Was ist schlecht an Nazis?

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Was ist schlecht an Nazis?


Hey, hier ist Larken Rose,

ich wollte euch mal fragen, was ist eigentlich so schlecht an Nazis?
Und dies ist nicht etwa eine rhetorische Frage, sondern ich möchte tatsächlich eine Antwort. Was ist so schlecht an Nazis?

Die meisten Menschen werden unabhängig von ihrem tatsächlichen Geschichtswissen oder ihrer Philosophie antworten: „Na ja, die Nazis haben eine Menge Menschen umgebracht.“

Ja, und das ist tatsächlich schlecht. Das ist etwas, was sie getan haben. Doch als die Nationalsozialistische Partei sich in Deutschland zur Wahl stellte und auch gewählt wurde, lautete ihr Programm nicht: „Wählt uns und wir werden einen Haufen Menschen umbringen.“ Niemand hat so ein Wahlprogramm, weil damit niemand gewählt werden würde.

Nun, ich hätte dieses Video auch nennen können: Was ist schlecht an den Kommunisten oder am Kommunismus? Weil die Antwort auf beide Fragen gleich ist. Der Grund, warum ich diese Fragen stelle, ist, weil die meisten Menschen diese Schubladen in ihren Köpfen haben: Nazis oder Kommunisten… Und sie haben eine ungefähre Idee, dass irgendetwas daran schlecht sein muss, aber sie wissen nicht genau, was. Und wenn du sie fragst, was das eigentliche Problem oder der tatsächliche Fehler an den Nazis war, dann wissen sie es nicht genau. Wenn du sie fragst, ob sie die dahinterliegende Philosophie definieren oder auch nur beschreiben können, dann haben sie keine Ahnung. Es waren eben irgendwelche bösen Deutsche.

Nun, es hatte nichts damit zu tun, ein Deutscher zu sein und es hatte auch nichts damit zu tun, dass sie das Swastika benutzt haben, nach dem Motto: „Du bist böse, wenn du das Swastika-Zeichen benutzt.“

Es gibt aber tatsächlich etwas fundamental Böses in ihrer Philosophie und das ist der Grund, warum es so geendet hat. Und dasselbe fundamental Böse befindet sich auch im Kommunismus und auch im Sozialismus. Und wenn das in Politik umgesetzt wird und eine Regierung damit arbeitet, dann werden eine Menge Menschen sterben.

Nochmal: Als Mao an die Macht wollte, als Stalin an die Macht wollte – nimm, wen du willst – niemand von denen hat vor der Wahl gesagt: „Wenn ihr mir die Macht gebt, werde ich einen Haufen Menschen umbringen.“ Sie haben es gemacht. Das war das Endergebnis, doch als sie versuchten, an die Macht zu kommen, haben alle gesagt: „Ich kämpfe für die Wahrheit und die Gerechtigkeit. Ich werde unser Land vor seinen Feinden beschützen, ich werde dafür sorgen, dass wir stark werden und für Gerechtigkeit kämpfen und bla, bla, bla…“ Und dann musste ein Haufen Menschen sterben und ein Haufen Menschen wurde unterdrückt und es gab Krieg usw.

Aber wenn die Menschen denken, dass man böse ist, wenn man den Namen „Nazi“ verwendet, oder wenn man den Begriff „Kommunist“ verwendet und sie nicht verstehen, warum es zu dem gekommen ist, wohin es sich entwickelt hat, dann müssen die Tyrannen nur einen anderen Namen benutzen. Kleb einfach ein anderes Schild auf dieselbe Sache und verpack dieselbe Sache neu mit einem anderen Etikett darauf und alle Leute werden wieder darauf abfahren.

Wenn du dir die Filmausschnitte anschaust, die begeisterte, anhimmelnde und jubelnde Menge, die für Mao Tse Tung gejubelt haben, für Josef Stalin oder Adolf Hitler, dann siehst du, dass sie alle begeistert waren und voller Erwartung, endlich jemanden gefunden zu haben, der das Land zu dem macht, was es immer schon sein sollte und bla, bla, bla. Und dann starben Millionen von Menschen. Es war auch nicht so, dass sie sagten: „Okay, alle bösen Menschen sollten mir jetzt die Macht geben.“ Nein, sie haben die guten Menschen manipuliert, damit sie ihnen die Macht geben.

Also ist es wirklich wichtig, auf die Frage eine Antwort zu haben. Was ist so schlimm am Nationalsozialismus? Oder: Was ist so schlecht am Kommunismus? Es ist sehr interessant, dass die Menschen diese beiden Möglichkeiten als weit rechts oder weit links definieren. Doch im Grunde ist es dasselbe! Zunächst ist ja der Begriff „Nazi“ die Abkürzung für National-Sozialistische Partei. Und wenn du mich nach dem Unterschied zwischen Sozialismus und Kommunismus fragst, ist es einfach nur die Reihenfolge der Wörter, die du benutzt, um diese Richtungen zu definieren. Dahinter steckt aber dieselbe fundamentale Idee.

