Ihr fragt euch, was das Problem ist?

Gepostet am Aktualisiert am

question-mark-460868_1920

Ihr fragt euch, was das Problem ist? Das System ist das Problem!
Fragt euch einfach mal, wer es in erster Linie ist, der in unser Leben eingreift.

Das raffinierte System funktioniert über Filter…

  • Filter der Demokratie
  • Filter der Repräsentation
  • Filter des Geldes-/der Schuld
  • Filter des Wahlrechts und der Bürgerrechte
  • Filter der öffentlichen Meinung.

 

Mit etwas mehr Details:

  • Der Filter der Demokratie: Diese Geschichte sollte uns in Schulen eigentlich als eine „Geschichte der Einschränkung der Demokratie“ beigebracht werden…
  • Der Filter der Repräsentation: Dieser entkoppelt den politischen Entscheidungsvorgang von der Willensbildung der Menschen. Die Repräsentation (durch ein „gewähltes“ Vertretertum) zieht eine Schutzmauer zwischen den Raum der Entscheider und dem der Öffentlichkeit. Diese Mauer ist umso höher, umso größer der Staat ist. Mit zunehmender Größe des Territoriums nimmt die Entfernung zur „Repräsentation“ zu. Vom Staatenbund zum Bundesstaat. Schaut euch die EU mal an, liebe Freunde… die sind so weit weg von „uns“, dass wir ein Fernrohr brauchen… und wie die meisten hier wissen: Das soll nicht das Ende der Fahnenstange sein… (Vereinigte Staaten von Europa)
  • Der Filter des Geldes- und der Schulden (hier kann man Romane zu diesem unfassbaren Geld-/Wirtschaftssystem schreiben).
  • Der Filter des Wahlrechts und der Bürgerrechte: Unsere Eliten gingen mal davon aus, dass ca. 80% der Menschen strikt von Entscheidungsprozessen ausgeschlossen werden müssen. Nur ca. 20% sollten überhaupt wählen dürfen (das waren dann reiche weiße Männer…). Keine Frauen, keine Armen. Man ging davon aus, dass ein komplettes gleiches Wahlrecht eine ernsthafte Bedrohung der Systeminstabilität ist.

Nun haben wir heute aber keine solchen Unterschiedlichkeiten im Wahlrecht mehr… Was ist also passiert? Alles gut? Mitnichten! Die Wahlgleichberechtigung lief erst dann vom Stapel, als es gelungen war einen ganz geschickten weiteren Filter einzubauen: Daher nun – für alle, die gerne „Lügenpresse“ schreien –

  • Der Filter der öffentlichen Meinung: Es geht um „gelenkte“ (Filter-)Demokratie: Das heißt: Welche Steuerungsmöglichkeiten gibt es von außen, dass die „Maschinerie“ als selbstregulierender Mechanismus in Gang gehalten werden kann?

Walter Lippmann bringt das auf den Punkt (Lippmann gilt bis heute als bedeutendster Medientheoretiker und war einer der einflussreichsten Intellektuellen seiner Zeit, er beriet mehrere US Regierungen und war 1921 Gründungsmitglied und später Präsident des Council on Foreign Relations). Lippmann war der Auffassung, dass es in einer modernen Demokratie zwei Arten von Menschen gebe, auf der einen Seite die „verwirrte Herde“, deren unqualifizierte Meinungen auf kurzsichtige Eigeninteressen beruht. Ihre Teilnahme am politischen Leben gilt es zu beschränken, auf alle paar Jahre stattfindende Wahlen zwischen zwei konkurrierenden Fraktionen, welche aus der „spezialisierten Klasse“ bestehen. Es galt also die Meinung der verwirrten Herde gezielt über Beeinflussung zu steuern. Das nannte er „Fabrikation von Konsens“.

(In diesem Zusammenhang wichtig: Ivy Lee als Begründer der „Public Relations“ und Edward Bernays, ein Neffe Siegmund Freuds, welcher die Theorien seines Onkels über das Unbewusste um Wünsche, Gefühle und Gedanken nutzte, um die Menschenmassen zu beeinflussen…)

Hier gibt es viel zu schreiben; ich beschränke mich daher auf Stichwörter zur eigenen Recherche: Propaganda wird seit Erfindung der Schrift betrieben (zur Regulierung damals ganz offen auch Zensur). Die Druckerpresse eröffnete ganz neue ungeahnte Möglichkeiten = die von Habermas beschriebene Blütezeit der „bürgerlichen Öffentlichkeit“ beschrieb einen Zustand von noch wenig Medienkonzentration.

Ein Parlamentsabgeordneter stellte in Verbindung mit den bürgerlichen „Presse“-Erzeugnissen (vor allem Arbeiter- und Frauenbewegungen) erschrocken fest, dass die Blätter dieser Bewegungen Leidenschaft und Selbstsicherheit in der Bevölkerung erweckten…

Das Abklingen dieser Blütezeit publizistischer Öffentlichkeit liegt in ökonomischen Zwängen begründet (wer steuert diese?) Es wurde einfach zu teuer gemacht. Damit versammelte sich die geballte Medienmacht bei einigen wenigen.

Diese gewollte Marktlogik führte nun dazu, dass Zensur in den Hintergrund treten konnte, weil die Konzentration von Medien bei wenigen automatisch einen effektiven Filter bedeutete.

Diese Entwicklung gipfelte so dann bei den uns bekannten modernen Medienmodulen, welche den automatisierten Fernsehzuschauer geschaffen haben (sozusagen als Krönung der Verblödung), dessen Vorstellungen von der Welt außerhalb seiner Wohnung und Arbeitsstätte fast vollständig durch präfabrizierte Bilder aus der Röhre geprägt wird-/wurde.

SOLLTEN einmal alle Filter Versagen, gibt‘s Kanonen für den Status quo…

Text von Denis Beab. Vielen Dank!

Zitiert nach und weiterführende Informationen in dem Buch: “Das Ende der Megamaschine ” von Fabian Scheidler

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s