Davutoglu aus der Türkei die Schaffung eines neuen Staatengebildes Kurdistan und eines neuen Sunniten-Staates. Beide im Grenz-Raum Nord-Osten Syriens und des nord-westlichen Irak. Die Vorstufe der generellen Aufteilung des syrischen Reiches. Syrien war früher das größte Reich neben dem Euphrat-und-Tigris-Staat Irak, es reichte vom heutigen Israel über den Libanon am Mittelmeer bis zur und in die Türkei. Syrien galt als der einzige muslimische Staat, in welchem alle Glaubens-Diversitäten friedlich miteinander kooperierten und lebten. Bis in die Neuzeit war es das Bestreben Assads (er ist ein alevitischer, also aufgeklärter Moslem), allen Religionen eine friedliche und prospektive Heimat zu geben- mit guter Schulbildung, mit ausreichend Handwerk und einer allen dienenden Öl- und Gas-Industrie. Genau das hat die Hegemonialmacht USA erbost. Denn die USA haben zeitlebens mehr Öl verbraucht als sie selbst besaßen und deshalb musste der weltweite Raubzug um Öl beginnen. Allein die Aufrechterhaltung der Militär-Maschinerie als Hauptverbraucher des Öls verlangt wegen immer neuer Kriege immer neuen Nachschub: ein Kreislauf des Schreckens und der Räuberei.

2014 trafen sich der Kurdenführer Salih Muslim mit Erdogan und Hollande, um die Zerstückelung Syriens (die erste Aufteilung 1916+1920 Sykes-Picot-Abkommen) zu besprechen und den Plan zu fassen, die Christen aus Nord-Syrien zu verbannen oder zu vernichten, den Sunniten ein eigenen Reich zuzumessen und einen Kurdenstaat in Syrien zu errichten.

Die USA haben seit 2011 immer wieder unter erheblichen finanziellen Aufwendungen die von ihnen installierten Terror-Gruppen gepflegt, mit Gerät und Munition versorgt, mental und militärisch unterwiesen und ausgerichtet, so dass der syrische Staat langsam aber sicher am Zerfallen war. Intern (also im Pentagon, im DoD, beim Präsident, im CIA) sprechen die USA immer schon über den „Krieg gegen Syrien“; die Ausrede „Krieg gegen den Terror insbesondere gegen den ISIS“ kommt erst Ende 2014 ins Spiel, als die Weltöffentlichkeit durch Russlands anlaufende Intervention und die false-flag-operations in Europa und USA ruchbar werden. Es macht sich halt besser, wenn der Krieg gegen einen seit 2001 künstlich erdachten Feind geführt wird statt gegen einen friedlichen Staat.

Denn bisher waren alle Anschuldigungen gegen Assad ins Leere gelaufen, hatten sich alle als Schein-Erklärungen erwiesen und hatten die USA als den wahren Störenfried gekennzeichnet. Da die USA keinen Krieg mehr alleine führen kann und will (Kosten!), musste also eine Allianz der Terror-Bekämpfer geschaffen werden. Die Dummbeutel und Vasallen der Hegemonialmacht USA (Katar, Saudis, NATO, EU) waren selbstredend sofort dabei und so rückte der Startpunkt für eine General-Invasion mit Bodentruppen und Luftstreitkräften immer näher. Bis Syrien ganz offiziell über die UN den Beistand von Russland ersuchte und durch die UN bekam. Russland brachte innerhalb einer Woche zwei Fliegerstaffeln plus Mannschaft nach Syrien auf seinen angestammten Militär-Stützpunkt (nahe Latakia) und führte präzise Schläge gegen den bald nur noch schattenhaften ISIS aus.

Die USA beschwerten sich, dass Russlands Bombardement „ihren Besitz“ zerstören würde und offenbarte damit, dass sie die Eigentümer, Betreiber und Finanziers der Terrorgruppen (genannt ISIS) sind. Ihre „langsam-dahinbrechen-Strategie“ des Staates Syrien war damit offiziell aufgeflogen. Mindestens musste nun das Gesicht gewahrt werden und es bedurfte nur eines kleinen Attentats in Paris, um ganz Europa, die NATO und die Welt zum Kampf gegen den ISIS zu vereinen- ein gefingertes, böses Schurkenstück. Russland war wie immer um diplomatisches Ringen bemüht: eine Friedenskonferenz sollte den ganzen Kriegs-Zirkus beenden und Syrien wieder befrieden. Vordergründig mussten die WEST-Allianzen dem zustimmen, obwohl sie es tatkräftig boykottierten und gleichzeitig an neuen Fronten Unruhe stifteten.

Mit Erlaubnis der USA beutete der ISIS großflächig die Ölreserven Syriens im Nordosten aus und verscherbelte diese Ware, um täglich Millionen-Einnahmen zu erzielen, die sofort in neue Waffen und Munition umgesetzt wurden. Nicht verwunderlich, dass der Sohn Erdogans als Eigentümer sowohl der Transport-Armadas als auch der Logistik-Firmen und Umschichter in den türkischen Häfen ist und den illegalen Öl-Handel zu eigenen Millionen-Einnahmen forciert. Ebensowenig erstaunlich ist, dass Israel für den Verkauf des Raub-Öls aus türkischen oder israelischen Häfen sorgt. Russland hat auch dies illegale Treiben tatkräftig unterbunden, indem Kolonnen LKW, Abfüllanlagen sowie Transit-Stationen bombardiert wurden. Auf diese Weise hat sich das Finanzvolumen für die ISIS (und Erdogan-Sippe) auf ein Drittel (nur noch ca. 1 Mio. $/ Tag) der vorherigen Höhe verringert. Die Rache Erdogans kam sofort. Mit Duldung der USA schoss die türkische Luftwaffe einen russischen Bomber in Syrien ab und zerstückelte einen der ausgestiegenen Piloten auf bestialische Art. Russland legte Beschwerde bei der UN ein- wie üblich folgte keine Sanktion der UN, im Gegenteil: Frankreich und England bekamen in einer Resolution 2249 das Recht, sich gegen Terrortruppen selbst zu verteidigen. Fälschlicherweise und gegen das Recht interpretieren beide Staaten diese Resolution als genehmigte Aufforderung für Bombereinsätze in Syrien, was aber illegal ist, da Syrien keinen Krieg gegen Frankreich oder England führt. Ebenso wie die illegale Anwendung des Artikels 51 (Selbstverteidigung, Charta der Vereinten Nationen) und Artikel 42(7) EUV zum Beistand anderer EU-Länder im Kriegsfall fallen also Frankreich und England zusammen mit der NATO in Syrien ein, während die Türkei in den Irak einmarschierte und Camps bezog. Trotz lautem Protest vor der UN – wieder mal keine Aktion! – verließen die türkischen Truppen den Irak nicht. Die USA haben vor, zusammen mit neu herbeigeschafften Truppen ( mehr als 3000 Mann zuzüglich zu denen, die bereits in der Türkei stationiert waren) auch wieder in den Irak einzumarschieren, um von dort aus Syrien und die Bildung des Sunniten-Staates herzustellen.