Ich werde dir jetzt sagen, was so schlimm an den Nazis ist. Ich werde dir sagen, was schlecht am Kommunismus ist. Und versuche zu verstehen, dass die meisten Menschen immer noch denselben grundlegenden Fehler begehen und immer noch für genau dieselbe schlechte Idee stimmen… für die Hitler stand, für die Mao stand, für die Stalin stand.

Das wirklich Böse hinter dem Nationalsozialismus steht ist der Kollektivismus. Es ist die Idee, dass die Rechte des Individuums aufgegeben werden können und aufgegeben werden sollten, zugunsten „der Gemeinschaft“ oder „des Landes“ oder „des Volkes“ oder was auch immer für einen Schwachsinnsbegriff du verwenden willst, um die Unterdrückung eines Individuums im Namen einer Gemeinschaft zu rechtfertigen.

„Ein Sozialist zu sein bedeutet, das „Ich“ im „Wir“ aufzugeben. Im Sozialismus wird das Individuum dem Ganzen geopfert.“
Joseph Goebbels (Hitlers Propagandaminister)

„Ein Kommunist sollte sich mehr um die Partei und die Menge kümmern, als um ein Individuum.“
Mao Tse Tung

„Wir müssen aufhören, uns um die Rechte eines Individuums zu sorgen und anfangen, uns darum zu kümmern, was gut für die Gemeinschaft ist.“ Hillary Clinton

„Wir müssen teilen lernen“
Ralf Stegner (SPD)

Das ist das wirklich Böse im Nationalsozialismus. Und wenn du diese Prämisse akzeptierst, dann macht ein Großteil des Nationalsozialismus plötzlich Sinn. Wenn du wirklich akzeptierst, dass es in Ordnung ist, dass ein einzelner Mensch leiden muss, wenn es „der Gemeinschaft“ dadurch besser geht, dann solltest du die Hakenkreuzfahne schwingen. Oder die mit Hammer und Sichel und du solltest „Hurra!“ rufen für die Unterdrückung, weil das das fundamentale Prinzip hinter jedem autoritärem Kollektivismus ist.

Es ist egal, welchen Namen du draufklebst. Die Idee, dass die Rechte „der Gemeinschaft“ über den Rechten des Individuums stehen würden, ist das gesamte Problem. Und wenn du das akzeptieren kannst, dann macht es totalen Sinn, die Schwachen umzubringen. Wenn wir 100 Menschen haben und 5 davon schwach sind und krank und es Mühe macht, sich um sie zu kümmern, dann kannst du entweder ein individualistischer Anarchist sein und der Meinung sein, dass diese 5 Menschen sich selbst gehören und du sie nicht einfach töten kannst, weil sie unbequem sind, oder du benutzt die Sichtweise eines autoritären Kollektivisten und sagst, dass es für die Gemeinschaft besser wäre, sie zu töten. Oder du kannst etwas mehr Gewohntes machen, was die Sozialisten bevorzugen: „Der Typ hat soviel Geld, also nehmen wir ihm doch sein Geld weg, das wird der Gemeinschaft gut tun. Dann werden mehr von „uns“ mehr Geld haben. Er wird zwar leiden, aber wen kümmert es? Es ist in Ordnung, seine Rechte für das Wohl der Gemeinschaft zu opfern und bla, bla, bla…“

So redet Obama, so redet Clinton, so reden alle Politiker auch heute und genauso hat Stalin geredet und Lenin und Mao und Hitler. Sie alle haben gesagt, dass diese paar Reichen, die bösen Menschen geopfert werden sollten, für den Rest. Um „unser Land“ stark zu machen, um uns vor diesen bösen und gemeinen Menschen zu schützen.

Zufälligerweise konnten alle diese Tyrannen und natürlich auch Hitler genau das Böse benennen, wogegen sie kämpfen wollten. Die Finanzleute, die Bank-Leute, die heute immer noch viele Probleme machen, haben auch schon damals in Deutschland Probleme gemacht und ihre Lösung war Kollektivismus. Dass es einen autoritären Staat braucht, der entscheidet, wer sein Geld behalten darf und wer Rechte hat und was gut für „die Gemeinschaft“ ist. Sie nennen es immer „das Wir“ – Sie sagen: „Wir repräsentieren das Volk“ und „im Namen des Volkes“ – d.h. in eurem Namen haben wir das Recht, Steuern zu erheben und Menschen zu kontrollieren und ihre Wahl einzuschränken und sie zu überwachen. Und genau das ist es, was zur Tyrannei führt. Und der Grund, warum es funktioniert, ist, weil es ein leichter Weg ist, um gute Menschen davon zu überzeugen, für das Schlechte zu stimmen.

Wenn jemand einfach sagen würde „Ich möchte etwas Böses machen, bitte gebt mir ein Amt“, würde niemand denjenigen wählen. Aber wenn du bei einem Auftritt sagst, du arbeitest für das „Wohl der Gemeinschaft“, für „das Wohl der Gemeinschaft der Menschen“, dann haben die Leute kein Problem damit, einen Tyrannen zur Macht zu verhelfen – was auch immer und immer wieder geschehen ist.

