Monat: Mai 2016

Gebt niemals eure Waffen ab!

Gepostet am Aktualisiert am

„Lasst euch nicht täuschen von dem Glauben, dass die Linken, Waffen hassen. Oh nein, das tun sie nicht. Was sie hassen, das sind Waffen in den Händen jener, die nicht im Gleichschritt mit ihrer Ideologie marschieren. Sie hassen Waffen in den Händen derer, die selbständig denken können und die nicht ohne Gegenfrage gehorchen.“ 

Stanislav Mishin

Vor einiger Zeit erschien ein Artikel mit dem Titel: „Gebt niemals eure Waffen ab!“ von Stanislav Mishin. Zuerst wurde er auf der Seite der German Rifle Association veröffentlicht und dann von „eigentümlich frei“. Auch wir von der Freiheitswelle wollen diesen Artikel weiter verbreiten und zwar aus folgenden Gründen: Obwohl dieser Artikel aus der Sicht eines Russen schildert, was in der damaligen Sowjetunion geschehen ist, nachdem der Kommunismus die Freiheit der Menschen hinweggerafft hat und wohl insbesondere die Amerikaner anspricht, die zur Zeit das Volk sind, mit der größten Menge an Waffen in privaten Händen, so gilt dasselbe auch für alle anderen Völker dieser Erde und natürlich auch für Deutschland. Auch bei uns gibt es ähnlich wie in den USA Bestrebungen, privaten Waffenbesitz immer mehr einzuschränken oder ganz verbieten zu wollen. Die Agenda dahinter ist klar. Obwohl die Herrscher es mit dem Mäntelchen der Sicherheit umkleiden, zeigt die Geschichte ganz eindeutig, was der eigentliche Grund ist. Eines gleich vorweg: Deine Sicherheit spielt jedenfalls KEINE Rolle in den Überlegungen der Herrscher. Wenn es sich den Herrschern tatsächlich um deine Sicherheit drehen würde, dann würden sie es den Menschen erlauben, sich zu bewaffnen, weil nur eine Gesellschaft in der jeder, der es möchte, bewaffnet sein kann eine ist, in der größtmögliche Sicherheit besteht. Lasst es uns noch einmal in aller Deutlichkeit sagen: Böse Menschen werden sich immer bewaffnen und die einzig leidtragenden bei Verschärfungen der Waffengesetze sind immer die ganz normalen Menschen, die niemanden etwas zu leide tun wollen und die ihre Waffe nur zur Abwehr eben dieser bösen Menschen besitzen. Kein einziger Krimineller hat sich jemals um irgendwelche Waffengesetze gekümmert. Niemals in der Vergangenheit und niemals in der Zukunft! Den Politikern dreht es sich also nicht um deine Sicherheit, wenn sie privaten Waffenbesitz verbieten wollen, sondern um IHRE Sicherheit! Sie sind es, die Angst davor haben, dass Menschen mit Waffen wehrhaft gegen sie sein könnten.

In den USA ist genau dieser Punkt auch in der Verfassung festgeschrieben. Und auch genau aus dem Grund: Um sich gegenüber einen überbordenen, die Freiheit der Menschen immer mehr einschränkenden Staat zur Wehr zu setzen. Das ist der Grund!

13307445_1237795612927405_3376186686497052711_n

Alle Länder, in denen der private Waffenbesitz eingeschränkt wurde, sind totalitäre Staaten geworden. Die Unterdrückung der Menschen hat erschreckende Ausmaße angenommen. Viele Millionen Menschen sind gestorben… und zwar nicht dadurch, dass sie sich mit ihren eigenen Waffen gegenseitig umgebracht haben (was immer das Schreckens-Szenario ist, welches die Herrscher dir vormachen), sondern weil die totalitären Herrscher selbst Millionen und Aber-Millionen von Menschen in Lager gesperrt und umgebracht haben. Die Menschen wurden von ihren eigenen Herrschern ermordet!

Und deswegen gilt dieser Aufruf ALLEN Menschen: Gebt niemals eure Waffen ab! Denn dies ist der Anfang eines schrecklichen Endes, welches bisher jedem Volk widerfahren ist, welches sich von den falschen Versprechungen der Herrscher für mehr Sicherheit sorgen zu wollen, hat blenden lassen. Menschen überall in der Welt, Menschen in den USA, Menschen in Russland, in Ungarn, Österreich und in Deutschland: GEBT NIEMALS EURE WAFFEN AB!

Gebt niemals eure Waffen ab!

Von der Sowjetunion lernen

von Stanislav Mishin

Patrol_of_the_October_revolution

Gegenwärtig kann man nur noch sehr wenig an den sozialistischen, bankrotten und kulturell degenerierenden USA bewundern, außer einer Sache: dem Recht, Waffen zu tragen und tödliche Gewalt einzusetzen, um sich selbst und sein Eigentum zu verteidigen.

Das wird die meisten westlichen Leser wahrscheinlich total schockieren, aber Russland war einmal an einem Punkt, da gehörte es zu den Völkern auf dieser Erde, die am schwersten bewaffnet waren. Das war natürlich zur Zeit des Zaren, als wir noch frei waren.
Waffen, von Schwertern und Speeren bis zu Pistolen, Büchsen und Flinten waren überall alltägliche Dinge. Die Menschen trugen sie verdeckt oder offen. Kampfmesser waren ein hervorstechendes Merkmal vieler Trachtenornate. Und was waren diese kleinen Röhrchen, die sich quer über die Kleidung von Kosaken und verschiedenen kaukasischen Völkern zogen? Nun, das waren Halterungen für Büchsenkugeln.

Alle machten dieselbe Erfahrung: Sei es die polnische Armee, sei es die Smuta (Zeit der Schwierigkeiten), sei es Napoleon oder seien es die Deutschen, nachdem das Zarenreich unter der Last des Ersten Weltkriegs und den Geldern der Wall Street bereits kollabiert war, sie alle mussten feststellen, dass es viel schwieriger war, russisches Land zu halten, als es zu erobern, und es zu erobern war auch schon nicht gerade ein Spaziergang, sondern vielmehr bereits ein Blutbad. Wer das besetzte Gebiet halten wollte, der sah sich einer extrem gut bewaffneten und aggressiven Bevölkerung gegenüber, die den Feind auf Teufel komm raus umbringen oder aus dem Land werfen wollte.

Diese gut bewaffnete Bevölkerung war Voraussetzung für das Entstehen verschiedener weißer Gruppierungen, die anschließend einen wilden Bürgerkrieg gegen die Roten führten, und zwar egal wie schlecht sie im Jahr 1918 politisch und militärisch organisiert waren. (Die Roten waren jene, die der sozialistischen Ideologie Lenins und anderer folgten, die Weißen waren jene, die das zaristische Russland und die bürgerlichen Freiheiten (soweit vorhanden) verteidigten.)

Es soll angemerkt werden, dass viele dieser Armeen bewaffnete Kleinbauern waren, Dorfbewohner, Farmer und Kaufleute, die sich selbst verteidigten. Wenn Washington nicht die Roten heimlich unterstützt hätte, die Geschichte hätte einen ganz anderen Verlauf genommen.

Moskau zum Beispiel fiel nicht, weil es nicht genug Waffen zur Verteidigung gegeben hätte, es fiel aufgrund einer List, eines falschen Versprechens seitens der Roten. 10.000 Rote nahmen Moskau ein, wobei sich ihnen lediglich einige hundert Offizierskadetten und deren Ausbilder in den Weg stellten. Sogar jetzt noch war die Schlacht erbittert, und die Verluste waren hoch. Allerdings lebten zu dieser Zeit in der Stadt allein 30.000 Offiziere (pensionierte und aktive). Sie alle hatten ihre eigenen Waffen und Munition. Dazu kamen Zehntausende anderer Bürger, die bewaffnet waren. Die Sowjets (die Roten) versprachen ihnen, dass man sie in Ruhe lassen würde, wenn sie sich nicht einmischen würden. Sie hielten sich raus und wurden anschließend gebeten, zu kommen, um sich und ihre Waffen zu registrieren. Bei der Registrierung wurden sie dann auf der Stelle erschossen.

Natürlich, ein Rohling, Mörder und Lügner zu sein heißt nicht, dass man dumm ist, und die Roten lernten aus ihren Bürgerkriegserfahrungen. Zu den ersten Dingen, die sie taten, gehörte die Entwaffnung der Bevölkerung. Anschließend waren Massenunterdrückung, Massenverhaftungen, Massendeportationen, Massenmord und das Verhungernlassen großer Bevölkerungsteile eine leichte Sache für die Roten. Das Schlimmste, das sie befürchten mussten, war eine Mistgabel in den Bauch oder ein Messer in den Rücken oder gelegentlich Gegenwehr mit einem Jagdgewehr. Kein großes Problem für Soldaten.

Bis heute ist eine ganze Generation ohne Sowjetsystem erwachsen geworden, und dennoch verweigert man uns das traditionelle Grundrecht auf Selbstverteidigung. Warum? Man sagt uns, dass sofort jeder auf den anderen schießen würde und dass sich das Verbrechen überall ausbreiten würde… aber die Kriminellen sind immer noch bewaffnet und sie morden immer noch und allzu oft, besonders in den moskaufernen Regionen Russlands tragen diese Kriminellen die Uniformen der Polizei. Die Behauptung, dass jeder sofort anfangen würde, zu schießen, ist ebenfalls lächerlich, wenn man sich die Statistiken anschaut.

Während Präsident Putin Reformen durchdrückt, verspüren die lokalen Autoritäten, besonders in den Weiten unseres Hinterlandes, keine Notwendigkeit, so zu handeln, wie sich das im Interesse des Volkes gehören würde. Sie machen, was ihnen gefällt. Es ist eine Klasse von Tyrannen, die weiß, dass sie von einer relativ schlecht bewaffneten Bevölkerung absolut nichts zu befürchten hat. Das wiederum führt nicht zu Respekt, sondern zu absoluter Verachtung für die staatliche Autorität seitens der Bevölkerung.

