Allgemein

Evolution is conservative

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„It is a truism of biology that evolution is conservative. When something evolves, it must build upon what nature has already produced. New features may be added, and old features may undergo some alteration, but most things remain the same. It is for this reason that the wings of bats, the hands of human beings, and the fins of whales look astonishingly alike in their skeletal form. They even have the same number of bones. Evolution laid down the cornerstones for basic physiology long ago.“

Jordan B. Peterson

 

In einem vorangegangenen Text schrieb ich, dass wir nicht alles zerstören müssen, um Neues zu erschaffen. Meine Worte dort lauteten: Um etwas „besser“ zu machen, muss nicht alles Alte bis auf die Grundmauern abgerissen werden. Es liegt viel Gutes in unserer Vergangenheit. Um eine Zukunft zu erfahren, in der Freiheit wieder den Stellenwert einnimmt, der ihr zusteht, muss nicht alles Bisherige dem Erdboden gleichgemacht werden. (Link)

In der obige Aussage von Jordan B. Petersen finden wir ähnliches. In der derzeitigen Situation haben sehr viele Menschen das Gefühl, dass Altes zerstört werden müsste, um Neues zu erschaffen. Ganz davon abgesehen, dass dies eine enorme Anstrengung wäre, die mit viel Schweiß – und im beschriebenen Kontext auch mit viel vergossenem Blut – einhergehen würde, warum nicht von der Natur lernen oder besser: im Einklang mit der Natur handeln?

Im obigen Text bezieht sich Peterson natürlich auf die evolutionäre Entwicklung der verschiedenen Spezies. Doch wissen Leser meiner Texte, dass ich ein Verfechter der Sichtweise „wie im Kleinen, so im Großen“ bin. Und ich denke wirklich, dass auch die politischen Entwicklung im gewissen Sinne ein evolutionäres Geschehen ist. Natürlich ist die Demokratie nicht der Weisheit letzter Schluss. Und ja, die Demokratie beinhaltet noch sehr viele Elemente verborgener Herrschaft und der Weg in Richtung Freiheit mag noch lang und steinig sein, doch ist es – zumindest in meinen Augen – deutlich, dass wir Menschen uns entwickelt haben. Ältere Formen der Herrschaft haben wir überwunden. Um jetzt unseren Weg der Entwicklung weiterzugehen, müssen wir nicht das Alte zerstören. Wir können darauf aufbauen; das Alte wertschätzen. Wir können handeln, wie es in der Natur zu beobachten ist. Wir können verändern und bewahren. In diesem Kontext liegt darin kein Widerspruch.

Evolution statt Revolution.

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Evolution statt Revolution

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Die amerikanische Verfassung war das bislang freiheitlichste Regelwerk zum Zusammenleben von Menschen. Dass dieses Werk über die Zeit korrumpiert wurde, ist nicht den Gründervätern anzulasten, sondern der Dummheit der Menschen und ihrer Bequemlichkeit. Freiheit braucht ständige Überwachung. Und wohl kaum ein Amerikaner würde auf die Idee kommen, dass die amerikanische Verfassung nicht für ihn gelten würde, auch wenn er lange nach dem 17. September 1787 geboren wurde.

Und trotz dem das deutsche Grundgesetz, welches im Mai 1949 beschlossen wurde, unter ganz anderen Vorzeichen stand, stellt man bei näherer Beschäftigung fest, dass auch in diesem Werk die Freiheit des Menschen an erster Stelle stand. So gibt es im Grundgesetz keine Paragrafen, sondern nur Artikel. Es handelt sich also nicht um Vorschriften, sondern um die Definition der Rechte, die jeder Mensch in Deutschland besitzt. Und auch hier gilt, dass der Verfall Deutschlands nicht im Grundgesetz selbst liegt, sondern in der Unaufmerksamkeit der Menschen.

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Benjamin Franklin, einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten von Amerika, sagte: „Diejenigen, die bereit sind, grundlegende Freiheiten aufzugeben, um ein wenig kurzfristige Sicherheit zu erlangen, verdienen weder Freiheit noch Sicherheit.“

Eine ähnliche Aussage eines deutschen „Gründervaters“ ist mir zwar nicht bekannt, doch ist doch klar, dass wir auch hier in Deutschland sträflich versäumt haben, die Freiheit des Menschen als das höchste Gut zu schützen.

In Deutschland ist es zudem so, dass sich sehr viele Menschen nicht mehr auf das Grundgesetz beziehen. Zum einen wird es von Personen abgelehnt, die behaupten, dass es sich bei dem Grundgesetz nicht um eine Verfassung handeln würde. Andere (Libertäre) lehnen generell grundlegende Vereinbarungen zum Zusammenleben von Menschen ab und erkennen nicht die Komplexität eines derartigen Unterfangens. Es ist eben nicht damit getan, zu behaupten, dass alle Menschen die gleichen Rechte hätten und man sich aus dem Grund nähere Gedanken zum Zusammenleben von Menschen in großen Gruppen (und nichts anderes sind Staaten) sparen könnte.

Wie gesagt, die Verfassung der vereinigten Staaten war das bisher freiheitlichste Regelwerk und das deutsche Grundgesetz ist ebenfalls eine sehr gute Grundlage. Der „Fehler“ liegt weder in der Verfassung, noch im Grundgesetz, sondern in der Ignoranz und Faulheit, im Desinteresse der Menschen. Selbst wenn man jetzt anerkennt, dass gewisse Kräfte, jenseits des großen Teichs, wie auch in Deutschland, bewusst für die Verdummung der Menschen gesorgt haben, um ihre egoistischen Ziele zu verfolgen und die Freiheit der Menschen einzuschränken, bleibt es dennoch die Verantwortung der Menschen, dass sie es nicht verhindert haben.

Dies ist die große Lernaufgabe dieser Generation und der Folgenden. Wir dürfen nicht mehr zulassen, dass die Freiheit ausgehöhlt wird. Und dazu gehört, nicht mehr reaktiv alles zu verdammen, was mit Staat oder Verfassung und mit Rechten und Pflichten zu tun hat. Um etwas „besser“ zu machen, muss nicht alles Alte bis auf die Grundmauern abgerissen werden. Es liegt viel Gutes in unserer Vergangenheit. Um eine Zukunft zu erfahren, in der Freiheit wieder den Stellenwert einnimmt, der ihr zusteht, muss nicht alles Bisherige dem Erdboden gleichgemacht werden.

Es sind also nicht „die dort oben“, die als die Zerstörer der Freiheit gesehen werden sollten, denn so machen wir uns nur zum Opfer. Es sind wir alle! Wir haben zugelassen, dass „die dort oben“ die Freiheit immer mehr eingeschränkt haben. In der Übernahme der Verantwortung für ein Geschehen liegt ein enormes Potential. Wenn wir aufhören, anderen die Schuld an unserem Schicksal zu geben, können wir unser Schicksal wieder selbst in die Hand nehmen. Wir müssen nicht zerstören, um etwas Neues zu erschaffen.

Deshalb steht die Freiheitswelle nicht für Revolution, sondern für Evolution.

Zur Klarstellung

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Ein „Wirtschaftsmigrant“ ist jemand, der aus einem Land mit schlechter Ökonomie in ein Land mit florierender Ökonomie wechselt und dort seine Arbeitskraft einbringt, um die bestehende Ökonomie zu unterstützen und selbst davon zu profitieren. Wenn dieser „Wirtschaftsmigrant“ nur in ein anderes Land wechselt, um dort das Sozialsystem zu nutzen, handelt es sich um einen „Sozialschmarotzer“. In großer Zahl einwandernde Sozialschmarotzer belasten die Ökonomie des jeweiligen Landes und zerstören auf Dauer die bisher bestehende gute Ökonomie.

