Libertarismus braucht Grenzen

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Eine Spaltung ist eingetreten. Während vor einiger Zeit noch der Begriff „Libertär“ für Freiheit und ein friedliches Miteinander stand und von Menschen benutzt wurde, um anzuzeigen, dass sie der Vision einer Zukunft ohne Staat folgen, ohne Eingriffe in den freien Markt, ohne Subventionen, ohne Unterteilung in Herrscher und Beherrschte, so muss man heute sehr genau hinschauen, wer sich eigentlich hinter diesem Begriff verbirgt. Letztlich kam die Präzisierung des Begriffes Libertär von Hans Herman Hoppe, der als erster den Begriff „Linkslibertär“ benutzte, um aufzuzeigen, dass sich auch hinter diesem Begriff Personen und Gruppierungen verstecken, die sozialistische und damit die Freiheit bedrohende Ideen mit libertären Aussagen vermengen.

Hans Hermann Hoppe

Darauf angesprochen war sogar die Reaktion dieser Gruppierungen ganz ähnlich anderer sozialistischen Gruppierungen: Sie konterten auf den Begriff „Linkslibertär“ mit dem Vorwurf, dass diejenigen, die jetzt Kritik üben, „rechts“ wären. Sie taten dies auch in vollem Wissen, dass in der heutigen Zeit der Vorwurf „rechts“ zu sein, bei den meisten Menschen heftige Reaktionen der Ablehnung hervorruft. Sie taten dies in vollem Bewusstsein, dass diese reaktive Ablehnung dann NICHTS mit den tatsächlichen Inhalten zu tun haben wird, sondern sich nur auf ein künstlich hergestelltes auf Manipulation basierendes und verdrehtes BILD bezieht, welches das Gegenteil von Links automatisch als rechtsgerichtet und damit als schlecht und verabscheuungswürdig verortet. Doch das Gegenteil von Links ist nicht rechts, sondern frei. Die Reaktion der Links-Libertären war also ähnlich der sprichwörtlich getroffenen Hunde, die umso lautstarker bellen, umso mehr ihre eigene Ideologie sichtbar wird.

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Ich will dabei noch nicht einmal behaupten, dass es sich bei allen bellenden Hunden um tatsächliche Sozialisten handelt, die sich chamäleonartig dem jeweiligen Zeitgeist anpassen, um die Geisel dieser Ideologie von Generation zu Generation weiterzugeben. Sehr viele – vermutlich die meisten – wurden nur Opfer ihrer eigenen Indoktrination. Die Angst davor, als „rechts“ gebrandmarkt zu werden, bestimmte ihre Ablehnung. Also stimmten sie in das Geheul mit ein und merkten gar nicht, dass sie sich mit der Übernahme der Idee der offenen Grenzen (open border) auf eine Stufe mit den etablierten Parteien wie Grüne, SPD, CDU und Linke stellten. Sie merkten vermutlich lange Zeit nicht, dass die Wand, auf die sie mit großer Geschwindigkeit zu fuhren, ihnen immer näher kam, bis ein Ausweichen nicht mehr möglich war.

Die Vertreter der „Open Border“-Philosophie der Libertären haben sich selbst gegen die Wand gefahren. Nur den wirklich verbohrten ist dies noch nicht aufgefallen. Sehr vielen Menschen ist mittlerweile klar geworden, das Grenzen nicht für Gefängnisse stehen, sondern Schutz bedeuten. Jede Gemeinschaft – gerade auch freiheitliche Gemeinschaften – brauchen den Schutz einer Grenze. Auch der Vorwurf, dass Grenzen automatisch für einen Staat stehen würden, hält sich nur noch bei den völlig verblendeten oder denjenigen, die tatsächlich ein Interesse daran haben, die libertäre Bewegung in Deutschland mit sozialistischen Inhalten zu verseuchen und damit zu zerstören.

Doch glücklicherweise scheinen die Menschen mehr und mehr Aufmerksam zu sein und sind nicht mehr so anfällig für die verführerischen Begriffe „Gemeinwohl“ und „Allgemeinheit“. Auch haben mittlerweile viele erkannt, dass die Nazis Sozialisten waren und der Vorwurf „rechts“ zu sein, nur eine Nebelkerze ist. Langsam scheinen sich die Menschen wieder an Begriffe wie „Heimat“ und den Erhalt von Werten, wie einer Sprache, Gebräuchen und vor allem UNTERSCHIEDEN heranzutasten. Sie haben erkannt, dass in Unterschieden nur Vorteile liegen und dass es eine Gleichheit gar nicht gibt. Was es gibt, ist nur der Versuch der „Gleichmacherei“ und der geht IMMER mit Gewalt und Zwang einher. Menschen sind nicht gleich. Sie sind verschieden. Und es ist gut und richtig, dass sie selbst für den Erhalt ihrer Unterschiedlichkeit eintreten. Und Unterschiedlichkeit braucht Grenzen. Eine Grenze zeigt auf, dass hier das eine endet und das andere beginnt. Hier bin ich und dort bist du. Das Individuum existiert nur durch eine Grenze. Grenzen schützen das Individuum.

Ehemals war das Individuum das zentrale Element des Libertarismus. An dem Beispiel der Open Border Philosophie kann man leicht erkennen, wie zerstörerisch sich diese Ideen auf den Libertarismus ausgewirkt haben. In der Tat soll das Individuum geopfert werden durch die Vorgabe der offenen Grenzen. Verkleidet hinter den pseudomenschlichen Idealen der Gleichheit, wird das Individuum auf dem Altar der ungehinderten Zuwanderung geopfert.

Glücklicherweise erscheinen die Rufe, zunächst den Sozialstaat abschaffen zu wollen, damit sich dann das Problem der massenhaften Zuwanderung von selber löst, mehr und mehr lächerlich, in Anbetracht der immer schlimmer werdenden Situation.

Die Links-Libertären haben sich selbst an die Wand gefahren. Die Zeit scheint reif, dass immer mehr Menschen erkennen, dass wahre Freiheit Grenzen braucht.

Libertarismus braucht Grenzen.

Libertäre: Meinungs-Chamäleons in freier Wildbahn

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Als ich vor dreieinhalb Jahren zum Libertarismus kam, wusste ich nichts über Freiheit. Ich hatte noch nicht einmal über wahre Freiheit nachgedacht. Soetwas lernt man ja auch nicht in 12 Jahren staatlicher Bildung. Mit 18 Jahren hatte ich dann aber doch recht schnell begriffen, worum es den Libertären eigentlich geht. Individuelle Freiheit, wirtschaftliche Freiheit, das NAP als Handlungsmaxime und all die Vorteile, die diese Dinge mit sich bringen. Ich war der Meinung, und bin es heute noch, dass diese Freiheit ausgelebt werden sollte und es sich lohnt, dafür zu kämpfen.

In diesen dreieinhalb Jahren habe ich viele intra-libertäre Rangeleien mitgemacht, sei es eine Diskussion über geistiges Eigentum, Fahnenverbrennungen, Naturrechte oder Parteizugehörigkeiten. Und jedes Mal bin ich gestärkt aus diesen Diskussionen hervorgegangen, ausgestattet mit einer gefestigteren Meinung als vorher. Ich bin dankbar für jeden Denkanstoß, der mir gegeben wurde und mich dazu gebracht hat “zuende zu denken”.

Es gibt immer Themen, über die eine gewisse Unklarheit besteht und genau davon leben wir als Libertäre, von der immerwährenden Neuverhandlung unserer Positionen. Unsere Prämissen, also unsere Grundannahmen über Freiheit, haben sich dabei nie verändert. Das Recht auf Selbsteigentum wurde niemals angetastet, selbst bei Themen wie dem geistigen Eigentum wurde lediglich darüber diskutiert, ob geistiges Eigentum so behandelt werden muss, wie materielles.

Doch in den letzten Monaten hat sich all dies verändert. Ich erkenne meine Szene nicht wieder und habe mehr als einmal daran gedacht, einfach alles hinzuschmeißen und mich als Einsiedler auf eine einsame Insel zurückzuziehen, damit ich meine Kokosnüsse und Fische selbst fangen kann, ohne das mir einer reinquatscht. Ich sehe immer mehr Libertäre, wenn man sie denn noch so nennen kann, die einer Ideologie hinterher rennen, die mit unseren Grundannahmen nichts, aber auch gar nichts mehr zuyellowAnarchochameleon tun haben.

Die Füchtlingskrise hat gezeigt, wie die Befürwortung der wirtschaftlichen Vorteile der offenen Grenzen zu einer Ideologie der offenen Grenzen verkommen ist. Niemand stellt in Abrede, dass sich offene Grenzen bewiesermaßen positiv auf die Wirtschaft eines Landes auswirken, niemand leugnet, dass es gut ist, wenn ein Meinungsaustausch zwischen Menschen aus verschiedenen Kulturen und mit unterschiedlichen Talenten stattfindet. Aber das sind doch noch lange keine Gründe, den Menschen zu verbieten – und genau das ist es, worauf diese ganze Open Border Diskussion hinausläuft – zu entscheiden, wen sie bei sich reinlassen und wen nicht. Niemand zwingt uns, uns selbst einzusperren, wenn wir an den Grenzen darauf achten, wer da zu uns kommt. Verfolgt man aber eine strenge Open Border Linie – und hier geht es wieder um das konsequente Zuende-Denken – muss man den Menschen, die sich gerne Umzäunen wollen, eben genau dies verbieten, ansonsten geht das gesamte Konstrukt nicht auf.

Wie kann man es mit libertären Prämissen vereinbaren, dass man anderen Menschen wirtschaftliche Vorteile aufzwingt? Wenn sie es nicht wollen, ist das zwar dumm, aber es ist ihr gutes Recht, dumm zu sein! Und kein Libertärer hat das Recht, sie davon abzuhalten. Lasst sie einfach in Ruhe!

Und da sind wir schon beim nächsten Thema. Seit über einem Jahr habe ich schon nichts mehr von Sezession gehört. Wo sind die Libertären, die am liebsten eine neue kleine, libertäre Gemeinschaft irgendwo, weit weg von jeglichem Staat, gründen wollen? Früher wollten wir am liebsten woanders hingehen und einfach nur in Ruhe gelassen werden. Und was ist heute? Heute streiten wir uns darüber, ob wir die deutschen Grenzen lieber offen oder geschlossen halten sollten. Wo bleibt die übergeordnete Kritik an der Tatsache, dass wir das überhaupt nicht entscheiden dürfen, sondern die illegitime Regierung alle Zügel in der Hand hält?

Der Brexit, als aktuellster Beweis des oben ausgeführten, zeigt doch ganz deutlich, dass wir uns endlich mal wieder klar über die Konsequenzen unserer libertären Prämissen werden sollten.

  • Demokratie hat nichts mit Freiheit zu tun.

Demokratie bedeutet, dass im schlimmsten Fall 51% über den Rest herrschen. Aus Sicht des Libertarismus ist dies nicht zu tolerieren. Kein Mensch hat das Recht über einen anderen zu herrschen, denn alle Menschen haben denselben Wert. Sie sind unendlich wertvoll.

Beim Brexit ist dieser, der schlimmste Fall eingetreten, 51% haben für einen EU-Austritt gestimmt und die restlichen 49% müssen damit leben.

  • Sezession ist ein probates Mittel, um Freiheit zu erlangen.

Roland Baader hat einmal gesagt: “Das einzig wahre Menschenrecht, ist das Recht in Ruhe gelassen zu werden”. Und wie erreicht man das? Richtig, man geht! Notwehr ist erst in dem Moment gerechtfertigt, in dem man angegriffen wird. Nur weil mich jemand nervt oder mir ein Klotz am Bein ist, gibt mir das noch lange nicht das Recht, denjenigen zu verletzen.

Großbritannien (bzw. die 51% Briten) waren der Meinung, dass die EU nervt. Sie haben sich zurückgezogen. Sie haben keinen Bock mehr auf eine EU-Diktatur.

  • Nur Individuen sind nötig, um Handel zu treiben.