Russland hat es aufgedeckt. Russland hat die Beweise geliefert. Russland hat die USA bloßgestellt. Der „Krieg gegen den Terror, gegen den islamischen Staat ISIS“ ist ein Feigenblatt. Das Feigenblatt verbirgt vor der Welt mit pressegeschönter Berichterstattung über „heroischen Kampf der USA-Allianz“ und „falschen, nichts bringenden Kampf der Russen“, dass es hier um eine komplette Neu-Ordnung des Mittleren Ostens geht. Bei gleichzeitiger Annexion der gesamten Öl-und Gasquellen Syriens durch die USA. Der einzig legal in Syrien operierende Staat neben Syrien selbst ist Russland. Alle anderen Parteien – egal ob Terrorgruppen, NATO, Staaten oder Allianzhelfer – sind illegal und völkerrechtswidrig in Syrien (und zum Teil im Irak) engagiert. Während Russland und Syrien in gemeinsam vereinbarten strategischen Kriegsführungen den ISIS und andere Terrorgruppierungen so gut wie eliminiert und zur Flucht in den Irak und Libya geschlagen haben, machen sich die USA und ihre kriegsgeilen Helfer auf, sich nun wieder völkerrechtswidrig im Irak zu engagieren, um diesen auch zu zerschlagen. Irak hat ultimativ alle illegal dort operierenden Parteien aufgefordert, das Land innerhalb 24 Stunden zu verlassen – bisher vergeblich. Die UN ist angerufen, wahrscheinlich hat das Büro wieder mal geschlossen.

Was wir also hier beobachten können, ist die rabiate Raubritter-Kriegs-Variante von Kapitalisten-Verbrechern und der Clique, sich Ressourcen, Staaten und Menschen zu bemächtigen, weil sie es wollen! Und die Vereinten Nationen schauen still und duldend zu. Deutschland macht bei diesen illegalen Angriffs-Kriegen auch mit. Deutschland will sogar zu einer ‚gestaltenden Kraft‘ werden und länger als zehn Jahre dort aktiv bleiben und militärische Hilfe leisten: ohne Mandat, ohne Recht und ohne offene Aussprache des Bundestages, sondern nur unter der Lüge des Justizministers, der vorgab, ein UN- und EU-Mandat zu besitzen!

Die BRD liefert auch Waffen an die Peschmerga, die sich damit ihren vermeintlich rechtlichen Teil aus dem Syrien-Kuchen schneiden sollen; liefert Waffen an die Saudis, die diese wiederum an den ISIS weiterverkaufen; liefert Waffen und Ausrüstung an den Irak, liefert Waffen und Gerät an ‚gemäßigte Rebellen in Syrien‘, die bisher von Syrien und Russia nicht lokalisiert werden konnten. Damit ist die BRD, England, Frankreich und alle anderen EU-Mitglieder effektiv im Krieg – gegen Syrien und gegen Russland! Weder die Presse noch die Politiker oder Parteien haben die Brisanz noch die hochexplosive Gefährlichkeit des Syrien-Krieges erkannt oder aufbereitet. Für diese Dummbeutel ist es nur eine läppische Unterstützungs-Aktion für Frankreich und die USA: ohne Kampfeinsatz und ohne Tote oder Verletzte, ohne große Kosten – Nachbarschaftshilfe eben.

Diese Fehleinschätzung ist typisch für die BRD, die deutschen Politiker, die Parteien und die deutsche Presse. Dass wir jetzt vor dem Eintritt in den dritten Weltkrieg stehen, kommt diesen Vollpfosten nicht in den Sinn. Ein falscher Zug, eine falsche Meldung, ein falsches Agieren aus der Zeit, erschafft den point-of-no-return: die USA wollen Russland in den Krieg zwingen, Russland will den Krieg vermeiden, lässt sich aber weder vorführen noch kaputtbomben. Die rote Linie ist gezogen und angesagt: Putin hat mit Syrien vereinbart, dass nunmehr durch den aktiven Kriegseintritt der NATO (Angriffe auf die Stadt Ayash und Al Khan) eine neue rote Linie durch das aggressive Verhalten der 7 Allianz-Partner etabliert ist.

Wer nach der syrischen Mitteilung an die UN fürderhin die Grenzen Syriens übertritt, überfliegt oder angreift, wird abgeschossen. Russland hat dazu sein S-400-Abwehr-System installiert, das in extremer Breite die syrische Grenze überwachen kann und alle Streitkräfte-Einheiten mit Überwachungs-Einheiten versorgt, so dass der Staat Syrien elektronisch flächendeckend überwacht ist. Die USA wissen, was das bedeutet- der nächste Grenzverletzer wird vom Himmel geholt. Sie haben es jetzt in der Hand, ob sie weiter Krieg führen wollen oder nur destabilisieren wollen. Denn auch im Irak wartet bald Russland. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Irak Russland um Beistand bittet. Die USA haben die Mühle aufgebaut, Russland hat die Mühle geschlossen.

Es wäre nicht nur töricht, wenn die USA aus Selbstbeweihräucherung glaubten, einen großen Krieg im Mittleren Osten gegen Russland führen zu können- schlimmer noch, gleichzeitig auch in der Ukraine und in Georgien wieder die Kanonen sprechen zu lassen. Sie (die Senatoren der Hardliner-Fraktion) würden das gerne tun; sie würden gerne ‚tabula-rasa‘ veranlassen und die Ukraine sowie den gesamten Kaukasus-Korridor plattmachen. Doch sie wissen: wenn es tatsächlich zum Gefecht kommen sollte, haben die Russen die besseren Karten. Sie haben die Soldaten, sie haben das Gerät, sie sind strategisch im Vorteil, weil sie die Gegebenheiten besser kennen; sie haben den Killer-Instinkt, um gegen das Vernichtungsvorhaben anzugehen; sie können nuklear effektiv drohen; sie können mit Mittelstrecken-Raketen und Lenkwaffen weit entfernte Ziele punktgenau vernichten und sie können zum Schluss immer noch mit ballistischen Langstrecken-Raketen die USA zersemmeln. Die USA sind pleite, in der Sequestration und sie sind tatsächlich keine guten Kriegsführer- noch nie seit 1945 haben die USA einen Krieg für sich entscheiden können!