Der Begriff „Umsiedlungsmigrant“ ist ein Kunstwort, geschaffen, um die bevorstehende dauerhafte Nutzung eines Sozialsystems des „Umsiedlungsmigranten“ zu verschleiern. Es wird genutzt, da der Begriff „Flüchtling“ bei den meisten dazu führt, aus „Mitleid“ die Nutzung eines Sozialsystemes zu dulden. Normalerweise sollte es sich hier auch um eine vorübergehende Hilfe bzw. Unterstützung handeln, die Menschen der westlichen Zivilisation gerne bereit sind, in Not geratenen Personen vorübergehend zu gewähren. Keinesfalls ist aber einzusehen oder zu dulden, dass diese Person keinerlei Anstalten macht, ihre Arbeitskraft einzubringen, um sich selbst aus ihrer „Notlage“ zu befreien. Falls die Person sich weigert, diese Anstrengungen zu unternehmen (oder dies nie vorhatte), handelt es sich ebenfalls um Sozialschmarotzer, die in großer Zahl die bestehende Ökonomie eines Landes auf Dauer immer mehr belasten und letztlich zerstören.

Es ist also mitnichten schwierig, zu unterscheiden, ob jemand ein Flüchtling oder ein Sozialschmarotzer ist. Es ist sogar sehr einfach. Unternimmt die Person Anstrengungen, sich dem neuen Land in seinen Gebräuchen und Gepflogenheiten anzupassen, sprich: sich zu integrieren, dann ist davon auszugehen, dass sie sich in Kürze selbst versorgen kann und nicht mehr anderen auf der Tasche liegt. Weigert sich diese Person hingegen, diese Anstrengungen zu unternehmen, oder lehnt sie gar eine Integration vollständig ab und versucht, die Gepflogenheiten und Gebräuche ihres Ursprungslandes in dem Land zu installieren, in das sie eingewandert ist, dann handelt es sich nicht um einen Flüchtling, sondern um einen Schmarotzer. Wenn diese Personen in großer Anzahl in ein Land einwandern, dann nennt man diese Personen „Eroberer“. Ihr definitives Ziel ist die Umformung des Landes, in das sie eingewandert sind, in der Form, dass es ihrem Ursprungsland entspricht. Bleibt dies unbeantwortet oder wird dem nicht effektiv entgegengetreten, ist die natürliche Folge die vollständige Zerstörung des Landes, in das diese Personen eingewandert sind.

Jeder tatsächliche „Flüchtling“ ist willkommen. Alle anderen Personen sind die Ursache für eine Zerstörung des jeweiligen Landes. Ganz automatisch wird eine bislang florierende Ökonomie dahingehend umgeformt, dass sie schließlich der wirtschaftlichen Situation entspricht, aus der der „Flüchtling“ letztlich ausgewandert ist.

Personen, die zulassen, dass andere Personen als tatsächliche Flüchtlinge im obigen Sinne einwandern, (also Personen, die vorhaben das Sozialsystem dauerhaft zu nutzen), nehmen die ZERSTÖRUNG des jeweiligen Landes in Kauf. Sie WISSEN, dass die Zerstörung des Landes die natürliche Folge ihrer Handlung ist. Es ist NICHT davon auszugehen, dass diese Personen dies nicht wissen können. Statt dessen MUSS ihnen ein bewusstes Handeln in dem Sinne unterstellt werden, als dass es ihre ABSICHT ist, das bestehende Land zerstören zu wollen.

Alles andere ist Augenwischerei!

Libertäre Trigger-Worte

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Richtiger müsste die Überschrift natürlich lauten: „Trigger-Worte der Libertären“, denn schließlich sind ja nicht die Worte libertär, doch das erschien mir zu sperrig und die Genauigkeit der Sprache hat über die letzte Zeit doch ziemlich gelitten. Ich habe mich dennoch für obige Überschrift entschieden, will aber zumindest darauf hinweisen, weil mir Genauigkeit wichtig ist – und das nicht nur im Gebrauch der Sprache.

Was sind denn nun „Libertäre Trigger-Worte? Zunächst… was meine ich mit dem Begriff „Trigger“? Ein „Trigger“ ist ein Auslöser. In der Psychologie spricht man von einem Trigger, wenn ein Begriff, ein Wort (oder ein visuelles, kinästhetisches oder olfaktorisches Ereignis zu einem Ablauf eines Geschehens führt, welches nicht der Kontrolle der betreffenden Person unterliegt. Man spricht auch von einem Automatismus. Es ist ähnlich, wie wenn ein Knopf gedrückt werden würde und ein Geschehen (eine Reaktion) in Gang gesetzt wird. Im Unterschied zu einer Reaktion liegt einer Handlung eine Reflexion zugrunde. Man könnte auch sagen, dass die betreffende Person bei einer Handlung eine Wahl hätte. Bei einer Reaktion liegt keine Wahl zu Grunde. Die Person wählt nicht, ob sie so oder so handelt, sondern sie handelt nach einem festgelegten Muster. Es ist ein Mechanismus, dem keine bewusste Entscheidung zugrunde liegt.

Wenn man genau sein möchte, dann müsste man noch erwähnen, dass diese „Wahl“ irgendwann einmal getroffen wurde und fortan einer Handlung ohne erneute Überprüfung zugrunde liegt. Ich spreche hier gerne von einem „Überlebensmechanismus“ und unterscheide somit zwischen „Überleben“ und „Qualität“, da einer einmal getroffenen Entscheidung ja nur in dem jeweiligen Moment eine Qualität innewohnt. Diese Entscheidung war das Beste, was dem Menschen in dem Moment zur Verfügung stand, um einer Situation zu begegnen. Sobald Ereignis und Reaktion eine Verbindung eingegangen sind, steht die Reaktion natürlich sehr schnell zur Verfügung und sorgt somit für Überleben. Eine Qualität hingegen braucht Reflexion, also ein erneutes Betrachten einer Situation, um dann – nach Überprüfung der in dem Moment vorhandenen Handlungsoptionen – die beste herauszusuchen. Das braucht Zeit und Bewusstheit und eignet sich von daher nicht für Situationen, in denen das Überleben bedroht ist.

Soweit so gut. Problematisch wird es eigentlich erst in dem Moment, wenn Menschen zu Reaktionen greifen, in denen das Überleben gar nicht bedroht ist. Hier leidet nämlich die Qualität. Aus immer gleichen Reiz-Reaktions-Mustern erfolgen nämlich meist gleiche bzw. sehr ähnliche Erfahrungen. Daher kommt auch der Spruch: Wenn du etwas anderes erleben willst, musst du etwas anderes tun. Nur – wie gesagt – dieser Vorgang braucht Zeit und Reflexion und vor allem Mut! Warum Mut? Ganz einfach. Es braucht Mut, weil man sich der neuen Situation erneut stellen muss und schließlich wollen wir ja alle überleben. Um sich allerdings zu entwickeln braucht es neue Erfahrungen. Neue Erfahrungen bringen Erweiterungen, neue Erkenntnisse und damit neue Optionen. Das ist also die Qualität…

Also ein Trigger-(Wort) löst ein Reiz-Reaktions-Muster aus. Der Reaktion liegt keine Reflexion zugrunde, die natürlich immer im Hier und Jetzt erfolgen muss. Der Mensch überprüft nicht mehr, sondern zeigt eine Reaktion.

Nach meinen bisherigen Erfahrungen wären libertäre Trigger-Worte Begriffe wie das Wort „Grenze“… oder auch „Land“… Beim Letzteren wäre die Reaktion, den Begriff „Land“ nicht mehr von dem Begriff „Staat“ trennen zu können und automatisch bei dem Begriff „Land“ an den Begriff „Staat“ zu denken und dementsprechend all das zu fühlen, was mit den Begriffen „Herrschaft“, „Kontrolle“, „Unterdrückung“ usw. einhergeht, aber mit dem Begriff „Land“ überhaupt nichts zu tun hat.

