Monat: Januar 2016

Grenzen und Freiheit

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Mehr und mehr begehen einige Libertäre den Irrtum, den Begriff „Freiheit“ mit der Idee zu vermengen, dass es keine Grenzen geben würde. Aus ihrer Sicht gibt es keine Ländergrenzen, da Grenzen durch einen Staat gezogen worden sind. Aus ihrer Sicht sind Grenzen nur „Linien auf Papier und für niemanden bindend“. Doch treiben sie mit derlei Aussagen die Idee der Zerstörung der Identitäten der einzelnen Länder mit Nachdruck voran. In der Konsequenz kann man dann natürlich auch keine Grenzen mehr schließen, sondern muss einen ungehinderten Strom von Zuwanderern ins jeweilige Land zulassen. Aber halt, es gibt so etwas wie ein „jeweiliges Land“ ja gar nicht… Es gibt nur eine Landmasse, die allen gehört. Jeder kann hingehen wo er will. Kontrollen gibt es nicht, da es ja keine Grenzen gibt. Ein “Europa ohne Grenzen”… “Die Welt als ein großes Dorf”… Damit würden diese “Libertären” im Europaparlament eine hervorragende Stellung unter Gleichgesinnten einnehmen können.

Wenn Zeitreisen möglich wären, würde man schnell erkennen, dass es schon in den ersten Siedlungen der Menschen (auch ohne jeden Herrscher) Grenzen gegeben hat. Man hätte sich „Zuwanderer“ sehr genau angeschaut und dann entschieden, ob man sie hereinlässt oder nicht. Sicher hätte es auch Gemeinschaften gegeben, wo jeder einfach so hätte reinspazieren können. Vielleicht gab es in diesen Siedlungen sogar Schilder auf denen irgendwas von „Refugees welcome“ stand… Das Problem ist, dass man keine Aufzeichnungen mehr von diesen sorglosen und naiven Gemeinschaften ohne Grenzen hat, weil sie untergegangen sind. Es braucht nur ein paar wenige zersetzende Elemente, um eine Zelle, einen Organismus, ein Dorf, eine Stadt oder ein Land, von innen heraus zu zerstören.

In jedem anderen Land ist der Mensch verbunden mit seinem Land. Der Schweizer ist stolz darauf, ein Schweizer zu sein, der Franzose stolz darauf, ein Franzose zu sein. Nur die Deutschen scheinen seit ein paar Generationen nicht mehr fähig, stolz auf ihr Land zu sein. Und damit ist natürlich nicht gemeint, stolz auf eine Regierung oder einen Staat zu sein, sondern auf die Werte, für die ein Land steht. Auf seine Sprache und seine Geschichte. Wer ein Interesse daran hat, die Verbindung der Menschen zu ihrem Land zu zerstören, sind die Politiker. Nur sie profitieren davon, wenn Menschen sich nicht mehr mit ihrem Land verbunden fühlen.

Um Menschen, die eine Gruppenzugehörigkeit empfinden und sich zusammenfinden, um für eine gemeinsame Sache zu kämpfen, schlecht zu machen, werden ganz bewusst Begriffe wie “Patriotismus” und “Nationalist” vermischt. Darüber hinaus wurden Verbindungen geschaffen es negativ zu besetzen, dass Menschen überhaupt Gruppenzugehörigkeit empfinden. Manchmal wird sogar argumentiert, dass Patrioten automatisch FÜR einen Staat wären. Doch Patrioten sind Menschen, die ihr Land lieben. Letztlich geht es um Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Wenn Menschen merken, dass ihre Gruppe bedroht wird, schließen Sie sich natürlicherweise zusammen, da ihr Überleben auch ganz grundlegend von dem Überleben der Gruppe abhängt. Wenn einige jetzt meinen, dass Patrioten für einen Staat sind, dann denken sie nach manipulierten Schemata. Eine Gruppe kann auch sehr groß sein, ohne jemanden, der über die Gruppe herrscht. Es dreht sich nicht um die Größe einer Gruppe, sondern darum, ob die Menschen innerhalb einer Gruppe frei sind. Staat bedeutet immer Herrschaft. Eine Gruppe bedeutet Schutz. Auch in einer herrschaftsfreien Gesellschaft wird es Gruppen geben, die verteidigt werden müssen, wenn sie bedroht werden.

Die kleinste Gruppe ist die Familie. Glaubt jemand tatsächlich, dass es etwas mit der Befürwortung des Staates zu tun hätte, wenn jemand seine Familie verteidigt? Was für ein Blödsinn! Der Staat hat ganz bewusst die Menschen dahingehend manipuliert, dass sie sich ihm gegenüber solidarisch fühlen sollen, dass sie ihn schützen sollen – und zwar vor allem anderen. Dazu hat er den natürlich vorhandenen Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören, missbraucht. Wie übrigens auch alles andere von ihm verdreht wurde. Wenn ich meine Familie oder mein Land liebe, hat das zuallererst mit Zugehörigkeit zu “meiner” Gruppe zu tun und nichts mit einer Befürwortung des Staates und schon gar nichts mit der Idee, einen Herrscher zu brauchen.

Auch wenn vielleicht viele Menschen dieser Indoktrination auf den Leim gegangen sind und jetzt denken, dass sie einen Staat bräuchten, um ihre Identität zu schützen…
DIES IST EINE LÜGE!

Einer der größten Erfolge der Herrscher ist, den Begriff „Patriotismus“ negativ zu besetzen. Patriotismus ist die Identifikation mit einem Land, mit seinen Gepflogenheiten, seinen Werten, seiner Sprache und seiner Geschichte. Patriotismus ist nicht Nationalismus! Patriotismus hilft Menschen zusammenzuhalten und sich zugehörig zu fühlen. Nationalismus hingegen ist engstirnig und ausgrenzend. Wer meint, sein Land sei besser, als alle anderen Länder, ist nicht Patriot, sondern Nationalist. Wenn jemand sein Land liebt, es wertschätzt und vor der Zerstörung seiner Werte warnt, ist kein Nationalist, sondern Patriot. Nationalismus führt zu Kriegen und zu Zerstörung. Patriotismus schützt vor negativer Einflussnahme und bewahrt Werte.

Gruppen wird es immer geben. Menschen schließen sich natürlicherweise zu Gruppen zusammen, um sich zu schützen, aber einen Staat wird es zwangsläufig nicht mehr lange geben, da immer mehr Menschen erkennen, dass die über sie ausgeübte Herrschaft ihr Überleben bedroht. Herrschaft loszuwerden oder sich von Herrschaft zu befreien, ist ein evolutionärer Prozess. Der Staat (Herrschaft) wird untergehen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

„Wir durchfahren verzaubertes Terrain“, sagt sie, während sie von der köstlichen Schokolade trank. „Ein magisches Land, bevölkert von Menschen auf dem Kriegspfad.“
„Wer soll auf dem Kriegspfad sein?“ fragte ich und versuchte nicht allzu überheblich zu klingen.
„Die Yaqui von Sonora“, erwiderte sie und wartete schweigend auf meine Reaktion. „Ich bewundere die Yaqui dafür, dass sie sich in permanentem Kriegszustand befinden“, fuhr sie fort. „Zunächst waren es die Spanier und bis 1934 dann die Mexikaner, die die Schläue und Erbarmungslosigkeit der Yaqui zu spüren bekamen.“
„Ich habe für kriegerische Menschen nichts übrig“, erklärte ich. Um mich für meinen streitlustigen Tonfall zu entschuldigen, fügte ich gleich darauf hinzu, dass ich aus einer deutschen, durch die Kriegswirren getrennten Familie stamme.
„Dein Fall liegt anders“, behauptete sie. „Ihr habt nicht für die Freiheit gekämpft“.
„Augenblick“, protestierte ich. „Gerade weil wir für die Freiheit gekämpft haben, verabscheue ich den Krieg so nachdrücklich.“
„Wir reden von zwei verschiedenen Formen des Krieges“, beharrte sie.
„Krieg ist Krieg“, warf ich ein.
„Deine Art Krieg“, fuhr sie fort, ohne auf meinen Einwand einzugehen, „findet zwischen zwei Brüdern statt, die beide herrschen wollen und um die Vormacht kämpfen.
“Sie lehnte sich zu mir und fügte in dringlichem Flüsterton hinzu: „Der Krieg von dem ich spreche, ist der zwischen einem Sklaven und seinem Herrn, der Menschen als sein Eigentum betrachtet. Erkennst du den Unterschied?“

(aus dem Buch “Traumwache” von Florinda Donner-Grau)

Es gibt also einen wesentlichen Unterschied zwischen “ihrem” und “unserem” Krieg. Ihr Krieg ist ein “Bruderkrieg”, ein Kampf um Herrschaft, um Macht, um Positionen… wohingegen unser/mein “Krieg” ein Freiheitskrieg ist, ein Befreiungskrieg, in dem es sich nicht um Macht dreht, nicht um Profilierung oder um Führungspositionen… sondern um Freiheit. Dieser Unterschied ist aber den meisten nicht klar. Aus deren Perspektive scheint beides einfach Krieg zu sein. Ein Land hat nichts mit einem Staat zu tun. Ein Land ist eher von Staat befallen wie von einer Krankheit. Unser Land – Deutschland – ist wie jedes andere Land an der Seuche Staat erkrankt.

