Libertarismus braucht Grenzen

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Eine Spaltung ist eingetreten. Während vor einiger Zeit noch der Begriff „Libertär“ für Freiheit und ein friedliches Miteinander stand und von Menschen benutzt wurde, um anzuzeigen, dass sie der Vision einer Zukunft ohne Staat folgen, ohne Eingriffe in den freien Markt, ohne Subventionen, ohne Unterteilung in Herrscher und Beherrschte, so muss man heute sehr genau hinschauen, wer sich eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt. Letztlich kam die Präzisierung des Begriffes Libertär von Hans Herman Hoppe, der als erster den Begriff „Linkslibertär“ benutzte, um aufzuzeigen, dass sich auch hinter diesem Begriff Personen und Gruppierungen verstecken, die sozialistische und damit die Freiheit bedrohende Ideen mit libertären Aussagen vermengen.

Hans Hermann Hoppe

Darauf angesprochen war sogar die Reaktion dieser Gruppierungen ganz ähnlich anderer sozialistischen Gruppierungen: Sie konterten auf den Begriff „Linkslibertär“ mit dem Vorwurf, dass diejenigen, die jetzt Kritik üben, „rechts“ wären. Sie taten dies auch in vollem Wissen, dass in der heutigen Zeit der Vorwurf „rechts“ zu sein, bei den meisten Menschen heftige Reaktionen der Ablehnung hervorruft. Sie taten dies in vollem Bewusstsein, dass diese reaktive Ablehnung dann NICHTS mit den tatsächlichen Inhalten zu tun haben wird, sondern sich nur auf ein künstlich hergestelltes auf Manipulation basierendes und verdrehtes BILD bezieht, welches das Gegenteil von Links automatisch als rechtsgerichtet und damit als schlecht und verabscheuungswürdig verortet. Doch das Gegenteil von Links ist nicht rechts, sondern frei. Die Reaktion der Links-Libertären war also ähnlich der sprichwörtlich getroffenen Hunde, die umso lautstarker bellen, umso mehr ihre eigene Ideologie sichtbar wird.

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Ich will dabei noch nicht einmal behaupten, dass es sich bei allen bellenden Hunden um tatsächliche Sozialisten handelt, die sich chamäleonartig dem jeweiligen Zeitgeist anpassen, um die Geisel dieser Ideologie von Generation zu Generation weiterzugeben. Sehr viele – vermutlich die meisten – wurden nur Opfer ihrer eigenen Indoktrination. Die Angst davor, als „rechts“ gebrandmarkt zu werden, bestimmte ihre Ablehnung. Also stimmten sie in das Geheul mit ein und merkten gar nicht, dass sie sich mit der Übernahme der Idee der offenen Grenzen (open border) auf eine Stufe mit den etablierten Parteien wie Grüne, SPD, CDU und Linke stellten. Sie merkten vermutlich lange Zeit nicht, dass die Wand, auf die sie mit großer Geschwindigkeit zu fuhren, ihnen immer näher kam, bis ein Ausweichen nicht mehr möglich war.

Die Vertreter der „Open Border“-Philosophie der Libertären haben sich selbst gegen die Wand gefahren. Nur den wirklich verbohrten ist dies noch nicht aufgefallen. Sehr vielen Menschen ist mittlerweile klar geworden, das Grenzen nicht für Gefängnisse stehen, sondern Schutz bedeuten. Jede Gemeinschaft – gerade auch freiheitliche Gemeinschaften – brauchen den Schutz einer Grenze. Auch der Vorwurf, dass Grenzen automatisch für einen Staat stehen würden, hält sich nur noch bei den völlig verblendeten oder denjenigen, die tatsächlich ein Interesse daran haben, die libertäre Bewegung in Deutschland mit sozialistischen Inhalten zu verseuchen und damit zu zerstören.

Doch glücklicherweise scheinen die Menschen mehr und mehr Aufmerksam zu sein und sind nicht mehr so anfällig für die verführerischen Begriffe „Gemeinwohl“ und „Allgemeinheit“. Auch haben mittlerweile viele erkannt, dass die Nazis Sozialisten waren und der Vorwurf „rechts“ zu sein, nur eine Nebelkerze ist. Langsam scheinen sich die Menschen wieder an Begriffe wie „Heimat“ und den Erhalt von Werten, wie einer Sprache, Gebräuchen und vor allem UNTERSCHIEDEN heranzutasten. Sie haben erkannt, dass in Unterschieden nur Vorteile liegen und dass es eine Gleichheit gar nicht gibt. Was es gibt, ist nur der Versuch der „Gleichmacherei“ und der geht IMMER mit Gewalt und Zwang einher. Menschen sind nicht gleich. Sie sind verschieden. Und es ist gut und richtig, dass sie selbst für den Erhalt ihrer Unterschiedlichkeit eintreten. Und Unterschiedlichkeit braucht Grenzen. Eine Grenze zeigt auf, dass hier das eine endet und das andere beginnt. Hier bin ich und dort bist du. Das Individuum existiert nur durch eine Grenze. Grenzen schützen das Individuum.

Ehemals war das Individuum das zentrale Element des Libertarismus. An dem Beispiel der Open Border Philosophie kann man leicht erkennen, wie zerstörerisch sich diese Ideen auf den Libertarismus ausgewirkt haben. In der Tat soll das Individuum geopfert werden durch die Vorgabe der offenen Grenzen. Verkleidet hinter den pseudomenschlichen Idealen der Gleichheit, wird das Individuum auf dem Altar der ungehinderten Zuwanderung geopfert.

Glücklicherweise erscheinen die Rufe, zunächst den Sozialstaat abschaffen zu wollen, damit sich dann das Problem der massenhaften Zuwanderung von selber löst, mehr und mehr lächerlich, in Anbetracht der immer schlimmer werdenden Situation.

Die Links-Libertären haben sich selbst an die Wand gefahren. Die Zeit scheint reif, dass immer mehr Menschen erkennen, dass wahre Freiheit Grenzen braucht.

Libertarismus braucht Grenzen.

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