Eine Kernthema der Libertären ist die Unnötigkeit des Staates in der Gestaltung des individuellen Lebens. Egal, wo man sich auf dem libertären Spektrum aufhält, ob “Ordo-Libertärer”, Minarchist oder Anarchist, alle sind sich einig, dass es den Staat nichts angeht, wann die Geschäfte geöffnet haben, was man in seinem Schlafzimmer tut, wer die Straßen baut und wohin. Wir können das selbst regeln, und zwar so, wie wir das wollen. Das Totschlagargument gegen den Brexit ist, dass der freie Handel eingeschränkt wird, da sie ja nun keinen Zugang zum EU-Wirtschaftsraum mehr haben. Das ist ein bisschen so, als würde man argumentieren, man könne kein Brot beim Bäcker kaufen, weil die Fenster geschlossen sind.

  • Die EU verkörpert absoluten Kollektivismus und Zentralismus.

Je größer eine staatliche Struktur, desto kleiner ist die Freiheit des Einzelnen. In Großstrukturen werden allgemein gültige Entscheidungen, immer zu Lasten derjenigen getroffen, die diese Entscheidungen nicht gut heißen. Je mehr Menschen von den Entscheidungen betroffen sein, desto größer ist die Ungerechtigkeit. Durch den Brexit hat zwar immer noch die britische Regierung die Hoheitsgewalt, aber im Vergleich zum Bereich der Hoheitsgewalt der EU-Regierung ist diese Rückkehr zur nationalen Ebene durchaus ein Fortschritt Richtung Regionalisierung.

Es ist sehr einfach, aktuelle Themen libertär zu analysieren. Wir sollten zu dieser Praxis zurückkehren und aufhören, uns von irgendwelchen Ereignissen spalten zu lassen, nur weil es in unseren Reihen Menschen gibt, die einer Ideologie folgen, die sich offensichtlich nicht mehr an den Grundannahmen des Libertarismus orientieren.

Folgt einer Ideologie nicht um der Ideologie Willen, sondern folgt eurem Herzen, das nach Freiheit schreit.

Die „vergessene“ Psychologie

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Sagt nicht: „Ich habe die Wahrheit gefunden“, 
sondern lieber: „Ich habe eine Wahrheit gefunden.“

Sagt nicht: „Ich habe den Pfad der Seele gefunden.“
Sagt lieber: „Ich habe die Seele auf dem Pfad wandelnd getroffen.“
Denn die Seele wandelt auf allen Pfaden.

Die Seele wandelt nicht auf einer Linie, noch wächst sie wie ein Schilfrohr.
Die Seele entfaltet sich wie eine Lotusblume mit zahllosen Blättern.

Khalil Gibran

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C.G. Jung und Synchronizität

Vorwort

Noch immer ist die Landschaft der Begleitung von Menschen hauptsächlich geprägt von den in unserer Gesellschaft allgemein anerkannten Sichtweisen der Psychologie, die auf die Person Sigmund Freunds zurückgehen. Nur in gesellschaftlichen Randbereichen und in weniger etablierten Methoden der Begleitung von Menschen, spiegelt sich die Sichtweise einer anderen Person wieder, die neben dem „Begründer“ der westlichen Psychologie ein Schattendasein zu führen scheint. Zumindest in Deutschland geschieht es immer wieder, dass wir auf Menschen treffen, vielleicht sogar auf Menschen, die meinen, sich im Bereich der Psychologie auszukennen, denen die Person C.G. Jungs fast gänzlich unbekannt ist.

Das liegt zum Teil sicherlich daran, dass in der akademischen Psychologie C.G. Jung und seine Forschung wenig zur Sprache kommen. Aber warum dies so ist, ist erst einmal unklar. Einige kennen vielleicht noch seinen Namen, aber wer genau war C.G. Jung und was war oder ist das Besondere seiner Arbeit?

Ich möchte im Folgenden die Person C.G. Jung vorstellen, seine Forschung und seine Sicht der Dinge ein wenig erläutern und vielleicht gelingt es mir sogar, verständlich zu machen, warum dieser Mensch in der damaligen Gesellschaft so viel weniger Anerkennung finden konnte als Sigmund Freud. Auch heute noch fällt es vielen Menschen auf Grund der gesellschaftlichen Prägung schwer, sich dieser gänzlich anderen Sichtweise C.G. Jungs vorbehaltlos zu nähern, da wir „Neuem“ grundsätzlich erst einmal sehr skeptisch gegenüberzustehen scheinen.

Wer war C.G. Jung?

C.G. Jung wurde 1875 im Schweizer Dorf Kesswill geboren. C.G. Jung und Sigmund Freud trafen sich zum ersten Mal im Jahre 1907. Schon zu der Zeit hatte C.G. Jung auf dem Gebiet der Psychologie Bedeutendes geleistet. Was zu der Zeit niemand ahnen konnte: dieses Treffen sollte vieles in Bewegung bringen und Dinge nachhaltig beeinflussen und verändern. Spannend ist, dass C.G. Jung schon damals, als er Freud zum ersten Mal traf, von einem „religiösen“ Zusammentreffen sprach und auch Sigmund Freud schien dieses Treffen in einem anderen Aspekt mehr als gelegen zu kommen.

Freud schrieb damals in einem Brief an C.G. Jung: „Ich hätte mir niemanden besseren wünschen können als dich, um meine Arbeit fortzusetzen“. Diese Aussage spiegelt meines Erachtens nach auch gleich die Essenz dieser Beziehung wider, die sich in den folgenden Jahren immer wieder zeigen sollte und dann schließlich zum offenen Konflikt zwischen Jung und Freud führte. Freud sah in C.G. Jung einen Nachfolger und nicht einen Kollegen. Er hatte die Vorstellung das C.G. Jung seiner Annahme der Psychologie der Menschen folgen würde und nichts Eigenes dazu hätte beitragen können. Doch zunächst vertiefte sich die Beziehung der beiden schnell, und schon im Jahre 1908 empfahl Sigmund Freud auf dem ersten Kongress der Psychoanalytischen Vereinigung C.G. Jung zum Präsidenten dieser Institution zu wählen.

Trotz dieser ersten scheinbar sehr intensiven und intimen Zeit ihrer Beziehung, zeigte sich schnell und immer wieder die grundlegend andere Herangehensweise der beiden in der Arbeit mit Menschen. Während Freud die Meinung vertrat, dass unser unbewusstes Leben von Trieben, Instinkten und Verdrängung beherrscht wird, so betrachtete Jung das Unbewusste als eine Art schöpferische Dimension.

Schon im Jahre 1909, also gerade mal zwei Jahre nach ihrem ersten Zusammentreffen, gab es starke Spannungen innerhalb ihrer Beziehung und Freud begann Jung wegen seines Interesses an Spiritualität zu rügen. Einmal während eines Gespräches, in dem wieder eine solche Bemerkung fiel, verspürte Jung ein glühend heißes Empfinden in seinem Zwerchfell und im selben Moment fiel ein Buch aus einem Regal. C.G. Jung bezeichnete dies als in Zusammenhang mit diesem Gespräch stehend, was Freud mit der Bemerkung: „…völliger Quatsch“ abtat.

Im Jahre 1912, mittlerweile hatte sich C.G. Jung wieder auf seine eigene Forschung konzentriert, gab es eine Begebenheit, in der C.G. Jung Freud in einem Brief auf sein „ignorantes Verhalten“ ansprach und in der Folge als Präsident der psychoanalytischen Vereinigung zurücktrat. Diese Handlung wurde von Freud begrüßt, mit der Bemerkung: „… so sind wir ihn denn endlich los, diesen heiligen Jung und seine Nachbeter“.

Epiphanie

Nach der Trennung von Freud entwickelte C.G. Jung seine eigene Sichtweise der Psychologie sehr viel ungehinderter und freier weiter. Er stürzte sich richtiggehend in seine Arbeit und drang immer tiefer in die verborgenen Bereiche seines oder eigentlich präziser Ausgedrückt: des Geistes ein. C.G. Jung begann hier nämlich einen Bereich seines Geistes zu entdecken, den er später das „kollektive Unbewusste“ nannte. Er entdeckte, dass dieser Bereich der ganzen Menschheit eigen ist und fand dies beschrieben, in einer Vielzahl von Berichten, Erzählungen und Überlieferungen aus aller Welt, wie auch in Symbolen ausgedrückt, die überall in der Welt und in allen Zeitepochen zu finden sind.

Im Jahre 1916 ereignete sich dann das, was einige als den „Zusammenbruch“ von C.G. Jung interpretierten. Schon vorher sprach Jung von „Wesenheiten“ und „Geistern“, zu denen er Kontakt hatte. Dieser Kontakt intensivierte sich nun dermaßen, dass er über Tage das Haus nicht verließ und das erlebte, was er später in einem seiner Werke mit dem Namen: „Sieben Reden an die Toten“ niederschrieb. Er „empfing“, wie er später schrieb, binnen dreier Nächte eine vollständige Kosmologie des Universums. Er beschrieb, dass der menschliche Geist weit über das persönliche Unbewusste hinaus ergründet werden kann, er sprach von einer reichen Ordnung, von symmetrischen Mustern und sprach davon, dass man darüber hinaus zu einem gemeinsamen Grund kommen kann, auf dem Materie und Geist entstehen…

Vielleicht haben wir als „neuzeitliche Menschen“ das Gefühl, als wenn dies gar nicht so etwas Besonderes sei. Entweder wir sehen die Dinge abgeklärt rational und sagen: okay, warum nicht, jeder hat mal einen „Ausklinker“… oder aber, wenn wir ein wenig „esoterisch angehaucht“ sind, sagen wir: dieser Mensch hatte so etwas wie ein Erleuchtungserlebnis, wie es in anderen Teilen der Welt, zum Beispiel in Asien, Gang und Gebe ist. Tatsache ist, dass die meisten Menschen, damals und vielleicht auch heute noch, geneigt sind, dieses Verhalten als „verrückt“ abzutun. Aber was heißt das? Die Welt die C.G. Jung beschrieb, war nicht verrückt, sondern höchst geordnet, mit tiefen Einsichten und Entdeckungen, die die Grundlage all seiner späteren Arbeit bilden sollte. Sein Erlebnis war eine Epiphanie, eine Erscheinung. Seine Erkenntnisse waren voller Analogien zu anderen Berichten von Menschen in anderen Teilen der Welt und zu anderen Zeiten. Aber die Welt, die er beschrieb, war eine Andere als die der „normalen“ westlichen Menschen zu der Zeit. Sie trug einen Sinn in sich und band den Menschen ein, in ein größeres Gesamtgefüge. Und seine Erlebnisse, Erfahrungen und Schilderungen drohten das damalige etablierte gesellschaftliche Denken zu revolutionieren.

Wir Menschen neigen dazu, Dinge, die neu in unsere Wahrnehmung treten, zu ignorieren und wenn uns dies nicht gelingt, sie mit herkömmlichen Mitteln zu interpretieren bzw. zu rationalisieren. Nehmen wir zum Beispiel an, dass unsere Welt nur aus drei Farben besteht, aus Rot, Gelb und Blau. Sagen wir nun, wir begegnen der Farbe Grün… So sind wir zuerst geneigt, wenn jemand mit einem grünen Pullover an uns vorübergeht, zu denken: War das Grün? Nein, das war kein grün! Oder doch? Nein, nein, ich habe mich getäuscht, das war kein grün, das kann kein grün gewesen sein…

Stell dir vor, zum nächsten Weihnachtsfest, wenn alle Menschen, alle Verwandten beieinander sitzen, die Eltern, vielleicht die Schwiegereltern, die Onkel und Tanten… und plötzlich fragt einer: Wie ist das eigentlich so, mit eurem Sex…? Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass das Gespräch so weitergeht, als wäre nichts geschehen. Dass alle so tun, als wäre nichts gewesen. War da eine Frage? Nein, da war keine Frage! Oder doch? Nein, nein, da war keine Frage…

Falls jetzt „grün“ nicht aufhört uns zu „belästigen“, dann fangen wir an zu rationalisieren und zu interpretieren… „Das ist so, weil…“, „kein Wunder, bei den Eltern…“, oder: „damals, als ich noch jung war, da hatte ich auch solche Gedanken…“

Ich denke, das genügt, um einen kleinen Geschmack dieses Mechanismus der Verdrängung zu vermitteln.