Joachim Fernau sagt dazu in seinem Buch „Halleluja“

Menschen, die sich den Luxus leisten, auch heute noch nachzudenken, sind alle zu der Erkenntnis gekommen, das “Staat” keine Form ist, die die Natur verlangt, sondern eine “Erfindung”, etwas Künstliches, was vielleicht einmal Bündnisaufgaben hatte (Recht, Fürsorge, Schutz), aber längst ein selbstherrlicher, allmächtiger Homunkulus geworden ist.
Carl Burkhardt hat den Staat ein “schönes, aber unheimliches, dem Einzelnen innerlich fremdes Ungeheuer” bezeichnet. Meinecke sprach ihm einen höheren Sinn völlig ab.
Solange ich zurückdenken kann ist auch für mich der Staat immer ein fremdes Ungeheuer gewesen. Politik, Hunger, Politik, Krieg, Inflation, Vertreibung, Politik, Krieg, Verrohung, Verarmung, verlorene Jahre, gestohlene Jugend – der Staat hat mich nie gekannt, nie angesehen; ich habe ihn nur kennengelernt, wenn er wie ein von der Sauftour heimkehrender Vater mich entdeckte und prügelte…
Nach dem Krieg las ich Rousseau und Locke. Ich erfuhr, dass sie den Staat einen “Vertrag” nannten und die Entstehung eines Staates auf “freiwillige, vertragsmäßige Unterwerfung des Bürgers unter eine StaatsGEWALT” zurückführten… Der Staat hat heute als Institution die Welt erobert. Die Erdoberfläche ist mittlerweile mit “Staat” wie mit einer Flechte überzogen! Wo ist noch kein Staat? Ein Mensch kann staatenlos sein… ohne Rechte… aber wo er auch hingeht, soweit ihn die Füsse tragen, ist Staat. Mit welchem Recht? Als der Staat sich ein Territorium zugelegt hat und sich damit identifizierte, als sich seine Macht verselbstständigte, hatte er seine Unschuld verloren. Ich weiß, im heutigen Leben scheint es nicht mehr ohne Staat zu gehen…, aber das ändert nichts daran, das wir erbärmliche Wichte sind!

Wenn wir also aufhören wollen, erbärmliche Wichte zu sein, sollten wir anfangen den Feind dort zu erkennen, wo er ist. Der Feind sind nicht Gruppierungen wie Pegida, die sich patriotisch für ihr Land und gegen die massenhafte Einwanderung stellen, sondern in jedem Falle der Staat, der es immer wieder geschickt versteht, den Geist der Menschen zu verwirren.

Glaubt ihr im ernst, dass die derzeitige Situation durch Aussitzen oder mies-machen anderer Bewegungen noch zum Guten gewendet werden kann? Glaubt ihr im ernst, dass dadurch, dass immer mehr Menschen, nicht mehr zur Wahl gehen, die Politiker aufhören werden zu herrschen? Meint ihr nicht, dass es ihnen mittlerweile völlig egal ist, ob sie von 20% der Wahlschafe noch gewählt werden oder ob es demnächst vielleicht nur noch 10% sind? Zur Not wählen die sich auch selbst. Wir sind sowieso nur noch um ein Haar von der Diktatur entfernt.

Du hast noch nie in der Demokratie Freiheit erfahren. Der Unterschied zur Diktatur wird nur der sein, dass in Kürze die rosaroten Wolken verschwunden sein werden. Die Libertären streiten sich um “Grenzen auf” oder “Grenzen zu” und um die Frage, ob es so etwas wie Deutschland überhaupt gibt…, während die Politiker die Vernichtung unserer Heimat und des letzten Quäntchens Freiheit vorantreiben.

“Libertarismus” ist nur ein Wort und wird allzu oft nur als Aushängeschild verwendet. Die schlimmsten davon sind wohl die, die meinen, alles verstanden zu haben und andere mit ihrer Weisheit beglücken wollen und dann Menschen verurteilen, die einen Weg in Richtung Freiheit gehen, der mit ihrem bzw. ihrer Sicht nicht deckungsgleich ist. Da werden gleich mal ganze Gruppen von Menschen über einen Kamm geschoren und verurteilt. Was die Ängste dieser Menschen sind, wo sie mit der staatlich verordneten Doktrin nicht klar kommen und was Ihr persönlicher Umgang mit ihren Fesseln ist, spielt dann keine Rolle. Wenn man nur einen Hammer hat, sieht natürlich alles aus wie ein Nagel. Anstatt zusammen zu stehen und die freiheitlichen Aspekte zu sehen, die wir alle miteinander teilen, wird verurteilt. Dieser großkotzige Auftritt verschreckt die Menschen und führt dazu, dass viele sich gar nicht trauen, sich mit dem Libertarismus zu beschäftigen. Was sehr schade ist, denn jeder Mensch, der Aspekte der Freiheit in sich gefunden hat, kann im Libertarismus eine gedankliche Heimat finden. Aber nicht jeder, der das Schild Libertarismus vor sich her trägt, ist auch ein freiheitlicher Mensch.

JEDE Bestrebung eines Menschen sich von Herrschaft zu befreien, verdient Anerkennung und darf nicht hochnäsig als falsch abgeurteilt werden. Manche Menschen sind wie Kinder auf dem Weg in die Freiheit. Ihre Schritte mögen ungelenk sein, aber sie verdienen dennoch unsere Anerkennung und unser Lob, da sie sonst den Mut verlieren. In dieser Zeit ist es viel wichtiger zusammen zu halten, als sich in kleinlichen Diskussionen darüber zu ergehen, wer denn nun den Libertarismus besser verstanden hat. Das ist mir zuwider! Auch wenn viele das nicht so sehen; Wege in Richtung Freiheit sind nicht gerade. Kein Weg ist das. Dennoch gehen alle Wege der Menschen in diese Richtung. Die Natur des Menschen ist Freiheit.

Stationen der Wahrnehmung

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Vorwort des Übersetzers 

Dieser aus dem Amerikanischen übersetzte Text bezieht sich auf die Möglichkeit, dass Menschen legal eine Schusswaffe zum Selbstschutz führen dürfen. Diese Möglichkeit ist den Menschen in Deutschland auf Grund des derzeit gültigen Waffengesetzes leider verwehrt. Dennoch habe ich den Text in seiner ursprünglichen Form belassen, da zum einen der Übersetzer selbst der Meinung ist, das dieses Recht, eine Schusswaffe zum Selbstschutz zu führen, das Recht eines jeden freien Menschen sein sollte und sich zum anderen der Text leicht auf andere Formen der Selbstverteidigung mit alltäglichen Gegenständen wie Schlüssel, Scheckkarten, Kugelschreiber oder tatsächliche Waffen wie dem Kubotan und  Reizgas-Pistolen und -Revolver übertragen lässt, die legal in Deutschland mit kleinem Waffenschein geführt werden können.

Auch hat der Übersetzer in seinen Kursen zum Thema Selbstverteidigung immer wieder erfahren, dass die zur Selbstverteidigung zur Verfügung stehende Waffe letztlich zweitrangig ist. Vielmehr bereitet der mentale Faktor, die Bereitschaft, sein Leben unter allen Konsequenzen zu verteidigen, die meisten Schwierigkeiten. Egal ob mit Alltagsgegenständen, Waffen oder letztlich auch mit bloßen Händen; hier haben die Menschen auf Grund ihrer Konditionierung, sich nicht selbst verteidigen zu dürfen und immer nach einer Ordnungsmacht rufen zu müssen, die meisten Hemmungen. Meine Hoffnung ist, dass Menschen durch die Beschäftigung mit diesem Text aufmerksamer für ihre Umgebung werden und somit einem drohenden Unheil, sei es nur in Form einer einfachen Gefahr im Straßenverkehr, leichter ausweichen können und der Leser auch einem tatsächlichen Angriff auf seine Rechtsgüter Leib, Leben und Freiheit effektiver begegnen kann. Letztlich ist jedes dieser Rechtsgüter notwehrfähig. Für mich gilt in jedem Falle Opferschutz vor Täterschutz. Darüber hinaus bin ich auch der Meinung, dass dieses Thema Selbstverteidigung (auch mit Schusswaffen) in der nächsten Zeit noch massiv an Aktualität zunehmen wird. Der derzeitige Umgang mit dem Thema Selbstverteidigung hat zu der paradoxen Situation geführt, dass sich der Verteidiger mehr Gedanken um die Folgen seiner Abwehr macht, als der Angreifer um die Folgen seiner Tat. Dies ist in einer Situation, in der jede Sekunde buchstäblich über Leben und Tod entscheidet, natürlich ein unhaltbarer Zustand.

Die in diesem Text vorgeschlagenen Verhaltensweisen beziehen sich ausschließlich auf tatsächliche Notwehrsituationen und darüber hinaus in ihrer Form auf die Rechtslage in dem jeweiligen Land. Eine Rechtssicherheit aus dem Text abzuleiten ist nicht möglich. Die Übernahme und Anwendung der im Text vorgeschlagenen Verhaltensweisen erfolgt in jedem Fall auf eigene Verantwortung.

Abschließend möchte ich noch anmerken, dass ich mit der Übersetzung dieses Textes keinerlei finanzielle Absichten verfolge.

Der Text ist in der Originalsprache frei im Internet erhältlich unter der folgenden Adresse:
http://www.teddytactical.com/SharpenBladeArticle/4_States%20of%20Awareness.htm

Alle Rechte verbleiben beim Autor Tom Givens und Jeff Cooper.