Ähnliches passiert auch in einem Libertären in Bezug auf das Wort „Grenze“. Obwohl Grenzen natürlich sind und (Über-)Leben überhaupt erst durch Grenzen möglich wird, gibt es eine Koppelung an den Begriff „Staat“ und somit sind Grenzen schlecht, da sie Staaten definieren. Zumeist werden „Grenzen“ dann als Gefängnisse wahrgenommen und nicht mehr in ihrer ursprünglichen Funktion, die mit Sicherheit zu tun hat, denn Grenzen haben in erster Linie eine Schutzfunktion. Grenzen schützen. Das Grenzen schützen und das Staat und Land zwei verschiedenen Dinge sind, ist für jemanden, der innerhalb eines Reiz-Reaktions-Schemas lebt, nicht mehr wahrnehmbar. Sad but true. Wäre ich jetzt Therapeut und die betreffende Person würde sich Hilfe wünschen, da sie selbst gemerkt hat, dass ein Reiz-Reaktions-Muster ihre Lebensqualität einschränken, dann hätte ich Verständnis und könnte helfen. Voraussetzung ist aber die Erkenntnis der betreffenden Person, dass ihr etwas fehlt (nämlich die Fähigkeit zu entscheiden) und der Wunsch, daran etwas verändern zu wollen. Ist weder Wunsch noch Erkenntnis vorhanden, gibt es keine Möglichkeit des Kontaktes. Reiz-Reaktions-Muster sind nämlich geschützt. Da das Überleben an dieser Stelle im Vordergrund steht, wird eine Berührung an dieser Stelle als Bedrohung wahrgenommen. Da diese Bedrohung mit der Situation verbunden wird und das Gegenüber meist Teil dieser Situation ist, wird diese Bedrohung als vom Gegenüber kommend interpretiert und das Gegenüber abgelehnt. Soweit so schlecht, denn hier geht es nun nicht weiter. Das Gegenüber hat keine Chance mehr, die Person tatsächlich zu erreichen. Für dich als Nicht-Therapeut erscheint die Person starrköpfig und unwillig, sich der Situation zu stellen und sehr schnell wirst du die Lust verlieren, dich mit der Person noch weiter zu beschäftigen. Die Person selbst nimmt dich als Bedrohung wahr und will auch am liebsten nichts mehr mit dir zu tun haben.

Als weiteres libertäres Trigger-Wort hat sich der Begriff „Pflicht“ herauskristallisiert. „Pflichten“ scheinen etwas zu sein, was mit „Zwang“ in Verbindung gebracht wird. Auch hier scheint eine Vermischung beider Begriffe stattzufinden, obwohl „Pflicht“ und „Zwang“ völlig unterschiedliche Bedeutungen haben. Eine Pflicht ist nämlich etwas, was sich die Person selbst auferlegt hat. Sie hat sich dazu entschieden etwas zu tun, in dem Wissen, dass es ihr nicht immer gleichermaßen leichtfallen wird, sie es aber dennoch tun will. Bei einem Zwang ist es natürlich anders. Hier wird die Person gegen ihren Willen zu etwas gezwungen. Wenn ich jetzt einer Pflicht nachkomme, dann tue ich es, weil ich es will, auch wenn es mir nicht immer leichtfällt.

„Zwang“ ist ein weiteres Trigger-Wort der Libertären. Pflicht und Zwang sind zwei verschiedene Begriffe und das nicht ohne Grund. Bei dem Begriff „Zwang“ handelt es sich um ein Element, welches auch in keiner noch so freien Gesellschaft fehlen darf. Wenn mir mein Eigentum weggenommen wird, dann darf ich mich wehren. Wenn mein Leben bedroht wird ebenso. Diese auch im deutschen Rechtssystem enthaltenen Optionen sind als „Jedermannsrechte“ bekannt. An anderer Stelle habe ich ausführlicher über diese Jedermannsrechte und den sich daraus entwickelnden Sonderrechte geschrieben. (Link)

Tatsächlich sind Sonderrechte nur die Erweiterung der Jedermannsrechte. Sonderrechte stehen nur bestimmten Personen innerhalb einer Gesellschaft zu. Es ist vollkommen unmöglich eine Gesellschaft aufzubauen, in der jeder die gleichen Rechte hat. Ganz grundlegend ist dies natürlich der Fall, doch muss in bestimmten Situationen die Möglichkeit bestehen, dass unter bestimmten festgelegten Bedingungen die grundlegenden Rechte eines Menschen außer Kraft gesetzt werden können. Dies sollte natürlich immer einer sehr genauen Kontrolle unterliegen. Ohne Sonderrechte wäre es einer bestimmten Instanz nicht möglich, die Unversehrtheit der Wohnung außer Kraft zu setzen, um zum Beispiel im Verdachtsfall eine Durchsuchung vorzunehmen. Schon jetzt ist das Aussetzen dieses Grundrechtes nur nach richterlichem Beschluss zulässig. Kein Polizist darf einfach so in eine Wohnung spazieren und eine Durchsuchung vornehmen. Doch ist eine Durchsuchung auch gegen den Willen der Person grundsätzlich möglich, nach (vorübergehender) Außerkraftsetzungen der Grundrechte.
Niemand anderes außer der Polizei, einer Instanz, der ich diese Sonderrechte zugestanden habe, da ich in einer sicheren Gesellschaft leben möchte, darf in meine Wohnung, ohne dass ich das will. Diese Sonderrechte sind notwendig, weil ein Dieb sich ja ansonsten auf seine Grundrechte berufen könnte und der Meinung ist, dass niemand mehr Rechte hat, als jemand anderes. Jemand, der jemandem anderen Gewalt antut, muss gestoppt werden. Dazu hat die Polizei das Sonderrecht des unmittelbaren Zwang (§ 52 PolG). Bei einer Zuwiderhandlung oder Verweigerung einer berechtigten Aufforderung nachzukommen, darf die Polizei „Zwang“ zur Anwendung bringen. Und es muss eine Instanz geben, die ein solches Sonderrecht besitzt, da ansonsten kein sicheres Zusammenleben innerhalb einer Gesellschaft möglich ist. Genauso wenig ist es möglich, jedem diese Sonderrechte zuzugestehen. Jeder Mensch hat Rechte, auch sein Eigentum zu schützen oder sich (und andere) gegen Gewalt zu wehren (Notwehr/Nothilfe), doch nur unter Auflagen dürfen Sonderrechte vergeben werden.

Auch wenn jetzt viele das Gefühl haben, dass sie nicht zugestimmt hätten, da sie der Meinung sind, dass ihnen das Grundgesetz einfach so vorgesetzt worden wäre, gibt es ähnliches in der amerikanischen Verfassung. Damit will ich sagen, dass jede vernünftig agierende Gruppe, die ein grundlegendes Regelwerk zum Zusammenleben innerhalb einer Gemeinschaft entwerfen will (Verfassung), nicht umhinkommt, sich darüber Gedanken zu machen und sie wird schließlich zu dem Schluss kommen, dass auch in einer freiheitlichen Gemeinschaft Sonderrechte vergeben werden müssen. Die amerikanische Verfassung war immerhin das bislang freiheitlichste Regelwerk zum Zusammenleben von Menschen. Dass diese über die Zeit korrumpiert wurde, ist nicht den Gründervätern anzulasten, sondern der Dummheit der Menschen und ihrer Bequemlichkeit. Freiheit braucht ebenfalls ständige Überwachung.

Zurück zum Begriff „Zwang“… Zwang ist also ein Instrument, jemanden zu etwas zu bewegen, was er nicht will. Gleichermaßen aber auch etwas, was nach dem Regelwerk der Gemeinschaft notwendig ist. Eine Pflicht ist die Beschreibung von etwas, was im Regelwerk der Gemeinschaft beschrieben ist und der Zwang ist die Möglichkeit der Gemeinschaft, dafür zu sorgen, dass jeder sich an diese Regeln hält. So schwer ist das eigentlich nicht zu verstehen. Eltern üben im gewissen Sinne bei der Erziehung ihrer Kinder auch Zwang aus. Ein Lehrer übt Zwang gegenüber seinen Schülern aus, wenn sie sich weigern den aufgestellten Regeln zu folgen. Eine Bestrafung folgt bei Nichteinhaltung der Vorgabe (Zwang). Die Strafe sorgt dafür, dass die aufgestellten Regeln eingehalten werden. Eltern haben mehr überblick als Kinder. Deswegen wird kleinen Kindern das Feuerzeug weggenommen, damit sie damit nicht herumspielen. Wenn das Kind sich weigert, das Feuerzeug herauszugeben, wenden die Eltern Zwang an und nehmen dem Kind das Feuerzeug unter „Anwendung von Gewalt“ weg. Das Kind wird vermutlich danach weinen, doch muss (und wird) es lernen. Im besten Fall geben sich die Eltern Mühe, ihrem Kind zu erklären, warum sie in dem Fall so gehandelt haben. Das tut der Gesetzgeber auch. Gesetze sind im Regelwerk zum Zusammenleben von Menschen festgelegte Regeln. Das befolgen dieser Regeln ist eine Pflicht und bei Nichteinhaltung einer Pflicht kann Zwang ausgeübt werden.