Dennoch sollten wir nicht frohlocken. Krieg ist die schrecklichste Sache der Welt. Sie ist auch in diesem Fall wieder illegal und wird unter falschen Vorzeichen und mit Lügen begonnen und Falschbehauptungen geführt. Der Krieg wird ganz Europa politisch zerstören und unsere Kultur-Landschaft dem Erdboden gleichmachen. Denn der Krieg wird nicht in der Wüste stehenbleiben, sondern sich über das ganze Mittelmeer ausbreiten bis zum Nordmeer. Falls Russia die USA nicht direkt in ihrem Staatsraum angreifen, wird die USA – die Clique – danach wieder aufstehen und wieder dasselbe Spiel von vorne beginnen. Und das heißt: wieder Rückkehr ins 12. Jahrhundert, wieder Politik nach Raubritter-Art und Kreuzzugs-Manier, wieder totale Zerstörung unbeteiligter Länder, Gruppen, Menschen. Und das bedeutet, dass das Kapital, die Herrschenden immer wieder dieselben bleiben.

Bisher hat Russia mit seiner Konträr-Strategie und seinem diplomatischem Geschick die Winkelzüge und Hegemonie-Ergänzungen der USA konterkariert, Krieg verhindert und der Weltöffentlichkeit demonstriert, dass Politik auch anders gehen kann als durch Krieg. Leider hat Russia noch nicht verstanden, dass die USA und die Clique unbelehrbar und vorgestrig gestrickt sind: auf Raub, Lügen, Totschlag und Verbrechen gepolt sind und bleiben- sie können nur das und sonst nichts. Sie sehen sich von der ganzen Welt bedroht, weil sie sich dünken, das einzige Land zu sein, welches alleiniges Recht durch Militär-Macht hat. Weil sie sich dünken, aus diesem Macht-Recht handeln, ja sogar fremde Länder und Kontinente zerstören, usurpieren, okkupieren und annektieren zu dürfen ohne Grund; nur weil sie es wollen. Die Klugen, Besonnenen, die Sachbezogenen, die Anständigen, die Aufbauenden, wie die Russen und Chinesen, haben entschieden, dass man jetzt dem rechtlosen, kriminellen Raubrittertum der Clique entgegentreten muss, weil sonst kein Staat mehr souverän bleibt und die ganze Welt zerstört wird.

Wir Bürger sollten uns diese Sicht auch zu eigen machen, denn das, was unsere Regierung hier in der BRD gerade jetzt veranstaltet, ist dasselbe Unheil: diktatorisches Agieren, rechtloses, vordemokratisches Handeln, gesetzwidriges Befehlen, kriegerischer Wahn zum Mitmachen. Das ist Vasallen-Politik, ist Beihilfe zum Völkermord und Beihilfe zur Zerstörung Europas. Da hilft weder Beschönigen noch Beschwichtigen: der gesamte Regierungsapparat ist korrupt und rechtlos in seiner wahnhaften Vorstellung vom praktikablen Umgang der Zeitläufe. Autokratische Aufrufe und moralische Märchen sollen diese Autokratie vernebeln und den Widerstand im Volk von vornherein brechen. Kritik wird mit Strafandrohungen von der Kanzel geahndet. Andere Meinungen und Parteien werden als Extreme diffamiert.

Wir müssen hier bei uns auch den Konter starten: gegen unsere verbrecherischen Politiker, die den USA willig und kritiklos in jeden Krieg folgen, weil sie faul, schwach, mental dumm, pervers oder sogar psychopathogen sind. Wir müssen jetzt aufstehen und klar aussprechen, was wir nicht wollen und verdeutlichen was wir wollen. Keine Furcht: die Masse des WIR schlägt allemal die Politiker. Wir müssten es nur tun. Der Generalstreik wäre angesagt, verkürzte die Repression und machte klar, was die Politik dann aus dem Hut zauberte- dann wüssten wir definitiv, ob wir Bürger mit Menschenrechten und Grundgesetz ausgestattet wären oder Freiwild für eine gedungene Vollzugs-Justiz im Sinne der DDR sind.

Heiner Philip

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Der Artikel erschien zuerst auf „Buergerstimme – Zeit für Veränderungen“ – Vielen Dank!

Leider nur für die Obertanen

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Leider nur für die Obertanen

von Andreas Tögel

Wo „Staat“ draufsteht, ist niemals Recht drin

Dossierbild

Die Zahl der Gewalttaten nimmt zu. Kaum ein Tag vergeht, an dem Presse und elektronische Medien nicht über mit großer Brutalität ausgeführte Straftaten berichten. Ob Menschen auf dem Bahnsteig zu Tode getreten, Wachleute vor Juwelengeschäften mit Waffengewalt aus dem Weg geräumt oder Banken überfallen werden: Die tägliche Gewalt nimmt zu. Die Rede ist nicht vom Kaukasus, von Nigeria oder von Syrien, sondern von Deutschland und Österreich. Die Frage, ob es sich bei den Tätern mehrheitlich um importierte oder um heimische Individuen handelt, ist zwar keineswegs belanglos, aus der Sicht des Opfers im Fall der Fälle aber unerheblich.

Die Rechtslage ist klar und lässt sich auf den auf römischem Recht gründenden Grundsatz „Das Recht braucht dem Unrecht nicht zu weichen“ zurückführen. Im Klartext: Es ist erlaubt, sich zu wehren. Das Strafgesetz (in Deutschland: Paragraph 32, in Österreich: Paragraph 3) normiert den Rahmen. Der Passus im österreichischen Gesetz ist um einiges ausführlicher formuliert als der im deutschen. Demnach ist jede „notwendige“ Handlung, die zum Schutz von Leib, Leben und Eigentum (!) erforderlich ist, um einen Angriff abzuwehren, straffrei. Gewaltexzesse sind damit indes nicht gedeckt. Wer jemanden erschlägt, der gerade dabei ist, ihm die Zeitung zu entwenden, ist kriminell.

Das sind vernünftige Rechtsgrundsätze. Allerdings erhebt sich sofort die Frage nach Art und Verfügbarkeit der zur Abwehr eines Angriffs „notwendigen Mittel“. Wie muss das „notwendige Mittel“ beschaffen sein, das eine Frau mit einer Höhe von 1,65 Metern und einem Gewicht von 55 Kilogramm oder ein gebrechlicher alter Mann zur Abwehr eines durchtrainierten männlichen, 95 Kilo schweren Gewalttäters mit Aussicht auf Erfolg einsetzen könnte?