Für jene von uns, die für ihre tradierten Rechte kämpfen, ist der zweite Zusatz zur amerikanischen Verfassung ein kleines Licht in einer Welt, die immer dunkler wird. Regierungen werden die Ausrede nutzen, sie würden versuchen, die Menschen vor Verrückten und Verbrechern zu schützen, aber in Wirklichkeit schützen sie ihre Macht und ihre Position.

In allen Fällen, in denen Waffen verboten werden, gehen Verbrechen mit Waffen weiter, und oft werden es sogar noch mehr. Wie alle Verrückten, seien es Verrückte mit Autos (New York, Chapel Hill), Schwertern (Japan), Messern (China) oder selbstgebauten Bomben (überall auf der Welt), kranke Leute schlagen eben zu. Sie verspritzen Säure (Pakistan, Großbritannien), sie werfen Molotow-Cocktails (Frankreich), sie greifen einfach an. Das Schlimme ist, man kann die Wahnsinnigen nicht mit Psychologie oder Gefängnis stoppen, oder indem man „mit ihnen redet“. Am besten schießt man ihnen eine Kugel in den Kopf. Darum sind sie ja wahnsinnig, weil sie nicht in der Lage sind, in der Realität zu leben oder sich selbst zu stoppen.

Der Vorwand, die Menschen würden sich gegenseitig erschießen, ist ebenfalls platt und dumm. So sagen unsere Politiker, unsere Gesellschaft sei voll von ungeeigneten Heranwachsenden, denen niemals vertraut werden kann. Wie aber soll man dann den Politikern oder der Polizei vertrauen können, wo doch auch sie einmal Heranwachsende waren und wo doch auch sie aus demselben kulturellen Umfeld kommen?

Nein, es geht um Macht, um die totale Macht über die Menschen. Es gibt ein großes Verlangen, schlecht über den Zaren zu reden, vor allem von Seiten der Kommunisten, die behaupten, er sei ein Tyrann gewesen, und dennoch, unter dem Zaren waren wir bewaffnet und unter den Fortschrittlichen wurden wir entwaffnet. Lasst euch nicht täuschen von dem Glauben, dass die Fortschrittlichen, die Linken, Waffen hassen. Oh nein, das tun sie nicht. Was sie hassen, das sind Waffen in den Händen jener, die nicht im Gleichschritt mit ihrer Ideologie marschieren. Sie hassen Waffen in den Händen derer, die selbständig denken können und die nicht ohne Gegenfrage gehorchen.

Also: Fallt nicht herein auf falsche Versprechungen. Löscht nicht das Licht, das man den Menschen gelassen hat, damit sie in der Lage sind, ihre Würde zu verteidigen.

Advertisements

Unser Geldsystem

Gepostet am Aktualisiert am

Oder: Alice im Schuldenland

Beep..Beep..Beep..Beep. “Das macht dann 53,92€, bitte!”, sagt die Dame an der Kasse.

“Ich würde gerne mit Karte zahlen.”, antwortet der Kunde.

Eine Situation, die wohl Millionen Mal am Tag in Deutschland vorkommt. Heute mehr als früher. Denn sogar in Bäckereien kann man neuerdings per Karte bezahlen. Die Menschen scheinen sich langsam aber sicher an bargeldlose Transaktionen zu gewöhnen.

Doch wie kommt es eigentlich, dass wir von dem wertvollen Bargeld, das Oma Emma immer unterm Kopfkissen versteckt hatte, so einfach zu einem simplen Austausch von Zahlen wechseln; und das dieser Vorgang auch noch von allen anerkannt wird? Was für ein Geldsystem haben wir überhaupt und wie entsteht unser Geld? Was ist Geld?

Das etablierte Buchgeld

Bis vor ein paar hundert Jahren konnte man mit einer Banknote echtes Münzgeld (aus Gold oder Silber) von der Bank holen. Die Menge, die auf der Banknote stand, musste von der Bank vorgehalten werden, denn der Inhaber hatte ein Recht auf die Herausgabe seines eingelegten Goldes.[1]

Nunja, versuchen Sie das heute mal bei der Sparkasse oder bei der Bundesbank. Die werden Ihnen was husten!

Spätestens schon seit der Euro-Einführung haben wir keine echten Bank-Noten mehr mit verbrieftem Staats-Recht und Garantie des hinterlegten Wertes, sondern nur noch Geld-Scheine mit Copyright unter Privatrecht.[2]

Das Geldsystem hat sich offensichtlich seit dieser Zeit stark verändert. Es gibt kaum eine Bank, die nicht nach dem Teil-Reserve-System agieren muss. Das bedeutet, dass nur ein (heute sehr kleiner) Teil der eingelegten Geldmenge auch sofort verfügbar sein muss. Der Rest dieses Geldes kann von der Bank als Kredit an jemand anderen vergeben werden. Wird dieses geliehene Geld wieder bei der Bank angelegt, kann wieder ein Kredit in dieser Höhe, abzüglich der Mindestreserve, vergeben werden.

Nun meinen viele, dieses zusätzlich erzeugte Geld würde durch die Zentralbank nachgedruckt werden. Das ist aber viel zu umständlich und außerdem zu teuer. Aus diesem Grund wird das verliehene Geld einfach von der Bank an den Kreditnehmer überwiesen. Daher kommt der Name “Buchgeld”, es existiert nur auf den Konten, bzw. in den Büchern der Banken.[3]

Dieses sog. Buchgeld kann außerdem als “Schuldgeld” bezeichnet werden, denn diese Vermehrung des im Umlauf befindlichen Geldes kann nur durch die Aufnahme von Krediten, also Schulden, geschehen und das Geld wird quasi aus dem Nichts erschaffen.[4]

In der Bilanz der Bank sieht das dann folgendermaßen aus: Der Kredit-Betrag wird auf die Aktiv-Seite geschrieben, auf der Passiv-Seite steht dann entsprechend das Konto Guthaben des Kreditnehmers.[5]

Tatsächliches Geld hat hier nicht den Besitzer gewechselt, der Kreditnehmer hat sich lediglich mit einer Schuld gegenüber der Bank beladen.

Nachteile des ungedeckten Teil-Reserve-Systems

Das Teil-Reserve-System hat vor allem einen großen Nachteil für die Menschen. Sie können ihr Geld nicht von der Bank holen, wenn ihnen gerade danach ist.

Wieso? Stellen Sie sich einmal vor, alle Kunden einer Bank wollten gleichzeitig ihr Geld in bar von der Bank holen. Ist das möglich?

Nein, natürlich nicht, denn das meiste Geld liegt überhaupt nicht in Bargeld vor. Die EZB muss lediglich 1% vorrätig halten. Die Menschen, die ihr Geld von der Bank holen wollen, können also damit rechnen, dass sie bei einem Kontostand von 2.000€ gerade mal 20€ bekommen.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Sie bei einem solchen Banken-Sturm von der Staatsmacht daran gehindert werden, überhaupt in die Nähe des nächsten Bankautomaten zu kommen.

Scheingeld soll die Illusion aufrechterhalten, dass das elektronische Buchgeld einen Wert hätte

Vor einigen Jahren wurde noch allgemein proklamiert, Deutschland sei ein Bargeld-Land. Die Vorteile des Bargeldes wurden gepriesen und der Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele meinte sogar, Bargeld mache die Bürger „im Grunde so frei, wie sie sein möchten“[6].

Dass das Geldsystem damals genauso aussah, wie es heute aussieht, von der erhöhten Geldmenge und den (inflationsbereinigten) Negativzinsen mal abgesehen, scheint absolut niemanden zu interessieren. Tatsächlich ist das Bargeld nur noch nervig und ein Dinosaurier aus längst vergangener Zeit.

Es hat eine Wende eingesetzt. Eine Wende weg vom Bargeld, hin zu der alleinigen Nutzung von Buchgeld. Der einzige Grund, weshalb wir noch Bargeld nutzen können, ist der Fakt, dass unser Schein-Geld eine Illusion von Wert aufrecht erhält. Unsere Geldscheine und -münzen sind nicht mehr das Material wert, aus dem sie hergestellt wurden. Und das soll verschleiert werden. Zehn 50€-Scheine fühlen sich eben doch wertvoller an, als die Zahl 500 auf dem Bankkonto, die eher an Spielgeld erinnert. Oder wie es der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Dr. Michael Kemmer 2012 gegenüber dem Handelsblatt ausdrückte: „Bargeld ist ein zutiefst emotionales Produkt“.

Drei Jahre später wird plötzlich öffentlich darüber diskutiert – um nicht zu sagen “positiv angemahnt” – dass der beliebte 500€ Schein abgeschafft werden soll.[7]

Auch in den Redaktionen scheint ein Meinungsumschwung stattgefunden zu haben. Klamm heimlich wird den Deutschen suggeriert, dass Bargeld umständlich, teuer und sogar gefährlich sei! Lächerlich – man wird ja auch so häufig mit tausenden von Euro auf der Straße überfallen.

Bankensystem ist unsicher

Was hingegen häufig und mit großen Auswirkungen geschieht, ist der Diebstahl von Millionen von Euro durch SWIFT. SWIFT bedeutet Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Diese Organisation regelt den Nachrichten- und Transaktionsverkehr von über 10.000 Banken. SWIFT bietet eine riesige, zentralisierte Angriffsfläche für Hacker, die diese auch immer wieder ausnutzen.[8]

Ganz zu schweigen von den Problemen mit der Kriminalität im “Carding” (alles, was mit Kredit- und Girokarten zu tun hat) und der immer größer werdenden Zahl von Identitätsdiebstählen und erfolgreichen Angriffen auf Kreditkartenfirmen.

An diesem Beispiel erkennt man sehr deutlich wie anfällig und unsicher unser heutiges Banken- und Geldsystem ist. Je mehr Stationen es in einem Prozess gibt, desto größer ist die Angriffsfläche für Diebe, Betrüger und andere Verbrecher. Die Nutzung von Bargeld ist da immer noch am sichersten.

