Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen

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„Dummheit ist ein viel gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe bewirken nichts; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.“

(vollständiger Text am Ende dieses Beitrages…)

Wenn jemand ohne Orientierung auf einem Bein humpelnd durch die Wüste geht, was passiert? – Richtig! Er geht im Kreis. Und zwar ohne es zu merken. Und das ist auch die Antwort auf die Frage, weswegen es bisher in der Geschichte immer wieder zu sozialistischen Staatsformen kommt, die früher oder später im Totalitarismus enden.

Es sind die Leute, die heute hinter den Grünen oder den Roten oder meinetwegen allen Parteien her humpeln, die in irgendeiner Form für Umverteilung sind, die Zwang befürworten und Geld stehlen, um es angeblich den Armen zu geben… Nach vorne umkleiden sie ihre Sozialprogramme mit dem Mäntelchen der Nächstenliebe, aber dahinter steht immer die Gewalt. Da Politiker NIEMALS ihr eigenes Geld zur Verfügung stellen, um diese angeblich sozialen Programme zu verwirklichen, müssen sie es zuerst von uns stehlen. Darüber hinaus bestreiten sie ihren Lebensunterhalt ausschließlich von diesem gestohlenen Geld. Kein einziger von denen produziert etwas. Der Diebstahl erfolgt immer unter der Androhung von Gewalt und ist von daher per Definition Raub. Ihre Gruppierungen sind die sozialistische Parteien, die früher oder später die Menschen entwaffnen (damit sie sich nicht mehr wehren können), das Gewaltmonopol benutzen (um die Menschen unter Kontrolle zu halten), haufenweise Gesetze erlassen (um die Menschen zum Gehorsam zu zwingen) und irgendwann auch Menschen in Lager sperren, weil sie sich weigern, „dem Programm“ zu entsprechen.

Der Sozialismus ist die schlimmste aller Staatsseuchen, insbesondere, wenn er sich mit dem Mäntelchen der Demokratie verkleidet. Hier ist es nicht ein Herrscher, der als Monarch mit Hilfe seiner Erfüllungsgehilfen die Menschen unter seine Kontrolle zwingt, sondern die manipulierte und gelenkte „Mehrheit“ und „die Allgemeinheit“, die Herrschaft im Namen einer Gruppe von Herrschern mit Gewalt durchsetzt.

Wie oft hast du schon erlebt, dass wenn du mit Menschen über die Freiheit zu reden versuchst, sie selbst diese einfachsten Zusammenhänge nicht zu begreifen scheinen? Sie scheinen immun gegenüber diesen Tatsachen zu sein. Die andauernde Manipulation der Herrscher zeigt sich in der Unfähigkeit der Menschen, zu verstehen. Das Problem dabei ist allerdings, dass du in der Konfrontation mit dieser „Dummheit“ selbst immer wieder in Zweifel gerätst, da dir diese Dummheit in der Masse der Menschen begegnet. Es ist die Masse der Menschen, die Opfer dieser Manipulation geworden sind. Es ist die Masse der Menschen, die zulassen, dass die Lügenpresse ihr Weltbild schafft. Tag für Tag sitzen sie vorm Fernseher und lassen Lügen in sich einlaufen. Diese Menschen sind überzeugt davon, dass das, was ihnen serviert wird, der Wahrheit entspricht. Sie schauen sich um und entdecken, dass ihr Nachbar ebenso denkt, wie sie. Sie finden überall Bestätigung. Sie zweifeln nicht. Doch du zweifelst. Und vielleicht lässt dich dieser Zustand sogar manchmal verzweifelt sein.

Doch dein Zweifel ist ein Zeichen deiner Intelligenz. Dein Zweifel hat irgendwann dazu geführt, dass du angefangen hast, gewisse Aussagen zu hinterfragen. Gegen alle Widerstände hast du selbst angefangen, nach der Wahrheit zu forschen. Und deine Entdeckungen waren mit aller Sicherheit erschreckend. Zu erfahren, dass man belogen wurde, gehört zu einer der schmerzhaftesten Erfahrungen überhaupt. Kaum etwas tut mehr weh, als zu entdecken, dass man belogen wurde.

Wirklich intelligente Menschen sind also voller Zweifel. Der Zweifel ist der Kern ihrer Intelligenz. Doch gleichzeitig ist der Zweifel auch der Kern ihrer Einsamkeit. Nur die Erfahrung, dass um dich herum immer mehr Menschen auf Grund ihres Zweifels aufwachen, kann deinen Schmerz etwas mildern.