Einige Libertäre sind nun der Meinung, dass es keinerlei Zwang in einer Gemeinschaft geben dürfte. Das ist Quatsch. Auch Regeln muss es geben und ja, man kann diese Regeln, wenn sie für alle gelten sollen, Gesetze nennen. Wenn jemand sich nicht an die gemeinsamen Regeln (Gesetze) hält, muss Zwang ausgeübt werden. In jeder freiheitlichen Gemeinschaft müssen diese Elemente vorhanden sein. Ein Zusammenleben in Sicherheit und Freiheit ist ansonsten nicht möglich.

Aktuell ist es der Begriff „Wehr-Pflicht“ der unmittelbar mit dem Begriff Zwang verbunden wird. Dabei ist dies natürlich ein interner Prozess. Es handelt sich um eine Pflicht… nicht um einen Zwang. Es ist eine Pflicht, sobald es ein dazugehöriges Regelwerk gibt und du kannst dich dazu entscheiden… oder dich weigern… doch dieses Angebot zu einer Pflicht wird dir gegeben, in dem Wissen, dass nicht jeder gleich freudestrahlend darauf zu läuft. Bei einer Pflicht ist sozusagen klar, dass es dir nicht immer leichtfallen wird und du es dennoch tun solltest, da es dich weiterführt, dir neue Erkenntnisse und Optionen vermittelt und weil es das Regelwerk vorsieht.

Jeder Mensch braucht „Pflichten“. Durchhalten, auch unter widrigen Umständen, führt zu erweiterten Fähigkeiten. Jeder Musiker, jeder Sportler weiß, dass er seine Tätigkeit zu einer Pflicht machen muss. Denn ansonsten würde die Person den meist schwierigen Weg über all die Hürden nicht gehen. Es ist sogar so, dass das Leben eines pflichtbewussten Menschen meist gar nichts mit stetiger Entwicklung zu tun hat, weil das Plateau die Ebene ist, auf der sich der Mensch meist aufhalten wird. Erst nach langer Zeit des Aufenthaltes auf einem Plateau, einem Bereich, in dem sich „nichts“ zu tun scheint, es keinen merklichen Fortschritt gibt, kommt es dann plötzlich zu einer Entwicklung, die natürlich wieder auf einem Plateau münden wird. Pflichten helfen Plateaus zu überwinden, doch nur in dem Sinne, als dass sie der betreffenden Person helfen, das Plateau zu lieben. Entwicklung darf in diesem Sinne nicht im Vordergrund liegen, da ansonsten ihr Fehlen viel zu sehr in der Wahrnehmung wäre.

Pflichten helfen Menschen zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Pflichten helfen Menschen, Dinge zu tun, ohne unmittelbare Belohnung, in dem Wissen (oder der Hoffnung), dass in der Zukunft etwas liegt, was du erreichen möchtest. Pflichten sind verbunden mit Wegen, die nicht immer leicht sind. Die zumeist sogar meist hart sind und die du dennoch gehen möchtest. Dafür braucht es Disziplin. Und mir ist völlig klar, warum der Begriff „Pflicht“ zu einem Trigger-Wort geworden ist. Natürlich nicht nur der Libertären, sondern generell, da wir in einer Zeit leben, in der Disziplin nicht mehr erstrebenswert zu sein scheint. Disziplin ist ein weiteres Trigger-Wort geworden. Es ist traurig, doch gerade Pflichten und Disziplin sind sehr wertvolle Qualitäten, die nicht nur besondere Eigenschaften eines Menschen selbst sind, sondern auch das Zusammenleben von Menschen ganz maßgeblich mitbestimmen. Ein Leben in einer Gemeinschaft von Menschen in denen keine Pflichten übernommen werden? Wie soll das gehen? Eine Gemeinschaft ohne Disziplin? Undenkbar. Eine Gemeinschaft ohne Erkenntnis der Wichtigkeit von Grenzen? Eine Gemeinschaft ohne verbindendes Element eines gemeinsam bewohnten Gebietes, eines Landes? Unmöglich!

Und hier wird deutlich, wie sehr die „Libertären“ sich in einem Traumschloss bewegen und jeglichen Kontakt zur Realität verloren haben. Eine Gesellschaft, in der diesen wichtigen Elementen kein Raum gegeben wird, kann niemals funktionieren. Die Wehrhaftigkeit eines Volkes oder der Wille eines Volkes eine Wehrkraft zu besitzen, ist vielschichtig. Zunächst braucht es ja den Willen, sich zu verteidigen. Bei vielen „Libertären“ scheitert es bereits an dem falsch verstandenen Begriff des NAP, der nicht bedeutet, sich zuerst schlagen lassen zu müssen, bevor eine Gegengewalt erfolgen kann.

Das NAP bedeutet weder, sich ausnutzen lassen zu müssen, noch dass ich mich zuerst schlagen lassen muss. Ich muss keine gegen mich oder gegen eine andere Person gerichtete Gewalt dulden. Ich muss weder mich noch meine Familie zunächst abstechen lassen, bevor ich zur Notwehr bzw. Nothilfe greife. Das NAP beutet nur und ausschließlich, dass von mir keine Gewalt ausgeht, solange nicht mein Wohl oder das meiner Familie (eines Dritten) direkt bedroht wird. Dann sind andere Begriffe wichtig, die häufig bei Libertären zur Schnapp-Atmung führen, wie Land oder Besitz, denn nicht nur Leben muss verteidigt werden, da ein Überleben ohne Land und Besitz nicht möglich ist. Des Weiteren gibt es bei allen Dingen, die wir lernen wollen, Hürden, die es zu überwinden gilt. Dazu bedarf es einer gewissen Anstrengung aber eben auch einer Motivation. Wenn die Begriffe „Land“ oder „Grenzen“ nicht mit Inhalt gefüllt sind, sondern ständig verwechselt werden (Land→Staat, Grenzen→Gefängnis statt Schutz) dann gibt es diese Motivation zur Verteidigung ja gar nicht. Daneben fehlt es den meisten an Disziplin und auch an Pflichtbewusstsein. Pflicht ist auch ein Begriff, zu dem viele Libertäre überhaupt keinen Zugang haben, da sie ihn mit Zwang assoziieren. Pflicht bedeutet hingegen etwas selbst auferlegtes und nicht etwas von außen aufgezwungenes. Wehrpflicht basiert also auf einer Erkenntnis, dass man wehrhaft sein möchte, weil es a) etwas zu verteidigen gibt, was einem von wert ist (Land/Besitz/Leben) und man b) die nötige Disziplin und das Pflichtbewusstsein hat, die dafür nötigen Fertigkeiten zu erlangen.

Über allem steht Verantwortung. Verantwortung, die ein Mensch für sich selbst übernimmt und Verantwortung, die er in einer Gemeinschaft für andere übernimmt. Wir alle haben die Verantwortung für uns selbst, ein moralisch gefestigtes und ethisch einwandfreies Leben zu leben und die Verantwortung für andere, den Menschen unserer Gemeinschaft, zu ermöglichen, ein Leben in Freiheit leben zu können. Die Wertschätzung von Grenzen als Schutz, Übernahme von Verantwortung (für sich selbst und andere), der Wille, sich und andere zu verteidigen, Zwang als Mittel zur Einhaltung eines gemeinsamen Regelwerkes zu akzeptieren und die Bereitschaft Pflichten zu übernehmen, für die persönliche Entwicklung und für das Wohl anderer innerhalb einer Gemeinschaft, das sind die grundlegenden Elemente für ein effektives, funktionierendes und qualitativ hochwertiges Zusammenleben. Fehlt eines dieser Elemente, gibt es keine Entwicklung und keine Gemeinschaft hat Bestand.