Die Versprechen der Wissenschaft

Das, worauf ich jetzt zu sprechen kommen möchte, ist der Bereich der Analogien und Symmetrien der Jungschen Psychologie. Und insbesondere das, was C.G. Jung später „Synchronizität“ genannt hat. Als Synchronizität bezeichnete Jung: „Akausale durch einen Sinn verbundene Zustände“. Zuerst: was bedeutet „akausal“? Einfach ausgedrückt bedeutet Akausal so viel wie nicht-kausal. Der Begriff „kausal“ bzw. Kausalität ist ein Begriff des mechanistischen Weltbildes (oder des sog. Newtonschen Weltbildes) und bedeutet: Kette von Ursache und Wirkung. Das heißt, dass in jedem Geschehen ein nachweisbarer materieller Grund zu finden ist. Seit der Entdeckung der universellen Gravitation von Newton trat die Wissenschaft einen Siegeszug sondergleichen an. An Stelle der bis zu dem Zeitpunkt auch bei uns im Westen vorherrschenden gesellschaftlichen Meinung, der geheimnisvollen Beziehungen und Verbindungen zwischen dem Menschen und äußeren Geschehnissen, trat jetzt die Vorstellung von einer Kraft, die exakt gemessen werden konnte. Diese Entdeckung führte zu allen weiteren Entwicklungen der Wissenschaft, zu den Entdeckungen der Anatomie, zum Verständnis des Blutkreislaufes, zu all den Entwicklungen der Medizin… man kann sagen: dies brachte uns sogar schließlich zum Mond (wenn denn tatsächlich jemals jemand dort oben war…)

Doch in dieser „wissenschaftlichen“ Welt war kein Platz mehr für Sinn oder für „inneres Leben“, für Spiritualität und Verbundenheit. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Newtonsche Mechanik Grundlage jeder anderen Wissenschaft geworden. Selbst die menschliche Natur konnte offenbar mit dem Wirken von Instinkten und Verdrängung, mit Energieströmen und elektrochemischen Reaktionen erklärt werden. Träume und Nahtod-Erlebnisse, Erscheinungen und selbst spirituelle Erfahrungen waren plötzlich nichts anderes mehr, als ein Zucken in irgendwelchen Nervenbahnen. Vor dieser Zeit war der Mensch verbunden mit den Geschehnissen in der Natur. Der Flug eines Vogels hatte eine Bedeutung. Oder die Begegnung mit Naturerscheinungen, wie einem Wirbelsturm, oder das Auftauchen von Tierschwärmen, die Wanderung der Wale… all dies war Teil einer Beziehung, war Botschaft und Hinweis, war die Sprache der Natur zu uns Menschen, als eingebundener Teil einer größeren Ganzheit. Doch all dies war jetzt vergessen und die Wissenschaft propagierte, alles beherrschen und kontrollieren zu können und versprach, die Lösung des letzten Rätsels stünde unmittelbar bevor. Das letzte Rätsel, die Frage nach dem was Leben ist, schien fast gelöst, und es sah so aus, als wenn es nur noch eine Frage der Zeit wäre, bis auch die Lösung dieses letzten Geheimnisses von den Wissenschaftlern der Natur abgerungen werden würde. Der Tod schien fast besiegt… die Wissenschaftler versprachen, dass sie alle Krankheiten werden eliminieren können… irgendwann… und ewiges Leben stand unmittelbar bevor…

Und hinein in diese Zeit kamen nun solche Menschen wie C.G. Jung und andere und sprachen von Akausalität, von durch Sinn verbundenen Geschehnissen.

„Grün“ war auf einmal da und störte ganz gewaltig!

Freundschaft

C.G. Jung war gut befreundet mit Wolfgang Pauli, einem Physiker, der im Jahre 1900 in Wien geboren wurde. Auch Pauli beschäftigte sich mit der Koinzidenz zweier oder mehrerer kausal nicht verknüpfter Ereignisse und beschrieb in seinen Arbeiten einen Sinnzusammenhang in Geschehnissen. Gesellschaftlich gesehen war Pauli zu der Zeit in gewissen Kreisen ebenso unbeliebt wie C.G. Jung und es wurden Geschichten erzählt von Pauli, die von Zusammenhängen berichteten, von seiner Gegenwart und damit in Zusammenhang stehenden „unerklärlichen“ Geschehnissen in den Laboren der Wissenschaftler. Es war die Rede von platzenden Reagenzgläsern und defekten Messgeräten wenn er hereinkam. Zu der Zeit war der so genannte „Pauli-Effekt“ in aller Munde und überall in den etablierten Wissenschaftskreisen wurde darüber gespöttelt. Es dauerte dann noch eine Weile, bis Wolfgang Pauli und ein weiterer Freund von ihm, Werner Heisenberg, zusammen mit anderen namhaften Wissenschaftlern, wie Albert Einstein und Erwin Schrödinger mit ihren Forschungen und Erkenntnissen, die Wissenschaft vollständig auf den Kopf stellen sollten.

Die Beziehung von Wolfgang Pauli und C.G. Jung begann, als Pauli wegen schlecht vorbereiteter Vorlesungen als Professor an der Universität für theoretische Physik in Zürich zunehmend in Schwierigkeiten geriet. Er war immer schon für seine zwar intelligente, aber beißende Kritik bekannt und hatte von daher auch wenig Einbindung in das gesellschaftliche Geschehen. Als Neunundzwanzig-jähriger heiratete er eine im Kabarett auftretende Gelegenheitssängerin, die ihn einige Wochen später wieder verließ. Zu der Zeit war er bereits ein starker Trinker und wurde sogar wegen einer Schlägerei aus einer Bar geworfen. All dies brachte sein Leben derart in Unordnung, dass er schließlich zu C.G. Jung in die Praxis ging. Für Pauli hatte dies den Effekt, dass er über die kommende Zeit sein Leben allmählich wieder auf die Reihe bekam und sich weiter mit Symmetrien und Harmonien beschäftigte, und für C.G. Jung war dies eine Möglichkeit, um gemeinsam mit seinem neuen Kollegen auch auf physikalisch wissenschaftlicher Ebene seine Forschungen weiter zu betreiben. Zeit ihres Lebens, bis zum Tode Paulis im Jahre 1958, waren beide freundschaftlich miteinander verbunden und eröffneten einen Dialog zwischen der Physik und der Psychologie, der im Späteren von Arnold Mindell, dem Begründer der Prozessarbeit, dann aufgegriffen und weiter fortgeführt werden sollte.

Synchronizität

Was sind denn nun Synchronizitäten? Was bedeutet dies nun, anzuerkennen, dass es Geschehnisse gibt, die nicht kausal, sondern durch einen Sinn miteinander verbunden sind?

Von C.G. Jung gibt es viele Berichte über Synchronizitäten. Eine der bekanntesten Begebenheiten ist wohl die Geschichte mit dem Skarabäuskäfer. Jung hatte schon einige Zeit mit einer Patientin gearbeitet, die er als recht verschlossen und schwierig beschrieb, als eines Tages diese Patientin ihm während einer Sitzung einen Traum schilderte, den sie letzte Nacht gehabt hatte, in dem ein goldener Skarabäuskäfer vorkam. Während sie darüber sprachen und die Patientin ihren Traum schilderte, hörten beide ein Geräusch am Fenster. Jung stand auf um nachzuschauen und fand auf der Fensterbank einen goldenen Skarabäuskäfer, den er in die Hand nahm und der Patientin zeigte, mit den Worten, dass dies vielleicht der Käfer aus dem Traum sei…

Die folgende Entwicklung in der Behandlung der Frau beschrieb Jung als bemerkenswert. Die anschließende Besserung der Patientin und auch ihre zunehmende Öffnung und Teilnahme am Leben führte Jung darauf zurück, dass diese Frau sich auf einmal wieder als ein eingebundener Teil eines größeren Gesamtgeschehens empfinden konnte. Das Umgebende sprach zu ihr. Das Leben hatte wieder einen Sinn und alle darin enthaltenen Geschehnisse standen in einem Bezug, in einem Sinnzusammenhang zu ihr.

C.G. Jung nahm an, dass es die „Wiederentdeckung des Sinns“ war, was diese bemerkenswerte Veränderung bewirkte. Der Mensch erfährt sich als eingebundener Teil eines größeren Gesamtgeschehens und findet zu einem Sinn innerhalb seines Lebens und seines Erlebens und dies führt zu bemerkenswerten Veränderungen seiner Körperlichkeit und seiner Psyche.

Serialität

Die Beobachtung von unerklärlichen Zusammenhängen in der Natur reichen schon viel weiter zurück. Einer der ersten, die sich mit diesen Vorfällen wissenschaftlich beschäftigte, war ein Biologe namens Kammerer. Schon um die Jahrhundertwende beobachtete der Österreicher „Gleichzeitigkeiten“ und Ereignisbündelungen, ein Phänomen, welches er „Serialität“ nannte. Geschehnisse und Ereignisketten, die über eine Zeit auftreten und in denen gewisse Muster erkennbar sind, die sich wiederholen und in „Bündeln“ auftreten. Wir alle kennen solche Situationen, wenn sich ein bestimmter Name zum Beispiel immer wiederholt. Wir hören ihn in einem Gespräch und später sitzen wir im Bus und lesen diesen Namen innerhalb eines Textes auf einer Reklametafel. Abends vor dem Fernseher hören wir ihn vielleicht noch in den Nachrichten und in der nächsten Woche bekommen wir einen Anruf von einem alten Schulfreund, der eben genau diesen Namen trägt. Oder das klassische Beispiel der werdenden Mutter, die vielleicht noch gar nicht um ihre Schwangerschaft weiß und auf einmal überall Kinderwagen sieht. (Das ganze gibt es analog auch bei den Männern, wenn es sich um den Kauf eines Autos, um eben genau diese Automarke dreht, die dann auf einmal überall herumfährt…)

Was die Unterscheidung ausmacht, zwischen der Serialität, die Kammerer beobachtete und der Synchronizität C.G. Jungs, ist der Sinnzusammenhang, mit denen diese Ereignisse in Zusammenhang zum Erlebenden stehen. Dem Menschen geschehen diese Ereignisse aus einem bestimmten Grund, ohne dass kausal, also allgemeingültig nachvollziehbar, ein Beweggrund dafür vorhanden wäre. Der Sinnzusammenhang erschließt sich immer nur dieser Person. Wir alle kennen auch solche Ereignisse und wissen im Allgemeinen sehr genau, warum genau dies uns zugestoßen ist, wenn vielleicht auch nicht immer unmittelbar oder auf völlig bewusster Ebene.

Hierin, in all diesen Beschreibungen, zeigte sich erstmals wieder für die westliche wissenschaftliche Welt die integrative Tendenz des Universums. Es zeigte sich verbindend und umfassend. Das Universum zeigte sich zielgerichtet oder, wie es auch bezeichnet wird, organizitär in seiner Entwicklung. Es zeigte sich auch partizipatorisch, also anteilnehmend und es wurde deutlich, dass das Geschehen in der Welt auf tiefster beobachtbarer Ebene intelligent ist und einen Sinn verfolgt, auch wenn der Sinn sich nicht für alle Menschen gleichermaßen erschließt.

Und dies revolutionierte das gesellschaftlich vorherrschende Weltbild. Genau genommen bis in die heutige Zeit hinein. Obwohl die Beobachtungen und Forschungen dieser Menschen schon über hundert Jahre zurückliegen und in der Zeit bis heute, in anderen Bereichen der Wissenschaft, weitere das mechanistische Denken noch viel stärker erschütternde Erkenntnisse gewonnen wurden, zeigt sich bislang wenig davon gelebt in der Gesellschaft. Die Menschen kranken weiter an dem Empfinden der Sinnlosigkeit und es scheint, als wenn die Macht des mechanistischen Denkens sie weiterhin gefangen halten wollte.