Wir sind aber in einer neuen Zeit mit neuen Möglichkeiten und Chancen angekommen. Und das bedeutet, wir müssen uns für neue Möglichkeiten öffnen und das obsolet machen, was nicht mehr gut für uns, unser System, die Gesellschaft und unseren ganzen Planeten ist: Das durch private Banken ausgenutzte und staatlich geschützte Schuldgeldsystem!

Dazu muss man wissen: Die Geldschöpfung liegt in privater Hand, der Hand der EZB. Das Geldmonopol liegt beim Staat.  Unser heutiges Geld ist kein Staatsgeld, sondern ein privat Herausgegebenes. Letztich ist es aber auch kein Privat-Geld oder freies Marktgeld, sondern ein staatlich geschütztes und organisiertes Geldsystem. Zusammen ergibt das eine kriminelle Vereinigung, die die Menschen machtlos macht und sie zum Spielball der Willkür geldgieriger Individuen werden lässt.
Der Staat zwingt uns durch seine Gesetze, Verordnungen und politisch erzeugte Sachzwänge, sein Geldsystem zu nutzen. Genau das Geldsystem, das aus dem Nichts immer neue Zahlenreihen und damit immer größer werdende Schuld generiert.

Doch Moment!

Gehören zu so einer Sache nicht auch diejenigen, die einen Kredit aufnehmen?

Natürlich, der Staat zwingt uns, sein Geld, also den Euro, zu nutzen. Doch was wäre, wenn niemand mehr Kredite bei diesen Banken aufnähme? Dann wäre der Spuk ganz schnell vorbei. Ohne Kreditnehmer gibt es keine neuen Zahlenreihen.

Das Ganze ist also eine Ménage-à-trois und wir spielen darin eine bedeutende Rolle.

Damit das System trotz seiner deutlichen Schwächen, die niemand freiwillig dulden würde, bestehen bleibt, muss der Staat seine Muskeln spielen lassen, damit solche Fauxpas wie mit SWIFT nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Würde die Öffentlichkeit davon erfahren, würden die Menschen ihr Geld aus Angst aus dem Buchgeld-Chaos abziehen und lieber in Bar verwahren. Das ist für das System brandgefährlich.

Und genauso gefährlich wäre es, wenn wir Menschen unsere Transaktionen einfach ohne die Banken tätigen würden.

Vereinfachung ist der Schlüssel zu Freiheit und Sicherheit

Heute läuft es doch bei Bestellungen so ab, dass wir über verschiedene Dienstleister bestellen, bezahlen und liefern lassen (siehe Abbildung links). Unsere Daten passieren viele Punkte, inklusive Mittelsmänner, die angegriffen werden können. Das sind viele Punkte, an denen unser Geld einfach verschwinden kann.

Geldlauf

Viel einfacher wäre es doch, wenn unsere Daten und Zahlungen direkt und ohne Umwege zu demjenigen flössen, mit dem wir Handel treiben wollen. Der Buchladen oder Verlag bekommt direkt die Daten zu unserer Bestellung und die Zahlung erfolgt auch direkt von Computer zu Computer.

Wir hätten nicht nur die Hacker, sondern auch die Banken, egal ob die Sparkasse oder die EZB, aus unseren Transaktionen ausgesperrt. Auch der Staat hätte nichts mehr zu melden, er kann ja nicht mehr kontrollieren, was wir tun. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich führende Köpfe mit der Möglichkeit eines solchen Systems.

Ob das überhaupt möglich ist, und wenn, wie genau, das behandeln wir im nächsten Beitrag des Essays.

Fazit

Die Freiheitswelle spricht sich gegen ein staatliches Währungsmonopol aus, das unseres Erachtens zwangsläufig zur Inflation führt. Gleichzeitig macht uns das inflationäre Schuld-Geld zu Schuld-Sklaven.

Wir sprechen uns gegen ein Schuldgeldsystem mit staatlich geschützten Monopolen aus und befürworten Free Banking[9].

Ohne staatliche Rechtsbeugung zum Schutz der Monopole wäre in der freien Wirtschaft kein Teilreserveverfahren möglich und die Herrschaft der Zentralbanken, Etatisten und angehöriger Nutznießer in kürzester Zeit ohne Kriege und Revolutionen beendet. Friedlich. Durch die Macht des Portemonaies des kleinen Mannes.

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Banknote#Erste_Banknoten_in_Europa

[2] http://j.mp/1QcdVfZ

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Buchgeld

[4] https://www.youtube.com/watch?v=oXa3rfX4ZRY

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Geldsch.C3.B6pfung

[6] http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/zahlungsverkehr-deutschland-ist-ein-bargeldland/7266436.html

[7] http://www.welt.de/finanzen/article151824858/Warum-Politikern-der-500-Euro-Schein-verdaechtig-ist.html

[8] http://themerkle.com/swift-network-abused-again-by-internet-criminals/

[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Banking

Das Führen einer Kurzwaffe

Gepostet am Aktualisiert am

12143278_10153551301290432_8706226083061753196_n

 

Das Führen einer Kurzwaffe

Im Allgemeinen zeigt sich Verwunderung zu den Meldungen, dass die Zahl der beantragten kleinen Waffenscheine rasant ansteigt. Zigtausende Menschen in Deutschland haben diese Berechtigung zum Führen einer Gas- bzw. Schreckschusswaffe bereits beantragt und erhalten.

Was bitteschön ist daran verwunderlich? Haben die Politiker tatsächlich geglaubt, dass die Menschen sich NICHT bewaffnen würden, wenn tagtäglich von Angriffen und Vergewaltigungen die Rede ist? Viele dieser Menschen sind bereits Opfer einer solchen Straftat geworden und haben erleben müssen, dass es mit dem Versprechen der Polizei, für Schutz zu sorgen, nicht weit her ist.

Kurzsichtig wie Politiker nun mal sind (allen voran die Grünen) wird jetzt über ein Verbot der Gaswaffen und zumindest eine Einschränkung zum Erwerb nachgedacht. Eines steht heute schon fest: Wenn Gaswaffen verboten werden und den Menschen auch das Pfefferspray genommen wird, dann werden sie sich mit Küchenmesser bewaffnen. Beim Verbot von Küchenmessern werden es Knüppel und schließlich Steine sein. DIE MENSCHEN HABEN UND WERDEN SCH IMMER BEWAFFNEN. Das ist ein Zeichen ihrer Intelligenz! Schlaue Menschen haben Waffen ersonnen, um sich gegen stärkere oder Angreifer in der Überzahl wehren zu können.

Eine Schusswaffe ist ein absolut sicheres Werkzeug zur Selbstverteidigung. Erdacht und gebaut von schlauen Menschen, die erkannt haben, dass nur eine Waffe es den Menschen ermöglicht, einen Ausgleich herzustellen zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Körperkraft, verschiedenen Alters und letztlich auch in Hinblick auf die Anzahl der Angreifer.

 

Ein technisches Manual

Durch persönliches Interesse und Ausbildungen im Bereich Sicherheit und Personenschutz, kenne ich mich im Bereich Schusswaffen recht gut aus. Mein Spezialgebiet sind dabei Pistolen. Wenn in Waffensachkundeausbildungen das Thema „Führen einer Kurzwaffe“ besprochen wird, sind die Ausführungen zu diesem Thema bei uns in Deutschland leider recht kurz, weil in den normalen Waffensachkundeausbildungen sich meist Sportschützen oder Jäger befinden. Sportschützen dürfen keine Waffen führen, also im geladenen Zustand und griffbereit bei sich tragen. Jäger wiederum haben nur in Ausnahmefällen Kurzwaffen bei sich. Nur in den Waffensachkundeausbildungen, die sich auch an Sicherheitskräfte richten, wird auf dieses Thema (hoffentlich) etwas näher eingegangen. Da ich neben meiner waffenrechtlichen Erlaubnisse als Sportschütze auch die Erlaubnis habe, dienstlich Waffen zu führen (solange es ein Auftrag erfordert) werde ich als Referent für Kurzwaffen (mit Kurzwaffen sind alle Pistolen und Revolver gemeint, Gewehre und Flinten sind Langwaffen) immer wieder zu dem Thema befragt, wie man eine Kurzwaffe führen, also bei sich tragen sollte. Dies geschieht in der letzten Zeit immer häufiger, da genau dieselben Faktoren auch auf Gaswaffen, also Pistolen oder Revolver, die mit Pfeffer- oder CS-Gaskartuschen geladen sind, zutreffen.

Wann immer ich gefragt werde, empfehle ich, sich eine (Gas-) Pistole zuzulegen, weil dieses Werkzeug zu den sichersten und zuverlässigsten Mitteln der Selbstverteidigung zählt. In Deutschland ist es möglich mit dem sogenannten „kleinen Waffenschein“ eine Gaspistole oder einen Revolver mit Gaskartuschen zur Selbstverteidigung zu führen. Hier ist es wichtig anzumerken, dass der Einsatz einer solchen Waffe zur Selbstverteidigung natürlich nur im Rahmen der Notwehr erfolgen darf. Geladen werden kann eine solche Gaswaffe entweder mit den sogenannten CS-Gas Kartuschen oder mit Pfefferkartuschen, wobei die wesentlich wirksameren Pfefferkartuschen nur zur Tierabwehr benutzt werden dürfen. Im Rahmen der Notwehr darf allerdings jedes Mittel verwendet werden, welches geeignet ist, einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf sich (oder einen anderen = Nothilfe) abzuwehren.