Kultur als Indoktrinationswerkzeug

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Kultur etabliert Konzepte von Herrschaft

von Rudolf Engemann

 

Im Buch “The End of all Evil” beschreibt Jeremy den Vorgang, wie wir Menschen durch die Kultur indoktriniert werden. Von ihm beschrieben als DAS Instrument der Herrscher, um Herrschaft zu etablieren und zu stabilisieren, zeigt sich die Indoktrination bereits in der geringen Bereitschaft einiger, sich von der innerhalb der Gesellschaft gebräuchlichen Definition des Begriffs Kultur zu lösen und darüber hinaus zu blicken. Häufig mit den “Errungenschaften der Menschen assoziiert, mit Kunst und der “gewachsenen Moral”, werden innerhalb der Kultur Verhaltensregeln aufgestellt, die subtil das Denken der Menschen lenken.

Buch

Das lateinische Wort „cultura“ bedeutet Bearbeitung, Pflege, Ackerbau und bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt, im Unterschied zu der von ihm nicht geschaffenen und nicht veränderten Natur. Interessant in diesem Zusammenhang für mich ist die weitere gesellschaftliche Definition, die unter dem Begriff „Kulturleistung“ zusammengefasst ist. Sie benennt alle formende Umgestaltung eines gegebenen Materials, wie in der Technik oder der bildenden Kunst, aber auch geistige Gebilde wie Moral, Religion, Recht, Wirtschaft und Wissenschaft. Dies sind alles Faktoren, die gesellschaftlichen Strömungen unterliegen. Das heißt der Zeitgeist formt diese jeweils einer Kultur entsprungenen Elemente.

Zwar geschieht die Bearbeitung und Pflege der uns überantworteten Natur auch nicht vollständig freiwillig, da wir ja durch die Bearbeitung und „Kultivierung“ des Bodens Nahrungsmittel gewinnen, die unser Überleben sicherstellen, aber die Arbeit an monumentalen Bauwerken ist definitiv mit Zwang verbunden. Jede Kultur hat sichergestellt, dass zu ihrer Zeit Bauwerke erschaffen wurden, die die Größe der jeweiligen Kultur symbolisieren sollten. Der Begriff „Größe“ verschleiert den dahinterliegenden Begriff „Macht“. Diese Bauwerke sollten und sollen die Macht der jeweiligen Herrscher bzw. der jeweiligen Herrschaftsform symbolisieren. Auch die Kirchen dienten und dienen der Symbolisierung, dass die Religion „über den Menschen“ steht und zementierten genauso die Macht, die damit einhergeht, wenn etwas besser ist, als der Rest der Menschen. Politische Bauwerke, Gebäude der Staatsmacht und der Behörden, Tempel der „Wissenschaft“, große Universitäten und Gebäude von Banken sollen Ehrfurcht einflößen. Sie sollen im normalen Menschen das Gefühl erzeugen, dass sie es in diesen Gebäuden mit Personen zu tun haben, die „besser“ sind, die mehr wissen, die aus der Masse herausragen und die deshalb zum Herrscher bestimmt sind.

Zur Zeit des Adels waren es die Blutlinien, die dafür sorgten, dass die Nachkommen dieselben „Ämter“ übernahmen, aber es musste dennoch etwas Äußeres geben, Schlösser und Prunkbauten, die dem einfachen Volk vermittelten, dass hier die Herrscher wohnen. Herrscher umgaben und umgeben sich mit derlei Pomp, um dem Menschen zu vermitteln, dass sie mit Fug und Recht Herrscher sind.

Die Angst der Herrscher war in allen Zeiten dieselbe, nämlich dass die Menschen erkennen, dass die Herrscher kein angestammtes Recht darauf besitzen, Herrscher zu sein. Und dass sie nur solange Herrscher sind, solange Menschen anerkennen, dass sie weniger wert sind, als sie. Die Macht der Herrscher endet in dem Moment in dem der Mensch erkennt, dass er von unendlichem Wert ist und dass es nichts gibt, was über ihm steht. Diese Erkenntnis führt Menschen aus der Herrschaft, beendet ihr Sklavendasein und beendet die Legitimierung eines Herrschers.

Zigtausende Menschen haben zur Errichtung dieser Bauwerke ihr Leben gelassen. Den Herrschern war es egal. Sie mussten nur dafür sorgen, dass in den Schulen genügend indoktrinierter Nachwuchs herangezüchtet wird, die die freigewordenen Stellen übernehmen und ihr Leben in den Dienst der Herrscher stellen, um diese Bauwerke zu schaffen. Heute stehen viele Menschen staunend vor diesen monumentalen Bauten und verherrlichen vergangene Herrschaft über Menschen. Sie erkennen nicht, dass sie damit Opfer der gesellschaftlichen Indoktrination geworden sind und Herrschaft als Element huldigen. Sie sehen nicht die Arbeitsbedingungen, den Zwang, den geringen Lohn, die Todesfälle und sie sehen auch nicht, dass die Arbeiter in einfachen Hütten hausten, während die Herrschenden sich von ihnen Prunkbauten bauen ließen. Sobald das Gebäude fertig war, durften nur noch „besondere“ Menschen hinein. Wenn das einfache Volk im Anschluss diese Gebäude überhaupt noch betreten durften, dann nur als Sklaven, als Bedienstete oder um die Herrschenden um etwas zu bitten, um Anträge zu stellen, um dort sich dem Urteil der Herrschenden zu stellen, in dem Richter als Vertreter der jeweiligen Herrscher, über sie „Recht“ sprachen.

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Kultur zementiert Herrschaft in die Köpfe der Menschen. Kultur sorgt dafür, dass die Menschen weiterhin daran glauben, dass sie Herrscher benötigen würden, dass sie weniger Fähigkeiten hätten, dass sie weniger Wert wären, dass Herrscher zu Recht Herrscher sind und dass Herrschaft ein Element ist, welches in der menschlichen Natur liegt. Dies ist eine Lüge! Der Glaube an Herrschaft wird von Generation zu Generation weitergegeben. Sprache wird kontrolliert um Menschen dies glauben zu lassen. Kultur ist geschaffen worden um Hierarchien aufzubauen. Kultur sorgt dafür, dass Menschen glauben, dass sie einen begrenzten Wert hätten. In Wahrheit hat jeder Mensch den gleichen Wert. Der Wert der Menschen ist unendlich. Die Freiheit der Menschen wird durch diese Lüge eingeschränkt. Wenn Menschen ihren Wert erkennen, endet Herrschaft.

„Die Kulturen sind zum Schutz der Herrscher geschaffen worden. Es ist die Aufgabe der Kultur sicherzustellen, dass Sprache nicht frei fließen kann. Um das zu erreichen, erstellt sie ein Raster, wie das Denken geartet sein darf und dass die Sprache angemessen sein muss.
Als erstes stellt die Kultur sicher, dass es als unmoralisch gilt, Autoritäten zu hinterfragen. Die Rechtsstaatlichkeit, der absolute Respekt vor der Strafverfolgung, die Besonderheit der Politiker und der Adel des Königs sind Beispiele der kulturellen Manipulation des Denkens. Kultur kann nicht zulassen, dass die Menschen ein bestimmtes Gesetz, die geforderte Treue einem König gegenüber oder ein bestimmtes System von Autorität in Frage stellen. Stattdessen lehrt die Kultur, dass diese Dinge nicht hinterfragt werden dürfen. Es ist niemals erlaubt, den König, den Diktator oder die Demokratie in Frage zu stellen.“

Jeremy Locke

Damit so etwas wie Herrschaft überhaupt von den Menschen akzeptiert wird, müssen sie darauf eingestimmt werden. Absoluter Gehorsam vor den Herrschern muss den Menschen beigebracht werden. Der Pomp und Prunk mit denen sich die Herrscher im allgemeinen umgeben, sind ähnlich wie die glitzernden Insignien und merkwürdigen Uniformen der Vollstrecker, Mittel, um den Herrschaftsanspruch zu untermauern.