Noch niemals zuvor in der Geschichte unserer Welt gab es eine Gesellschaft, die so absolut auf den Prinzipen des mechanistischen Denkens aufgebaut war und deren gesellschaftliches Funktionieren bis in die kleinsten Verästelungen damit verknüpft ist. Auf der anderen Seite gibt es immer mehr Menschen, auch innerhalb der westlichen Gesellschaft, die wieder zurückfinden, zurückbinden (lat. religio) und sich als Teil eines größeren Gesamtgeschehens erfahren und ihre Handlungen darauf abstimmen. Nur sehen sich diese Menschen nach wie vor, ähnlich wie Kammerer, C.G. Jung und Pauli, konfrontiert mit all der Ablehnung und all der Ignoranz, mit der Menschen auf „weltbilderneuernde“ und erweiternde Geschehnisse und Erkenntnisse reagieren.

Vorväter der Nachkommen

Montagepunkt

Der Begriff„Konsensusrealität“ entstammt der Prozessarbeit von Arnold Mindell. Angelehnt ist dieser Begriff an das Wort „Montagepunkt“, ein Begriff´, der in der schamanischen Terminologie Carlos Castanedas Verwendung findet. Der Begriff Konsensusrealität bezeichnet den Teil der Wirklichkeit, über den es innerhalb der Gesellschaft so etwas wie einen Konsens, eine Übereinkunft gibt. Es ist eine geteilte Wirklichkeit. Bereiche innerhalb der Konsensusrealität sind etabliert und anerkannt, man „geht davon aus“ und über vieles macht man sich kaum noch Gedanken. Es ist wie ein großer Bühnenscheinwerfer, der einen Teil der Bühne eines Theaters beleuchtet, der für „die Realität“ gehalten wird. Alles andere, welches von diesem Scheinwerfer nicht erfasst wird, ist nicht existent (ist „grün“) und wird mit den Mechanismen belegt, von denen wir Eingangs sprachen (Ignoranz oder Interpretation). Konsensusrealität bezeichnet also einen Teil der Wirklichkeit und durch diese Übereinkunft wirkt dieser Ausschnitt, als sei es die Wirklichkeit. Der Begriff des Montagepunktes geht aber noch einen Schritt weiter. Er benennt eine allgemein menschliche Ebene der Wahrnehmung über gesellschaftliche Grenzen und selbst über kulturelle Grenzen hinaus, die für die Abbildung und Wahrnehmung dessen, was wir als Realität empfinden, verantwortlich ist. Eine allgemein menschliche Übereinkunft, eine Ausrichtung der menschlichen Wahrnehmung, die dazu führt, dass wir die Dinge so wahrnehmen, wie wir sie wahrnehmen. Aus einer (unendlichen) Vielzahl von Wahrnehmungsmöglichkeiten greifen wir als Mensch sozusagen ein Bündel heraus und generieren daraus unsere „Wirklichkeit“.

In den schamanischen Lehren ist der Montagepunkt aber nicht nur für die Wahrnehmung dieses Teils der Wirklichkeit zuständig, sondern sorgt auch für all die physischen „Gesetzmäßigkeiten“ mit der sich dieser Teil der Wirklichkeit in uns, und in Abhängigkeit davon um uns herum, abbildet. So ist für die Schamanen auch die Gravitation oder unsere Körperlichkeit und all die anderen von uns als so fest und unabdingbar real empfundenen Bereiche unsere Welt nur ein Teil der wirklichen Wirklichkeit. Die Welt aus diesem Blickwinkel gesehen ist unendlich viel mehr als unser physischer und psychischer „Abbildungs-Apparat“ uns jemals wird zeigen können. Spannend ist, dass auch in der Wissenschaft mittlerweile davon ausgegangen wird, dass diese Welt, dieses Universum nur eines von vielen, von unendlich vielen parallelen Universen ist, die nicht alle zwingend auf denselben physikalischen Grundgesetzen basieren müssen. Das heißt, es scheint andere „Wirklichkeiten“ zu geben, die völlig anders aufgebaut sein können, mit anderen „Naturgesetzen“, die den unseren vielleicht sogar konträr gegenüberstehen können. Die Schamanen unterscheiden jedenfalls zwischen verschiedenen Möglichkeiten, den Montagepunkt für die Wahrnehmung der jeweiligen Wirklichkeiten zu verschieben: von der „leichten Verschiebung“, die zur Wahrnehmung anderer Wirklichkeitselemente führt, bis hin zu „starker Verschiebung“, welches bis zum Verlust der menschlichen Form führen kann und den Menschen auf gänzlich andere Wahrnehmungsebenen führt, die weit jenseits des in diesem Universum angesiedelten menschlich Vorstellbaren liegen.

Moderne Forschung

Die heutige Wissenschaft ist viel weiter davon entfernt, die letztendliche Frage zu beantworten, was Leben ist, als wir bislang dachten. Im Moment ist es so, dass in Bereichen der Wissenschaft, zum Beispiel in der Quantenmechanik, uns jede neue Entdeckung in Bereiche hineinführt, die alles bisher Gedachte und Vorgestellte völlig revolutioniert. Da stehen Partikel miteinander in Verbindung, die mit weit über Lichtgeschwindigkeit miteinander kommunizieren (EPR Paradoxon), welches heute bereits in der Kryptografie Anwendung findet. Da gibt es Teilchen, die sich der Bestimmung widersetzen Materie oder reine Schwingungsenergie zu sein (Doppelspaltexperiment). Da werden mittlerweile Elementarteilchen in Nullzeit durch den Raum „teleportiert“ (Experiment von Anton Zeilinger 1997). Da sind Beobachter, die Methode und das beobachtete Element, non-lokale Phänomene und der Impuls zur Beobachtung geht erstaunlicherweise vom beobachteten Element aus.

All dies ist viel weiterführender und komplexer, als dass wir wieder einmal annehmen könnten, wir wüssten jetzt, wie das Universum aufgebaut ist. Die Geschwindigkeit mit der wir neue Erkenntnisse gewinnen, potenziert sich in immer kleineren zeitlichen Abständen, und die moderne Wissenschaft dringt immer schneller in unvorstellbare und phantastische Bereiche ein. Die Erkenntnisse sind so weitreichend und wirken so verstörend auf das momentan noch allgemein gültige und in der Gesellschaft herrschende Weltbild, dass sich die Wissenschaftler auf einem Kongress in Stockholm geeinigt haben, keine Erkenntnisse und keine Interpretationen, was den Wirklichkeitscharakter unseres Weltbildes angeht, mehr in die Öffentlichkeit zu geben, was natürlich (und glücklicherweise) so nicht funktioniert. Das Universum will beobachtet, will angesehen und erkannt werden. Das Universum will sich selbst erkennen. Albert Einstein, der im Alter, zum Ende seiner Forschung, selbst Schwierigkeiten hatte, das in aller Tragweite anzuerkennen, was er im Laufe seines Lebens entdeckt hat, bekam von John Wheeler, dem Entdecker der schwarzen Löcher, eine Skulptur geschenkt, von einem Wal, der auf seinen eigenen Schwanz blickt, der sich selbst anschaut.

Damit ist vielleicht die einzige Antwort gegeben, die wir bislang zu geben in der Lage sind: die Natur, der Mensch, das gesamte Universum ist ein „Bewusstwerdungsprozess“ und will sich selbst erkennen. Aber die Fragen, deren Antwort uns die etablierte Wissenschaft stets versprochen hat, sind nach wie vor ungelöst. Vielleicht sind wir weiter von den Antworten entfernt, als jemals zuvor: Was ist der Mensch? Was ist Leben? Was ist das, was uns alle umgibt und miteinander verbindet? Was ist Körperlichkeit? Was ist der Tod?

Wir wissen es nicht! Was wir aber mittlerweile wissen, ist, dass es nicht das ist, was wir glaubten, das es ist und vielleicht lässt uns dies ein wenig innehalten, vielleicht führt uns diese Erkenntnis dazu, dem „Grün“ ein wenig offener zu begegnen.

Inzucht in der muslimischen Gesellschaft

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Nachdem der Finanzminister Schäuble mit seiner Aussage, dass Deutschland ohne den Zustrom islamischer Migranten „durch Inzucht“ degenerieren würde, erneut gezeigt hat, dass er mit seiner eigenen Intelligenz und Moral tatsächlich nicht gerade glänzt, übernimmt die Freiheitswelle einen Artikel eines dänischen Psychologen, der sich mit den Auswirkungen der in der muslimischen Welt tatsächlich weit verbreiteten Inzucht (in der Regel Ehen mit Cousins ersten Grades) beschäftigt hat. Seine Forschungsergebnisse sind erschreckend und alarmierend zugleich. Gleich vorweg ein paar Auszüge aus dem Artikel:

– Rund 70 Prozent der Pakistaner, 45 Prozent der Araber und 25-30 Prozent der Türken sind Kinder von blutsverwandten Eltern, in der Regel aus Ehen mit Cousins ersten Grades. – Die Auswirkungen auf die Intelligenz, geistige und physische Gesundheit, und muslimischen Gesellschaft sind enorm.
– Inzucht unter Cousins/Cousinen ist mit langen Liste von Risiken verbunden. Unter ihnen sind Totgeburten, Kindstod, niedrige Intelligenz, körperliche Krankheiten und Behinderungen und psychischen Probleme.

Hier nun der Artikel:

MUSLIMISCHE INZUCHT HAT DIE PSYCHE DES ISLAM KORRUMPIERT, UND DIE ERGEBNISSE SIND ALARMIEREND

Der Dänische Psychologe Nicolai Sennels hat Jahre mit der Befragung von Muslimen verbracht und teilt seine Schlussfolgerungen mit uns.

Von Col. Tom Snodgrass

Ich hatte das Privileg, eine E-Mail-Interview zu führen mit Nicolai Sennels, einem dänischen Psychologen, der in Gefängnis-Psychologieprogrammen seiner Regierung gearbeitet hat, um festzustellen, warum so viele Jugendliche aus der muslimischen Gemeinschaft von Zuwanderern das dänische Strafvollzugssystem füllen. Im Zuge seiner Forschung untersuchte er muslimische Inzucht und deren Auswirkungen auf die „islamische Psyche“, und er gewann enormen Einblick in den „Geist des Islam“ durch Tausende von Angesicht-zu-Angesicht-Gesprächen mit unzufriedenen Muslimen. Hier sind seine Schlussfolgerungen.

Das Interview

  1. RSN: Zunächst, Nicolai, würden Sie bitte die Leser mit Ihrem Hintergrund bekannt machen und wie Sie zu Ihrem Wissen über die muslimische Psyche kommen.

Nicolai (geb. 1976): Ich bin ein lizenzierter Psychologe. Meine ersten Auftritte in den dänischen Medien betrafen meine etwas unorthodoxen Therapiemethoden, die ich als einziger Psychologe am Sønderbro entwickelt habe, einem Kopenhagener Jugendgefängnis. Ich lehrte die jungen Gefangenen über Achtsamkeitsmeditation und entwickelte ein spezielles Programm zum Wut-Management. Ich entwickelte auch eine psychotherapeutische Methode, die Verbrecher mit einem geringen Verständnis von Emotionen und Empathie lehrte, wie sie Verantwortung für ihr eigenes Verhalten übernehmen können. Im Jahr 2008 entschieden die Gefangenen von Sønderbro in einer Abstimmung, dass es das beste Gefängnis in Dänemark sei. Der Leiter der sozialen Dienste in der Kopenhagener Gemeinde stellte fest, dass dies auf meine Arbeit zurückzuführen ist.