Also das, was am Nationalsozialismus falsch ist, ist genauso falsch im Kommunismus und im Sozialismus und auch in der Verfassung – denn immer wird behauptet, dass es in Ordnung ist, für den Staat, das Individuum mit Gewalt zu unterdrücken, solange es für „das Wohl der Gemeinschaft“ geschieht, für „die Menschen als Ganzes“ ist. Der Grad an erlaubter Gewalt gegen das Individuum, um von Einzelnen zu stehlen, für „das Wohl der Gemeinschaft“, mag in diesem Falle kleiner sein, als es in den anderen beschriebenen Tyranneien der Fall war. Also ist die heutige Form nur eine mildere Form des Kollektivismus.

Aber um nochmal auf die Nazis zurückzukommen: Ich möchte wissen, wie viele Menschen aufstehen – und leider gibt es tatsächlich ein paar – (ich finde es ziemlich traurig) – aber von den kompletten Idioten mal abgesehen… Wie viele würden sagen: „Naja, die Idee war ja gar nicht so schlecht, irgendwas ist falsch gelaufen. Irgendwelche Leute haben da was falsch gemacht, also wir sollten das nochmal versuchen. Man schmeißt ja nicht die Idee aus dem Fenster, nur weil beim ersten Mal ein paar Millionen von Menschen abgeschlachtet wurden. Wir können es doch nochmal versuchen. Wir können es verbessern. Man kippt doch nicht das Kind mit dem Badewasser aus. Lasst es uns nochmal versuchen!“

Also das werden vielleicht nicht viele Menschen sagen. Aber ein Haufen von Menschen wird auf die Verfassung zeigen und sagen: „Okay, also beim ersten Mal wurde ja das größte je bekannte und autoritärste Imperium erschaffen, mit der größten Kriegsmaschinerie in der Geschichte überhaupt, mit der schlimmsten Erpressermentalität, aber lasst es uns nochmal versuchen.“

Nein! Das sollten wir nicht tun! Weil in der Verfassung immer der Same für autoritären Kollektivismus enthalten ist. Deshalb hat es sich so entwickelt. Und nein, es ist nicht das, was die Erschaffer der Verfassung wollten, es ist nicht das, was sie vorhersehen konnten und es war auch nicht im Wahlprogramm enthalten, als sie versuchten, uns die Verfassung zu verkaufen.

Genau wie das, was zur Zeit der Nazis in Deutschland passiert ist, nicht das ist, was im Wahlprogramm von Hitler drin stand. Was in Rot-China passiert ist, ist nicht das, was Mao zu tun versprochen hatte. Genau wie in der Sowjetunion Stalin und Lenin nie gesagt haben, dass sie einen Riesenhaufen Menschen unterdrücken werden. Sie alle haben gesagt, dass es für das größere Wohl ist, dass es sich darum dreht, den guten Menschen zu helfen und sie vor Feinden zu beschützen, dass sie das Land stark machen werden… Es ist dasselbe, was jeder größenwahnsinnige, machtbesessene Politiker immer gesagt hat. Es kann sich im Ausmaß unterscheiden, so dass zum Schluss „nur“ 1 Million Menschen ermordet werden und nicht 10 Millionen, es verbiegt sich etwas in die eine oder andere Richtung, aber es ist immer das gleiche Prinzip, dass die Rechte des Individuums im Namen des Kollektivismus geopfert werden, für „das Gemeinwohl“, für „die Gemeinschaft“. Das Problem ist immer dasselbe. Und es ist völlig egal, ob du es Nationalsozialismus nennst oder Kommunismus oder eine „verfassungsgemäße Gemeinschaft“ – es ist immer das gleiche Problem.

Und abschließend noch – die meisten Menschen wissen es nicht und ich muss gestehen, ich wusste es bis vor ein paar Jahren auch nicht – Rot-China war eine Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Die Sowjetunion war eine Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Und die Weimarer Republik, die zum Nazionalsozialismu in Deutschland führte, war eine demokratische Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben waren. Und Nordkorea ist immer noch eine demokratische Republik mit einer Verfassung, in der die Rechte der Menschen festgeschrieben sind.

Also, wenn du glaubst, dass, wenn auf einem Stück Papier draufsteht, dass du nett zu anderen Menschen sein sollst und es das ist, was das zugrundeliegende Böse des Kollektivismus verhindern könnte, den tatsächlichen Grund, warum es so schlimm im Nationalsozialismus war, den Grund warum Kommunismus so schlimm war – wenn du wirklich bereit bist, das immer und immer wieder auszuprobieren und sagst „Kein Problem, das nächste Mal wird es schon klappen“… dann bist du genau der, den ich frage und von dem ich dringend eine Antwort haben will, was so schlimm an den Nazis ist, weil – wenn du es wirklich verstehen würdest, dann würdest du erkennen, dass es die Idee ist, eine Regierung zu benötigen.

Wenn du das herausbekommen hast, dann hörst du auf, autoritären Kollektivismus jeglicher Färbung zu befürworten und dann können wir auch mit den Kriegen aufhören und aufhören, Menschen zu unterdrücken.

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Ein Kommentar zu „Was ist schlecht an Nazis?

    Semper Fidelis sagte:
    2. Dezember 2015 um 22:12

    D´accord!

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