Diese Dinge nicht mehr zu hinterfragen, Unsicherheit zu verspüren, wenn es darum geht, sich eine herrschaftslose Gesellschaft vorzustellen, zu gehorchen, bereit zu sein, deine Freiheit aufzugeben, ja vielleicht sogar mit Ängsten zu reagieren, vor dem drohenden “Chaos”, welches angeblich zwangsläufig mit herrschaftslosen Gesellschaften einhergehen muss… All das sind Zeichen der Indoktrination der Kultur. Die Kultur sorgt dafür, dass du Zuflucht beim Staat suchst. Sie bietet dir an, dich vor Feinden zu schützen, die sie selbst geschaffen hat.

Sie sorgte damals dafür, dass du den König respektierst und nicht auf die Idee kamst zu fragen, wieso “blaues Blut” einen Herrschaftsanspruch rechtfertigt. Nachdem das nicht mehr funktionierte, weil immer mehr Menschen die Absurdität in diesem Glauben entdeckten, veränderte sich die Strategie der Herrscher und Kultur schuf den Gott der Staaten, den Gott der Demokratie und sorgte dafür, dass alle Menschen der Meinung sind, das dies jetzt die höchste aller möglichen Formen des menschlichen Miteinander wäre.

Was wir jetzt erleben, ist der erneute Niedergang einer Kultur. Der Thron der Herrscher wackelt. Immer mehr Menschen erkennen die Demokratie als das, was sie ist: Ein Instrument der Unterdrückung der Menschen. Sogar als ein besonders übles Instrument der Unterdrückung aus zweierlei Gründen: Weil den Menschen vorgegaukelt wird, sie könnten ihr Schicksal selbst bestimmen und weil jeder Einzelne zum Unterdrücker seines Nachbarn gemacht wird. Demokratie ist eine Lüge. Und Kultur hat dafür gesorgt, dass Menschen diese Lüge glauben. Kultur zementiert Herrschaft in die Köpfe der Menschen.

Es ist ein Fehler, anzunehmen, dass Herrscher dumm wären. Was wäre geschickter, als Konzepte von Herrschaft an einer Stelle zu verstecken, wo es kaum jemand vermutet? Konzepte von Herrschaft sind uralt. Sie werden von Generation zu Generation weitergegeben. Sie haben ihren Ursprung in der Situation, in der ein Mensch einen anderen Menschen in seinem Sinne benutzen will, um einen Vorteil für sich daraus zu gewinnen. Es gibt die Möglichkeit, mit Gewalt einen anderen Menschen zu etwas zu zwingen, was aufwendig und „kräfteraubend“ ist, weil der Herrscher mit ständiger Gegenwehr zu rechnen hat und ein enormes Maß an Kontrolle notwendig ist, damit sich der Mensch der Herrschaft nicht durch Flucht entzieht.

Die andere Möglichkeit ist, das Denken der Menschen dahingehend zu verändern, dass sie Herrschaft als grundlegendes Konzept akzeptieren. Ab dem Moment laufen Menschen nicht mehr weg und entziehen sich der Herrschaft und sie neigen auch viel weniger dazu, zu murren und sich über die ihnen auferlegte Last, die Herrscher per Zwang mitzuversorgen, aufzulehnen. Die Herrscher kontrollieren das Denken der Menschen, weil es viel leichter ist über Menschen zu herrschen, die nicht wissen, dass sie beherrscht werden.

Um diesen Zustand zu erreichen, muss das Denken der Menschen im Sinne der Herrscher geformt werden. Grundlegende Ideen von Herrschaft müssen in die Köpfe der Menschen transportiert werden. Zwar wird das Denken der Menschen am leichtesten in der Kindheit, durch das Elternhaus und durch die Schule geformt, aber bis es dazu kommt, muss das Denken der Menschen direkt beeinflusst werden – durch andere Menschen, die gedungen sind, so zu tun, als ob sie diesen grundlegenden Ideen von Herrschaft zustimmen würden. Dieses sind die Komplizen der Herrscher, die sich für einen Anteil an der Beute dazu bereit erklären, das Denken der Menschen durch Wort, Schrift und Bild im Sinne der Herrscher zu beeinflussen. Menschen dieser Kategorie, gehören auf die heutige Zeit übertragen, zum Beispiel der Berufsgruppe an, die mit Medien zu tun haben. Häufig sind sie als Journalisten unterwegs und schreiben Berichte im Sinne der Herrscher oder erstellen Beiträge, in denen das noch viel mächtigere Werkzeug des Bildes zur Anwendung gebracht wird. In Filmen sehen die Menschen, wie andere sich Herrschaftskonform verhalten und akzeptieren dieses Verhalten als natürlich. Der Geist der Menschen wird auf jede denkbare Weise beeinflusst. So werden nicht nur die Handlungen, sondern auch die Reaktionen der Menschen direkt gelenkt.

Nachdem dieser Zustand erreicht ist, geben Menschen ihr geformtes und mit Konzepten von Herrschaft vergiftetes Denken direkt an ihre Kinder weiter und sie akzeptieren widerstandslos, dass dieses Denken ebenfalls in den Schulen an ihre Kinder vermittelt wird. Der natürliche Widerstand der Kinder gegen Konzepte der Herrschaft wird durch Gewalt und Liebesentzug gebrochen. Eltern handeln an dieser Stelle bereits in dem Glauben, das Richtige zu tun, um ihren Kindern einen leichten Einstieg in die Gesellschaft zu ebnen. Dieses Denken zeigt die erreichte Akzeptanz, dass Menschen sich auf bestimmte Weise zu verhalten haben, da sie sonst nicht in das gewünschte Raster der Gesellschaft passen. Die Alternative hierzu wäre der angedrohte Ausstoß aus der Gemeinschaft. Die in diesem Szenario enthaltene Gewalt ist massiv, da ganz grundlegend das Überleben eines Menschen von Gemeinschaft abhängt. Ergo wird sich der Mensch „entscheiden“, seinen (natürlichen) Widerstand gegenüber Konzepten der Herrschaft fallen zu lassen und sich unterwerfen. Über die Zeit muss diese Unterwerfung im Geist des Menschen verborgen werden, weil dieser Selbstbetrug ansonsten unerträglich wäre. Der Mensch vergisst seinen Widerstand und wird zum Verfechter der Ideen von Herrschaft.

Alleine zu sagen, dass Herrschaft gut wäre, genügt nicht. Es ist ein viel geschickteres Vorgehen nötig, um das Denken der Menschen zu verändern, damit sie Herrschaft als unabänderliche Tatsache akzeptieren. Am geschicktesten funktioniert Manipulation, in dem das gewünschte Ziel vollständig vor den Augen des Manipulierten verborgen ist. Anstatt direkt auf das Thema Herrschaft einzugehen, dreht es sich um scheinbare Nebensächlichkeiten, die den natürlichen Schutzmechanismus der Menschen unterlaufen. Perfekt ist die Manipulation dann, wenn die Manipulation alle Lebensbereiche des Menschen umfasst.

Heute sind diese Konzepte von Herrschaft in jedem Artikel, in jedem Wort der Helfershelfer der Herrscher (die häufig selbst nicht wissen, dass sie von den Herrschern missbraucht werden) enthalten. Diese Konzepte befinden sich in den unbewegten und in den bewegten Bildern. In Filmen wird diese Botschaft besonders leicht transportiert, weil der passive geistige Zustand der Menschen bei der Aufnahme der Informationen über dieses Medium, besonders anfällig für Manipulationen ist. Diese Manipulationen sind überall versteckt. Einmal als Same ausgebracht, verbreiten sich diese krankhaften und das Denken der Menschen vergiftenden Ideen in alle Lebensbereiche. Freie Elemente finden sich allenfalls noch im Spiel oder der Kunst, aber auch nur insofern es sich nicht um angepasste oder kultivierte Kunst handelt. Auch Kunst kann durchaus im Sinne der Herrscher beeinflusst sein.