Auf einer Konferenz über Immigrantenverbrechen im Jahr 2008, die von der Gemeinde Kopenhagen arrangiert wurde, sagte ich, dass man nicht den Begriff „kriminelle Einwanderer“ verwenden sollte, sondern „kriminelle Muslime“, da die Mehrheit der kriminellen Immigranten muslimischen Hintergrund haben. Sieben von zehnInsassen im dänischen Jugendstrafvollzug haben Migrationshintergrund, und fast alle von ihnen sind Muslime. Man drohte ir, wenn ich meine Erfahrungen noch einmal diskutieren würde, dann würde man ich feuern. Diese Geschichte entwickelte sich zu einer nationalen Debatte über die Redefreiheit und wurde zu einem viel diskutierten Thema in den dänischen Medien und sogar der Minister für Integration schloss sich der Diskussion an.

Ich beschloss, ein Buch über meine Erfahrungen zu veröffentlichen, „Unter kriminellen Muslimen. Erfahrungen eines Psychologe der Gemeinde Kopenhagen“, das sowohl im offiziellen Psychologengewerkschaftsmagazin und den Zeitungen gut aufgenommen wurde. Ich fand einen neuen Job beim dänischen Verteidigungsministerium, und jetzt arbeite ich wieder als Psychologe mit Kindern und Jugendlichen.

Ich war Gutachter über den Fall gegen Omar Khadr, einem verurteilten Terroristen in Guantanamo. Ich trug auch ein Kapitel zum niederländischen Buch „Islam: Kritische Essays über eine politische Religion“ bei, zusammen mit Raymond Ibrahim, Hans Jansen, Michael Mannheimer, Ibn Warraq, Bat Ye’or und anderen bekannte Kritikern des Islam und der muslimischen Einwanderung. Ausserdem schrieb ich eine lange Liste von Artikeln über die Psychologie des Islam, die Sicht des Islam auf Frauen, über die muslimische Kultur und die weite Verbreitung der Inzucht in der muslimischen Gesellschaft.

  1. RSN: Sie haben ausführlich über Inzucht unter den Muslimen geschrieben, würden Sie bitte erklären, wie die islamische Kultur in ihre Kriminalität rutscht.

Nicolai: Inzucht unter den Muslimen ist sehr weit verbreitet. Rund 70 Prozent der Pakistaner, 45 Prozent der Araber und 25-30 Prozent der Türken sind Kinder von blutsverwandten Eltern, in der Regel aus Ehen mit Cousins ersten Grades. Dies sind erstaunliche Zahlen und die Auswirkungen auf die Intelligenz, geistige und physische Gesundheit, und muslimischen Gesellschaft sind enorm. Genetik ist natürlich ein sehr heikles Thema, vor allem nach Hitler, aber das sollte uns nicht davon abhalten, auf ein sehr ernstes Problem hinzuweisen, das Millionen von Kindern schadet und massive Probleme für die Familien verursacht, die oft an Orten leben, wo es keine öffentliche Infrastruktur gibt für Menschen mit Behinderungen. Das Aufgreifen des Problems der Inzucht in der muslimischen Kultur erfolgt aus Mitgefühl für die Kinder und die Familien.

Aus professionellem Interesse als Psychologe habe ich den Islam und die muslimische Kultur seit mehr als einem Jahrzehnt studiert, und ich habe Hunderte von Muslimen beraten. Und ich würde sagen, es gibt mehrere religiöse Gründe für diese sehr ungesunde Praxis. Ein Grund ist, dass Mohammed es einfach erlaubt. Dies wird im Koran, Sure 4 gemacht – die übrigens auch Sexsklaven legalisiert. Ein weiterer Grund ist, dass die Verwandtenehe, wie sie genannt wird, den Familien ermöglicht, ihre Töchter in der Nähe zu halten, und damit in einer besseren Position zu sein, zu beobachten, ob sie das islamische Gesetz befolgt, die Scharia. Ein dritter Grund ist, dass Mohammed selbst eine seiner Cousinen heiratete, und die Nachahmung von Mohammed ist ein zentraler Bestandteil der islamischen Praxis.

  1. RSN: Ihrer Meinung nach, welche Rolle spielt muslimische Genetik bei der Fähigkeit von Muslimen, in der modernen Welt zu funktionieren.

Nicolai: Inzucht unter Cousins/Cousinen ist mit langen Liste von Risiken verbunden. Unter ihnen sind Totgeburten, Kindstod, niedrige Intelligenz, körperliche Krankheiten und Behinderungen und psychischen Probleme. Es scheint auch eine klare Verbindung zwischen den negativen Auswirkungen von Inzucht und Terrorismus zu geben. In einigen Fällen wurden Menschen mit geringer Intelligenz oder anderen geistigen Behinderungen leicht dazu gelockt, Selbstmordattentäter zu werden. In anderen Fällen kann das bewusste Märtyrertum ein ehrbarer Weg sein, ein Leben von Schmerz oder niedrigem sozialem Status wegen Behinderungen, genetischen Syndromen oder psychiatrischen Problemen zu beenden. Es ist auch wichtig, zu wissen, dass niedrige Intelligenz und bestimmte psychiatrische Erkrankungen – die das Ergebnis von Inzucht sein können – bekanntermaßen das Risiko delinquenten Verhaltens erhöhen.

Deshalb erhöht Inzucht, besonders, wenn sie über mehrere Generationen geschieht, die Risiken von Behinderungen und Störungen, die in der einen oder anderen Form die Funktionsfähigkeit in einer modernen Welt reduzieren können.

Die kognitiven Folgen der muslimischen Inzucht könnten daher erklären, warum nicht-westliche Einwanderer zu mehr als 300 Prozent wahrscheinlicher durchfallen beim Intelligenztest der dänischen Armee, als einheimische Dänen. Wahrscheinlich erklärt es auch – zumindest teilweise – warum zwei Drittel aller Immigrantenschulkinder mit arabischem Hintergrund nach 10 Jahren im dänischen Schulsystem Analphabeten sind.

Die hohen Ausgaben für Sonderschulen für Lernbehinderte verbrauchen ein Drittel des Budgets für die dänischen Schulen. 51 Prozent der Kinder, die auf den drei Schulen in Kopenhagen für Kinder mit körperlichen und geistigen Behinderungen sind, haben einen Immigrantenhintergrund und an einer der Schulen beträgt ihr Anteil 70 Prozent. Diese Beträge sind deutlich höher als der Anteil von Immigrantenkindern in der Gemeinde, die 33 Prozent beträgt. Nach Ansicht eines Experten: „Die vielen behinderten Kindern sind ein klarer Beweis dafür, dass viele Mischehen-Eltern unter den Migrantenfamilien sind.“

  1. RSN: Wenn es um einwandernde Muslime geht, ist es allgemein anerkannt, dass die Muslime Schwierigkeiten haben, sich in der westlichen Kultur zu integrieren, vor allem in Europa oder „Eurabien.“ Worauf führen Sie diese Schwierigkeiten zurück?

Nicolai: Nun, um sich in eine Kultur zu integrieren, muss man drei Bedingungen erfüllen. Man muss es wollen, man muss dazu in der Lage sein, und man muss es von der Familie her dürfen. Je mehr Wohlfahrt, desto geringer ist die Motivation für die Integration, da man Unterkunft und Verpflegung erhält, unabhängig davon, ob man die Sprache lernt, sein eigenes Geld verdient und sich in die Gemeinschaft integriert – oder auch nicht. Und wegen der geringen Bildung und möglicherweise auch negative Auswirkungen von Inzucht, und der vielen und oft unüberwindbaren Unterschiede zwischen westlicher und muslimischer Kultur, sind viele muslimische Flüchtlinge und MigrantInnen einfach nicht in der Lage dazu. Die Sprache lernen, eine Ausbildung machen und effektiv zu funktionieren auf unserem High-Tech, wissensbasierten Arbeitsmarkt, ist zu schwierig für sie. Drittens erlauben viele muslimische Familien ihren Kinder nicht, sich zu integrieren. Westlichen Kultur mit unserer Redefreiheit, Demokratie und Gleichheit von Frauen steht dem Islam und der muslimischen Kultur auf so vielen zentralen Bereichen entgegen, dass die Integration zum Abfall zu vieler Muslime führen würde. Einige junge Muslime und einige muslimische Frauen versuchen es regelmässig, aber die Folgen sind oft so extrem, dass es Tausende andere von dem Versuch, sich von den religiösen Beschränkungen im Islam zu befreien, abschreckt.

Ganz oben über diesen Dingen kommen die Berge von Hasstiraden gegen Nicht-Muslime und unsere Lebensweise im Koran und den Hadithen, die es sehr unnatürlich machen, Nicht-Muslime zu Freunden zu machen und ihnen zu vertrauen. Eine aktuelle Studie unter Muslimen durch den deutschen Staat ergab, dass 94 Prozent der Muslime in Deutschland einverstanden sind mit der Aussage, dass die Zuwanderer in Deutschland die Kultur ihres Herkunftslandes beibehalten sollten.

Das Ergebnis sieht man heute überall im Westen, wo die Muslime dazu neigen, sich in muslimischen Gebieten zu gruppieren. Viele dieser Gebiete sind heute de facto No-Go-Zonen. Dort werden weltliche Behörden regelmässig bedroht und sogar angegriffen, während fundamentalistische Imame, patroullierende muslimische Vätergruppen und hausgemachte Scharia-Gerichte herrschen können.

  1. RSN: Ihrer Erfahrung nach, welche Rolle spielen islamisch religiöse Autoritäten im Leben der muslimischen Einwanderergemeinschaft? Welche Rolle spielt die Praxis der islamischen Religion des Einzelnen beim Erfolg oder Misserfolg bei der Integration in die Gastkultur?

Nicolai: Nun, die erste Frage lässt sich mit einem Blick auf die Statistik beantworten. Gemäss der oben genannten Studie aus Deutschland erklären 85 Prozent der Muslime in Deutschland, religiös oder sehr religiös zu sein. Eine Studie quer durch Europa ergab, dass 75 Prozent der Muslime in Europa glauben, dass der Koran nicht zweideutig interpretiert werden kann – dass er wörtlich genommen werden muss. Viele andere Studien kommen zu ähnlichen Ergebnissen. Muslime sind daher viel religiöser als die meisten anderen Gruppen, vertrauen dem geschriebenen Wort in ihren religiösen Büchern mehr – weshalb natürlich auch die religiösen Autoritäten eine wichtige Rolle spielen im Leben muslimischer Immigranten.

Deshalb ist es so wichtig ist, sicherzustellen, dass Moscheen in unseren westlichen Ländern aktiv, öffentlich und konsequent die vielen Verse im Koran und den Hadithen ablehnen, die Muslimen sagen, Nicht-Muslimen zu verfolgen, ihnen zu schaden, oder sie sogar zu töten. Wenn wir dies nicht gewährleisten, dann tragen Moscheen und religiöse Autoritäten zur Radikalisierung der Muslime bei. Leider ist dies bereits geschehen, und jetzt hat Europa ein tödlich ernstes Problem mit einheimischen Dschihadisten. 80 Prozent der jungen Türken in Holland sehen „nichts falsch“ daran, Jihad gegen Nicht-Muslime zu kämpfen. 27 Prozent aller jungen Franzosen und 14 Prozent aller jungen Briten unter 25 sympathisieren mit der völkermordenden Terrororganisation Islamischer Staat. Dazu gehört wahrscheinlich die grosse Mehrheit der jungen Muslime in diesen beiden Ländern. Werfen Sie einen Blick auf diese Zahlen und versuchen dann, sich vorzustellen, was das für die Zukunft Europas bedeutet. Einige unserer Länder haben bereits das Militär eingesetzt, und die Polizei in ihren verzweifelten Bemühungen, die Bedrohungen zu verfolgen und einzugrenzen, kommt mit ihren begrenzten Ressourcen nicht hinterher.

Das Interessante daran ist, dass der Islam die einzige Religion der Welt ist, wo die Menschen immer gewalttätiger werden, je mehr sie ihre Religion studieren und ausüben. Wenn es also um den Islam geht, dann bedeutet mehr Religion mehr Gewalt.