 

Stationen der Wahrnehmung – die Cooper-Farbcodes

von Tom Givens (aus dem Amerikanischen von Rudolf Engemann)

Die meisten Menschen gehen durch ihr Leben und nehmen die Welt um sich herum gar nicht wirklich wahr. Sie sind mit ihren Gedanken bei der Arbeit, denken an persönliche Probleme oder daran, einen Termin zu bekommen oder sind mit anderen Kleinigkeiten beschäftigt, ohne einen Gedanken an ihre unmittelbare Umgebung aufzuwenden. Weil sie ihrer Umgebung keine Aufmerksamkeit schenken, begeben sie sich in unnötige Gefahr.

Betrachten Sie es als Übung und beobachten Sie nur für einen Abend die Notaufnahme eines Krankenhauses. Schauen Sie sich die Unglücklichen an, die für eine Behandlung dorthin kommen und Sie werden einen hervorragenden Einstieg in dieses Thema gewinnen. Ungefähr zwanzig Prozent der Patienten sind tatsächlich krank – die wollen wir hier nicht mitrechnen. Aber die restlichen achtzig Prozent sind in der Notaufnahme, weil sie unaufmerksam gegenüber ihrer Umwelt waren. Es sind Menschen, die von Laderampen gefallen sind oder aus drei Metern Höhe von der Leiter; Menschen, die in laufende Maschinen gegriffen haben, sich hinter einem wegfahrenden Fahrzeug befanden oder nicht mitbekommen haben, wie sich ein Angreifer an sie herangeschlichen hat, um sie mit einem Ziegelstein niederzuschlagen.

Natürlich können Sie für eine Zeit während ihrer Arbeit unaufmerksam sein, bis Sie eines Tages ihr Schicksal einholen wird und Sie sich verletzen werden. Das gleiche gilt auf der Straße. Sie können für eine Zeit unaufmerksam sein, bis ihr Weg sich eines Tages mit dem eines Kriminellen kreuzt. Die große Mehrheit der Verbrecher sind Opportunisten, die nur zuschlagen, wenn sich ihnen eine Gelegenheit bietet. Wenn Sie keine solche Gelegenheit bieten, minimieren Sie dadurch das Risiko, Opfer eines Angriffes zu werden!

Indem Sie lernen, Ihre Umgebung zu beobachten, indem Sie ständig auswerten was Sie sehen und entsprechend reagieren, können Sie ein hohes Maß an Kontrolle über Ihr Schicksal erreichen. Dies erfordert, dass Sie lernen, Ihre Aufmerksamkeit durch verschiedene Grade zu schalten, ähnlich wie das Getriebe eines Autos verschiedene Gänge besitzt und Sie so ihre Aufmerksamkeit an die aktuelle Situation anpassen. In einem Auto wählen Sie die verschiedenen Gänge in Bezug zur gewünschten Geschwindigkeit. Auf der Straße müssen Sie lernen, „die Gänge“ mental zu schalten, um dem Grad der Bedrohung begegnen zu können. Es gibt eine fließende Skala der Bereitschaft, die von einem Zustand der völligen Unaufmerksamkeit bis hin zum Zustand der sofortigen Bereitschaft reicht, selbst tödliche Gewalt anzuwenden, wenn Sie im Verteidigungsfall dazu gezwungen werden. Ein Überleben ist nicht möglich, wenn Sie an den jeweiligen Enden dieses Spektrums steckenbleiben.

Wenn Sie versuchen, am unteren Ende der Skala zu leben, werden Sie mit ziemlicher Sicherheit über kurz oder lang Opfer eines Unfalls oder eines kriminellen Angriffs. Hier ist es nur eine Frage des „wann“, nicht des „ob“. Auf der anderen Seite, ist es nicht angeraten, ständig eine Hand über der Pistole im Holster zu haben, bereit auf alles zu schießen, was sich bewegt! Sie müssen lernen, den Grad zwischen Deeskalation und Eskalation in Abhängigkeit zu Ihrer Umgebung zu steuern.

Dieser Text bietet Ihnen ein leicht zu erlernendes System, welches Ihnen hilft, durch die richtige Haltung, mit jedem Konflikt umzugehen, auf den Sie stoßen können.

 

Das System

Sollten Sie sich als ganz normale Person mit einem lebensbedrohlichen Angriff einer kriminellen Person konfrontiert sehen, werden Sie drei massiven Schwierigkeiten begegnen.

Diese sind:

  1. Die Gegenwart des Angreifers rechtzeitig wahrzunehmen,
  2. zu erkennen und zu akzeptieren, dass dieser Angreifer – genau dieser und genau jetzt – bereit ist, Sie zu verletzen oder sogar zu töten, aus Gründen, die Sie nicht verstehen, sofern Sie ihn nicht stoppen und
  3. ihre Hemmung zu überwinden, Gewalt (zur Not auch tödliche Gewalt) gegenüber Mitmenschen auszuüben.

Schauen wir uns jeden dieser Punkte der Reihe nach an:

Zuerst müssen Sie den Angreifer sehen und erkennen, dass es sich um eine Bedrohung handelt. Angreifer bestehen ebenfalls aus Fleisch und Knochen und sind nicht unsichtbar. Entgegen der öffentlichen Meinung, beamen sie sich nicht vom Mutterschiff herunter, greifen Sie an und verschwinden danach wieder. Sie gehen in der Regel direkt auf Sie zu, bleiben aber auf Grund des Nebels, in dem sich die meisten Menschen befinden, unbemerkt. Lernen Sie, den Nebel zu lichten, um die Warnsignale früher zu erkennen, so dass Sie vorbereitet sind.

Zweitens ist es sehr schwierig für einen normalen, rationalen, sozialisierten und zivilisierten Menschen, zu begreifen, dass sie dicht an dicht mit Menschen zusammenleben, die nicht normal, rational, sozialisiert  oder zivilisiert sind. Es gibt tatsächlich Menschen da draußen, denen Ihre Hoffnungen und Pläne für die Zukunft egal sind, denen das Schicksal Ihrer Familie egal ist, die sich nicht um den Schmerz und das Leiden kümmern, welches sie anrichten; Menschen, denen all das einfach egal ist. Diese Personen sind bereit, Sie für den Inhalt Ihrer Brieftasche zu töten, um sich von dem Geld den Tagesbedarf ihrer Drogen zu kaufen. Diese Personen werden Sie vergewaltigen, weil sie sich vielleicht machtlos und minderwertig fühlen, außer sie missbrauchen und entwürdigen jemanden anderen. Diese Personen töten auch einfach, um in ihrer „Gang“ einen höheren Status zu erlangen. Aber letztlich spielt das „warum“ keine Rolle. Eine typische Aussage eines Opfers ist: „Warum sollte mich jemand verletzen wollen?“.
Wen kümmert letztlich das „warum“?

Drittens ist es schwierig für jeden Menschen, auf die Mitte der Brust eines Angreifers zu zielen und den Abzug zu betätigen und zu wissen, dass Sie jetzt eine aufrecht stehende, lebende, atmende Person in einen horizontalen Haufen totes Fleisch verwandeln. Lassen Sie sich von niemandem einreden, dass dies einfach sein wird. Als Gesellschaft von Menschen wollen wir auch gar nicht, dass es einfach ist, oder? Das ist auch der Grund, weshalb legal bewaffnete Bürger Menschen nicht einfach wegen eines Streits oder eines Verkehrsunfalls erschießen. In der Tat geschehen Tötungen durch legal bewaffnete Bürger fast immer in tatsächlichen Notwehrsituationen, während fast ein Drittel der Schießereien, in denen die Polizei verwickelt ist, zumindest fraglich oder tatsächlich nicht angebracht ist. Tatsache ist, dass private Bürger zögern tatsächlich zu schießen, selbst dann, wenn es notwendig ist. Sie müssen lernen, dieses Hindernis zu überwinden, wenn Ihr Leben in Gefahr ist. Sie müssen erkennen, dass es Zeiten gibt, in denen tödliche Gewalt nicht nur entschuldbar, vertretbar oder akzeptabel ist, sondern tatsächlich notwendig.

Glücklicherweise gibt es ein System, welches Ihnen hilft, alle diese drei Probleme zu überwinden. Indem Sie lernen, dieses System zu nutzen, es üben und damit zu einem Teil Ihrer täglichen Routine machen, können Sie einen Angriff schon in seiner Entwicklung erkennen und sich somit geistig und körperlich darauf vorbereiten, sich zu verteidigen. Jeff Cooper, der bei ‚Gunsite‘ unterrichtete und später eine hervorragende Video-Präsentation aufgenommen hat, hat dieses System zuerst veröffentlicht und es „Farbcodes“ (Colorcodes) genannt. Ich hatte das große Glück, dieses System früh in meiner Karriere durch Jeff persönlich beigebracht zu bekommen und ich kann ohne Vorbehalt sagen, dass dieses System mein Leben mehrere Male gerettet hat. Es war nicht die Art der Waffe, die ich hatte, oder die  Munition, sondern die mentale Haltung. Ich bin so sicher, dass dies eine meiner wichtigsten Waffen in meinem Arsenal ist, so wichtig, dass ich es für meine Pflicht halte, mein Wissen mit Ihnen zu teilen.

Weiter oben habe ich bereits erwähnt, dass man lernen kann, seine Aufmerksamkeit durch eine Skala zu schalten, ähnlich wie das Schalten der Gänge in einem Auto. Diese Skala besteht aus vier mentalen Zuständen, denen Jeff Farbnamen gegeben hat. Diese Farben ermöglichen uns, das Konzept der grundlegenden mentalen Zustände zu verstehen. Sie müssen lernen, selbstständig zwischen diese mentalen Zustände zu wechseln, in Abstimmung zu den Umständen, während Sie durch ihr alltägliches Leben gehen.