Wenn es sich um ein wildes Stück Land handelt, welches gerodet und vorbereitet werden muss, um einen Samen aufzunehmen, aus dem später eine bestimmte gewünschte Pflanze wächst (und möglichst nur diese) spricht man von der Kultivierung dieses Stückchen Erde. Ein Volk von Menschen, die bislang nicht der „Zivilisation“ angehörten und unentdeckt in unzugänglichen Gebieten der Erde überlebt haben, nennt die Gesellschaft „unzivilisiert“ und spricht davon, dass man diesen Menschen doch Kultur beibringen müsse. Diesen „Wilden“ (natürlichen) Menschen, die in ihren Gesellschaften keine oder kaum Konzepte von Herrschaft haben, muss beigebracht werden, was es heißt, ein kultivierter Mensch zu sein. Sich auf eine bestimmte Weise zu benehmen, sich „anständig“ zu verhalten, keinen Widerspruch zu leisten, sich nicht zu wehren, das Wohl der anderen höher zu schätzen, als das eigene und grundlegend zu akzeptieren, dass es jemanden gibt, der besser ist als man selbst, der „weiß“ wie es geht, der die Richtung vorgibt und dir sagt, was du zu tun und zu lassen hast.

Anfänglichen (natürlichen) Widerständen gegenüber diesen Konzepten wird begegnet, in dem sie als alternativlos dargestellt werden, indem der Wert der Menschen dahingehend zerstört wird, als dass ihr Widerstand als „verrückt“ und „dumm“ bezeichnet wird und ihnen angedroht wird, dass ihr Überleben ansonsten in Frage gestellt wäre. Übrigens ist zu beobachten, dass jeder, der über ein bestimmtes Maß an seinem Widerstand festhält, von den Herrschern beseitig wird. Es kann nicht zugelassen werden, dass Prinzipien der Freiheit in den Gesellschaften der Menschen verbleiben, da sie ansonsten das Projekt der Herrscher gefährden würden.

Nur ein kultivierter Mensch ist innerhalb einer Kultur der Herrscher akzeptiert. Kultivierte Menschen hinterfragen die Konzepte von Herrschaft nicht. Kultur ist das Werkzeug der Herrscher, um Konzepte von Herrschaft in das Denken der Menschen zu transportieren.

Das freie Spiel der Menschen, ihr Tanz, ihre natürliche Moral, Liebe, Wertschätzung, Frieden, Ehrlichkeit, Wohlstand, das Gefühl für natürliche Schönheit, Kunst, Malerei, Bildhauerei… ihr gesamtes natürliches Miteinander hat nichts mit Kultur zu tun. Alle diese Dinge muss man nicht zu den Menschen bringen, man muss sie den Menschen nicht beibringen, denn sie haben sie natürlicherweise in sich. Alle diese Dinge sind ganz natürliche menschliche Prinzipien.

Kultur ist das, was Natürlichkeit zerstört. Kultur ist das, was das Denken der Menschen vergiftet. Kultur ist das, was Menschen an ihre Position als Sklave anpasst. Kultur ist das, was Menschen ihre Herrscher akzeptieren lässt. Kultur ist das, was die Menschen vergessen lässt, dass sie unendlichen Wert haben.

 

Überall Autos, Messer, Stiefel…

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Nachdem die Gehirnwäsche in Bezug auf Waffen bei den meisten Menschen funktioniert hat und sie felsenfest davon überzeugt sind, dass Waffen „böse“ wären, versucht nun das Ministerium für Propaganda seit geraumer Zeit, Autos als „böse“ Gegenstände zu deklarieren, weil die ja schließlich (in letzter Zeit gehäuft) in Menschenmengen fahren. Genauso erstechen Messer Menschen und Stiefel treten Menschen die Treppen herunter…

Dass es NIEMALS die Gegenstände sind, sondern immer die Menschen HINTER den Gegenständen, verliert mehr und mehr gewollt die Bedeutung. Dabei verhält es sich mit den Waffen genau wie mit den anderen Gegenständen auch. Waffen in den Händen von guten Menschen sind für niemanden ein Problem, es sein denn für böse Menschen… und böse Menschen haben immer Waffen, da sie die ganz grundlegende Ebene des mensch-seins bereits verlassen haben. Und genau diese Personen sitzen auch hinter dem Steuerrad der Autos, die in Menschenmengen fahren. Genau diese moralisch verkommenen Personen tragen die Stiefel, die Frauen die Bahnhofstreppen herunter treten. Und genau dieser Abschaum hält das Messer in der Hand, welches die Frauen in den Fußgängerzonen abstechen.

Im Übrigen können nur Waffen in den Händen von guten Menschen derartige Vorfälle verhindern bzw. deren Folgen minimieren. Aber auch diese Tatsache wird störrisch ignoriert.

Um dieser andauernden Gehirnwäsche zu entkommen musst du dir nur klar machen, dass es niemals die Gegenstände sind die töten, sondern immer die Personen, die diese Gegenstände MISSBRAUCHEN. Eine Waffe ist ein Instrument der Verteidigung und nicht des Angriffs. Ein Auto ist ein Gegenstand, um von A nach B zu gelangen. Ein Messer ist geschaffen, um damit einen Stock anzuspitzen und einen Apfel zu schälen und ein Stiefel ist dafür da, damit du festen Schrittes deinen Weg gehen kannst.

Erinnere dich einfach beim nächsten mal daran, wenn es in der Presse wieder heißt: Ein Auto ist in eine Menschenmenge gefahren…

Aufruf zur Wahl

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MEIN AUFRUF ZUR WAHL UND GEDANKEN ZUR POSITIONIERUNG

von Hans Friedrich

Am 16. Oktober 1994 bin ich das letzte Mal zu einer Bundestagswahl gegangen. Danach sind wir ausgewandert und ich habe nur noch in der Bay of Fundy Walbeobachtungen betrieben.

2013 sind wir zurück nach Deutschland, zumindest haben wir hier einen weiteren festen Wohnsitz und ich darf also wieder wählen. Meine Frau nicht, aber unsere Brut, 2 Kinder, inzwischen über 18, auch.

Was habe ich erwartet, was vorgefunden? In einem Satz:

Ein völlig verändertes Land.

Klar, die Felder und Wälder sind noch grün, die Dächer rot, die Städte gepflegt. Aber wenn man genau hinschaut ist die Infrastruktur marode, aus den Straßenritzen quillt das Unkraut, in den Bahnen ist es unsicher, in den Supermärkten grabbeln irgendwelche Kopftuchweiber jede einzelne Tomate an bevor sie sich entscheiden, der Pfarrer versteckt einen Eritreer ausgerechnet unter dem Kindergarten, jeden Tag passieren hunderte von Einzelfällen, wir beschäftigen uns mit dem Adrenalinspiegel der Kulturbereicherer, die Universitäten sind zu einem Tummelplatz von Quatsch- und Laberintellektuellen verkommen die alles möglich sind aber nicht intellektuell, die Wichtigkeit von Gendertoiletten schlägt das Wissen über naturwissenschaftliche Zusammenhänge, die 2000 Jahre deutsche Geschichte wurde auf 12 Jahre eingedampft und die Medien gleichen in ihrer Verlogenheit denen der DDR aufs Haar.

Ich lasse meine Tochter nicht in öffentlichen Verkehrsmitteln fahren sondern spiele Taxi für jeden Kilometer, wenn wir auf ein Stadtfest wollen schlängeln wir uns durch Betonblöcke.

Obwohl wir lange in Israel waren und es mögen werden wir als Nazis verdächtigt weil uns die ruhige Argumentation von Herrn Gauland gefällt, die Angriffslust von Frau Weidel, die Alt-Parteien sind in ihren Programmen völlig kongruent, ihre Werbesprüche und Versprechung grenzdebil und unerfüllbar und die Hysterie in der Öffentlichkeit unerträglich.

Unsere Nachbarn sind aufs Land gezogen mögen aber die Landluft nicht, mäkeln am Schweinebauern rum, grillen aber, wenn sie nicht gerade zeitgeistorientierte Veganer sind, am Wochenende um die Wette.

