Die drei Säulen der Freiheit

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Jeremy Locke beschreibt in seinem Buch „The End of all Evil“ (deutsch im Februar 2015 mit dem Titel „Das Ende des Bösen“), dass es drei wesentliche Erfindungen zur Freiheit gibt. Die erste ist das Schießpulver. Vorher konnten sich nur die mächtigen Monarchen und sonstige Herrscher Menschen aus dem Volk kaufen, um sich hinter ihnen zu verschanzen bzw. mit ihrer Hilfe Angriffe gegen die Freiheit unternehmen, in dem sie Gewalt gegen die Menschen initiierten, ihnen unter Androhung des Todes ihr Hab und Gut stahlen und die Menschen nach Belieben vergewaltigten und mordeten. Nach Erfindung des Schießpulvers konnte sich sogar eine kleine Gruppe gegen die Festungen der Herrscher stellen. Ein kleines Dorf war plötzlich dazu in der Lage, sich gegen die heranreitenden Horden der Diebe und Mörder zu verteidigen. Es ist ein Unterschied, ob Menschen sich gegen ihre Unterdrücker zur Wehr setzen, oder Gewalt zur Anwendung kommt, um Herrschaft durchzusetzen. Verteidigende Gewalt gegenüber Unterdrücker der Freiheit ist immer moralisch richtig. Gewalt, die sich gegen freie Menschen richtet, um den Geist der Freiheit zu zerstören und Herrschaft zu etablieren oder aufrecht zu erhalten, ist genauso unmoralisch, wie Gewalt, die von den Helfershelfern auf Befehl der Herrscher ausgeführt wird, gegenüber anderen Völkern, um Herrschaft zu etablieren oder zu erhalten oder Reichtümer zu stehlen, selbst wenn sie im Namen der Freiheit ausgeübt wird. Initiierende Gewalt gegenüber friedlichen Menschen, die niemandem etwas zu leide getan haben, ist niemals mit dem Begriff Freiheit zu entschuldigen.

Die nächste Erfindung war die Druckmaschine. Konnte bis zu dem Moment die Herrschaft noch darauf aufbauen, dass die Menschen nur wenig über Freiheit wussten, weil nur einige wenige überhaupt lesen konnten, funktionierte das, nachdem Bücher für die Menschen zur Verfügung standen, nicht mehr. Schnell lernten die Menschen lesen und plötzlich konnte Wissen aufgeschrieben und weitergegeben werden. War es bis dahin leicht für einen Herrscher, jemanden, der nach Freiheit rief, zu töten, hatten sie es nach dem es Bücher gab auch mit dem aufgeschriebenen Wissen zu tun, welches sich wie ein Lauffeuer in Windeseile verbreitete. Der Erkenntnisprozess war nicht mehr aufzuhalten. Schnell lernten die Menschen dass sie nicht alleine waren in ihrem Ringen nach Freiheit.

Als dritte Säule der Freiheit steht das Internet. Im Unterschied zu einem Buch verbreitet sich das Wissen nicht nur weit, sondern auch sehr schnell. Gibt es irgendwo in der Welt Bewegungen der Freiheit, kann dieser Ruf sofort am anderen Ende der Welt aufgenommen werden. Zudem kann das schändliche Treiben der Herrscher und ihre List, viel schneller aufgedeckt und öffentlich gemacht werden. Dazu kommt ein weiterer wesentlicher Punkt; die Kommunikation der Menschen untereinander kann so wirksam verschlüsselt werden, dass selbst die Herrscher sie nicht mehr lesen können. Auch Handel ist plötzlich möglich, ohne dass Besteuerung möglich wäre. Die Wege des Handels sind bei Benutzung von verschlüsselten peer-to-peer-Netzwerken nicht mehr nachvollziehbar. Kommunikation kann nur dann unterbunden werden, wenn die gesamte Kommunikation abgeschaltet wird. Und bis zu dem Zeitpunkt wird so viel an Wissen zur Freiheit den Menschen zur Verfügung stehen, dass die Bewegung nicht mehr aufzuhalten ist.

Das Ende des Bösen ist nahe.

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