1912132_882307365130147_8011383277531340553_n

Erwerb einer Gaswaffe

Immer mehr Menschen kaufen sich in letzter Zeit Kurzwaffen, da sie ein verständliches Bedürfnis verspüren, sich auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände (befriedetes Besitztum) sicher fühlen zu wollen. Wie ihr wisst, begrüße ich dieses Vorgehen ganz grundsätzlich, weise aber auch immer wieder darauf hin, dass zur tatsächlichen Sicherheit auch ein grundlegendes Wissen zum Gebrauch einer Schuss-oder Gaswaffe notwendig ist. An dieser Stelle muss ich sagen, dass leider keine Waffensachkunde-ausbildung für den Erwerb des kleinen Waffenscheins vorgesehen ist. Es kann jeder Volljährige nach momentaner Rechtslage eine Gaspistole erwerben und sie zuhause in seinen vier Wänden lagern doch erst nach dem Erwerb des kleinen Waffenscheins kann dann diese Waffe auch auf der Straße geführt werden. Doch die meisten wissen eben nicht, wie sie die Waffe führen sollten, also in welchem technischen Zustand sich die Waffe befinden sollte, wenn man sie bei sich trägt. Ich möchte also von daher im Folgenden ein paar Tipps geben, die das Führen einer Waffe – in diesem Fall einer Gaspistole – betreffen.


Die Technik einer Pistole

Zunächst die Grundlagen: Eine Pistole gehört zu den sogenannten halbautomatischen Schusswaffen. Das bedeutet, dass bei diesen Schusswaffen nach Betätigung des Abzugsmechanismus und nach Abgabe eines Schusses die dann leere Patronenhülse (im Falle einer Gas-Waffe wäre es die leere Kartusche) ausgeworfen wird und aus dem Magazin eine neue Patrone/Kartusche in das Patronen- bzw. Kartuschenlager eingeführt wird. Der Verschluss (laienhaft meist Schlitten genannt) bewegt sich dabei durch den Gasdruck vor und zurück und bewerkstelligt so den erneuten Ladevorgang.

Nach Abschluss dieses Vorgangs ist die Waffe wieder geladen und bei erneutem Betätigen des Abzuges und Schussabgabe beginnt dieser Vorgang von vorne, bis das Magazin der Waffe leer ist. Es muss also jedes Mal der Abzug betätigt werden, damit sich ein Schuss löst. Nur der Nachlade-Vorgang, dass eine weitere Patrone/Kartusche aus dem Magazin in die Kammer eingeführt wird, geschieht automatisch. Dies ist also das Merkmal einer halbautomatischen Schusswaffe im Gegensatz zu einer vollautomatischen Waffe, bei der durch einmalige Betätigung des Abzuges der Vorgang der Abgabe des Schusses, des Nachladens und der erneuten Schussabgabe automatisch erfolgt, bis das Magazin leer ist. Hier sei nur kurz angemerkt, dass der Besitz von vollautomatischen Waffen generell nur den Behörden erlaubt ist.

Im Falle einer Pistole haben wir also eine halbautomatische Waffe, in die Patronen/Kartuschen in ein Magazin geladen werden. Dieses Magazin wird nun (meist durch den Griff von unten) in die Waffe eingeführt. Nach dem Einführen des Magazins in die Waffe befindet sich aber noch keine Patrone/Kartusche im Patronen-/Kartuschenlager. Man bezeichnet den technischen Zustand der Pistole bei eingeführten Magazin und ohne dass sich die Patrone/Kartusche im Lager befindet, als „Unterladen“. Damit eine Patrone/Kartusche ins Lager eingeführt wird, muss also ein weiterer Vorgang ausgeführt werden. Durch manuelles Bewegen des Verschlusses nach hinten und Loslassen desselben, wird der Ladevorgang ausgeführt und eine Patrone/Kartusche in das Patronen-/Kartuschenlager eingeführt. Nach Abschluss dieses Vorganges nennt man den Zustand der Waffe jetzt „Geladen“.
Kurze Zusammenfassung:

  • Kein Magazin in der Waffe oder leeres Magazin in der Waffe = ungeladen
  • Geladenes Magazin in der Waffe, keine Patrone/Kartusche im Lager = unterladen
  • Geladenes Magazin in der Waffe, Ladevorgang durch manuelles Betätigen des Verschlusses ausgeführt, Patrone/Kartusche im Lager = geladen

 

Die verschiedenen Zustände einer (Gas-) Pistole

Bei einer Waffe mit geladenem und eingeführtem Magazin kann man also zwei Zustände in Bezug auf das Führen einer Pistole unterscheiden. Beim unterladenen Zustand muss vor der Abgabe eines Schusses der Schlitten manuell bewegt werden und die Waffe durchgeladen werden, bevor ein Schuss abgegeben werden kann und dann der weiter oben beschriebene Vorgang des automatischen Nachladens erfolgt. Nach erneuter Betätigung des Abzuges kann dann ein weiterer Schuss abgegeben werden. Wenn die Waffe geladen geführt wird, ist der Vorgang des Durchladens durch vor- und zurückbewegen des Veschlusses bereits vorher erfolgt und es muss nur noch der Abzug betätigt werden, um einen Schuss abzugeben.

Hier ist es jetzt wichtig, sich einen weiteren technischen Vorgang zu vergegenwärtigen, der beim Durchladen einer Pistole erfolgt. Zusätzlich zum Einführen der Patrone/Kartusche in das Lager wird nämlich der Hahn gespannt, der den Schlagbolzen später bei der Schussabgabe auf das Zündplättchen der Patrone/Kartusche schlägt. Um die Waffe jetzt sicher geladen zu führen, muss der Hahn wieder in seine Ruheposition zurückgebracht werden. Das erfolgt zumeist bei der Betätigung der Sicherung der Waffe automatisch.

Eine Schusswaffe, bei der bei Betätigung des Abzuges der Hahn gespannt wird, bis er wieder nach vorne schnellt und auf den Schlagbolzen fällt, der schließlich auf das Zündhütchen der Patrone/Kartusche schlägt, nennt man Double-Action im Gegensatz zu einer Single-Action Waffe, bei der der Hahn entweder manuell durch zurückziehen gespannt wird oder durch das Zurückziehen und wieder Loslassen des Verschlusses (Schlitten) gespannt wird. Dieser Vorgang wird Double Aktion genannt, weil zwei Vorgange beim Betätigen des Abzuges erfolgen, nämlich das Spannen des Hahnes und das Lösen des Hahnes. Bei einer Single-Action Waffe wird nur der Vorgang des Lösens des Hahnes ausgeführt. Das Spannen des Hahnes erfolgt manuell oder über die Vor- und Zurückbewegung des Verschlusses. Ein Single-Action Waffe ist von daher zum Führen nicht geeignet.

Jede Waffe hat Sicherheitsmechanismen, die eine unbeabsichtigte Schussabgabe verhindern. Bei den meisten Waffen gibt es einen außenliegenden Sicherungshebel, der manuell betätigt werden muss. Bei Betätigung der Sicherung fällt der Hahn wieder nach vorne in die sogenannte Sicherheitsrast. Dies bedeutet, dass der Hahn beim Betätigen der Sicherung nicht auf den Schlagbolzen fällt, sondern auf eine Walze, die für den nötigen Abstand zum Schlagbolzen sorgt. Von Hersteller zu Hersteller variieren die Sicherheitsmechanismen natürlich. In jedem Fall ist aber davon auszugehen, dass ein Führen einer geladenen Waffe im gesicherten Zustand eine absolut sichere Form des Führens ist. Den Zustand der Waffe bezeichnet man im englischen als „Condition 2“ (Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer).

Dies betone ich aus dem Grunde, weil die meisten Menschen ohne diese Kenntnisse dazu neigen, die Waffe unterladen und vielleicht sogar zusätzlich noch im gesicherten Zustand Führen, was die Einsatzmöglichkeiten im Ernstfall natürlich enorm einschränkt. Bei unterladener Waffe und gesicherten Zustand sind sogar zwei Vorgänge auszuführen, bis die Waffe schussbereit ist. Bei unterladener Waffe und ungesichert müsste immer noch der Verschluss manuell zurückgezogen werden, um die Waffe durchzuladen, was zwar nur noch ein Vorgang, aber ebenfalls ein zeitlich aufwendiger Vorgang ist. Diesen Zustand der Waffe bezeichnet man im englischen als „Condition 3“ (leeres Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer).

Die anderen Zustände einer Schusswaffe spielen hier nur eine untergeordnete Runde. Dennoch erwähne ich sie kurz der Vollständigkeit halber:

  • Condition 0 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer gespannt, Waffe ungesichert.
  • Condition 1 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer gespannt, Waffe gesichert.
  • Condition 2 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer entspannt.
  • Condition 3 = leeres Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer.

 

Dass Menschen dazu neigen, eine unterladene Waffe zu führen, ist auf eine gewisse Unkenntnis, was die technischen Hintergründe einer Schusswaffe angeht, zurückzuführen, aber auch mit einer ungesund-überhöhten Angst vor einer Schusswaffe als solche, was letztlich dazu führt, dass im Notfall viel zu viel Zeit vergeht, bis eine Abwehr mit der Waffe erfolgen kann.

 

Das Führen einer unterladenen Waffe

Die Zeit, in der man eine Waffe unterladen geführt hat, sollte lange vorbei sein. Wenn überhaupt wäre das nur durch eine mangelnde technische Sicherheit der Waffe zu rechtfertigen. Und in der Tat gibt es den Begriff des „israelischen Führens“, welches das Führen einer unterladenen Waffe beschreibt, weil es aus einer Zeit stammt, in der viele (damalige) in Israel gebräuchliche Schusswaffen eben noch keine Sicherheitsrast hatten. Es war sicherer, die Waffe nur unterladen zu führen. Stattdessen hat man damals innerhalb der Ausbildung der Sicherheitskräfte großen Wert darauf gelegt, dass der Vorgang des Ziehens einer Waffe und das Durchladen der Waffe durch Zurückziehen des Verschlusses zu einer einzigen Bewegung verschmilzt. Das bedeutet, dass ein enormes Training notwendig war, um eine gewisse Schnelligkeit bei diesem Vorgang zu entwickeln. Mittlerweile hat sich ein Führen der Waffe im geladenen Zustand und gesichert durchgesetzt, was neben der technischen Entwicklung auch mit ein Verdienst von Jeff Cooper ist, der diese Form des Führens immer wieder empfohlen hat und der auch die oben genannten verschiedenen Zustände (conditions) von Pistolen definiert hat. Für diejenigen, die bereits andere Artikel von mir gelesen haben, kennen Jeff Cooper im Zusammenhang zu den verschiedenen Aufmerksamkeitsstufen, mit denen wir Menschen uns in unserem Leben bewegen. Diese werden auch die „Cooper Farbcodes“ genannt.