 

Die Farbcodes

CooperColorCode

oblivious-ohne Wahrnehmung, aware-entspannte Aufmerksamkeit
alert-erhöhte Aufmerksamkeit mit Fokus, engaged-geistige Bereitschaft zu kämpfen

 

Condition White (Zustand weiß) – Weiß ist die niedrigste Stufe auf der Rolltreppe der mentalen Zustände. Im Zustand „weiß“ ist man nicht bewusst, nicht „wach“. Dieser Zustand kann als „Tagträumen“ beschrieben werden oder als „beschäftigt“ charakterisiert werden. Die Menschen im Zustand weiß neigen dazu, mit dem Kopf nach unten zu gehen, gerade so, als ob sie auf ihre eigenen Füße schauen würden. Sie bemerken die drohende Gefahr nicht, bis sie ihnen buchstäblich an die Kehle geht.

Beispiele für diese Geisteshaltung können Sie häufig sehen. Wann haben Sie das letzte Mal jemanden im Verkehr bemerkt, der einfach so die Spur gewechselt hat? Diese Menschen führen ihr Fahrzeug im Zustand „weiß“. Wenn ein Autofahrer einen Motorradfahrer überfährt und ihn tötet, was sind häufig die ersten Worte aus seinem Mund? „Ich habe ihn einfach nicht gesehen“. Und tatsächlich, dies ist nicht gelogen. Der Fahrer war so unaufmerksam und mit-sich-selbst-beschäftigt, dass er einen 90 Kilo Mann auf einer 200 Kilo schweren Maschine direkt vor sich nicht bemerkt hat. Wenn dieser gleiche Kerl ein Stopp-Schild übersieht, in Ihr Auto kracht und Ihr Kind tötet, wird er vermutlich sagen: „Ich habe das Schild nicht gesehen“.

Die gleichen Typen werden auch Opfer von Gewaltverbrechen, weil Kriminelle sich die Unaufmerksamen, die Selbstgefälligen, die Abgelenkten, die Beschäftigten als Ziele suchen. Warum? Weil der Kriminelle schnell bekommen will, was er will und auch schnell wieder weg will, ohne verletzt oder gefangen zu werden. Wer wäre das einfachste Opfer? Jemand im Zustand „weiß“!

Ich bin sicher, Sie kennen diese Karte, die Polizisten bei sich tragen von der sie einem Verdächtigen vor seiner Befragung die Rechte ablesen. Diese Art von Opfer tragen eine ähnliche Karte in ihrer Tasche. Wenn sie noch leben wenn die Polizei kommt, nehmen sie diese Karte aus der Tasche und lesen daraus folgendes vor: „Meine Güte, es ging alles so schnell. Er erschien direkt vor mir. Ich habe ihn gar nicht gesehen.“

Also, wann wäre es akzeptabel, im Zustand weiß zu sein? Wenn Sie in Ihrem eigenen Haus sind, die Türen verschlossen sind und Ihr Hund zu Ihren Füßen liegt. Dann können Sie Ihre Aufmerksamkeit herunterfahren, wenn Sie wollen, weil Sie genügend Schutz um sich herum haben und ausreichend Warnhinweise erhalten können, um aufzustehen, sich zusammenzureißen und den Kopf klar zu kriegen. Wenn Sie Ihr Haus verlassen, lassen Sie den Zustand weiß hinter sich. In dem Moment, in dem Sie Ihr Haus verlassen, gehen Sie in den nächsten Zustand, in den Zustand „gelb“.

 

Condition Yellow (Zustand gelb) – Dies ist ein entspannter Zustand der allgemeinen Wachheit, ohne spezifischen Schwerpunkt. Sie sind nicht auf der Suche nach irgendetwas oder jemanden im Besonderen; man hat einfach den Kopf oben und die Augen offen. Sie sind wachsam und aufmerksam für Ihre Umgebung. Sie sind schwer zu überraschen und von daher auch schwer zu verletzen. Sie erwarten nicht, heute angegriffen zu werden. Aber Sie wissen um die Möglichkeit.

Hier ist eine hervorragende Analogie. Sie befinden sich auf einem kleinen Marinepatrouillenboot in der Mitte des Mittelmeeres. Sie sind nicht im Krieg und erwarten nicht, angegriffen zu werden. Sie haben jedoch die Möglichkeit, weil sich 24 Stunden am Tag Ihr Radar kontinuierlich um 360-Grad dreht, auf der Suche nach potenziellen Problemen. Plötzlich gibt es einen Hinweis auf dem Radarschirm. An dem kleinen, grünlich-gelben Punkt auf dem Bildschirm kann man nicht ablesen, ob es sich um eine gute oder eine schlechte Sache handelt, so dass Sie einen Aufklärer losschicken, um nachzuschauen, was da los ist. Wenn es sich um ein Al Italia Flugzeug handelt, welches hundert Meilen vom Kurs abgekommen ist, wird der Pilot des Aufklärers ihm zuwinken. Wenn es sich ein feindliches bewaffnetes Boot handelt, wird er es abschießen. Er wird vorher nicht wissen, ob er winken oder schießen wird, zunächst beurteilt er den Hinweis als Bedrohung. Das ist genau der gleiche Prozess, den Sie durchlaufen. Wenn Sie das Haus verlassen, beobachten Sie Ihr „Radar“, während es die Gegend durchstreift, um Sie auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Wenn etwas ihre Aufmerksamkeit erregt, bewerten Sie es. Wenn es sich nicht um eine Bedrohung handelt, lassen sie es los. Wenn es eine Bedrohung ist, bereiten Sie sich geistig darauf vor, damit umzugehen.

Etwas oder Jemand in Ihrer unmittelbaren Nähe, das ungewöhnlich ist, fehl am Platz, oder nicht im Zusammenhang steht, muss als potentiell gefährlich angesehen werden, bis Sie eine Chance erhalten, es zu beurteilen. Jemand, der sich in Ihrer Nähe befindet, oder jemand, der eine Tätigkeit ausführt, die offensichtlich keinen legitimen Zweck hat, sollte sorgfältig geprüft werden. Wenn Ihr mentales Radar einen Hinweis erhält, wechseln Sie sofort in den nächsten Zustand auf der Skala, in den Zustand „orange“.


Condition Orange (Zustand orange)
– Dies ist ein Zustand erhöhter Aufmerksamkeit, mit einem bestimmten Schwerpunkt. Der Unterschied zwischen gelb und orange ist genau dieses eine spezifische Ziel für Ihre Aufmerksamkeit. Ihr Schwerpunkt ist die Person, die tut, was Ihre Aufmerksamkeit erregt hat. Es ist vielleicht nur die Tatsache, dass er mitten im August eine dicke Jacke anhat. Es könnte sein, dass diese Person an einer Säule vor der Parkgarage steht, statt in das Gebäude zu gehen, oder sich in ein Auto zu setzen und den Ort zu verlassen. Es könnte sein, dass Sie in fünf verschiedenen Läden waren und in jedem immer wieder den gleichen gesehen haben. Seine Handlungen haben verursacht, dass Sie ihn wahrgenommen haben, also müssen Sie ihn als mögliche Bedrohung einschätzen, wie der Kampfpilot der weiter oben einem Hinweis nachgegangen ist.

Wie kann man jemanden als eine Bedrohung einschätzen? Sie müssen die Gesamtheit all Ihrer Wahrnehmung berücksichtigen. Die Kleidung der Person, ihr Aussehen, ihr Verhalten, ihre Aktionen, alles, was er zu Ihnen sagt, alles das sind Wahrnehmungen.

Das wichtigste Stichwort ist die Körpersprache. Über 80 % der menschlichen Kommunikation geschieht durch Körpersprache. Angreifer zeigen subtile Aggression, die offensichtlich wird, wenn Sie lernen, auf sie zu achten.

Wenn Sie in den Zustand orange wechseln und Sie beginnen, Ihre Aufmerksamkeit auf diese eine Person zu richten, verlieren Sie dennoch nicht den allgemeinen Überblick. Sie wollen nicht blind für eventuelle Komplizen werden. Sie fangen an, diese Person zu beobachten und seine Absichten zu beurteilen, immer wieder auf der Suche nach neuen Hinweisen. In neun von zehn Fällen werden Sie nach ein paar Sekunden der Beobachtung in der Lage sein, einen harmlosen Grund für sein Verhalten zu erkennen und die Person dann aus Ihrer Aufmerksamkeit entlassen. Wenn Sie herausfinden, das er keine Bedrohung darstellt, entlassen Sie ihn aus Ihrer Aufmerksamkeit und deeskalieren Sie wieder auf gelb. Was aber ist im zehnten Fall? Er ist der Angreifer, der dich erwischt hätte, wenn du unaufmerksam gewesen wärest. Jetzt, da Sie ihn wahrgenommen haben, sind Sie weit weniger in Gefahr.