Es ist sinnlos, lange um den heißen Brei herumzureden: Zu Gewalttaten bereite Verbrecher schrecken nicht davor zurück, ihre Opfer schwer zu verletzen oder zu töten. Wie viele Fälle zeigen, sind die meisten von ihnen bewaffnet (und zwar niemals mit legal erworbenen und demnach amtsbekannten Geräten). Brutaler Gewalt kann nicht anders als mit Gewalt begegnet werden. Der Versuch, einen mit einem Revolver bewaffneten Räuber oder Vergewaltiger in ein „gutes Gespräch“ zu verwickeln, um ihn zum Aufgeben zu bewegen, wird in 999 von 1.000 Fällen scheitern. Was also könnte ein zur Abwehr eines gefährlichen Aggressors besser geeignetes Instrument sein als eine Feuerwaffe?

Offensichtlich liegt es in der Absicht des Gesetzgebers, den Tätern Vorteile gegenüber ihren Opfern zu verschaffen. Das folgt unzweifelhaft aus der Tatsache, dass der legale Erwerb des einzig wirklich effektiven Verteidigungsmittels zunehmend erschwert wird. Damit nicht genug, wird den (wenigen) unbescholtenen Bürgern, die (noch) zum Besitz von Feuerwaffen berechtigt sind, untersagt, diese auch scharf geladen bei sich zu tragen. Damit stellt der Staat sich eindeutig und unmissverständlich auf die Seite der Täter, deren (illegale) Bewaffnung zu keinem Moment in Frage gestellt wird. Aktuelles Beispiel: Über die von den „Charlie-Hebdo“-Attentätern benutzten automatischen Militärwaffen wurde von der Presse kein Wort verloren. Kriminellen wird diese Art von Werkzeugen einfach unbesehen zugestanden, ohne lange nach deren Herkunft zu fragen. Rechtstreue Bürger dagegen werden zur Wehrlosigkeit verdammt.

Um der Infamie den Hohn hinzuzufügen, lässt der Staat seine Politnomenklatura, beamtete Schergen in Ministerien und Gerichten und so weiter, von bis an die Zähne mit jenen Waffen ausgerüsteten Agenten beschützen, die zu tragen er seinen (unfreiwilligen) Finanziers verweigert.

Georg Zakrajsek von der „Interessensgemeinschaft Liberales Waffenrecht“ (IWÖ) in Österreich kritisiert vehement die mittlerweile gängige Praxis, selbst Polizisten und Justizwachbeamten das Recht zum Führen ihrer Waffen zu untersagen, wenn sie sich außer Dienst befinden. Wird der im Dienst befindliche Polizist tatsächlich zum Sicherheitsrisiko, sobald er seine Uniform auszieht? Muss er deshalb entwaffnet werden? Ist unbescholtenen Untertanen, die ungefragt für den schwerbewaffneten Schutz ihrer Obertanen aufkommen dürfen, grundsätzlich zu misstrauen?

Die Ausübung eines Freiheitsrechts bedarf niemals einer Begründung. Zu begründen ist vielmehr jede Beschränkung eines Freiheitsrechts. Diese wird nur dann überflüssig, wenn sie nicht auf Recht, sondern auf Gewalt gründet. Und genau das ist der Fall, wenn der Staat Regeln zum Nachteil seiner Insassen erlässt. Er braucht sie nicht zu rechtfertigen. Er braucht niemandem zu erklären, weshalb das Leben des Präsidenten derart wertvoll ist, dass er zu dessen Schutz Dutzendschaften bewaffneter Büttel abstellt, den Bürger aber der Willkür gewalttätiger Krimineller wehrlos ausliefert.

Das „Gewaltmonopol“ darf zwar jederzeit von Kriminellen, nicht aber von gesetzestreuen Bürgern in Frage gestellt werden. Das ist zu akzeptieren. Dass die Frage der Notwehr mit der des Gewaltmonopols nichts zu tun hat, wird ausgeblendet. Dafür wird immer wieder – und zwar gegen besseres Wissen – Notwehr mit Selbstjustiz gleichgesetzt. Das Kalkül ist nur allzu klar: Je hilfloser der Bürger sich dem Treiben krimineller Banden, Einzeltäter und Terroristen gegenübersieht, desto eher ist er bereit, dem Leviathan noch mehr Befugnisse einzuräumen und auf eigene Rechte zu verzichten.

Die Schandtaten der RAF in Deutschland, das durch einen Irren angerichtete Schulmassaker im schottischen Dunblane oder die Geschehnisse vom 11. September 2001 in den USA sind die besten Beispiele dafür. Die vom Staat planmäßig zur Wehrlosigkeit verdammten Bürger scharen sich hilfesuchend um ihren Unterdrücker und betteln förmlich darum, noch stärker überwacht und mit Verboten überschüttet zu werden als zuvor.

Ist ein Bürger einmal kühn genug, sich gegen die Verweigerung des Grundrechts auf Notwehr (die Ausstellung einer Berechtigung zum Führen einer Faustfeuerwaffe) zu wehren, und beschreitet den „Rechtsweg“, steht das Ergebnis von vornherein fest: Der Verwaltungsgerichtshof folgt routinemäßig der Entscheidung der Beamten der Erstinstanz und weist jeden Einspruch ab. Merke: Liegt der Bürger im Streit mit dem Staat, entscheidet dieser selbst in letzter Rechtsstufe. Praktisch, nicht wahr? Man stelle sich vergleichsweise den Fall eines Streits anlässlich eines privaten Rechtsgeschäfts vor: Eine gelieferte Ware wird reklamiert. Die Beschwerdeabteilung des Unternehmens reicht den Fall an seine Rechtsabteilung weiter, und die befindet – ohne weiteres Einspruchsrecht – abschlägig über die Ansprüche des geschädigten Kunden. Völlig absurd, wie jedermann einsehen wird. Kein Richter ist dazu berechtigt, in eigener Sache zu entscheiden. Weshalb aber erscheint derselbe Sachverhalt plötzlich gar nicht mehr absurd, wenn es um den Umgang des Leviathans mit seinen Untertanen geht?

Die Antwort ist simpel: Wo „Staat“ draufsteht, ist niemals Recht drin. Der „Rechtsstaat“ ist ein Hirngespinst. Es gab ihn – möglicherweise – zur Zeit der römischen Republik. Da galt das Recht gleichermaßen für die politische Führung wie für die Plebs. In der modernen Massendemokratie dagegen ist Rechtsstaatlichkeit Chimäre. Wenn Sie also demnächst auf offener Straße überfallen, niedergeschossen und ausgeraubt werden, machen Sie sich nichts daraus. Trösten Sie sich mit der Gewissheit, dass das einem Minister niemals passieren wird…

Dieser Artikel erschien zuerst auf der Seite von eigentümlich frei (30. Jan. 2015). Vielen Dank an den Autor!