Ebenfalls von Jeff Cooper stammt der Satz:

„Einen gewalttätigen Angriff kann nur das beabsichtigte Opfer wirkungsvoll abwehren. Der Kriminelle fürchtet weder die Polizei, noch Richter oder das Gesetz. Deswegen muss ihm beigebracht werden, sein Opfer zu fürchten.“

 

Moderne Pistolen

Mittlerweile ist die Entwicklung im Bereich der scharfen Schusswaffen noch weiter vorangeschritten und man hat Pistolen entwickelt, die keine außenliegende Sicherung mehr haben. Der österreichische Hersteller Glock hat einen Mechanismus entwickelt, der eine außenliegende Sicherung überflüssig macht, weil es mehrere innenliegende Sicherungen in der Waffe gibt, die alle nacheinander beim Betätigen des Abzuges gelöst werden. Der Vorteil hier ist, dass keine außenliegende Sicherung mehr manuell gelöst werden muss, sondern die Waffe geladen – mit Patrone in der Kammer – und gespannten (in diesem Fall innenliegenden) Hahn geführt werden kann. Leider gibt es im Bereich der Gaswaffen nichts Vergleichbares.

 

Gasrevolver

Anzumerken ist, dass ein Gasrevolver im technischen Sinne etwas einfacher zu handhaben ist. Die gesamte oben besprochene Thematik fällt bei einem Gasrevolver nicht an, da ein Revolver mit voller Trommel natürlich immer geladen ist. Ein Unterladen, wie es bei einer Pistole der Fall ist, gibt es bei einem Revolver nicht.  Der Revolver wird geladen, in dem die Gaskartuschen in die Kammern der Trommel eingeführt werden. Bei Betätigung des Abzuges wird der Hammer gespannt und fällt dann auf das Zündhütchen der Kartusche. Gute Revolver haben zudem auch die oben beschriebene Sicherheitsrast, die den Hahn im Ruhezustand in einem Abstand zum Zündhütchen der Patrone/Kartusche hält. In Summe sind das vielleicht die Gründe, weswegen ein Revolver für viele Frauen immer noch die erste Wahl ist. Ein Nachteil eines Revolvers wäre, dass man ihn eben nicht so unauffällig führen kann, da ein Revolver durch die Trommel meist wesentlich breiter ist als eine Pistole und somit unter der Kleidung mehr auffällt.

10151833_1012989002061982_8584249193649502200_n

 ∞

Zusammenfassung

Zusammengefasst kann man also folgendes sagen. Wenn jemand eine Gaswaffe zur Selbstverteidigung führt (natürlich nur mit kleinem Waffenschein), dann sollte die Waffe immer geladen und gesichert geführt werden und immer in einem entsprechenden Holster, in dem auch der Abzugsmechanismus geschützt ist und keinesfalls einfach in der Hosentasche. Nur das Führen einer Waffe im beschriebenen Zustand und in einem guten Holster ermöglicht ein Führen, welches zugleich sicher ist und im Notfall auch ermöglicht, die Waffe schnell zum Einsatz zu bringen.

Es ist auch wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass eine Gaswaffe kein Drohinstrument ist. Die Drohwirkung einer scharfen Schusswaffe besitzt eine Gaswaffe in keinem Fall. Selbst wenn von außen nicht erkennbar ist, dass es sich um eine Gaswaffe handelt, sind ihre Einsatzmöglichkeiten doch sehr beschränkt und nur für den absoluten Notfall vorgesehen. Gaswaffen haben nur den einen Zweck, ein Hindernis (Gaswolke) aufzubauen, um bessere Konditionen zur Flucht zu bekommen. Von daher ist es noch wichtiger, sich um das sichere Führen einer Gaswaffe im Vorwege Gedanken zu machen und den Umgang mit ihr zu üben. Der Umgang mit einer Waffe darf selbstverständlich nur mit einer ungeladenen Waffe geübt werden. Eine Waffe ist ein Werkzeug, dessen Gebrauch in Fleisch und Blut übergehen muss, da es im Notfall auf jede Sekunde ankommen wird.

Angst vor Waffen

Ich hoffe, dass meine Ausführungen ein wenig Licht in das leider in unserem Land vorhandene Dunkel, was Schusswaffen angeht, gebracht haben. Eine Schusswaffe ist ein absolut sicheres Werkzeug zur Selbstverteidigung. Erdacht und gebaut von schlauen Menschen, die erkannt haben, dass nur eine Waffe es den Menschen ermöglicht, einen Ausgleich herzustellen zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Körperkraft, verschiedenen Alters und letztlich auch in Hinblick auf die Anzahl der Angreifer.

Schließen möchte ich noch mit einem Text, den ich vor einiger Zeit aus dem Amerikanischen übersetzt habe und der wie kaum ein anderer die Hintergründe zu den Vorteilen des Waffenbesitzes beschreibt.


 ∞

Waffen bedeuten Zivilisation

von Maj. L. Caudill

„Ich trage meine Waffe nicht, weil ich Angst hätte, sondern weil sie mich befähigt, keine Angst zu haben. Es behindert nicht die Möglichkeiten derjenigen, die mit mir verhandeln wollen, es behindert nur die Möglichkeiten derjenigen, die mich zu etwas zwingen wollen.“

Die Menschen haben nur zwei Möglichkeiten, miteinander umzugehen: Vernunft und Gewalt. Wenn du möchtest, dass ich etwas für dich tun soll, hast du die Wahl, mich entweder mit einem Argument zu überzeugen oder mich unter Androhung von Gewalt dazu zu zwingen. Jede menschliche Interaktion fällt unter eine dieser beiden Kategorien, ohne Ausnahme. Vernunft oder Gewalt, mehr gibt es nicht. In einer wirklich moralischen und zivilisierten Gesellschaft interagieren Menschen nur durch Überzeugung. Gewalt ist keine gültige Methode der sozialen Interaktion und die einzige Sache, die Gewalt tatsächlich aus der Auswahl der Möglichkeiten entfernt, ist die persönliche Schusswaffe, so paradox es für einige auch klingen mag.

Wenn ich eine Waffe habe, kannst du mich nicht mit Gewalt zu etwas zwingen. Du musst mir Gründe liefern und versuchen, mich zu überzeugen, weil die Waffe mir die Möglichkeit gibt, die Drohung oder sogar die Anwendung von Gewalt zu neutralisieren. Eine Schusswaffe ist die einzige Waffe, die eine 50 Kilo Frau auf Augenhöhe mit einem 110 Kilo Straßenräuber bringt, einen 75-jährigen Rentner auf Augenhöhe mit einem 19-jährigen Schlägertypen und eine einzelne Person auf gleiche Augenhöhe mit einer Wagenladung betrunkener Typen mit Baseball-Schläger. Die Waffe entfernt die Unterschiede in Körperkraft, Größe oder Anzahl zwischen einem potentiellen Angreifer und dem Verteidiger.

Es gibt viele Menschen, die denken, dass das Böse von einer Waffe ausgehen würde. Dies sind die Menschen, die meinen, wir würden zivilisierter, wenn alle Waffen aus der Gesellschaft entfernt werden würden, weil eine Waffe einem bewaffneten Räuber es einfacher machen würde, seine Arbeit zu tun. Aber dies ist natürlich nur dann der Fall, wenn das potenzielle Opfer entweder durch eigene Wahl oder durch Zwang entwaffnet wurde. Diese Ansicht hat keine Gültigkeit mehr, wenn die möglichen Opfer bewaffnet sein könnten. Menschen, die nach dem Verbot von Waffen rufen, bitten förmlich darum, von Stärkeren und von den Vielen beherrscht zu werden – und das ist das genaue Gegenteil von zivilisiert. Ein Straßenräuber, auch ein bewaffneter, kann nur ein erfolgreiches Leben in einer Gesellschaft leben, in der der Staat ihm das Gewaltmonopol eingeräumt hat.

Dann gibt es noch das Argument, dass die Waffe eine Konfrontation tödlich machen würde, die sonst nur zu einer Verletzung geführt hätte. Dieses Argument ist in mehrfacher Hinsicht trügerisch. Eine Konfrontation, an der keine Waffen beteiligt sind, wird stets von dem Stärkeren gewonnen, von demjenigen, der körperlich überlegen ist und deshalb den Unterlegenen verletzen konnte. Menschen, die denken, dass Fäuste, Knüppel, Stöcke oder Steine keine tödliche Gefahr wären, die den Einsatz einer Schusswaffe rechtfertigen würden, haben zu viel Fernsehen geschaut und denken, dass Menschen, die in eine Schlägerei geraten, höchstens eine blutige Lippe davontragen. Es ist eine Tatsache, dass eine Waffe nur dem schwächeren Verteidiger ermöglicht, sich mit Gewalt zu verteidigen, nicht dem ohnehin schon stärkeren Angreifer. Wenn beide bewaffnet sind, ist das Kräfteverhältnis ausgeglichen. Eine Schusswaffe ist die einzige Waffe, die als Waffe in den Händen eines Achtzigjährigen genauso tödlich ist, wie in der Hand eines Gewichthebers. Sie wäre keine ausgleichende Kraft, wenn sie nicht gleichzeitig tödlich und leicht handhabbar wäre.