Wie Sie diese Faktoren im Einzelnen bewerten und Sie Dinge erkennen, die Sie mehr und mehr davon überzeugen, dass die Person tatsächlich böse Absichten hat, starten Sie das Spiel: „Was wäre, wenn ….“ im Kopf, um einen grundlegenden Plan zu entwickeln. Dies gibt uns einen kleinen Vorteil. Wenn die Person plötzlich angreift, müssen wir zumindest einen rudimentären Plan für den Umgang mit dieser Situation haben, so dass wir schnell genug reagieren können. Wenn Sie in Ihrem Inneren zu dem Schluss kommen: „Der Kerl sieht aus, als wenn er mich angreifen wollte – was habe ich für Möglichkeiten dagegen?“, beginnen Sie bereits mit der mentalen Vorbereitung, was entscheidend für den Ausgang in diesem Konflikt sein wird. Mit auch nur einem vorhandenen einfachen Plan, ist Ihre körperliche Reaktion sicherer und unmittelbarer, wenn der Angreifer seine Absichten in die Tat umsetzt. Wenn Sie nach Ihrer Beurteilung tatsächlich glauben, dass es sich um eine tatsächliche Bedrohung handelt, eskalieren Sie auf die höchste Stufe, in den Zustand „rot“ (Condition Red).


Condition Red (Zustand rot)
– Im Zustand „rot“ sind Sie bereit zu kämpfen! Sie können kämpfen, oder auch letztlich nicht kämpfen, aber Sie sind auf jeden Fall geistig bereit zu kämpfen. In vielen, vielleicht sogar den meisten Fällen, in denen Sie in den Zustand „rot“ wechseln, werden Sie tatsächlich physisch überhaupt nichts tun. Der gesamte Prozess der Eskalation von Gelb über Orange zu rot, führt danach gleich wieder nach unten auf der Skala in die Deeskalation, ohne jede tatsächliche körperliche Aktivität von Ihrer Seite. Der Schlüssel ist, dass Sie mental auf einen Konflikt vorbereitet waren und Sie physisch hätten handeln können, wenn es die Situation verlangt.

Wenn Sie in den Zustand „rot“ gewechselt haben, weil Sie glauben, dass tatsächlich eine Bedrohung vorliegt, warten Sie innerlich auf den Auslöser (Mental-Trigger), welcher aus einer bestimmten Abfolge, vorher festgelegter Handlungen von Seiten des Angreifers besteht und einer Reihe unmittelbarer, positiv-aggressiven und auch defensiven Reaktion von Ihrer Seite besteht. So erhalten sie den notwendigen Vorsprung, um in einer solchen Situation zu bestehen. Dadurch, dass Sie bereits vorher einen Plan und einen Entschluss gefasst haben, können Sie sich körperlich schnell genug bewegen, um mit dem Problem umzugehen. Ohne diese vorgefertigte Entscheidung würden Sie die wenige kostbare Zeit verschwenden, die Ihnen bleibt, zu entscheiden, was jetzt zu tun ist, nachdem der Angreifer seinen Angriff bereits gestartet hat.

Dieser Auslöser (Mental-Trigger) wird je nach den Umständen unterschiedlich sein. Es könnte zum Beispiel der Entschluss sein: „Wenn er (der Angreifer) seine Waffe in meine Richtung lenkt, werde ich auf ihn schießen“, es könnte der Auslöser sein: „Ich habe ihm (dem Angreifer) gesagt, er soll stoppen und wenn er sich noch einen Schritt weiter auf mich zubewegt, mit dem Messer (dem Schlagring / dem Schraubenzieher) in seiner Hand, werde ich auf ihn schießen“… Was auch immer die Faktoren sein werden, wenn dieser Auslöser einmal betätigt ist, führt dies zum sofortigen Handeln auf Ihrer Seite.

Ihr Hauptfeind ist die Reaktionszeit. Wenn Sie sich Ihrer Umgebung nicht bewusst sind und die verdächtigen Zeichen nicht vorher sehen, kann der Angreifer Sie überwältigen, bevor Sie eine effektive Verteidigung ausführen können. Auf der anderen Seite haben Sie vermutlich schon gewonnen, wenn Sie innerlich denken: „Vielleicht muss ich diesen Kerl verletzen, wenn er nicht klug wird“, weil Sie ein besseres Verständnis von dem haben, was vor sich geht, als der Angreifer. Der beste Kampf ist bereits vorbei, bevor der Verlierer völlig versteht, was gerade passiert ist. Wenn der Angreifer Sie im Zustand „weiß“ erwischt , werden Sie fünf bis sechs Sekunden brauchen, um zu erkennen, was passiert, bevor sich ihr Verstand einschaltet und Sie reagieren können. Sie haben einfach nicht so viel Zeit.

Es gibt ein paar Tricks, die Sie nutzen können, wenn Sie mit diesem Training beginnen. Erinnern Sie sich, dass eines der drei Probleme, die ich am Anfang erwähnt habe das „eigentliche tun“ ist; Gewalt anzuwenden (auch tödliche), wenn erforderlich. Jeden Morgen, wenn Sie Ihre Waffe einstecken, sagen Sie zu sich selbst: „Es kann sein, dass ich meine Waffe heute benutzen muss“. Dies festigt in Ihrem Unterbewussten (welches immerhin 90% ihres Lebens ausmacht) die Erkenntnis, dass es einen Grund gibt, weswegen Sie eine Waffe führen. Wir gebrauchen sie tatsächlich, um unser Leben zu retten! Wenn Sie dann auf eine potentielle Bedrohung reagieren und in den Zustand orange eskalieren, sagen Sie sich: „Es kann sein, das ich den Angreifer erschießen muss“. Glauben Sie mir, wenn Sie verinnerlicht haben, dass eine bestimmte Person eine tatsächliche Gefahr für Ihr Leben darstellt und dass Sie die Mittel haben ihn zu stoppen, wenn es sein muss, dann wird es einfacher sein, mental mit dieser Situation umzugehen.

 

Zusammenfassung

Lassen Sie uns abschließend noch durch ein Szenario gehen, um diese Prinzipien zu veranschaulichen. Angenommen, Sie arbeiten in einem Juweliergeschäft, eines mit diesen kleinen Schaufenstern in einem Einkaufszentrum in der Vorstadt. Alle anderen Mitarbeiter sind zum Mittagessen gegangen und Sie sind völlig alleine. In diesem Moment gibt es noch nicht einmal einen Kunden in dem Laden. In welchem mentalen Zustand befinden Sie sich? (Im Zustand „gelb“! Sie befinden sich nicht in Ihrem sicheren Haus, Sie befinden sich in der Welt da draußen). Also halten Sie Ihren Kopf oben, schauen gelegentlich durch die Glasschaufenster nach draußen und beobachten den Parkplatz. Da in diesem Moment sonst niemand im Laden ist, muss „das Problem“ von außen durch die Tür kommen. Sie möchten auf ein eventuelles Problem vorbereitet sein, bevor es geschieht und nicht erst, wenn es Ihnen am Tresen gegenüber steht.

Während Sie durch das Glas schauen, sehen Sie zwei Männer in einem alten Auto rückwärts vor Ihr Geschäft einparken und bemerken, dass diese beiden Männer identische Jogginganzüge tragen, auf die Tür zu Ihrem Laden zu gehen, eintreten und sich im Laden auseinander bewegen. Sofort wechseln Sie in den Zustand orange. Die Männer haben noch nichts Illegales gemacht  und sie waren nicht aggressiv, aber irgendwie sind sie sind fehl am Platz, fallen aus dem Rahmen, so dass Sie Ihren mentalen Zustand weiter eskalieren und beginnen zu denken: „Was sollte ich jetzt wirklich wissen? Das sieht wie ein beginnender Überfall aus. Vielleicht muss ich diese Jungs verletzen. Wenn es schlecht für mich läuft, kann ich mich hinter den Safe fallen lassen und kann von da aus in Richtung Wand schießen, ohne Gefahr zu laufen, unbeteiligte Personen auf dem Parkplatz in Gefahr zu bringen. Ich habe einen Plan“. Während Sie dies im Gedanken durchspielen, beobachten Sie weiter jede Bewegungen der Personen. Wenn sie das Geschäft wieder verlassen, deeskalieren Sie sofort wieder zu Gelb.

Wenn sie bleiben, werden sie wahrscheinlich auf einer Seite des Geschäftes zusammenkommen und kurz diskutieren, was sie gesehen haben. Sie werden dann zu Ihnen an die Ladentheke treten und versuchen Sie abzulenken (Kann ich den Ring da bitte einmal sehen?), dann ihre Waffen ziehen und den Überfall durchführen. Wenn Sie mit Hilfe des Systems von gelb zu orange gewechselt sind, während die Personen hereinkamen und zu rot wechseln, während die Personen auf Sie in Richtung Ladentheke gehen, dann sind Sie jetzt bereit. Weil Kriminelle geschickt im Lesen der Körpersprache ihrer Opfer sind (in ihrem Leben hängt ebenfalls viel von dieser Fähigkeit ab), werden sie erkennen, dass Sie bereit sind und vermutlich einfach das Geschäft verlassen. Etwa neun von zehn Angreifern werden an dieser Stelle den Ort des Geschehens verlassen, ohne eine Konfrontation zu beginnen. Wenn die Personen weggefahren sind, deeskalieren Sie aus rot über orange wieder zu gelb.

Was ist mit dem zehnten Angreifer? Vielleicht steht diese Person unter Drogen, ist betrunken, oder beides und versäumt es daher, Ihr Niveau der Bereitschaft zu erkennen. Diese Person könnte tatsächlich so dumm sein, den Überfall durchführen zu wollen. Laut FBI-Studien stehen tatsächlich 80% der Angreifer, gegen die Sie tatsächlich zu kämpfen haben, unter dem Einfluss von Drogen und/oder Alkohol. Wie lautet die gute Nachricht? Wenn diese Personen unter Drogen und/oder Alkohol stehen, sind ihre Reflexe, Reaktionszeit und Bewegungskoordination außerordentlich schlecht. Sie werden relativ leicht zu überwältigen sein, wenn Sie mental darauf vorbereitet sind und Ihre Hausaufgaben gemacht haben (Condition Red – Zustand rot).