Ich denke, dass viele Amerikaner sich nicht bewusst sind, was sie in diesen Monaten in ihre Länder hereinlassen. Nach einigen Jahrzehnten mit muslimischer Einwanderung sind mehr als die Hälfte der Europäer gegen die muslimische Einwanderung und die Ausbreitung des Islam in unseren Ländern. Ich hatte gehofft, dass die Amerikaner hier von unserem schlechten Beispiel gelernt haben würden. Aber es scheint, dass Ihr Präsident entschieden hat, dass Sie Ihre eigenen Erfahrungen machen sollten.

Ihre zweite Frage betreffend der religiöse Praxis und Integration von Muslimen, so haben Sie die Antwort bereits, wenn Sie sich Europa ansehen. Der Islam steht im Widerspruch zu westlichen, liberalen Werten in so vielen Bereichen, dass man sich nicht wirklich als echten Muslim bezeichnen kann, wenn man sich integriert. Sie könnten sich „entspannter“ Muslim oder „moderater“ Muslim nennen, aber Sie können nicht behaupten, dass Sie Redefreiheit, die Demokratie und die Gleichheit von Frauen und Nicht-Muslimen unterstützen, und gleichzeitig sagen, dass Sie dem Koran folgen und dem Beispiel von Mohammed.

  1. RSN: In westlichen Kreisen wird die muslimische Behandlung von Frauen als Unterdrückung betrachtet. Halten Sie diese Charakterisierung für gültig, und welche Rolle spielen Frauen in der Regel in der islamischen Kultur, unter Anerkennung der Tatsache, dass es offensichtlich Unterschiede gibt von Bereich zu Bereich?

Nicolai: Der Islam ist offensichtlich unterdrückerisch gegen Frauen. Lesen Sie einfach den Koran und die Hadithe. Die Frage ist natürlich, wie sehr Muslime die Gesetze Allahs und seines Propheten befolgen. Natürlich gibt es Unterschiede. Schauen Sie sich Fotos von Frauen im Iran vor und nach der islamischen Revolution an. Es bricht einem das Herz, zu sehen, wie diese schönen, lächelnden Frauen im heutigen Iran verschleiert und unterdrückt wurden. In einigen islamischen Ländern, obwohl immer seltener, können zumindest nicht-muslimische Frauen am Strand einen Bikini tragen.

Die Rolle der Frauen in der islamischen Kultur ist in erster Linie, Ehre zu signalisieren. Die Ehre der Familie hängt von der Bereitschaft der Frauen ab, sich der unterdrückerischen Scharia zu unterwerfen .

Eines der Dinge, die für mich als Psychologe interessant sind, ist dass die religiöse Unterdrückung muslimischer Frauen nicht nur die Frauen betrifft, sondern auch die Männer. Es verändert ganz einfach die männliche Sexualität, wenn ihnen beigebracht wird, dass Frauen unrein sind. Viele muslimische Männer entwickeln deshalb Homosexualität oder Pädophilie.

Forschung unter pakistanischen LKW-Fahrern zeigt zum Beispiel dass 95 Prozent von ihnen „Sex mit Jungen Helfern frönen.“ Obwohl nach Ansicht der meisten psychologischen Schulen Homosexualität nicht eine Störung der Person, des natürlichen Sexualtriebs ist – es sei denn, es wird verursacht durch kulturelle Faktoren – die weit verbreitete Verwendung von bacha bareesh oder „tanzen Jungen“ in der afghanischen Kultur, vielleicht die segregierteste und Frauen-unterdrückerischste der Welt, ist nur ein Zeichen für eine Kultur, die zu einem solchen Verhalten führt. Ein US-Militärbericht aus Afghanistan kommt zum Schluss, dass „homosexuelles Verhalten unter den Menschen in der grossen ethnischen Gruppe der Paschtunen bekannt und ungewöhnlich üblich ist. … Paschtunische Männer haben Sex mit anderen Männern, bewundern andere Männer physisch, haben sexuelle Beziehungen mit Jungen und scheuen Frauen sowohl sozial als auch sexuell.“ Der Bericht beschrieb auch, wie männliche paschtunische Dolmetscher sich ständig gegenseitig mit Gonorrhoe infizierten. Wenn von den Ärzten gesagt wurde, vorsichtiger zu sein, logen sie über ihre homosexuelle Handlungen und behaupteten, dass es durch Mischen verschiedener Arten von Tee passiert ist. Ein US-Arzt in Afghanistan musste einem Mann vor Ort erklären, wie seine Frau schwanger wird: „Als es ihm erklärt wurde, was notwendig war, reagierte er mit Abscheu und fragte: ‚Wie könnte man den Wunsch verspüren, mit einer Frau zu sein, die Gott unrein gemacht hat, wenn man bei einem Mann sein könnte, der rein ist? Das muss sicherlich falsch sein.“

  1. RSN: Betrachten Sie als Psychologe die muslimische Haltung gegenüber und ihre Praktiken der Sexualität als förderlich für gesundes geistige Verhalten? Was sind die Auswirkungen der muslimischen sexuellen Praktiken in Bezug auf ihre Beziehungen zu den Mitgliedern der Gastgebergesellschaft ?

Nicolai: Auf der psychologischen Ebene ist eine der schwerwiegendsten Folgen der islamischen Sicht auf Frauen der extreme Mangel an romantischer Liebe. Das liegt daran, dass die heilende Qualität der romantischen Liebe nur existieren kann, wenn die Partner gleichwertig sind, wo niemand gezwungen wird, und wo niemand den anderen fürchtet oder dominiert.

Eine weitere psychologische Folge des Mangels an Liebe und dem Mangel an Freiheit für die Geschlechter, einander zu erkunden und sich von einander inspirieren lassen zu können, ist unter anderem dysfunktionalem sozialem Verhalten eine erhöhte Wut und Aggression. Ein offensichtlicher Fall ist der berüchtigte „Unterhosenbomber “ Umar Farouk Abdulmutallab, der ein Flugzeug am Weihnachtstag 2009 im Flug in die Luft zu sprengen versuchte. Abdulmutallab kämpfte mit sexuellen Phantasien, die nach seinem islamischen Glauben sündig waren. Um die sexuellen Fantasien geistig zu bekämpfen, versuchte er stattdessen, über Jihad zu phantasieren. Am Ende entschied er sich durch das Verstecken des Sprengstoffs in seiner Unterwäsche, die Hauptursache für seine Frustrationen in die Luft zu sprengen – seinen Penis.

Islamisierung der Sexualität geschieht bereits in unseren westlichen Ländern. Wir sehen dies bereits in der Art und Weise, wie nicht-muslimische Männer regelmäßig von öffentlichen Schwimmhallen ausgeschlossen werden, unsere säkularen Gesellschaften stehen unter Druck, in separate Badeanlagen in Sportstätten zu investieren, öffentlichen Behörden raten Frauen, keine sexy Kleidung in der Nähe von Flüchtlingszentren zu tragen, etc.

Ich denke generell, dass unsere freie sexuelle Kultur und Gleichstellung von Frauen hier im Westen einer der Faktoren ist, die am meisten zur Entfremdung der Muslime hier beitragen.

Die islamische Sicht auf die Ehe, die oft nicht ganz freiwillig ist, zeigt eine breite Akzeptanz des erzwungenen Geschlechtsverkehrs, auch Vergewaltigung genannt. In Kombination mit der islamischen Sicht auf nicht-muslimische Frauen – die nach dem Koran von muslimischen Männern vergewaltigt werden dürfen – so hat dies zu einer Epidemie von Vergewaltigungen in ganz Westeuropa geführt. Schweden, Holland und Grossbritannien sind am schwersten betroffen. Die Behörden in England schätzen, dass „bis zu eine Million“ Kinder Opfer von in erster Linie pakistanischen Vergewaltigungsbanden gewesen sind. Einem Bericht zufolge sind muslimische Männer 200-mal anfälliger für die Vergewaltigung von Kindern als nicht-muslimische Männer. Jede Vergewaltigung ist eine Katastrophe, nicht nur für das Opfer, sondern auch für Familie und Freunde des Opfers. Die lebenslange Traumatisierung und Schwierigkeiten in seinem Sexualleben sind auch oft eine Folge.

  1. RSN: Viele westliche Nationen erleben einen grossen Zustrom von muslimischen Immigranten. Kann ein so grosser Zustrom von Muslimen produktiv in die westlichen Gesellschaften integriert werden, sowohl vom Standpunkt der Aufnahmegesellschaft als auch für die einzelnen Einwanderer?

Nicolai: Nur Nicht-Europäer können eine solche Frage stellen. Hier auf unserem Kontinent ist es jedem klar, dass es nicht möglich ist und dass die Folgen verheerend sind. Nicht nur wirtschaftlich, auch sonst müssen wir zusehen, wie ständig wachsenden Bereiche unserer schönen, historischen europäischen Städte in Gebiete umgewandelt werden, wo unsere tausend Jahre alte Kultur verschwindet und auf Feindseligkeit trifft. Diese Gebiete werden oft vollständig abgeriegelt für nicht-islamische Kulturen und Werte, und sind jetzt Nährboden für Jihad-Sympathisanten im industriellen Massstab.

Es wird mehr und mehr normal, dass die Menschen über die bevorstehende Gefahr eines Bürgerkrieges in unseren Städten reden. Schon jetzt müssen viele von uns unseren Kindern erklären, warum es bewaffnete Militärs und Polizei mit automatischen Gewehren auf dem Weg in den Kindergarten und in die Schule hat. Das Schlimmste ist, dass solche Bedingungen normal sind für unsere Kinder. Sie wissen nicht einmal, was wir verloren haben, was es sehr schwierig machen wird für sie, dafür zu kämpfen, dass sie die Sicherheit, die Freiheiten und die Kultur, zurückbekommen, die die ganze Welt mit europäischen, humanistischen Werten nährt.

  1. RSN: Welchen Rat würden Sie der westlichen Welt anbieten in Bezug auf ihre wachsende muslimische Bevölkerung?

Nicolai: Nun, ich bin Psychologe, kein Politiker. Ich sehe mir vor allem die menschlichen Prozesse an. Auf der anderen Seite habe ich so viele Jahre mit diesem Thema gearbeitet. Ich habe gesehen, wie sich mein eigener Kontinent, mein eigenes Land und meine eigene Nachbarschaft in etwas verwandelt, das ich als dystrophischen Science-Fiction-Film betrachten würde, hätte mir das jemand vor 20 Jahre geschildert.

Ich denke, wir können jetzt mit Sicherheit sagen, dass die Integration von Muslimen in die westliche Gesellschaft nicht möglich ist. Natürlich werden ein paar es immer wollen, in der Lage sein und die Zustimmung ihrer Familie haben, aber die überwiegende grosse Mehrheit nicht. Jede Gesellschaft kann mit ein paar nicht integrierten Menschen umgehen. Es gibt genug Geld, um ihnen Geld, Nahrung und Kleidung zu geben, genug öffentlichen Wohnungsbau und genügend Polizei. Aber wenn es genügend solcher Individuen sind, die eine Gegenkultur in einem grösseren definierten Bereich etablieren, dann geht der Ärger los. Das ist der Punkt, wo man von einer kritischen Masse sprechen kann. Und das braucht nur ein paar Tausend. Wenn Sie weit weg wohnen, dann bemerken Sie es vielleicht nicht einmal. Aber wenn Sie in der Nähe davon leben, werden Sie feststellen, dass Ihr Haus an Wert verliert, dass die Kriminalitätsrate sich erhöht, dass es weniger Geld für Soziales gibt, und dass Ihre Kinder sich in der Schule weniger sicher fühlen – usw.