Wenn ich eine Waffe trage, dann nicht, weil ich auf einen Kampf aus wäre, sondern weil ich in Ruhe gelassen werden will. Ich trage meine Waffe nicht, weil ich Angst hätte, sondern weil sie mich befähigt, keine Angst zu haben. Es behindert nicht die Möglichkeiten derjenigen, die mit mir verhandeln wollen, es behindert nur die Möglichkeiten derjenigen, die mich zu etwas zwingen wollen. Es entfernt Zwang aus der Gleichung … und deshalb ist eine Waffe zu tragen ein zivilisierter Akt.

Die größte Zivilisation ist eine, in der alle Bürger gleich bewaffnet sein können und nur überzeugt und niemals zu etwas gezwungen werden können.

Waffenbesitz in Deutschland

Gepostet am Aktualisiert am

13239468_638149909667093_4224141478930415944_n

Im Folgenden eine kurze Aufklärung zur Situation des Waffenbesitzes in Deutschland, weil es da immer wieder Verwirrung gibt: Obwohl es natürlich das Recht eines jeden Menschen ist, sich zu bewaffnen, haben wir in Deutschland kein Waffenrecht, sondern ein Waffengesetz. Das ist etwas völlig anderes! Ein Waffenrecht, würde das Recht der Menschen, sich zu bewaffnen, verteidigen. Ein Waffengesetz hingegen, schränkt das Recht der Menschen auf Waffenbesitz lediglich ein. Deswegen gibt es auch keine Instanz ähnlich der NRA in Amerika, die eine starke Lobby für den freien Waffenbesitz in Deutschland wäre. Die Verbände in Deutschland verwalten ausschließlich die Einschränkungen! In Amerika waren die Gründerväter immerhin so schlau, dieses Recht der Menschen, sich zu bewaffnen, in der Verfassung festzuschreiben. Wir hingegen haben zunächst einmal gar keine Verfassung, sondern nur ein Grundgesetz und dort ist eben dieses Recht überhaupt nicht aufgeführt. In Deutschland ist der Waffenbesitz deshalb an “Erlaubnisse” gebunden, die der Staat dir großherzig gewährt, wenn du ihm dafür deinen vollständigen Gehorsam versprichst.

Eine Erlaubnis kann dir jederzeit auch wieder genommen werden. Anders als bei einem Recht, gibt es bei der Wegnahme von Erlaubnissen auch keine Rechtfertigungspflicht. Sprich: der Staat kann das einfach so machen und begründet es dann mit dem Wegfall deiner Zuverlässigkeit. Das erklärt auch, weswegen die meisten Waffenbesitzer totale Feiglinge sind, wenn es um die Verteidigung ihres “Rechtsanspruches” geht. Sie wissen, dass wenn sie sich nicht “anständig” benehmen, ihnen jederzeit die erteilte Erlaubnis wieder abgenommen werden kann.

Diese Strategie des Staates, Rechte nicht anzuerkennen und stattdessen Erlaubnisse zu vergeben, ist übrigens sehr weit verbreitet und sorgt für Gehorsam! Und das ist der Grund, weswegen dir deine Rechte genommen werden. Und ganz nebenbei musst du für die Erlaubnis, etwas tun zu dürfen, wozu du ohnehin ein Recht hättest, auch noch bezahlen.

In völliger Unkenntnis dessen, woraus wahrer ‚gewaltloser Widerstand’ besteht, sind heute viele der vollen Überzeugung, dass das Wegrennen vor jedweder Gefahr einer Tugend gleichkäme, und dem Widerstand (auch dem bewaffneten) in jedem Falle vorzuziehen sei – vor allem dann, wenn die Gefahr das eigene Leben bedroht. Doch böse Menschen werden sich immer bewaffnen, völlig egal, wie die Waffengesetze im jeweiligen Land gehandhabt werden. Jede Verschärfung der Waffengesetze bedeuten somit nur, dass gute Menschen den bösen Menschen wehrlos gegenüberstehen. Jede Waffe weniger in den Händen guter Menschen ist ein Verlust und bedeutet die Unfähigkeit der Verteidigung bzw. ein extremes Ungleichgewicht im Angriffsfall für die unbewaffnete Person.

Davon auszugehen, dass mehr Schusswaffen automatisch zu mehr Gewalt führen würden, ist nur die von den Politikern gewünschte Meinung, die immer wieder herangezogen wird, um Verschärfungen der Waffengesetze zu rechtfertigen. Dabei werden die Untersuchungen zu diesem Thema ebenso regelmäßig außer Acht gelassen bzw. bewusst verschwiegen, die eindeutig beweisen, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Alleine schon dem gesunden Menschenverstand leuchtet es doch ein, dass ein Angreifer es sich zweimal überlegen wird, jemanden anzugreifen, wenn die Möglichkeit bestünde, dass der Angegriffene sich verteidigen könnte. Angreifer suchen sich selbstverständlich wehrlose Opfer aus. Der Angreifer greift doch viel lieber jemanden an, wenn er weiß, dass das künftige Opfer mit ziemlicher Sicherheit nicht bewaffnet ist.

Eine Waffe stellt mit absoluter Sicherheit einen Ausgleich her, zwischen körperlich schwächeren Menschen gleichen Geschlechts und auch den was Körperkraft angeht häufig unterlegenen Frauen. Eine Waffe ermöglicht auch sonst schwächeren Personen im Angriffsfall die Möglichkeit einer effektiven Selbstverteidigung. Auf Grund geschickter Manipulation und gesteuerter Meinungsmache, sind leider viele Menschen nicht mehr mit ihrem gesunden Verstand unterwegs.

Auch wenn wir im Moment durch die Gesetzeslage weit von der Freiheit und unseren Rechten entfernt sind, so heißt es dennoch nicht, dass wir aufgeben müssen. Ganz im Gegenteil. Wir müssen gemeinsam einstehen, für die Freiheit eines jeden Menschen, Waffen besitzen zu dürfen. Zu jeder Zeit haben sich Menschen natürlicherweise bewaffnet, um körperlich überlegenen Angreifern etwas entgegenstellen zu können. Waffen schaffen einen Ausgleich und Waffen schützen Menschen. Jedes Waffengesetz unterstützt nur ein Ungleichgewicht und kein Waffengesetz wird jemals eine gewaltfreie Welt herstellen können. Es ist das Recht eines jeden Menschen sich zu bewaffnen. Recht und Gesetz sind zwei verschiedene Sachen. Das Recht der Menschen wird durch Gesetze eingeschränkt. Dies ist nicht länger hinzunehmen.

Es ist niemandes Pflicht und nicht jeder Mensch muss das tun, aber jeder Mensch, der das wünscht, muss eine Waffe besitzen dürfen.

Tonal und Nagual

Gepostet am Aktualisiert am

11058003_506573379522879_6612162900125061073_o

Die Inseln – Das Tonal

Das Tonal ist all das, was wir sind, was wir benennen können und für das wir Begriffe haben. So sagt Don Juan an einer Stelle zu Carlos Castaneda, als er ihm zum ersten Mal diese neue Begriffswelt erläutert:

„Dies ist mein Tonal“, […] und strich sich mit den Händen über die Brust.
„Dein Anzug?“
„Nein, meine Person.“ Er klopfte sich auf die Brust, die Schenkel und die Rippen.
„All dies ist mein Tonal.“

Wie neu und erst einmal unverständlich dies auch für Carlos Castaneda war, zeigt seine Idee, Don Juan würde seinen Anzug meinen… In der weiteren Erklärung wird deutlich, dass es sich um etwas viel Umfassenderes handelt:

„Das Tonal ist die soziale Person. Das Tonal gilt, mit Recht, als ein Beschützer, ein Wächter – ein Wächter, der sich meistens in einen Wärter verwandelt.“

In diesen Worten schwingt auch schon mit, wie abhängig wir auf der einen Seite von unserer Fähigkeit sind, die Welt zu erklären und wie auf der anderen Seite dies leicht zu einem Gefängnis, zu einer Sackgasse, für uns werden kann, wenn wir nur noch das anerkennen und für die Realität halten, was in unsere Begriffswelt hineinpasst.

Und weiter erklärt Don Juan:

„Das Tonal ist der Organisator der Welt“, […] „Vielleicht kann man seine gewaltige Arbeit am besten beschreiben, wenn man sagt, dass auf seinen Schultern die Aufgabe ruht, das Chaos der Welt zu ordnen. Im Augenblick zum Beispiel ist es dein Tonal, das versucht, unser Gespräch zu verstehen. Ohne dieses gäbe es nur komische Geräusche und Grimassen und du würdest nichts von alledem verstehen, was ich sage.“

Das Tonal hilft uns, uns in der Welt zurechtzufinden. Es hilf uns sozusagen im tagtäglichen Verkehr des Lebens über die Straße zu kommen…

„Schau dich um! Alles, wofür wir Wörter haben, ist das Tonal. Das Tonal ist alles, was wir kennen“, wiederholte er langsam. „Und dies schließt nicht nur uns als Personen ein, sondern alles in unserer Welt. Man kann sagen, das Tonal ist alles, worauf unser Auge fällt. Bereits im Augenblick unserer Geburt beginnen wir es zu hegen und zu pflegen. In dem Moment, da wir den ersten Atemzug tun, atmen wir auch Kraft für das Tonal ein: Es trifft also zu, dass das Tonal eines Menschen eng mit seiner Geburt verbunden ist. Das Tonal beginnt mit der Geburt und endet mit dem Tod.“

Das Tonal ist also in diesem Kontext das, was wir wissen können, das, was wir in der Lage sind mit unseren Sinnen und auch unter Zuhilfenahme von technischem Gerät wahrzunehmen. Das, was wir benennen können. Doch heißt dies, dass diese Insel die Wirklichkeit ist? Sie benennt nur einen Ausschnitt der Wirklichkeit und sobald wir es in ein Begriffssystem einpassen, verliert es seinen eigentlichen Charakter, nämlich mehr zu sein als die Summe seiner Teile.