Nicht in unserem Namen

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Stellungnahme der Freiheitswelle zum Beschluss der Bundesregierung, Soldaten in einen Kriegseinsatz nach Syrien zu schicken:

Heute am 4. Dezember 2015 hat die korrupte Regierung des Scheinstaates BRD beschlossen, deutsche Soldaten in einen Kriegseinsatz nach Syrien zu schicken. Ganz klar handelt es sich hier um einen Bruch des Völkerrechtes. Es gibt keine Einladung oder Ersuch um Hilfe der syrischen Regierung. Dazu kommt, dass die Kriegsministerin von der Leyen jede Zusammenarbeit mit der syrischen Regierung und auch Russland ausgeschlossen hat. Russland hält sich jedoch auf Einladung und nach Hilfeersuch der syrischen Regierung in Syrien auf. Es bleiben also erhebliche Zweifel, was das tatsächliche Vorhaben der Bundesregierung in Syrien ist. Was es bisher nicht gab, waren Erklärungen zu den mittlerweile vorliegenden Beweisen, dass der türkische Ministerpräsident Erdogan und seine Familie ihre dreckigen Finger in Ölgeschäften mit dem IS hat und somit den IS direkt finanziert haben.

Es ist ganz klar, dass Russland gar nichts anderes übrig bleibt, als den illegalen Kriegseintritt Deutschlands in Syrien als einen kriegerischen Akt auch gegen sich selbst zu interpretieren, was den Eintritt in den dritten Weltkrieg bedeuten kann.

Um es nochmal ganz klar zu sagen: Dieser Kriegseintritt der BRD in Syrien und die damit verbundene Aggression gegen Russland, geht NICHT von den Deutschen aus, sondern von Politikern, die sich als Deutsche ausgeben und nichts weiter sind, als Handlanger der USA/NWO. Leider sind uns Menschen in Deutschland die Hände gebunden. Wir werden von Verbrechern regiert, die bewusst gegen das Völkerrecht verstoßen und jegliche zivile Einflussnahme ausschließen, um Krieg herbeizuführen. Wir Menschen in Deutschland sind Sklaven eines uns mit Waffengewalt unterdrückenden Systems, welches den dritten Weltkrieg herbeiführen will, um seine Herrschaft weiter auszubauen. Wir distanzieren uns jedoch auf das Schärfste von diesem schändlichen Vorgehen. Diese Bundesregierung hat in keinster Weise unsere Zustimmung. Sie handelt nicht im Namen des deutschen Volkes sondern GEGEN das deutsche Volk.

Dieses Verbrechen wird nicht ungesühnt bleiben!

Lüge und Wahrheit

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Lüge: “Einer weisen und moralisch Überlegenen Regierung und Politik, ist das Monopol von tödlichen Feuerwaffen grundsätzlich zu übertragen, da man ihr immer vertrauen kann, nur zum Wohle der Bevölkerung zu handeln.”

(Definition of GUN CONTROL: The belief that government with its great wisdom and moral superiority can be trusted with a monopoly of deadly force.)

Wahrheit: Eine Chronologie solcher Waffenmonopole bzw. -Verbote, gegeben an diese “vertrauenswürdigen und weisen” Anführer und/oder Parteien:

Stalin in der Sowjetunion verbot 1929 deren Bürgern Waffen zu tragen. – Von 1929 bis 1953 wurden 20 Millionen politische Abweichler oder einfach Bürgerliche, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigener sowjetischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Die Türkei verbot ihren Bewohnern 1911 Waffen zu tragen. – Von 1915 bis 1917 wurden 1,5 Millionen Armenier, unfähig, sich zu wehren, von den Türken zusammengetrieben und vernichtet.

China verbot 1935 seinen Bürgern Waffen zu tragen. – Von 1948 bis 1976 wurden 20 Millionen Antikommunisten, Christen, politischen Selbstständige und Erneuerer, unfähig, sich zu selbst zu wehren, von deren eigenen chinesischen Regierung, zusammengetrieben und vernichtet.

Nazideutschland verbot 1938 den Juden und anderen „unzuverlässigen Elementen“ Waffen zu tragen. – Von 1939 bis 1945 wurden 13 Millionen Juden, Schwule, Zigeuner, geistig kranke Leute und anderen “Untermenschen”, unfähig, sich zu selbst zu wehren, von den Nazis zusammengetrieben und vernichtet.

Pol Pot in Kambodscha verbot seinen Bürgern 1956 Waffen zu tragen. – Von 1957 bis 1977 wurden 1 Millionen “Intellektuelle”, unfähig, sich selbst zu wehren von deren eigenen kambodschanischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Guatemala verbot 1964 seinen Bürgern Waffen zu tragen. – Von 1964 bis 1981 wurden 100.000 Maya-Indianer, unfähig, sich selbst zu verteidigen, von deren eigenen guatemaltekischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.

Idi Amin Dada in Uganda verbot 1970 seinen Bürgern Waffen zu tragen. – Von 1971 bis 1979 wurden 300.000 Christen, unfähig, sich selbst zu wehren, von deren eigener ugandischen Regierung zusammengetrieben und vernichtet.“

Wir danken Hans J. Stuckmann für diese Aufstellung!

Wir warnen davor! Diese Liste wird weiter fortgeführt werden. Aktuell ist es die EU, die auf Waffenverbote drängt. Wir sind gespannt, wie viele Tote demnächst auf dieses Waffenverbot zu buchen sind.

Was ist schlecht an Nazis?

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Was ist schlecht an Nazis?


Hey, hier ist Larken Rose,

ich wollte euch mal fragen, was ist eigentlich so schlecht an Nazis?
Und dies ist nicht etwa eine rhetorische Frage, sondern ich möchte tatsächlich eine Antwort. Was ist so schlecht an Nazis?

Die meisten Menschen werden unabhängig von ihrem tatsächlichen Geschichtswissen oder ihrer Philosophie antworten: „Na ja, die Nazis haben eine Menge Menschen umgebracht.“

Ja, und das ist tatsächlich schlecht. Das ist etwas, was sie getan haben. Doch als die Nationalsozialistische Partei sich in Deutschland zur Wahl stellte und auch gewählt wurde, lautete ihr Programm nicht: „Wählt uns und wir werden einen Haufen Menschen umbringen.“ Niemand hat so ein Wahlprogramm, weil damit niemand gewählt werden würde.