Aufgrund der Tatsache, dass die Dummen sich in ihrer Masse bewegen, strotzen sie vor Selbstgefälligkeit. Es fällt ihnen gar nicht ein, dass ihr Weltbild nur eine Blase ist. Eine Illusion, geschaffen von den Personen, die darauf angewiesen sind, dass die Menschen weiter dumm bleiben. Die Dummheit der Menschen ist es, die Herrschaft weiterbestehen lässt. Neben der Manipulation der Herrscher ist ihre Dummheit die Ursache für andauerndes Leid. Was glaubst du, warum die Kinder in den Schulen nicht zu selbstständigem Denken ermuntert werden? In den heutigen Schulen geht es nicht um das Wohl der Kinder, sondern um das Wohl des Staates. Aus Kindern sollen Staatsbürger werden, die sich vor allem dadurch auszeichnen, dass sie gehorchen, wählen gehen, ihre politischen/staatlichen Ausbeuter verherrlichen und ansonsten schön brav stillsitzen und die Klappe halten. Die Erziehung bewirkt, dass Menschen obrigkeitshörig, lethargisch und dumm werden.

Larken Rose hat einmal beschrieben, was passieren würde, wenn Menschen plötzlich ihre Dummheit vergessen würden. Wenn es bislang keine Aufzeichnung über das Wissen der Menschen geben würde, dann würden die Menschen schnell alles Mögliche über die Welt herauskriegen. Über Physik, über Psychologie, darüber, wie Wirtschaft funktioniert, was den Markt ausmacht… – alles Dinge, die in der tatsächlichen Welt existieren und die man messen und untersuchen kann und die man verstehen kann, ohne dass man einen „blinden Glauben“ daran verlangen müsste. Aber niemand könnte „herausfinden“, dass es einen fetten Kerl in einem roten Anzug gibt, der an einem Tag im Winter Geschenke an alle braven Kinder verteilt… Das könnte niemand „herausfinden“, weil das einfach nicht so ist! Und niemand könnte „herausfinden“ das eine Handvoll von Psychopathen in einem Gebiet, durch eine magische göttliche Kraft plötzlich das Recht erhalten haben, über ein paar hundert Millionen andere Menschen zu herrschen. Weil das einfach nicht so ist!

Der einzige „Beweis“ dafür, dass Herrschaft legitim ist oder existieren muss, ist, dass es Leute gibt, die sagen, dass es so ist und von dir verlangen, dass du diesen Schwachsinn glaubst. Wenn die Menschen nur das akzeptieren würden, wofür es tatsächliche Anhaltspunkte gibt, anstatt ihre Weltsicht auf den Mist zu stützen, den sich ein paar Leute einfach ausgedacht haben… dann wäre dies eine ganz andere Welt.

Also war dein Zweifel dein Weckruf. Du warst nicht bereit, den Lügen zu glauben. Auf Grund deiner Zweifel ist die Dummheit von dir abgefallen und du hast begonnen, dich für das zu interessieren, was wirklich ist. Der Glaube ist der Feind des Wissens. Glauben heißt nicht wissen! Dummheit und Glauben sind eng miteinander verwandt. Der Glaube bewirkt, dass sich Menschen aufmachen, andere abzuschlachten, weil ihr Glaube ein anderer ist. Umso stärker die Dummheit, umso stärker der Glaube. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Wer blind seinem Glauben folgt, ist in Wahrheit ein dummer Mensch. Die fanatischsten unter ihnen sind tatsächlich die dümmsten Menschen überhaupt!

„Dummheit ist ein viel gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe bewirken nichts; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch – und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.

Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, dass sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anlässlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, dass die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als dass unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, dass abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen. So scheint die Dummheit vielleicht weniger ein psychologisches als ein soziologisches Problem zu sein. Sie ist eine besondere Form der Einwirkung geschichtlicher Umstände auf den Menschen, eine psychologische Begleiterscheinung bestimmter äußerer Verhältnisse.

Bei genauerem Zusehen zeigt sich, dass jede starke äußere Machtentfaltung, sei sie politischer oder religiöser Art, einen großen Teil der Menschen mit Dummheit schlägt. Ja, es hat den Anschein, als sei das geradezu ein soziologisch-psychologisches Gesetz. Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, dass bestimmte – also etwa intellektuelle – Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern dass unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und dass dieser nun – mehr oder weniger unbewusst – darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden.

Dass der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, dass man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen missbraucht, misshandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen. Hier liegt die Gefahr eines diabolischen Missbrauchs. Dadurch werden Menschen für immer zugrunde gerichtet werden können.

Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, dass nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, dass eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen. In dieser Sachlage wird es übrigens auch begründet sein, dass wir uns unter solchen Umständen vergeblich darum bemühen, zu wissen, was »das Volk« eigentlich denkt, und warum diese Frage für den verantwortlich Denkenden und Handelnden zugleich so überflüssig ist – immer nur unter den gegebenen Umständen.

Quelle: Dietrich Bonhoeffer. Widerstand und Ergebung. Briefe und Aufzeichnungen aus der Haft, hrsg. von E. Bethge. TB Siebenstern. Gütersloh 1985. S. 14 f.

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2 Kommentare zu „Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen

    roofer0815 sagte:
    13. Mai 2016 um 17:16

    Hat dies auf rooferblog rebloggt.

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    Julia Nikolaeva sagte:
    14. Mai 2016 um 12:29

    Kann ich nur zustimmen…

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