Die Verwendung von Begriffen impliziert, wir wüssten, was es ist. Als wenn ein Begriff etwas vollständig umfassen könnte. Am Beispiel einer Landkarte wird deutlich, dass dies nicht so ist. So kann eine Landkarte noch so präzise sein und das beschriebene Gebiet äußerst detailreich wiedergeben, sie wird niemals das Gebiet, welches sie beschreibt, ersetzen können. Soviel mehr noch gehört dazu, sich in der Natur zu befinden, das Geräusch der Brandung an den Felsen im Meer zu hören, die frisch aufkeimende Erde im Frühling zu riechen oder die urige Borke eines Baumes zu fühlen. Das wirkliche Sein in diesem Gebiet wirst du niemals umfassend beschreiben können. Du kannst dich dem nähern – und die Menschen aller Zeiten haben dies immer wieder getan – indem sie Musik oder Poesie benutzten, um Gefühle jenseits von Begriffen zu vermitteln. Und doch wird es immer anders sein, wirklich dort zu sein. Eine Landkarte kann ein Gebiet niemals vollständig beschreiben.

Der eigentliche Charakter von etwas liegt jenseits eines Begriffes und ist immer mehr als der Begriff selbst. Dies negiert nicht den Wert eines Begriffes, sondern relativiert nur seine Bedeutung. Ein Begriff hilft uns, uns in der Welt zurechtzufinden und gleichzeitig birgt er die Gefahr, dass wir ihn für die eigentliche Wirklichkeit nehmen.

Das Meer – das Nagual

Aber was ist denn jetzt die Wirklichkeit? Wie können wir uns jetzt das Meer vorstellen, auf dem die Insel des Tonal schwimmt? Auch hier gibt es einen Begriff, den Don Juan Matus verwendet, um Carlos Castaneda den Unterschied zwischen Realität und der Wirklichkeit zu erläutern. Das Wort Nagual benennt das Meer, wobei es hier viel schwieriger für uns ist, mit diesem Begriff zu hantieren, denn sobald wir etwas benennen, ist es Tonal. Wenn dieser neue Begriff des Nagual nun hinzukommt, heißt es also aufpassen, dass wir dies immer im Hinterkopf behalten. Sowie wir es benennen und ab dem Moment, wo es durch unser Benennen eine Gestalt bekommt, die es heraushebt aus einem Zustand des „Nichtseins“ (was nicht heißt, dass es vorher nicht war), ist es wieder Tonal.

Dieses hilflose sich Umschauen und suchen nach Halt, welches wir jetzt vielleicht bei der Betrachtung des Begriffs empfinden, empfand auch Carlos Castaneda, als er Don Juan an einer Stelle fragte:

„Ist das Nagual das höchste Wesen? Ist das Nagual Gott?“
„Nein! Gott ist ein Gegenstand unseres persönlichen Tonal und des Tonal der Zeiten. Wie schon gesagt, das Tonal ist alles, woraus die Welt sich zusammensetzt – einschließlich Gott, natürlich. Gott hat nicht mehr Bedeutung, als dass er ein Teil des Tonal unserer Zeit ist.“

Und hier zeigt sich, dass wir eigentlich jeden Begriff sehr präzise beschreiben müssten, da wir nicht einfach so davon ausgehen können, dass andere Menschen einen Begriff mit demselben Inhalt füllen.

So fragt Carlos Castaneda:

„Für mich Don Juan, ist Gott alles. Sprechen wir überhaupt über dasselbe?“
Don Juan antwortet:
„Nein. Gott ist nur all das, was du zu denken vermagst, daher ist er, genau genommen, nur einer unter den Gegenständen auf der Insel. Man kann Gott nicht willentlich erleben, man kann nur über ihn sprechen. Das Nagual hingegen steht dem Schamanen zu Gebot. Man kann es erleben, aber man kann nicht darüber sprechen.“

In unserer Kultur ist die Vorstellung, dass Gott alles ist, sehr geläufig. Dass wir aber auch hier wieder den Begriff mit dem Gebiet verwechseln, wird spätestens dann deutlich, wenn wir uns mit Vertretern anderer Religionen unterhalten und feststellen, dass sie eine andere Vorstellung von Gott in sich tragen. Teilweise werden diese „Unterschiede“ mit absoluter Vehemenz verteidigt. Welches ist denn nun der „richtige“ Gott? Ist es der Gott der Christen oder der des Islam? Haben die Buddhisten Recht oder die Hindus? Seit Anbeginn der Zeit, seitdem wir Menschen mit Begriffen hantieren und dieser Verwechslung zwischen Begriff und Gebiet aufsitzen, streiten wir uns darüber, wer denn nun Recht hat. Würden wir es wirklich ernst meinen mit dieser Vorstellung, dass Gott alles ist, müssten sämtliche anderen Begrifflichkeiten und Definitionen was Gott ist, ebenso von unserem Begriff umfasst werden. Der Streit würde sofort enden und wir würden erkennen, dass wir alle dasselbe meinen. Leider scheinen wir davon immer noch weit entfernt zu sein.

In dem Kontext, in dem Carlos Castaneda fragt, ist Gott ein Begriff und von daher Teil des Tonal, wie bei so vielen von uns. Wenn wir darüber sprechen und einen Begriff dafür verwenden, ist es Tonal.

Die Antwort Don Juan’s zeigt, wie schwer es ist, mit Worten das Nagual zu benennen:

„Man kann es erleben, aber man kann nicht darüber sprechen.“

Und dies ist der Unterschied zwischen einer Religion und Spiritualität. In einer freien Gesellschaft gibt es keine Religionen. Freie Menschen sind spirituelle Menschen. Sie erleben. Sie befinden sich im Gebiet, anstatt sich über Begrifflichkeiten zu streiten.

Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen

Gepostet am Aktualisiert am

13124644_887042868073471_8822277527981404787_n

„Dummheit ist ein viel gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe bewirken nichts; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.“

(vollständiger Text am Ende dieses Beitrages…)

Wenn jemand ohne Orientierung auf einem Bein humpelnd durch die Wüste geht, was passiert? – Richtig! Er geht im Kreis. Und zwar ohne es zu merken. Und das ist auch die Antwort auf die Frage, weswegen es bisher in der Geschichte immer wieder zu sozialistischen Staatsformen kommt, die früher oder später im Totalitarismus enden.

Es sind die Leute, die heute hinter den Grünen oder den Roten oder meinetwegen allen Parteien her humpeln, die in irgendeiner Form für Umverteilung sind, die Zwang befürworten und Geld stehlen, um es angeblich den Armen zu geben… Nach vorne umkleiden sie ihre Sozialprogramme mit dem Mäntelchen der Nächstenliebe, aber dahinter steht immer die Gewalt. Da Politiker NIEMALS ihr eigenes Geld zur Verfügung stellen, um diese angeblich sozialen Programme zu verwirklichen, müssen sie es zuerst von uns stehlen. Darüber hinaus bestreiten sie ihren Lebensunterhalt ausschließlich von diesem gestohlenen Geld. Kein einziger von denen produziert etwas. Der Diebstahl erfolgt immer unter der Androhung von Gewalt und ist von daher per Definition Raub. Ihre Gruppierungen sind die sozialistische Parteien, die früher oder später die Menschen entwaffnen (damit sie sich nicht mehr wehren können), das Gewaltmonopol benutzen (um die Menschen unter Kontrolle zu halten), haufenweise Gesetze erlassen (um die Menschen zum Gehorsam zu zwingen) und irgendwann auch Menschen in Lager sperren, weil sie sich weigern, „dem Programm“ zu entsprechen.

Der Sozialismus ist die schlimmste aller Staatsseuchen, insbesondere, wenn er sich mit dem Mäntelchen der Demokratie verkleidet. Hier ist es nicht ein Herrscher, der als Monarch mit Hilfe seiner Erfüllungsgehilfen die Menschen unter seine Kontrolle zwingt, sondern die manipulierte und gelenkte „Mehrheit“ und „die Allgemeinheit“, die Herrschaft im Namen einer Gruppe von Herrschern mit Gewalt durchsetzt.

Wie oft hast du schon erlebt, dass wenn du mit Menschen über die Freiheit zu reden versuchst, sie selbst diese einfachsten Zusammenhänge nicht zu begreifen scheinen? Sie scheinen immun gegenüber diesen Tatsachen zu sein. Die andauernde Manipulation der Herrscher zeigt sich in der Unfähigkeit der Menschen, zu verstehen. Das Problem dabei ist allerdings, dass du in der Konfrontation mit dieser „Dummheit“ selbst immer wieder in Zweifel gerätst, da dir diese Dummheit in der Masse der Menschen begegnet. Es ist die Masse der Menschen, die Opfer dieser Manipulation geworden sind. Es ist die Masse der Menschen, die zulassen, dass die Lügenpresse ihr Weltbild schafft. Tag für Tag sitzen sie vorm Fernseher und lassen Lügen in sich einlaufen. Diese Menschen sind überzeugt davon, dass das, was ihnen serviert wird, der Wahrheit entspricht. Sie schauen sich um und entdecken, dass ihr Nachbar ebenso denkt, wie sie. Sie finden überall Bestätigung. Sie zweifeln nicht. Doch du zweifelst. Und vielleicht lässt dich dieser Zustand sogar manchmal verzweifelt sein.

Doch dein Zweifel ist ein Zeichen deiner Intelligenz. Dein Zweifel hat irgendwann dazu geführt, dass du angefangen hast, gewisse Aussagen zu hinterfragen. Gegen alle Widerstände hast du selbst angefangen, nach der Wahrheit zu forschen. Und deine Entdeckungen waren mit aller Sicherheit erschreckend. Zu erfahren, dass man belogen wurde, gehört zu einer der schmerzhaftesten Erfahrungen überhaupt. Kaum etwas tut mehr weh, als zu entdecken, dass man belogen wurde.

Wirklich intelligente Menschen sind also voller Zweifel. Der Zweifel ist der Kern ihrer Intelligenz. Doch gleichzeitig ist der Zweifel auch der Kern ihrer Einsamkeit. Nur die Erfahrung, dass um dich herum immer mehr Menschen auf Grund ihres Zweifels aufwachen, kann deinen Schmerz etwas mildern.