Nun, ich hätte dieses Video auch nennen können: Was ist schlecht an den Kommunisten oder am Kommunismus? Weil die Antwort auf beide Fragen gleich ist. Der Grund, warum ich diese Fragen stelle, ist, weil die meisten Menschen diese Schubladen in ihren Köpfen haben: Nazis oder Kommunisten… Und sie haben eine ungefähre Idee, dass irgendetwas daran schlecht sein muss, aber sie wissen nicht genau, was. Und wenn du sie fragst, was das eigentliche Problem oder der tatsächliche Fehler an den Nazis war, dann wissen sie es nicht genau. Wenn du sie fragst, ob sie die dahinterliegende Philosophie definieren oder auch nur beschreiben können, dann haben sie keine Ahnung. Es waren eben irgendwelche bösen Deutsche.

Nun, es hatte nichts damit zu tun, ein Deutscher zu sein und es hatte auch nichts damit zu tun, dass sie das Swastika benutzt haben, nach dem Motto: „Du bist böse, wenn du das Swastika-Zeichen benutzt.“

Es gibt aber tatsächlich etwas fundamental Böses in ihrer Philosophie und das ist der Grund, warum es so geendet hat. Und dasselbe fundamental Böse befindet sich auch im Kommunismus und auch im Sozialismus. Und wenn das in Politik umgesetzt wird und eine Regierung damit arbeitet, dann werden eine Menge Menschen sterben.

Nochmal: Als Mao an die Macht wollte, als Stalin an die Macht wollte – nimm, wen du willst – niemand von denen hat vor der Wahl gesagt: „Wenn ihr mir die Macht gebt, werde ich einen Haufen Menschen umbringen.“ Sie haben es gemacht. Das war das Endergebnis, doch als sie versuchten, an die Macht zu kommen, haben alle gesagt: „Ich kämpfe für die Wahrheit und die Gerechtigkeit. Ich werde unser Land vor seinen Feinden beschützen, ich werde dafür sorgen, dass wir stark werden und für Gerechtigkeit kämpfen und bla, bla, bla…“ Und dann musste ein Haufen Menschen sterben und ein Haufen Menschen wurde unterdrückt und es gab Krieg usw.

Aber wenn die Menschen denken, dass man böse ist, wenn man den Namen „Nazi“ verwendet, oder wenn man den Begriff „Kommunist“ verwendet und sie nicht verstehen, warum es zu dem gekommen ist, wohin es sich entwickelt hat, dann müssen die Tyrannen nur einen anderen Namen benutzen. Kleb einfach ein anderes Schild auf dieselbe Sache und verpack dieselbe Sache neu mit einem anderen Etikett darauf und alle Leute werden wieder darauf abfahren.

Wenn du dir die Filmausschnitte anschaust, die begeisterte, anhimmelnde und jubelnde Menge, die für Mao Tse Tung gejubelt haben, für Josef Stalin oder Adolf Hitler, dann siehst du, dass sie alle begeistert waren und voller Erwartung, endlich jemanden gefunden zu haben, der das Land zu dem macht, was es immer schon sein sollte und bla, bla, bla. Und dann starben Millionen von Menschen. Es war auch nicht so, dass sie sagten: „Okay, alle bösen Menschen sollten mir jetzt die Macht geben.“ Nein, sie haben die guten Menschen manipuliert, damit sie ihnen die Macht geben.

Also ist es wirklich wichtig, auf die Frage eine Antwort zu haben. Was ist so schlimm am Nationalsozialismus? Oder: Was ist so schlecht am Kommunismus? Es ist sehr interessant, dass die Menschen diese beiden Möglichkeiten als weit rechts oder weit links definieren. Doch im Grunde ist es dasselbe! Zunächst ist ja der Begriff „Nazi“ die Abkürzung für National-Sozialistische Partei. Und wenn du mich nach dem Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus fragst, ist es einfach nur die Reihenfolge der Wörter, die du benutzt, um diese Richtungen zu definieren. Dahinter steckt aber dieselbe fundamentale Idee.

Ich werde dir jetzt sagen, was so schlimm an den Nazis ist. Ich werde dir sagen, was schlecht am Kommunismus ist. Und versuche zu verstehen, dass die meisten Menschen immer noch denselben grundlegenden Fehler begehen und immer noch für genau dieselbe schlechte Idee stimmen… für die Hitler stand, für die Mao stand, für die Stalin stand.

Das wirklich Böse hinter dem Nationalsozialismus steht ist der Kollektivismus. Es ist die Idee, dass die Rechte des Individuums aufgegeben werden können und aufgegeben werden sollten, zugunsten „der Gemeinschaft“ oder „des Landes“ oder „des Volkes“ oder was auch immer für einen Schwachsinnsbegriff du verwenden willst, um die Unterdrückung eines Individuums im Namen einer Gemeinschaft zu rechtfertigen.

„Ein Sozialist zu sein bedeutet, das „Ich“ im „Wir“ aufzugeben. Im Sozialismus wird das Individuum dem Ganzen geopfert.“
Joseph Goebbels (Hitlers Propagandaminister)

„Ein Kommunist sollte sich mehr um die Partei und die Menge kümmern, als um ein Individuum.“
Mao Tse Tung

„Wir müssen aufhören, uns um die Rechte eines Individuums zu sorgen und anfangen, uns darum zu kümmern, was gut für die Gemeinschaft ist.“ Hillary Clinton

„Wir müssen teilen lernen“
Ralf Stegner (SPD)

Das ist das wirklich Böse im Nationalsozialismus. Und wenn du diese Prämisse akzeptierst, dann macht ein Großteil des Nationalsozialismus plötzlich Sinn. Wenn du wirklich akzeptierst, dass es in Ordnung ist, dass ein einzelner Mensch leiden muss, wenn es „der Gemeinschaft“ dadurch besser geht, dann solltest du die Hakenkreuzfahne schwingen. Oder die mit Hammer und Sichel und du solltest „Hurra!“ rufen für die Unterdrückung, weil das das fundamentale Prinzip hinter jedem autoritärem Kollektivismus ist.