Wenn die Personen herein kommen, Sie die Personen beobachten und auf orange wechseln, Sie auf rot wechseln, wenn die Personen sich Ihnen nähern und Sie deeskalieren, wenn die Personen das Geschäft wieder verlassen, dann sind Sie den ganzen Weg auf der Skala gegangen, ohne auch nur einmal nach Ihrer Waffe zu greifen. Und dies ist der übliche Ablauf. Der Punkt ist, Sie wären bereit gewesen, Ihre Waffe zu ziehen.

So gewinnen Sie Kämpfe! Indem Sie sich mental darauf vorbereiten, zu gewinnen.

 

“The first step in regaining control over your life is to recognize that YOU are responsible for your personal safety, not the police, nor the government, nor anybody else.” – Tom Givens

 

“Der erste Schritt, die Kontrolle über Ihr Leben zurückzugewinnen, ist zu erkennen, dass Sie selbst für Ihre persönliche Sicherheit verantwortlich sind; nicht die Polizei, nicht die Regierung oder sonst irgendjemand.” – Tom Givens

Herrschaft

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Indoktrination (lateinisch doctrina ‚Belehrung‘) ist eine besonders vehemente, keinen Widerspruch und keine Diskussion zulassende Belehrung. Dies geschieht durch gezielte Manipulation von Menschen durch gesteuerte Auswahl von Informationen, um ideologische Absichten durchzusetzen oder Kritik auszuschalten.

Ein wesentliches Merkmal bzw. eine zentrale Methode der Indoktrination ist die Propaganda. Die Form der Informationsdarbietung ist hier einseitig verzerrt, die Gesamtheit der verfügbaren Informationen wird zensiert, die der Ideologie widersprechenden Angaben werden zurückgehalten, deren Äußerung mit diskreten Benachteiligungen oder konkreten Strafen bedroht.

Die Möglichkeiten, ein entsprechendes Informationsmonopol über eine große Menschenmenge zu erreichen, sind auffällig in Diktaturen gegeben. Aber auch eine unkontrollierte Monopol­isierung der Massenmedien und autoritäre, religiös oder politisch motivierte Erziehungs­formen können Indoktrination fördern. Dabei werden die (scheinbar) positiven Seiten des Systems überhöht, während kritische oder missliebige Informationen unterdrückt werden. (aus Wikipedia)

Indoktrination und Herrschaft hängen eng miteinander zusammen. Damit so etwas wie Herrschaft überhaupt von den Menschen akzeptiert wird, müssen sie darauf eingestimmt werden. Absoluter Gehorsam vor den Herrschern muss den Menschen beigebracht werden. Der Pomp und Prunk mit denen sich die Herrscher im Allgemeinen umgeben, sind ähnlich den heutigen glitzernden Insignien und merkwürdigen Uniformen der Vollstrecker, nur Mittel, um den Herrschaftsanspruch zu untermauern.

Diese Dinge nicht mehr zu hinterfragen und Unsicherheit zu verspüren, wenn es darum geht, sich eine herrschaftslose Gesellschaft vorzustellen, zu gehorchen und bereit zu sein, seine Freiheit aufzugeben, ja vielleicht sogar mit Ängsten zu reagieren, vor dem drohenden “Chaos”, welches angeblich zwangsläufig mit herrschaftslosen Gesellschaften einhergehen muss… All das sind Zeichen der Indoktrination. Sie sorgt dafür, dass du Zuflucht bei einem Herrscher suchst. Indoktrination sorgt dafür, dass du Zuflucht bei einem Staat sucht, der dir anbietet, dich vor Feinden zu schützen, die er selbst geschaffen hat.

Indoktrination sorgte damals dafür, dass du den König respektierst und nicht auf die Idee kamst zu fragen, wieso “blaues Blut” einen Herrschaftsanspruch rechtfertigt. Nachdem das nicht mehr funktionierte, weil immer mehr Menschen die Absurdität in diesem Glauben entdeckten, veränderte sich die Strategie der Herrscher und sie schufen den Gott der Staaten und den Gott der Demokratie. Indoktrination sorgt jetzt dafür, dass alle Menschen glauben, das die Demokratie die höchste aller möglichen Formen des menschlichen Miteinander wäre.

Wenn die Autoritäten erkennen, das ihre Indoktrination zur Herrschaft zusammenbricht und sie keinen Gehorsam mehr erhalten, greifen sie auf Gewalt zurück. Diese Ausbrüche von Gewalt sind historisch gesehen äußerst brutal. Was wir jetzt erleben, ist der erneute Niedergang einer Epoche der Herrschaft und ein weiterer Versuch der Herrscher, eine Anpassung an die veränderte Situation vorzunehmen. Menschen erwachen nach und nach. Erneut wackelt der Thron der Herrscher. Immer mehr Menschen erkennen die Demokratie als das, was sie ist: Ein Instrument der Unterdrückung der Menschen. Sogar als ein besonders übles Instrument der Unterdrückung – und zwar aus zweierlei Gründen: Weil den Menschen vorgegaukelt wird, sie könnten ihr Schicksal selbst bestimmen und weil jeder Einzelne zum Unterdrücker seines Nachbarn gemacht wird. Demokratie ist eine Lüge. Indoktrination hat dafür gesorgt, dass Menschen diese Lüge glauben. Indoktrination zementiert Herrschaft in die Köpfe der Menschen.

„Gewalt ist ein notwendiger Bestandteil der Kontrolle. Die gewalttätige Durchsetzung der Kontrolle ist notwendig, um Aufstände zu verhindern. Gewalt verändert die Dynamik der Herrschaft, weil sie den Tod zum Preis der Freiheit macht. Jedes Mal, wenn das Muster der Freiheit im Laufe der Geschichte vorangeschritten ist, nahm die Gewalt zu. Auch in der Zukunft wird sich das nicht ändern.“

Jeremy Locke aus „Das Ende des Bösen“

Die Fratze des Ungeheuers Staat

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„Gradmesser für die Dekadenz eines Gemeinwesens ist die Verfolgung von opferlosen Verbrechen.“ – Grazia Annen

Was ist in den Augen des Staates das schlimmste Verbrechen überhaupt? Noch schlimmer als Mord, schlimmer als die Vergewaltigung von Kindern, schlimmer als das Bombardieren einer Gruppe unschuldiger Menschen mit einer Drohne…?

Das freie Verkaufen! Das Schaffen eines Marktes, auf dem Menschen freiwillig Sachen kaufen können, die ihnen der Staat ansonsten verweigert! Alles, was den Menschen aus den Klauen des Staates befreien könnte, muss unter allen Umständen bekämpft werden. Urteile wie gegen Ross Ulbricht zeigen, dass die Richter als verlängerter Arm des Staates nicht Recht im Sinne von Gerechtigkeit sprechen, sondern „Bestrafungen“ durchführen, weil man sich nicht an die Regeln gehalten hat. Unter allen Umständen muss der Staat dafür sorgen, dass Gehorsam gewahrt bleibt.

In einem weiteren Fall endete die gnadenlose Verfolgung eines jungen Menschen durch die amerikanische Justiz mit dem Tod. Aaron Schwartz stand für freie Kommunikation ohne Überwachung des Staates. Sein Tod war kein Selbstmord, sondern Mord! Selbst wenn dieser Mensch freiwillig aus dem Leben geschieden ist. Bradley Manning sitzt unter grausamen Umständen im Gefängnis weil er die perverse Freude der Amerikaner beim Töten von Menschen durch Drohnen an die Öffentlichkeit gebracht hat. Edward Snowden lebt im Exil, weil er uns die brutale unmenschliche Fratze des Ungeheuers Staat gezeigt hat, in dem er geheime Dokumente veröffentlichte.

„Die Rechtsstaatlichkeit ist die gefährlichste Idee, die jemals über die Menschheit gebracht wurde. Die grundsätzliche Lehre dieser Idee ist, dass du dem Gesetz folgen sollst, nicht weil es sinnvoll oder moralisch wäre, du sollst ihm nur folgen, weil es das Gesetz ist. Es wird angenommen, dass selbst wenn die Gesetze falsch sind, es dennoch richtig ist, sie zu befolgen, weil es das System unterstützt und das System wichtiger ist als du selbst. Autorität will nicht, dass du tust, was richtig ist, sie will, dass du gehorchst. Das Gesetz ist eine Waffe. Es wird vom Bösen verwendet, um seine Beute anzugreifen. Das Gesetz ist die Waffe, die verwendet wird, um zu erpressen und zu kontrollieren. Die Kultur lehrt, dass Gesetze richtig und gut wären. Die Kultur stellt nie die Frage, wer das Gesetz geschrieben hat oder ob das Gesetz richtig ist. Du musst gehorchen, egal was es besagt. Auf diese Weise ist das Gesetz eine mächtige Waffe, die gegen dich verwendet wird.

Wer auch immer die Gesetze kontrolliert, kontrolliert dich.“

Jeremy Locke

Geschichten, die das Leben schreibt

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Vom Umgang mit Bullys – und warum die Pfähle der Starenkästen eckig sind…


Liebe Freunde, mir kamen vor einiger Zeit zwei Geschichten zu Ohren, die ich euch gerne weitererzählen möchte. Sie haben auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun und stehen doch in einem, wie ich finde, engen Sinnzusammenhang. Vorausschicken sollte ich, dass mir versichert wurde, dass diese Geschichten sich tatsächlich so zugetragen haben. Ähnliche Geschichten geschehen immer wieder auch an anderen Orten. Ähnlichkeiten mit heutigen Begebenheiten sind also nicht zufällig, sondern hoffentlich auffällig.