In den Medien exhibitionieren sich völlig unterbelichtete Schwachmaten die uns, ausgerechnet uns, die Welt erklären wollen, echte Persönlichkeiten kann man mit der Lupe suchen, und A,B,C,D, E und F-Prominente, sowie jeder Hinterbänkler-Polithansel geriert sich als Widerstandskämpfer und tut so, als ob Deutschland von Nazis unterwandert wäre die ihn im nächsten Moment an den Deckenhaken von Plötzensee aufhängen.

Kurzum:

Seit dem wir zurückgekommen sind fasse ich mir täglich mehrmals ans Ohrläppchen um mich zu vergewissern das ich nicht träume oder bitte meine Frau mich zu kneifen. Wenn ich dann die blauen Flecken einem Arzt zeigen will bekomme ich einen Termin in einigen Monaten in einer Art Großpraxis oder Gesundheitsfabrik, als ich Deutschland verließ gab es noch einen Doktor den ich mit Namen kannte und er mich – und den Termin nach 3 Tagen.

Was ist mit diesem Land geschehen?

Da ich wirtschaftliche Zusammenhänge kenne, weiß ich was erwirtschaftet wurde, wir könnten sämtliche Straßen mit Blattgold überziehen. Die Lebensarbeitsergebnisse der Bürger werden verplempert, größere Bauprojekte stagnieren seit Jahren, das Ausland lacht über uns.

Schubert, Gluck, Telemann hat die Jugend nie gehört, Karajan halten sie für einen Zirkus, Novalis für eine Telefongesellschaft, Fontane für einen Springbrunnen, Hegel für ein Gebäck und Mörike für eine Konditorei.

Wir haben Bekloppte wie Stegner, Altmeier und Tauber, Göring-Eckardt hat mehr Angst Nazis zu begegnen als Testosteronis oder unkultivierten Grabschern und Martin Schnulze ist der reichste Kanzlerkandidat der Geschichte aber faselt von Gerechtigkeit. Was haben die Sozis eigentlich in den letzten 70 Jahren gemacht?

Die CDU ist völlig sozialdemokratisiert, ja hat die SPD links überholt, die FDP ist ein Beliebigkeitsverein der nicht mal mehr die Schärfe von Domestos hat, die Grünen sind Päderasten geblieben und wollen bis auf Onanie alles verbieten und die Linken würden immer noch jeden der ihnen nicht paßt über den Haufen schießen, wenn sie nur könnten, die Gene der SED sitzen in den Lippen und den Bekenntnissen. 

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Wen soll ich denn wählen?

Wählen ist das Stabilisieren einer Herrschaftsform, einem Libertären also unsympathisch, aber natürlich wähle ich, schon aus einem Gerechtigkeitsgefühl heraus. Ich mochte es schon im Kindergarten nicht wenn jemandem Unrecht angetan wurde, man ihn zu Unrecht verdächtigte, ihm etwas unterstellte.

Das intelligenteste Werbeplakat war dieses: „Einwanderung ist ein Privileg, kein Recht“, Das Zitat stammt von Trump das Plakat von der AfD. Es signalisiert das Recht auf Eigentum, das Recht zu entscheiden wen wir in unserem Haus aufnehmen und das man sich eines Privilegs als würdig erweisen muß.

Die Rechte derer die hier schon länger leben werden mit Füßen getreten, politischer Wille und Opportunismus geht vor Recht. Wir sind allenfalls eine Möchtegerndemokratie, von wirklicher Reife sind wir so weit entfernt wie ein unreifer Apfel oder ein pubertierender Jugendlicher.

Unsere Meinungsfreiheit ist stark beschnitten, vielleicht hat es sie nie gegeben, aber als ich Deutschland verließ hatte man für ein Bekenntnis oder einen Standpunkt noch keine Nachteile zu befürchten.Die letzten Regierungen haben Deutschland nicht gut getan, eine Raute hat den ausgestreckten Arm abgelöst, Symbolpolitik ohne Substanz.

Es bleibt also die AfD, sie mag einige Spinner als Mitglieder haben, vielleicht auch einige angebräunte, aber die finden wir in allen Parteien, die Linken hetzen gegen Israel, den Anderen bedeuten nur die toten Juden etwas.

Sicher, ich bin zwar exzellent aus- aber in den Augen meiner Widersacher dennoch ungebildet, mit 3 Wohnsitzen und seit dem 50. Lebensjahr von meinen Latifundien lebend natürlich wirtschaftlich abgehängt, zwar seit 25 Jahren glücklich verheiratet aber gehöre zu den Frustrierten, kenne 65 Länder sehr intensiv, aber konnte nie über den Rand des Tellers schauen, bin mit 2 jugendlichen Kindern und deren Lebenswelten konfrontiert aber dennoch völlig rückwärts gewandt. Außerdem bin ich weiß, über 65 und Deutscher. Spricht alles gegen mich.

Meine Familie kann ich lückenlos bis 1632 zurückverfolgen, immer bürgerlich-konservativ, natürlich überwiegend preußisch, vielfach ausgezeichnet, aber gelegentlich mit europäisch-nachbarlicher Blutauffrischung. Wir sind polyglott, die Kinder sprechen 4 Sprachen, 50 Prozent der Freunde sind Ausländer. In meinem Elternhaus gingen Ausländer ein- und aus, es waren Menschen die etwas mitbrachten, Wissen, Neugier, Erfahrungen. Sie haben uns bereichert und wir haben reichlich zurückgegeben, – auch deshalb weil diese Leute nie Forderungen stellten.

Aber auch wir haben Bekloppte in der Sippe, mein Onkel ist 90, wollte schon 1948 alle Deutschen nach Patagonien aussiedeln und begrüßte den Morgenthau-Plan. Seit Jahrzehnten ist er bei den Grünen und nun, 69 Jahre später wird sein Wunsch Wirklichkeit und Deutschland wird deindustrialisiert, kulturverfremdet und das lateinische Ursprungsrecht wird unterlaufen.

Man muß nicht der Kirche angehören aber dieses Land ist christlich geprägt und die 10 Gebote sind gute Richtlinien, das Christentum ist eine Verzeihensreligion und keine Racheideologie. Nein, der Islam gehört nicht zu Deutschland und unser befreundetes muslimisches Ehepaar reißt sich, kaum daß sie von Familienbesuchen zurück sind, das Kopftuch runter, ißt mit uns Salami und trinkt Wein.

Ich habe einige AfD-Leute kennengelernt, aufgeschlossene gebildete, charmante, zurückhaltende und bescheidene Menschen, arbeitsam und fleißig, bürgerlich und familienorientiert. Sie fallen dem Staat, bzw. der Allgemeinheit nicht zur Last, schmarotzen nicht, hassen, wie ich, – dessen 2 Großväter unter den Nazis litten -, diese braun-rote Sozialistenbande und machen sich, was anzuerkennen ist, große Sorgen um Deutschland.

Eben, eben und genau deshalb wähle ich die AfD weil ich sie nicht für eine braune Truppe halte, weil sie die einzige Opposition ist, weil ich an die Zukunft denke, auch die meiner Kinder, weil ich mich nicht mit einigen mir nicht gefallenden Programmpunkten oder Persönlichkeiten der AfD aufhalte sondern das Ganze sehe, weil unsere Urgroßväter 1683 vor Wien nicht umsonst gestorben sein sollen und weil es eben eine ALTERNATIVE ist und ich Alternativlosigkeiten hasse und nicht an sie glaube.

Genau deshalb. Weil wir viele ausländische Freunde haben, meine Frau Ausländerin ist, meine Enkel im Ausland leben, ich nicht Alzheimer habe und vergessen habe wie Deutschland aussah als ich es verließ und weil ich nicht blind bin und sehe wie es jetzt aussieht.

Ich habe eine geradezu irrsinniges Verlangen meine Kreuze bei der AfD zu machen. Aus pragmatischen Gründen übersehe ich mal ihre leicht sozialistischen Komponenten.

Jetzt gerade!
ICH LIEBE DEUTSCHLAND!