Es ist egal, welchen Namen du draufklebst. Die Idee, dass die Rechte „der Gemeinschaft“ über den Rechten des Individuums stehen würden, ist das gesamte Problem. Und wenn du das akzeptieren kannst, dann macht es totalen Sinn, die Schwachen umzubringen. Wenn wir 100 Menschen haben und 5 davon schwach sind und krank und es Mühe macht, sich um sie zu kümmern, dann kannst du entweder ein individualistischer Anarchist sein und der Meinung sein, dass diese 5 Menschen sich selbst gehören und du sie nicht einfach töten kannst, weil sie unbequem sind, oder du benutzt die Sichtweise eines autoritären Kollektivisten und sagst, dass es für die Gemeinschaft besser wäre, sie zu töten. Oder du kannst etwas mehr Gewohntes machen, was die Sozialisten bevorzugen: „Der Typ hat soviel Geld, also nehmen wir ihm doch sein Geld weg, das wird der Gemeinschaft gut tun. Dann werden mehr von „uns“ mehr Geld haben. Er wird zwar leiden, aber wen kümmert es? Es ist in Ordnung, seine Rechte für das Wohl der Gemeinschaft zu opfern und bla, bla, bla…“

So redet Obama, so redet Clinton, so reden alle Politiker auch heute und genauso hat Stalin geredet und Lenin und Mao und Hitler. Sie alle haben gesagt, dass diese paar Reichen, die bösen Menschen geopfert werden sollten, für den Rest. Um „unser Land“ stark zu machen, um uns vor diesen bösen und gemeinen Menschen zu schützen.

Zufälligerweise konnten alle diese Tyrannen und natürlich auch Hitler genau das Böse benennen, wogegen sie kämpfen wollten. Die Finanzleute, die Bank-Leute, die heute immer noch viele Probleme machen, haben auch schon damals in Deutschland Probleme gemacht und ihre Lösung war Kollektivismus. Dass es einen autoritären Staat braucht, der entscheidet, wer sein Geld behalten darf und wer Rechte hat und was gut für „die Gemeinschaft“ ist. Sie nennen es immer „das Wir“ – Sie sagen: „Wir repräsentieren das Volk“ und „im Namen des Volkes“ – d.h. in eurem Namen haben wir das Recht, Steuern zu erheben und Menschen zu kontrollieren und ihre Wahl einzuschränken und sie zu überwachen. Und genau das ist es, was zur Tyrannei führt. Und der Grund, warum es funktioniert, ist, weil es ein leichter Weg ist, um gute Menschen davon zu überzeugen, für das Schlechte zu stimmen.

Wenn jemand einfach sagen würde „Ich möchte etwas Böses machen, bitte gebt mir ein Amt“, würde niemand denjenigen wählen. Aber wenn du bei einem Auftritt sagst, du arbeitest für das „Wohl der Gemeinschaft“, für „das Wohl der Gemeinschaft der Menschen“, dann haben die Leute kein Problem damit, einen Tyrannen zur Macht zu verhelfen – was auch immer und immer wieder geschehen ist.

Also das, was am Nationalsozialismus falsch ist, ist genauso falsch im Kommunismus und im Sozialismus und auch in der Verfassung – denn immer wird behauptet, dass es in Ordnung ist, für den Staat, das Individuum mit Gewalt zu unterdrücken, solange es für „das Wohl der Gemeinschaft“ geschieht, für „die Menschen als Ganzes“ ist. Der Grad an erlaubter Gewalt gegen das Individuum, um von Einzelnen zu stehlen, für „das Wohl der Gemeinschaft“, mag in diesem Falle kleiner sein, als es in den anderen beschriebenen Tyranneien der Fall war. Also ist die heutige Form nur eine mildere Form des Kollektivismus.

Aber um nochmal auf die Nazis zurückzukommen: Ich möchte wissen, wie viele Menschen aufstehen – und leider gibt es tatsächlich ein paar – (ich finde es ziemlich traurig) – aber von den kompletten Idioten mal abgesehen… Wie viele würden sagen: „Naja, die Idee war ja gar nicht so schlecht, irgendwas ist falsch gelaufen. Irgendwelche Leute haben da was falsch gemacht, also wir sollten das nochmal versuchen. Man schmeißt ja nicht die Idee aus dem Fenster, nur weil beim ersten Mal ein paar Millionen von Menschen abgeschlachtet wurden. Wir können es doch nochmal versuchen. Wir können es verbessern. Man kippt doch nicht das Kind mit dem Badewasser aus. Lasst es uns nochmal versuchen!“

Also das werden vielleicht nicht viele Menschen sagen. Aber ein Haufen von Menschen wird auf die Verfassung zeigen und sagen: „Okay, also beim ersten Mal wurde ja das größte je bekannte und autoritärste Imperium erschaffen, mit der größten Kriegsmaschinerie in der Geschichte überhaupt, mit der schlimmsten Erpressermentalität, aber lasst es uns nochmal versuchen.“

Nein! Das sollten wir nicht tun! Weil in der Verfassung immer der Same für autoritären Kollektivismus enthalten ist. Deshalb hat es sich so entwickelt. Und nein, es ist nicht das, was die Erschaffer der Verfassung wollten, es ist nicht das, was sie vorhersehen konnten und es war auch nicht im Wahlprogramm enthalten, als sie versuchten, uns die Verfassung zu verkaufen.

Genau wie das, was zur Zeit der Nazis in Deutschland passiert ist, nicht das ist, was im Wahlprogramm von Hitler drin stand. Was in Rot-China passiert ist, ist nicht das, was Mao zu tun versprochen hatte. Genau wie in der Sowjetunion Stalin und Lenin nie gesagt haben, dass sie einen Riesenhaufen Menschen unterdrücken werden. Sie alle haben gesagt, dass es für das größere Wohl ist, dass es sich darum dreht, den guten Menschen zu helfen und sie vor Feinden zu beschützen, dass sie das Land stark machen werden… Es ist dasselbe, was jeder größenwahnsinnige, machtbesessene Politiker immer gesagt hat. Es kann sich im Ausmaß unterscheiden, so dass zum Schluss „nur“ 1 Million Menschen ermordet werden und nicht 10 Millionen, es verbiegt sich etwas in die eine oder andere Richtung, aber es ist immer das gleiche Prinzip, dass die Rechte des Individuums im Namen des Kollektivismus geopfert werden, für „das Gemeinwohl“, für „die Gemeinschaft“. Das Problem ist immer dasselbe. Und es ist völlig egal, ob du es Nationalsozialismus nennst oder Kommunismus oder eine „verfassungsgemäße Gemeinschaft“ – es ist immer das gleiche Problem.

Und abschließend noch – die meisten Menschen wissen es nicht und ich muss gestehen, ich wusste es bis vor ein paar Jahren auch nicht – Rot-China war eine Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Die Sowjetunion war eine Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Und die Weimarer Republik, die zum Nazionalsozialismu in Deutschland führte, war eine demokratische Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Und Nordkorea ist immer noch eine demokratische Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben sind.