Die erste Geschichte spielt vor einigen Jahren in einem kleinen Dorf im Süden Deutschlands. Ein „Dorfscheriff“, also ein Polizist, der in diesem kleinen Ort seiner Tätigkeit nachgeht, schikaniert die Dorfbewohner. Wegen jeder kleinsten Kleinigkeit verteilt er Strafzettel und nutzt die ihm per Gesetz übertragene Macht offensichtlich genüsslich aus. Er verlangt von allen Dorfbewohnern, dass sie sich strikt an das Gesetz halten und bringt jeden kleinsten Verstoß sofort zur Anzeige. Das menschliche Miteinander ist in diesem Dorf empfindlich gestört. Verständlicherweise möchte sich niemand ständig auf die Finger gucken lassen. Die Menschen haben Angst, Fehler zu machen. Schnell wird klar, dass das Gesetz mit Recht überhaupt nichts zu tun hat und dass es sich bei der Vorgehensweise des Polizisten nicht darum dreht, für Sicherheit und den Schutz der Dorfbewohner zu sorgen, sondern um Macht und darum, den Menschen Gehorsam beizubringen. Jede direkt an den Polizisten gerichtete Kritik an seinem Vorgehen wurde mit noch mehr Schikane beantwortet.

Eines Tages betritt der Polizist die Dorfkneipe, um wie immer „nach dem Rechten“ zu sehen. Ehe er sich versah, wurde ihm ein Sack über den Kopf gezogen und er spürte nur noch wie Schläge auf ihn einprasselten; dann wurde ihm schwarz vor Augen. Einige Zeit später wachte er im Krankenhaus wieder auf. Seit Körper war übersäht von blauen Flecken, die vermutlich von Faustschlägen oder auch Knüppeln herrührten. Für ein paar Tage oder Wochen war er dienstuntauglich. Zwischenzeitlich gingen jetzt die Untersuchungen los. Der Wirt dieser besagten Gaststätte gab an, zur fraglichen Zeit in seinem Weinkeller gewesen zu sein und nichts gehört zu haben. Er versicherte, dass weder vorher noch später, als er den Polizisten im Lokal fand, andere Personen zugegen waren. In diesem Dorf war es nicht unüblich, dass die Tür zur Gaststätte offen stand und jeder das Lokal hätte betreten können. Auch jeder der Dorfbewohner, die sonst regelmäßig in dem Lokal einkehrten, konnte ein Alibi vorweisen. Entweder waren es Freunde oder Nachbarn, die aussagten, dass die betreffende Person zu der Zeit nicht im Lokal gewesen sein konnte. Alle Ermittlungen führten ins Leere. Niemand hatte etwas gesehen oder gehört. Es hätte jeder sein können, aber niemandem konnte etwas nachgewiesen werden.

Kurze Zeit später konnte der Polizist seinen Dienst wieder antreten und war seit dem wie ausgewechselt. Es schien, als wenn er wohl eine Botschaft in diesem Vorfall herausgelesen hätte. Der Polizist kümmerte sich mehr um Verwaltungstätigkeiten und wurde nur noch selten auf der Straße gesehen. Die Schikanen hörten auf und das Dorfleben ging wieder seinen gewohnten Gang. Kurze Zeit später hat der Polizist das Dorf dann verlassen. Mit dem anderen nachfolgenden Dorfpolizisten soll es danach auch keine Probleme mehr gegeben haben. Die Begebenheiten hatten sich vermutlich herumgesprochen.

Die andere Geschichte spielt ebenfalls in einer ländlichen Umgebung. Zu der damaligen Zeit waren die Pfähle oder Rohre, auf denen die im Volksmund Starenkästen genannten Blitzapparate stehen, die angeschafft wurden, um neben den Steuereinnahmen für weiteres Geld für den Staat zu sorgen, noch rund und nicht wie heute üblich eckig. Jedenfalls häuften sich plötzlich die Meldungen, dass immer mehr dieser Radarfallen zerstört am Straßenrand lagen. Die Rohre waren kurz über dem Boden vermutlich mit einem Rohrschneider durchtrennt worden  und der eigentlich Blitzkasten mit einem Vorschlaghammer so bearbeitet, dass die Geräte nicht wieder aufgestellt werden konnten. Auch hier führten die Untersuchen zunächst in Leere. Immer wieder wurden des Nachts  Blitzfallen „umgelegt“ und zerstört und zwar immer da, wo die Augen der Gesetzeshüter gerade nicht hinschauten. Die Menschen in den Gemeinden fanden diese Angelegenheit eigentlich gar nicht so schlimm. Stattdessen spekulierte man, welchen Blitzer es wohl demnächst treffen würde. Die Kooperation der Menschen in der Umgebung mit der untersuchenden Polizei hielt sich also in Grenzen. Niemand hatte etwas gesehen oder gehört… bis eines Tages die damaligen Verursacher von jemandem verraten wurden. Irgendein „Hundertprozentiger“ verriet der Polizei wer der oder die Täter waren. Es war klar, dass der Tipp direkt aus der Bevölkerung gekommen sein musste, aber niemand trat hervor und outete sich als derjenige, der den entscheidenden Hinweis gab. Es gab Verdächtigungen, aber es war eben nichts sicher und die Atmosphäre in den umliegenden Dörfern und Gemeinden war empfindlich gestört. Schließlich wurden die Täter bestraft und die Blitzer wieder aufgestellt. Seitdem sind die Pfähle der Blitzanlagen nicht mehr rund, sondern eckig.

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Freiheit wird den Menschen niemals freiwillig gegeben. Die Unterdrückten müssen sie verlangen. – Martin Luther King, Jr.

Vielleicht ist dem Leser ja bereits eine Idee gekommen, wie diese beiden Geschichten zusammenhängen. In meinen Augen liegt die Verbindung im unterschiedlichen Zusammenhalt der Menschen untereinander. Entweder stellen sich die Menschen gemeinsam gegen einen Unterdrücker oder einer aus ihrer Mitte handelt als Verräter und betätigt sich als Blockwart, als Denunziant und vergiftet das Miteinander. Im ersten Fall sind die Menschen gemeinsam stark und schaffen es, sich erfolgreich auch gegen einen starken Unterdrücker zur Wehr zu setzen. Im zweiten Fall genügt eine einzige Stimme, um den Zusammenhalt der Menschen empfindlich zu stören. Die erste Geschichte zeigt für mich auch den einzigen wirkungsvollen Umgang mit einem Unterdrücker, egal aus welcher Ecke er stammt. Wenn alles gute Zureden nichts hilft, ist es hoffnungslos, auf Verständnis oder gar Einsicht zu warten. Wie damals auf dem Schulhof muss dem frechen Schläger beigebracht werden, wie er sich in einer Gemeinschaft von Menschen zu verhalten hat. Nach einer gehörigen Tracht Prügel verhält sich der Schläger danach meist lammfromm. Warum? Weil er das erste Mal eine deutliche Grenze erfahren hat. Es gibt Menschen, die dazu neigen, die normalen moralischen Grenzen des menschlichen Miteinander zu übertreten und sie – bei nicht vorhandener Gegenwehr – immer weiter auszuweiten und zwar solange, bis ein eindeutiges Signal ergeht, dass es hier nicht weiter geht. Wird diese Lektion mit aller Deutlichkeit gelehrt, hat die betreffende Person zumindest in dem Umfeld, in dem diese Lektion erteilt wurde, danach keine Lust mehr weiterzumachen. Die Person wird sich dann entweder an das normale soziale Miteinander anpassen oder zwangsläufig aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Die Menschen stehen füreinander, für ihre Freiheit, ein und sorgen gemeinsam dafür, dass jeglicher Versuch Herrschaft über sie auszuüben, unterbunden wird.

Im anderen Fall liegt die Moral der Geschichte darin, dass ein Verräter dieses Miteinander nachhaltig stören oder sogar zerstören kann. Cicero soll gesagt haben, dass eine Gemeinschaft ihre Dummköpfe und sogar ihre Ehrgeizigen überleben kann, aber nicht den Verräter von innen. Ein Feind am Tor ist weniger schrecklich, als der Verräter, der sich frei im Hause bewegt. Dessen listiges Geflüster durch alle Gänge raschelt  und sogar in den Hallen der Regierung gehört wird. Der Verräter erscheint nicht als Verräter; er spricht die Sprache seiner Opfer; er hat ihre Züge und trägt ihre Kleider und verdirbt die Seele des Landes.

So stehen diese beiden Geschichten als Metaphern für die beiden Möglichkeiten, die Menschen mit Unterdrückern haben. Entweder sie stehen zusammen gegen jeglichen Feind der Freiheit oder aus ihrer Mitte erhebt sich der giftige Verrat und verdirbt die Gemeinschaft. Schau dich um und du weißt, wo wir heute stehen.

Warum bezahlst du deine Steuern?

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Warum zahlst du deine Steuern? Weil du sonst von den Schergen des Staates aufs Maul bekommst. Du zahlst deine Steuern, weil du VERMEIDEN willst, dass du bedroht, geschlagen und getötet wirst. Das ist der einzige Grund.