Ich denke, dass die Amerikaner irgendwie blind sein können für das Risiko, zehntausende von Muslimen in Ihr Land einzuladen, weil Sie bereits Probleme mit Banden und grossen Ghettos haben. Aber Sie müssen verstehen, dass muslimische Ghettos sich von anderen Ghettos unterscheiden. Dies liegt daran, und das ist es, was Europa unter solch grossen Kosten gelernt hat, dass der Islam eine politische Religion ist. Es geht im Islam nicht nur um innere Zustände des Geistes, innere Überzeugungen, innere Werte. Im Islam geht es auch darum, wie die Gesellschaft nach dem islamischen Recht, der Scharia, ausgerichtet werden muss. Und noch wichtiger ist, dass der Islam jegliche Mittel, um diese Änderungen herbeizuführen, duldet. Diese Mittel umfassen gewaltsamen Jihad und Jihad durch Missbrauch des Rechtssystems. Er enthält auch sogenannte Taqiyya, was bedeutet, zu lügen, um die Sache des Islam zu fördern, und so genanntes Hijrah, die Migration, um ein nicht-islamisches Land zu füllen, um es so auf lange Sicht zu erobern, Wohnblock um Wohnblock, wenn es sein muss.

Ich möchte, dass Ihr Amerikaner diese grundlegende Natur des Islam kennt. Er ist nicht wie andere Religionen. Und ich hoffe, dass Ihr einen Blick auf Europa nehmt und seht, was hier geschieht. Unsere freien, sicheren Gesellschaften, in denen die Menschen ein grundlegendes Vertrauen und Verständnis für einander haben, weil wir die gleichen Grundwerte haben, werden in Terrordrohungen und Islamisierung erstickt.

Europa hat der Welt viele Dinge zu bieten. Unsere Kunst, unsere egalitären Werte, unser Essen. Aber nicht die naive Herangehensweise an den Islam und die muslimische Einwanderung, die schon so viel gekostet hat auf so vielen Ebenen. Es gibt eine sehr interessante Dokumentation „Muslime in Europa“, die es verdient hätte, in den USA verbreitet zu werden – Sie können sie sich hier ansehen.

Ende des Interviews

Schlussfolgerung

Neben der ausgezeichneten Dokumentation über den Zerfall von Europa, verursacht durch den Islam, die oben empfohlen wurde, zeigt ein RSN-Artikel „Muslimische Pädophile, Feministinnen und zukünftiger Bürgerkrieg“ eine weitere beunruhigende Sicht der islamischen Verderbtheit, die in einem anderen europäischen Land stattfindet, in Grossbritannien.

Sennels‘ Erkenntnisse und die referenzierte Dokumentation und der Artikel machen alle klar, dass der Islam kulturell Europa kontaminiert und nicht in der Lage ist, friedlich Seite an Seite neben der westlichen Zivilisation zu koexistieren. Muslimische Inzucht hat die islamische Psyche korrumpiert, was zusammen mit der islamischen Doktrin des Jihad, den Islam unvereinbar macht mit der Zivilisation, die auf den europäischen Prinzipien der Aufklärung gegründet sind.


Dieser Artikel erschien zuerst auf dem Schweizer Portal „Politisches“ unter: http://politisches.blog-net.ch/2016/03/26/muslimische-inzucht-hat-die-psyche-des-islam-korrumpiert-und-die-ergebnisse-sind-alarmierend/

Wir danken für die Veröffentlichung!

 

Gebt niemals eure Waffen ab!

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„Lasst euch nicht täuschen von dem Glauben, dass die Linken, Waffen hassen. Oh nein, das tun sie nicht. Was sie hassen, das sind Waffen in den Händen jener, die nicht im Gleichschritt mit ihrer Ideologie marschieren. Sie hassen Waffen in den Händen derer, die selbständig denken können und die nicht ohne Gegenfrage gehorchen.“ 

Stanislav Mishin

Vor einiger Zeit erschien ein Artikel mit dem Titel: „Gebt niemals eure Waffen ab!“ von Stanislav Mishin. Zuerst wurde er auf der Seite der German Rifle Association veröffentlicht und dann von „eigentümlich frei“. Auch wir von der Freiheitswelle wollen diesen Artikel weiter verbreiten und zwar aus folgenden Gründen: Obwohl dieser Artikel aus der Sicht eines Russen schildert, was in der damaligen Sowjetunion geschehen ist, nachdem der Kommunismus die Freiheit der Menschen hinweggerafft hat und wohl insbesondere die Amerikaner anspricht, die zur Zeit das Volk sind, mit der größten Menge an Waffen in privaten Händen, so gilt dasselbe auch für alle anderen Völker dieser Erde und natürlich auch für Deutschland. Auch bei uns gibt es ähnlich wie in den USA Bestrebungen, privaten Waffenbesitz immer mehr einzuschränken oder ganz verbieten zu wollen. Die Agenda dahinter ist klar. Obwohl die Herrscher es mit dem Mäntelchen der Sicherheit umkleiden, zeigt die Geschichte ganz eindeutig, was der eigentliche Grund ist. Eines gleich vorweg: Deine Sicherheit spielt jedenfalls KEINE Rolle in den Überlegungen der Herrscher. Wenn es sich den Herrschern tatsächlich um deine Sicherheit drehen würde, dann würden sie es den Menschen erlauben, sich zu bewaffnen, weil nur eine Gesellschaft in der jeder, der es möchte, bewaffnet sein kann eine ist, in der größtmögliche Sicherheit besteht. Lasst es uns noch einmal in aller Deutlichkeit sagen: Böse Menschen werden sich immer bewaffnen und die einzig leidtragenden bei Verschärfungen der Waffengesetze sind immer die ganz normalen Menschen, die niemanden etwas zu leide tun wollen und die ihre Waffe nur zur Abwehr eben dieser bösen Menschen besitzen. Kein einziger Krimineller hat sich jemals um irgendwelche Waffengesetze gekümmert. Niemals in der Vergangenheit und niemals in der Zukunft! Den Politikern dreht es sich also nicht um deine Sicherheit, wenn sie privaten Waffenbesitz verbieten wollen, sondern um IHRE Sicherheit! Sie sind es, die Angst davor haben, dass Menschen mit Waffen wehrhaft gegen sie sein könnten.

In den USA ist genau dieser Punkt auch in der Verfassung festgeschrieben. Und auch genau aus dem Grund: Um sich gegenüber einen überbordenen, die Freiheit der Menschen immer mehr einschränkenden Staat zur Wehr zu setzen. Das ist der Grund!

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Alle Länder, in denen der private Waffenbesitz eingeschränkt wurde, sind totalitäre Staaten geworden. Die Unterdrückung der Menschen hat erschreckende Ausmaße angenommen. Viele Millionen Menschen sind gestorben… und zwar nicht dadurch, dass sie sich mit ihren eigenen Waffen gegenseitig umgebracht haben (was immer das Schreckens-Szenario ist, welches die Herrscher dir vormachen), sondern weil die totalitären Herrscher selbst Millionen und Aber-Millionen von Menschen in Lager gesperrt und umgebracht haben. Die Menschen wurden von ihren eigenen Herrschern ermordet!

Und deswegen gilt dieser Aufruf ALLEN Menschen: Gebt niemals eure Waffen ab! Denn dies ist der Anfang eines schrecklichen Endes, welches bisher jedem Volk widerfahren ist, welches sich von den falschen Versprechungen der Herrscher für mehr Sicherheit sorgen zu wollen, hat blenden lassen. Menschen überall in der Welt, Menschen in den USA, Menschen in Russland, in Ungarn, Österreich und in Deutschland: GEBT NIEMALS EURE WAFFEN AB!

Gebt niemals eure Waffen ab!

Von der Sowjetunion lernen

von Stanislav Mishin

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Gegenwärtig kann man nur noch sehr wenig an den sozialistischen, bankrotten und kulturell degenerierenden USA bewundern, außer einer Sache: dem Recht, Waffen zu tragen und tödliche Gewalt einzusetzen, um sich selbst und sein Eigentum zu verteidigen.

Das wird die meisten westlichen Leser wahrscheinlich total schockieren, aber Russland war einmal an einem Punkt, da gehörte es zu den Völkern auf dieser Erde, die am schwersten bewaffnet waren. Das war natürlich zur Zeit des Zaren, als wir noch frei waren.
Waffen, von Schwertern und Speeren bis zu Pistolen, Büchsen und Flinten waren überall alltägliche Dinge. Die Menschen trugen sie verdeckt oder offen. Kampfmesser waren ein hervorstechendes Merkmal vieler Trachtenornate. Und was waren diese kleinen Röhrchen, die sich quer über die Kleidung von Kosaken und verschiedenen kaukasischen Völkern zogen? Nun, das waren Halterungen für Büchsenkugeln.

Alle machten dieselbe Erfahrung: Sei es die polnische Armee, sei es die Smuta (Zeit der Schwierigkeiten), sei es Napoleon oder seien es die Deutschen, nachdem das Zarenreich unter der Last des Ersten Weltkriegs und den Geldern der Wall Street bereits kollabiert war, sie alle mussten feststellen, dass es viel schwieriger war, russisches Land zu halten, als es zu erobern, und es zu erobern war auch schon nicht gerade ein Spaziergang, sondern vielmehr bereits ein Blutbad. Wer das besetzte Gebiet halten wollte, der sah sich einer extrem gut bewaffneten und aggressiven Bevölkerung gegenüber, die den Feind auf Teufel komm raus umbringen oder aus dem Land werfen wollte.

Diese gut bewaffnete Bevölkerung war Voraussetzung für das Entstehen verschiedener weißer Gruppierungen, die anschließend einen wilden Bürgerkrieg gegen die Roten führten, und zwar egal wie schlecht sie im Jahr 1918 politisch und militärisch organisiert waren. (Die Roten waren jene, die der sozialistischen Ideologie Lenins und anderer folgten, die Weißen waren jene, die das zaristische Russland und die bürgerlichen Freiheiten (soweit vorhanden) verteidigten.)

Es soll angemerkt werden, dass viele dieser Armeen bewaffnete Kleinbauern waren, Dorfbewohner, Farmer und Kaufleute, die sich selbst verteidigten. Wenn Washington nicht die Roten heimlich unterstützt hätte, die Geschichte hätte einen ganz anderen Verlauf genommen.

Moskau zum Beispiel fiel nicht, weil es nicht genug Waffen zur Verteidigung gegeben hätte, es fiel aufgrund einer List, eines falschen Versprechens seitens der Roten. 10.000 Rote nahmen Moskau ein, wobei sich ihnen lediglich einige hundert Offizierskadetten und deren Ausbilder in den Weg stellten. Sogar jetzt noch war die Schlacht erbittert, und die Verluste waren hoch. Allerdings lebten zu dieser Zeit in der Stadt allein 30.000 Offiziere (pensionierte und aktive). Sie alle hatten ihre eigenen Waffen und Munition. Dazu kamen Zehntausende anderer Bürger, die bewaffnet waren. Die Sowjets (die Roten) versprachen ihnen, dass man sie in Ruhe lassen würde, wenn sie sich nicht einmischen würden. Sie hielten sich raus und wurden anschließend gebeten, zu kommen, um sich und ihre Waffen zu registrieren. Bei der Registrierung wurden sie dann auf der Stelle erschossen.

Natürlich, ein Rohling, Mörder und Lügner zu sein heißt nicht, dass man dumm ist, und die Roten lernten aus ihren Bürgerkriegserfahrungen. Zu den ersten Dingen, die sie taten, gehörte die Entwaffnung der Bevölkerung. Anschließend waren Massenunterdrückung, Massenverhaftungen, Massendeportationen, Massenmord und das Verhungernlassen großer Bevölkerungsteile eine leichte Sache für die Roten. Das Schlimmste, das sie befürchten mussten, war eine Mistgabel in den Bauch oder ein Messer in den Rücken oder gelegentlich Gegenwehr mit einem Jagdgewehr. Kein großes Problem für Soldaten.

Bis heute ist eine ganze Generation ohne Sowjetsystem erwachsen geworden, und dennoch verweigert man uns das traditionelle Grundrecht auf Selbstverteidigung. Warum? Man sagt uns, dass sofort jeder auf den anderen schießen würde und dass sich das Verbrechen überall ausbreiten würde… aber die Kriminellen sind immer noch bewaffnet und sie morden immer noch und allzu oft, besonders in den moskaufernen Regionen Russlands tragen diese Kriminellen die Uniformen der Polizei. Die Behauptung, dass jeder sofort anfangen würde, zu schießen, ist ebenfalls lächerlich, wenn man sich die Statistiken anschaut.