Also, wenn du glaubst, dass, wenn auf einem Stück Papier draufsteht, dass du nett zu anderen Menschen sein sollst und es das ist, was das zugrundeliegende Böse des Kollektivismus verhindern könnte, den tatsächlichen Grund, warum es so schlimm im Nationalsozialismus war, den Grund warum Kommunismus so schlimm war – wenn du wirklich bereit bist, das immer und immer wieder auszuprobieren und sagst „Kein Problem, das nächste Mal wird es schon klappen“… dann bist du genau der, den ich frage und von dem ich dringend eine Antwort haben will, was so schlimm an den Nazis ist, weil – wenn du es wirklich verstehen würdest, dann würdest du erkennen, dass es die Idee ist, eine Regierung zu benötigen.

Wenn du das herausbekommen hast, dann hörst du auf, autoritären Kollektivismus jeglicher Färbung zu befürworten und dann können wir auch mit den Kriegen aufhören und aufhören, Menschen zu unterdrücken.

Ihr fragt euch, was das Problem ist?

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Ihr fragt euch, was das Problem ist? Das System ist das Problem!
Fragt euch einfach mal, wer es in erster Linie ist, der in unser Leben eingreift.

Das raffinierte System funktioniert über Filter…

  • Filter der Demokratie
  • Filter der Repräsentation
  • Filter des Geldes-/der Schuld
  • Filter des Wahlrechts und der Bürgerrechte
  • Filter der öffentlichen Meinung.

 

Mit etwas mehr Details:

  • Der Filter der Demokratie: Diese Geschichte sollte uns in Schulen eigentlich als eine „Geschichte der Einschränkung der Demokratie“ beigebracht werden…
  • Der Filter der Repräsentation: Dieser entkoppelt den politischen Entscheidungsvorgang von der Willensbildung der Menschen. Die Repräsentation (durch ein „gewähltes“ Vertretertum) zieht eine Schutzmauer zwischen den Raum der Entscheider und dem der Öffentlichkeit. Diese Mauer ist umso höher, umso größer der Staat ist. Mit zunehmender Größe des Territoriums nimmt die Entfernung zur „Repräsentation“ zu. Vom Staatenbund zum Bundesstaat. Schaut euch die EU mal an, liebe Freunde… die sind so weit weg von „uns“, dass wir ein Fernrohr brauchen… und wie die meisten hier wissen: Das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein… (Vereinigte Staaten von Europa)
  • Der Filter des Geldes- und der Schulden (hier kann man Romane zu diesem unfassbaren Geld-/Wirtschaftssystem schreiben).
  • Der Filter des Wahlrechts und der Bürgerrechte: Unsere Eliten gingen mal davon aus, dass ca. 80% der Menschen strikt von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden müssen. Nur ca. 20% sollten überhaupt wählen dürfen (das waren dann reiche weiße Männer…). Keine Frauen, keine Armen. Man ging davon aus, dass ein komplettes gleiches Wahlrecht eine ernsthafte Bedrohung der Systeminstabilität ist.

Nun haben wir heute aber keine solchen Unterschiedlichkeiten im Wahlrecht mehr… Was ist also passiert? Alles gut? Mitnichten! Die Wahlgleichberechtigung lief erst dann vom Stapel, als es gelungen war einen ganz geschickten weiteren Filter einzubauen: Daher nun – für alle, die gerne „Lügenpresse“ schreien –

  • Der Filter der öffentlichen Meinung: Es geht um „gelenkte“ (Filter-)Demokratie: Das heißt: Welche Steuerungsmöglichkeiten gibt es von außen, dass die „Maschinerie“ als selbstregulierender Mechanismus in Gang gehalten werden kann?

Walter Lippmann bringt das auf den Punkt (Lippmann gilt bis heute als bedeutendster Medientheoretiker und war einer der einflussreichsten Intellektuellen seiner Zeit, er beriet mehrere US Regierungen und war 1921 Gründungsmitglied und später Präsident des Council on Foreign Relations). Lippmann war der Auffassung, dass es in einer modernen Demokratie zwei Arten von Menschen gebe, auf der einen Seite die „verwirrte Herde“, deren unqualifizierte Meinungen auf kurzsichtige Eigeninteressen beruht. Ihre Teilnahme am politischen Leben gilt es zu beschränken, auf alle paar Jahre stattfindende Wahlen zwischen zwei konkurrierenden Fraktionen, welche aus der „spezialisierten Klasse“ bestehen. Es galt also die Meinung der verwirrten Herde gezielt über Beeinflussung zu steuern. Das nannte er „Fabrikation von Konsens“.

(In diesem Zusammenhang wichtig: Ivy Lee als Begründer der „Public Relations“ und Edward Bernays, ein Neffe Siegmund Freuds, welcher die Theorien seines Onkels über das Unbewusste um Wünsche, Gefühle und Gedanken nutzte, um die Menschenmassen zu beeinflussen…)

Hier gibt es viel zu schreiben; ich beschränke mich daher auf Stichwörter zur eigenen Recherche: Propaganda wird seit Erfindung der Schrift betrieben (zur Regulierung damals ganz offen auch Zensur). Die Druckerpresse eröffnete ganz neue ungeahnte Möglichkeiten = die von Habermas beschriebene Blütezeit der „bürgerlichen Öffentlichkeit“ beschrieb einen Zustand von noch wenig Medienkonzentration.

Ein Parlamentsabgeordneter stellte in Verbindung mit den bürgerlichen „Presse“-Erzeugnissen (vor allem Arbeiter- und Frauenbewegungen) erschrocken fest, dass die Blätter dieser Bewegungen Leidenschaft und Selbstsicherheit in der Bevölkerung erweckten…

Das Abklingen dieser Blütezeit publizistischer Öffentlichkeit liegt in ökonomischen Zwängen begründet (wer steuert diese?) Es wurde einfach zu teuer gemacht. Damit versammelte sich die geballte Medienmacht bei einigen wenigen.

Diese gewollte Marktlogik führte nun dazu, dass Zensur in den Hintergrund treten konnte, weil die Konzentration von Medien bei wenigen automatisch einen effektiven Filter bedeutete.

Diese Entwicklung gipfelte so dann bei den uns bekannten modernen Medienmodulen, welche den automatisierten Fernsehzuschauer geschaffen haben (sozusagen als Krönung der Verblödung), dessen Vorstellungen von der Welt außerhalb seiner Wohnung und Arbeitsstätte fast vollständig durch präfabrizierte Bilder aus der Röhre geprägt wird-/wurde.

SOLLTEN einmal alle Filter Versagen, gibt‘s Kanonen für den Status quo…

Text von Denis Beab. Vielen Dank!

Zitiert nach und weiterführende Informationen in dem Buch: “Das Ende der Megamaschine ” von Fabian Scheidler