Ja, der Grund, weswegen ich Steuern bezahle, ist Angst! Vermutlich seid ihr auch so ehrlich und habt festgestellt, dass ihr eure Steuern nicht bezahlt, weil ihr den Staat unterstützen wollt, damit er für gute Schulen und anständige Straßen sorgt. Ihr zahlt eure Steuern nicht freiwillig. Ihr zahlt eure Steuern, weil ihr dazu gezwungen werdet. Aus demselben Grund schnallt ihr euch übrigens auch an. Ihr schnallt euch an, weil der Staat irgendeinen Schwachsinn zum Gesetz erhoben habt und nicht, weil ihr dadurch mehr Sicherheit für euch gewinnen würdet. Und wenn eure Sicherheit der tatsächliche Grund wäre, warum zwingt euch der Staat dann dazu? Wenn ihr der Meinung seid, mehr Sicherheit durch Anschnallen im Auto zu erfahren, dann würdet ihr das doch freiwillig machen. Warum also der Zwang?

Mal abgesehen davon, dass alle diese Verordnungen dem Staat Unmengen von Geld in die Kasse spülen, welches er für Kriege ausgibt und um sich von deinem Geld die Taschen vollzustopfen, ist der tatsächliche Grund DEIN GEHORSAM. Der Staat will deinen Gehorsam. Mit jeder neuen Verordnung, mit jeder 10 Euro-Schutzweste, mit jeder Lizenz, mit jedem Antrag, den du stellst, mit jeder „Erlaubnis“, die du einholst, wirst du gedemütigt als jemand, der erzogen werden müsste.

Der Staat sieht sich als deinen Erzieher! Er meint, dass er das Recht hätte, dich zu erziehen. Der Himmel weiß, woher er diese Idee hat und wovon er dieses angebliche Recht ableitet. Und diese Phase der Erziehung endet nie! Niemals! Du bist in seinen Augen immer der kleine Hosenscheißer, der gesagt bekommen muss, wann und wie er sich den Hintern abzuwischen hat. Erbärmlich! Glaubst du wirklich, dass der Straßenverkehr so abläuft wie er abläuft, WEIL die Leute für ihren Führerschein 1500 Euro bezahlen? Damals haben wir drei Fahrstunden gebraucht… heute brauchst du 20 Stunden oder noch mehr? Wieso? Weil es schwieriger geworden ist? So ein Blödsinn! Schau dich um, wie viele Pfeifen es im Straßenverkehr gibt… und die haben ALLE den Führerschein. Warum? WEIL SIE DAFÜR BEZAHLT HABEN. Das ist der einzige Grund. Glaubt ihr, dass es noch schlimmer auf den Straßen zugehen würde, wenn du keinen Führerschein bräuchtest? Also ich nicht! Für jeden Scheiß brauchst du eine Erlaubnis. Und nicht etwa, weil du dann damit anders, sorgfältiger oder umsichtiger umgehen würdest. Nein! Du hast Schiss, WEIL DIR DIE ERLAUBNIS JEDERZEIT WIEDER WEGGENOMMEN WERDEN KANN. Das ist der Grund!

Die „gehorsamsten“ Menschen sind diejenigen, denen der Staat eine Erlaubnis gegeben hat. Umso teurer und exklusiver umso mehr Angst! Der Staat kauft dich! Du bist bestochen worden. Du WIRST jeden Tag auf neue bestochen, damit du nicht den Mund aufmachst. Damit du nicht hingehst und sagt: So jetzt langt mir das aber. Mit welchem Recht spielt ihr euch hier als meine Herrscher auf? Wer oder was hat euch über mich gestellt? Zeigt mir euer Blut, ob es tatsächlich blau ist. BEWEIST MIR, dass ihr das Recht habt, über ich zu herrschen. Zeigt mir den Vertrag, mit meiner Unterschrift, der aussagt – im Wortlaut – dass ich mich unterworfen hätte. So… und wenn ihr das nicht könnt… – und ihr könnt es nicht (!!!) – dann könnt ihr mich alle mal am Arsch lecken. Verschwindet aus meinem Leben! Mischt euch nie wieder ein! Jeder Versuch, mich unter eure Herrschaft zu zwingen, ist ein gewalttätiger Akt, der mich zur Notwehr ermächtigt!

Dies ist die einzige Sprache mit der wir überhaupt noch mit den angeblichen Herrschern reden sollten. Wir alle! Ohne Ausnahme… Aber ich weiß, dass es nicht passieren wird, weil da draußen zu viele Feiglinge sind. Zu viele Arschkriecher und Typen, die dem Staat gerne ihre Steuern bezahlen, damit er sie in Ruhe ihr erbärmliches Leben leben lässt. Sie sagen sich: „Scheiß was auf meine Kinder… sollen die sich doch damit beschäftigen, wenn sie soweit sind. Bis dahin habe ich mich zumindest freigekauft.“ Sie hängen fortan zwar ihren Spiegel mit einem Tuch zu, damit sie ihre erbärmliche Feiglingsvisage nicht mehr selbst sehen müssen. Aber sie schaffen es aus mir völlig unverständlichen Gründen, sich dafür auch noch besser zu fühlen. Der typische Gutmensch. Es ist einfach nur widerlich.

An alle Arschkriecher da draußen: Ihr seid die Verräter im Inneren. Ihr die ihr schweigt und euch nicht rührt. Ihr, die ihr gehorcht und kuscht. Ihr, die ihr schnell das Licht ausmacht, abends um 9 Uhr, wenn der Staat es dir befiehlt. Kauf dir deine EU-Norm-Gurke und werde glücklich damit und geh mir aus den Augen. Ich ertrage dich einfach nicht mehr!

Die drei Säulen der Freiheit

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Jeremy Locke beschreibt in seinem Buch „The End of all Evil“ (deutsch im Februar 2015 mit dem Titel „Das Ende des Bösen“), dass es drei wesentliche Erfindungen zur Freiheit gibt. Die erste ist das Schießpulver. Vorher konnten sich nur die mächtigen Monarchen und sonstige Herrscher Menschen aus dem Volk kaufen, um sich hinter ihnen zu verschanzen bzw. mit ihrer Hilfe Angriffe gegen die Freiheit unternehmen, in dem sie Gewalt gegen die Menschen initiierten, ihnen unter Androhung des Todes ihr Hab und Gut stahlen und die Menschen nach Belieben vergewaltigten und mordeten. Nach Erfindung des Schießpulvers konnte sich sogar eine kleine Gruppe gegen die Festungen der Herrscher stellen. Ein kleines Dorf war plötzlich dazu in der Lage, sich gegen die heranreitenden Horden der Diebe und Mörder zu verteidigen. Es ist ein Unterschied, ob Menschen sich gegen ihre Unterdrücker zur Wehr setzen, oder Gewalt zur Anwendung kommt, um Herrschaft durchzusetzen. Verteidigende Gewalt gegenüber Unterdrücker der Freiheit ist immer moralisch richtig. Gewalt, die sich gegen freie Menschen richtet, um den Geist der Freiheit zu zerstören und Herrschaft zu etablieren oder aufrecht zu erhalten, ist genauso unmoralisch, wie Gewalt, die von den Helfershelfern auf Befehl der Herrscher ausgeführt wird, gegenüber anderen Völkern, um Herrschaft zu etablieren oder zu erhalten oder Reichtümer zu stehlen, selbst wenn sie im Namen der Freiheit ausgeübt wird. Initiierende Gewalt gegenüber friedlichen Menschen, die niemandem etwas zu leide getan haben, ist niemals mit dem Begriff Freiheit zu entschuldigen.

Die nächste Erfindung war die Druckmaschine. Konnte bis zu dem Moment die Herrschaft noch darauf aufbauen, dass die Menschen nur wenig über Freiheit wussten, weil nur einige wenige überhaupt lesen konnten, funktionierte das, nachdem Bücher für die Menschen zur Verfügung standen, nicht mehr. Schnell lernten die Menschen lesen und plötzlich konnte Wissen aufgeschrieben und weitergegeben werden. War es bis dahin leicht für einen Herrscher, jemanden, der nach Freiheit rief, zu töten, hatten sie es nach dem es Bücher gab auch mit dem aufgeschriebenen Wissen zu tun, welches sich wie ein Lauffeuer in Windeseile verbreitete. Der Erkenntnisprozess war nicht mehr aufzuhalten. Schnell lernten die Menschen dass sie nicht alleine waren in ihrem Ringen nach Freiheit.

Als dritte Säule der Freiheit steht das Internet. Im Unterschied zu einem Buch verbreitet sich das Wissen nicht nur weit, sondern auch sehr schnell. Gibt es irgendwo in der Welt Bewegungen der Freiheit, kann dieser Ruf sofort am anderen Ende der Welt aufgenommen werden. Zudem kann das schändliche Treiben der Herrscher und ihre List, viel schneller aufgedeckt und öffentlich gemacht werden. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt; die Kommunikation der Menschen untereinander kann so wirksam verschlüsselt werden, dass selbst die Herrscher sie nicht mehr lesen können. Auch Handel ist plötzlich möglich, ohne dass Besteuerung möglich wäre. Die Wege des Handels sind bei Benutzung von verschlüsselten peer-to-peer-Netzwerken nicht mehr nachvollziehbar. Kommunikation kann nur dann unterbunden werden, wenn die gesamte Kommunikation abgeschaltet wird. Und bis zu dem Zeitpunkt wird so viel an Wissen zur Freiheit den Menschen zur Verfügung stehen, dass die Bewegung nicht mehr aufzuhalten ist.

Das Ende des Bösen ist nahe.