Aufgrund der Tatsache, dass die Dummen sich in ihrer Masse bewegen, strotzen sie vor Selbstgefälligkeit. Es fällt ihnen gar nicht ein, dass ihr Weltbild nur eine Blase ist. Eine Illusion, geschaffen von den Personen, die darauf angewiesen sind, dass die Menschen weiter dumm bleiben. Die Dummheit der Menschen ist es, die Herrschaft weiterbestehen lässt. Neben der Manipulation der Herrscher ist ihre Dummheit die Ursache für andauerndes Leid. Was glaubst du, warum die Kinder in den Schulen nicht zu selbstständigem Denken ermuntert werden? In den heutigen Schulen geht es nicht um das Wohl der Kinder, sondern um das Wohl des Staates. Aus Kindern sollen Staatsbürger werden, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie gehorchen, wählen gehen, ihre politischen/staatlichen Ausbeuter verherrlichen und ansonsten schön brav stillsitzen und die Klappe halten. Die Erziehung bewirkt, dass Menschen obrigkeitshörig, lethargisch und dumm werden.

Larken Rose hat einmal beschrieben, was passieren würde, wenn Menschen plötzlich ihre Dummheit vergessen würden. Wenn es bislang keine Aufzeichnung über das Wissen der Menschen geben würde, dann würden die Menschen schnell alles Mögliche über die Welt herauskriegen. Über Physik, über Psychologie, darüber, wie Wirtschaft funktioniert, was den Markt ausmacht… – alles Dinge, die in der tatsächlichen Welt existieren und die man messen und untersuchen kann und die man verstehen kann, ohne dass man einen „blinden Glauben“ daran verlangen müsste. Aber niemand könnte „herausfinden“, dass es einen fetten Kerl in einem roten Anzug gibt, der an einem Tag im Winter Geschenke an alle braven Kinder verteilt… Das könnte niemand „herausfinden“, weil das einfach nicht so ist! Und niemand könnte „herausfinden“ das eine Handvoll von Psychopathen in einem Gebiet, durch eine magische göttliche Kraft plötzlich das Recht erhalten haben, über ein paar hundert Millionen andere Menschen zu herrschen. Weil das einfach nicht so ist!

Der einzige „Beweis“ dafür, dass Herrschaft legitim ist oder existieren muss, ist, dass es Leute gibt, die sagen, dass es so ist und von dir verlangen, dass du diesen Schwachsinn glaubst. Wenn die Menschen nur das akzeptieren würden, wofür es tatsächliche Anhaltspunkte gibt, anstatt ihre Weltsicht auf den Mist zu stützen, den sich ein paar Leute einfach ausgedacht haben… dann wäre dies eine ganz andere Welt.

Also war dein Zweifel dein Weckruf. Du warst nicht bereit, den Lügen zu glauben. Auf Grund deiner Zweifel ist die Dummheit von dir abgefallen und du hast begonnen, dich für das zu interessieren, was wirklich ist. Der Glaube ist der Feind des Wissens. Glauben heißt nicht wissen! Dummheit und Glauben sind eng miteinander verwandt. Der Glaube bewirkt, dass sich Menschen aufmachen, andere abzuschlachten, weil ihr Glaube ein anderer ist. Umso stärker die Dummheit, umso stärker der Glaube. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Wer blind seinem Glauben folgt, ist in Wahrheit ein dummer Mensch. Die fanatischsten unter ihnen sind tatsächlich die dümmsten Menschen überhaupt!

„Dummheit ist ein viel gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe bewirken nichts; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.

Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, dass sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anlässlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, dass die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als dass unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, dass abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. Sie ist eine besondere Form der Einwirkung geschichtlicher Umstände auf den Menschen, eine psychologische Begleiterscheinung bestimmter äußerer Verhältnisse.

Bei genauerem Zusehen zeigt sich, dass jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, dass bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern dass unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und dass dieser nun – mehr oder weniger unbewusst – darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden.

Dass der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, dass man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen missbraucht, misshandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen. Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Missbrauchs. Dadurch werden Menschen für immer zugrunde gerichtet werden können.

Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, dass nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, dass eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen. In dieser Sachlage wird es übrigens auch begründet sein, dass wir uns unter solchen Umständen vergeblich darum bemühen, zu wissen, was »das Volk« eigentlich denkt, und warum diese Frage für den verantwortlich Denkenden und Handelnden zugleich so überflüssig ist – immer nur unter den gegebenen Umständen.

Quelle: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hrsg. von E. Bethge. TB Siebenstern. Gütersloh 1985. S. 14 f.

Wir sind das Volk

Gepostet am Aktualisiert am

human-567566_1920

 

„Die Vernünftigen treten aus und die radikalen Islamgegner werden immer lauter…“

Der Alfa laufen die Mitglieder weg! Die Aussagen der Urheberin des obigen Zitats, sind zwar zu einem Teil richtig, aber was sie – wie viele andere auch – nicht zu begreifen scheint, ist, dass das von ihr beklagte lauter werden der „Islamgegner“ eine ganz natürliche Entwicklung ist. Jeder auch nur einigermaßen aufgeweckte Mensch erkennt, was um uns herum geschieht. Dass das Fluten Deutschlands und anderer europäischer Länder eine konzertierte Aktion ist, um die Nationalstaaten und damit die Identitäten der einzelnen Länder zu zerstören. Und in diesem Kontext hat sie recht mit ihrer Aussage, dass die Vernünftigen aus der Alfa austreten.

Doch sicher bezieht sich ihre Aussage eher auf ihre irrige Annahme, dass „Vernunft“ bedeuten würde, Tatsachen zu ignorieren. Doch ich weiß, dass einige wirklich vernünftige Menschen austreten, weil sie erkannt haben, dass die Alfa nur entstanden ist, weil Lucke aus der AfD geflogen ist und er es als „Alfa-Mensch“ nun mal nicht verknusen konnte, seine Alleinherrschaft zu verlieren. Es handelt sich bei der Alfa nur um eine Gruppe von willigen und geblendeten Gefolgsleuten Luckes, die damals gedacht haben, dass die AfD wegen ihrer klaren Positionierung gegen die Islamisierung keine Zukunft haben wird. Sicher waren auch viele dabei, die einfach nur die Befürchtung hatten, mit der im Mainstream so erfolgreich propagierten angeblich rechten Gesinnung der AfD in Verbindung gebracht zu werden. Auch diese Furcht zeugt, von einem erheblichen Missverständnis, da die eigentliche Gefahr nicht von rechts ausgeht, sondern von Links, da – und das muss ich hier eigentlich nicht näher erläutern – das angebliche „Rechts“ in Wirklichkeit immer links war und sich das heutige „Links“ immer noch sehr erfolgreich mit dieser Verwirrung tarnt.

Tatsache ist, dass die Alfa sich fragen sollte, wo eigentlich ihre Daseinsberechtigung liegt. Die zwanghafte Strategie Luckes sich irgendwie von der AfD abzugrenzen, ist insofern schizophren, als dass alle Ziele der Alfa bereits von den anderen Mainstreamparteien abgedeckt werden und im Grunde genauso den Sozialismus, also linkes Gedankengut, beinhalten. Alle Elemente, die wirklich in eine andere politische Richtung zeigen, werden von der AfD vertreten. Man könnte sagen, dass die AfD tatsächlich die einzige Alternative zum übrigen Einheitsparteienbrei ist, zudem letztlich auch die Alfa gehört.

Es ist schade, dass durch solche Machtmenschen wie Lucke und andere der heutigen sogenannten „Spitzenpolitiker“ die Kräfte des Volkes – also der Menschen selbst – fragmentiert werden, was den Kampf der Menschen, sich vom Sozialismus zu befreien, nur mühsamer macht. Was diese Politiker immer noch nicht begreifen, ist, dass wir das Volk sind. Wir – das Volk – bestimmen die Richtung der Entwicklung. Das Erstarken der AfD ist ein Zeichen der Erstarkung des Volkes. Das schwächer werden der anderen Parteien – und auch der Alfa – ist ein Zeichen der Erstarkung des Volkes. Es ist töricht, sich diesem immer stärker werdenden Strom widersetzen zu wollen. Die AfD ist nicht so stark geworden, weil dort irgendwelche charismatischen Politiker mehr oder weniger erfolgreich ihre Lügen verbreiten, um sich parasitär vom Volk zu ernähren, sondern weil die Entwicklung der Menschen in der AfD eine Bündelung erfährt. Die AfD repräsentiert die Entwicklung der Menschen.

Und dass nicht gleich alles glatt läuft, ist doch verständlich. Was Freiheit angeht, sind wir Menschen wie Kinder, die gerade erst wieder anfangen, nach langer Zeit der Unterdrückung, die ersten Schritte zu wagen. Natürlich ist unser Schritt zunächst unsicher, aber mit jedem Schritt werden wir lernen. Der Bann der Manipulation der Herrscher scheint gebrochen zu sein. Noch versuchen die Herrscher, die Menschen auf ihrem Weg, mit den einzig ihnen möglichen Werkzeugen, der Lüge und der Gewalt, aufzuhalten und wieder unter ihre Kontrolle zu zwingen, doch wird es ihnen diesmal nicht gelingen. Der Weg der Menschen in Richtung Freiheit ist letztlich vorgezeichnet. Das Ende der Herrschaftsform der Demokratie ist eingeläutet.

Dass wir bis zu unserer letztlichen Bestimmung der Freiheit noch durch viele dunkle Täler wandern müssen ist klar. Die nähere Zukunft wird alles andere als rosig. Die Befreiung aus den Ketten der Herrschaft war immer blutig, da kein Herrscher bereit ist, seine Sklaven einfach gehen zu lassen. Doch werden die Menschen sich schließlich befreien. Warum ich das weiß? Weil die Natur des Menschen Freiheit ist. Die uns bestimmte Entwicklung in Richtung Freiheit, ist nicht aufzuhalten.