Während Präsident Putin Reformen durchdrückt, verspüren die lokalen Autoritäten, besonders in den Weiten unseres Hinterlandes, keine Notwendigkeit, so zu handeln, wie sich das im Interesse des Volkes gehören würde. Sie machen, was ihnen gefällt. Es ist eine Klasse von Tyrannen, die weiß, dass sie von einer relativ schlecht bewaffneten Bevölkerung absolut nichts zu befürchten hat. Das wiederum führt nicht zu Respekt, sondern zu absoluter Verachtung für die staatliche Autorität seitens der Bevölkerung.

Für jene von uns, die für ihre tradierten Rechte kämpfen, ist der zweite Zusatz zur amerikanischen Verfassung ein kleines Licht in einer Welt, die immer dunkler wird. Regierungen werden die Ausrede nutzen, sie würden versuchen, die Menschen vor Verrückten und Verbrechern zu schützen, aber in Wirklichkeit schützen sie ihre Macht und ihre Position.

In allen Fällen, in denen Waffen verboten werden, gehen Verbrechen mit Waffen weiter, und oft werden es sogar noch mehr. Wie alle Verrückten, seien es Verrückte mit Autos (New York, Chapel Hill), Schwertern (Japan), Messern (China) oder selbstgebauten Bomben (überall auf der Welt), kranke Leute schlagen eben zu. Sie verspritzen Säure (Pakistan, Großbritannien), sie werfen Molotow-Cocktails (Frankreich), sie greifen einfach an. Das Schlimme ist, man kann die Wahnsinnigen nicht mit Psychologie oder Gefängnis stoppen, oder indem man „mit ihnen redet“. Am besten schießt man ihnen eine Kugel in den Kopf. Darum sind sie ja wahnsinnig, weil sie nicht in der Lage sind, in der Realität zu leben oder sich selbst zu stoppen.

Der Vorwand, die Menschen würden sich gegenseitig erschießen, ist ebenfalls platt und dumm. So sagen unsere Politiker, unsere Gesellschaft sei voll von ungeeigneten Heranwachsenden, denen niemals vertraut werden kann. Wie aber soll man dann den Politikern oder der Polizei vertrauen können, wo doch auch sie einmal Heranwachsende waren und wo doch auch sie aus demselben kulturellen Umfeld kommen?

Nein, es geht um Macht, um die totale Macht über die Menschen. Es gibt ein großes Verlangen, schlecht über den Zaren zu reden, vor allem von Seiten der Kommunisten, die behaupten, er sei ein Tyrann gewesen, und dennoch, unter dem Zaren waren wir bewaffnet und unter den Fortschrittlichen wurden wir entwaffnet. Lasst euch nicht täuschen von dem Glauben, dass die Fortschrittlichen, die Linken, Waffen hassen. Oh nein, das tun sie nicht. Was sie hassen, das sind Waffen in den Händen jener, die nicht im Gleichschritt mit ihrer Ideologie marschieren. Sie hassen Waffen in den Händen derer, die selbständig denken können und die nicht ohne Gegenfrage gehorchen.

Also: Fallt nicht herein auf falsche Versprechungen. Löscht nicht das Licht, das man den Menschen gelassen hat, damit sie in der Lage sind, ihre Würde zu verteidigen.

Unser Geldsystem

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Oder: Alice im Schuldenland

Beep..Beep..Beep..Beep. “Das macht dann 53,92€, bitte!”, sagt die Dame an der Kasse.

“Ich würde gerne mit Karte zahlen.”, antwortet der Kunde.

Eine Situation, die wohl Millionen Mal am Tag in Deutschland vorkommt. Heute mehr als früher. Denn sogar in Bäckereien kann man neuerdings per Karte bezahlen. Die Menschen scheinen sich langsam aber sicher an bargeldlose Transaktionen zu gewöhnen.

Doch wie kommt es eigentlich, dass wir von dem wertvollen Bargeld, das Oma Emma immer unterm Kopfkissen versteckt hatte, so einfach zu einem simplen Austausch von Zahlen wechseln; und das dieser Vorgang auch noch von allen anerkannt wird? Was für ein Geldsystem haben wir überhaupt und wie entsteht unser Geld? Was ist Geld?

Das etablierte Buchgeld

Bis vor ein paar hundert Jahren konnte man mit einer Banknote echtes Münzgeld (aus Gold oder Silber) von der Bank holen. Die Menge, die auf der Banknote stand, musste von der Bank vorgehalten werden, denn der Inhaber hatte ein Recht auf die Herausgabe seines eingelegten Goldes.[1]

Nunja, versuchen Sie das heute mal bei der Sparkasse oder bei der Bundesbank. Die werden Ihnen was husten!

Spätestens schon seit der Euro-Einführung haben wir keine echten Bank-Noten mehr mit verbrieftem Staats-Recht und Garantie des hinterlegten Wertes, sondern nur noch Geld-Scheine mit Copyright unter Privatrecht.[2]

Das Geldsystem hat sich offensichtlich seit dieser Zeit stark verändert. Es gibt kaum eine Bank, die nicht nach dem Teil-Reserve-System agieren muss. Das bedeutet, dass nur ein (heute sehr kleiner) Teil der eingelegten Geldmenge auch sofort verfügbar sein muss. Der Rest dieses Geldes kann von der Bank als Kredit an jemand anderen vergeben werden. Wird dieses geliehene Geld wieder bei der Bank angelegt, kann wieder ein Kredit in dieser Höhe, abzüglich der Mindestreserve, vergeben werden.

Nun meinen viele, dieses zusätzlich erzeugte Geld würde durch die Zentralbank nachgedruckt werden. Das ist aber viel zu umständlich und außerdem zu teuer. Aus diesem Grund wird das verliehene Geld einfach von der Bank an den Kreditnehmer überwiesen. Daher kommt der Name “Buchgeld”, es existiert nur auf den Konten, bzw. in den Büchern der Banken.[3]

Dieses sog. Buchgeld kann außerdem als “Schuldgeld” bezeichnet werden, denn diese Vermehrung des im Umlauf befindlichen Geldes kann nur durch die Aufnahme von Krediten, also Schulden, geschehen und das Geld wird quasi aus dem Nichts erschaffen.[4]

In der Bilanz der Bank sieht das dann folgendermaßen aus: Der Kredit-Betrag wird auf die Aktiv-Seite geschrieben, auf der Passiv-Seite steht dann entsprechend das Konto Guthaben des Kreditnehmers.[5]

Tatsächliches Geld hat hier nicht den Besitzer gewechselt, der Kreditnehmer hat sich lediglich mit einer Schuld gegenüber der Bank beladen.

Nachteile des ungedeckten Teil-Reserve-Systems

Das Teil-Reserve-System hat vor allem einen großen Nachteil für die Menschen. Sie können ihr Geld nicht von der Bank holen, wenn ihnen gerade danach ist.

Wieso? Stellen Sie sich einmal vor, alle Kunden einer Bank wollten gleichzeitig ihr Geld in bar von der Bank holen. Ist das möglich?

Nein, natürlich nicht, denn das meiste Geld liegt überhaupt nicht in Bargeld vor. Die EZB muss lediglich 1% vorrätig halten. Die Menschen, die ihr Geld von der Bank holen wollen, können also damit rechnen, dass sie bei einem Kontostand von 2.000€ gerade mal 20€ bekommen.

Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Sie bei einem solchen Banken-Sturm von der Staatsmacht daran gehindert werden, überhaupt in die Nähe des nächsten Bankautomaten zu kommen.

Scheingeld soll die Illusion aufrechterhalten, dass das elektronische Buchgeld einen Wert hätte

Vor einigen Jahren wurde noch allgemein proklamiert, Deutschland sei ein Bargeld-Land. Die Vorteile des Bargeldes wurden gepriesen und der Bundesbank-Vorstand Carl-Ludwig Thiele meinte sogar, Bargeld mache die Bürger „im Grunde so frei, wie sie sein möchten“[6].

Dass das Geldsystem damals genauso aussah, wie es heute aussieht, von der erhöhten Geldmenge und den (inflationsbereinigten) Negativzinsen mal abgesehen, scheint absolut niemanden zu interessieren. Tatsächlich ist das Bargeld nur noch nervig und ein Dinosaurier aus längst vergangener Zeit.

Es hat eine Wende eingesetzt. Eine Wende weg vom Bargeld, hin zu der alleinigen Nutzung von Buchgeld. Der einzige Grund, weshalb wir noch Bargeld nutzen können, ist der Fakt, dass unser Schein-Geld eine Illusion von Wert aufrecht erhält. Unsere Geldscheine und -münzen sind nicht mehr das Material wert, aus dem sie hergestellt wurden. Und das soll verschleiert werden. Zehn 50€-Scheine fühlen sich eben doch wertvoller an, als die Zahl 500 auf dem Bankkonto, die eher an Spielgeld erinnert. Oder wie es der Hauptgeschäftsführer des Bankenverbandes, Dr. Michael Kemmer 2012 gegenüber dem Handelsblatt ausdrückte: „Bargeld ist ein zutiefst emotionales Produkt“.

Drei Jahre später wird plötzlich öffentlich darüber diskutiert – um nicht zu sagen “positiv angemahnt” – dass der beliebte 500€ Schein abgeschafft werden soll.[7]

Auch in den Redaktionen scheint ein Meinungsumschwung stattgefunden zu haben. Klamm heimlich wird den Deutschen suggeriert, dass Bargeld umständlich, teuer und sogar gefährlich sei! Lächerlich – man wird ja auch so häufig mit tausenden von Euro auf der Straße überfallen.

Bankensystem ist unsicher

Was hingegen häufig und mit großen Auswirkungen geschieht, ist der Diebstahl von Millionen von Euro durch SWIFT. SWIFT bedeutet Society for Worldwide Interbank Financial Telecommunication. Diese Organisation regelt den Nachrichten- und Transaktionsverkehr von über 10.000 Banken. SWIFT bietet eine riesige, zentralisierte Angriffsfläche für Hacker, die diese auch immer wieder ausnutzen.[8]

Ganz zu schweigen von den Problemen mit der Kriminalität im “Carding” (alles, was mit Kredit- und Girokarten zu tun hat) und der immer größer werdenden Zahl von Identitätsdiebstählen und erfolgreichen Angriffen auf Kreditkartenfirmen.

An diesem Beispiel erkennt man sehr deutlich wie anfällig und unsicher unser heutiges Banken- und Geldsystem ist. Je mehr Stationen es in einem Prozess gibt, desto größer ist die Angriffsfläche für Diebe, Betrüger und andere Verbrecher. Die Nutzung von Bargeld ist da immer noch am sichersten.

Wir sind aber in einer neuen Zeit mit neuen Möglichkeiten und Chancen angekommen. Und das bedeutet, wir müssen uns für neue Möglichkeiten öffnen und das obsolet machen, was nicht mehr gut für uns, unser System, die Gesellschaft und unseren ganzen Planeten ist: Das durch private Banken ausgenutzte und staatlich geschützte Schuldgeldsystem!

Dazu muss man wissen: Die Geldschöpfung liegt in privater Hand, der Hand der EZB. Das Geldmonopol liegt beim Staat.  Unser heutiges Geld ist kein Staatsgeld, sondern ein privat Herausgegebenes. Letztich ist es aber auch kein Privat-Geld oder freies Marktgeld, sondern ein staatlich geschütztes und organisiertes Geldsystem. Zusammen ergibt das eine kriminelle Vereinigung, die die Menschen machtlos macht und sie zum Spielball der Willkür geldgieriger Individuen werden lässt.
Der Staat zwingt uns durch seine Gesetze, Verordnungen und politisch erzeugte Sachzwänge, sein Geldsystem zu nutzen. Genau das Geldsystem, das aus dem Nichts immer neue Zahlenreihen und damit immer größer werdende Schuld generiert.

Doch Moment!

Gehören zu so einer Sache nicht auch diejenigen, die einen Kredit aufnehmen?

Natürlich, der Staat zwingt uns, sein Geld, also den Euro, zu nutzen. Doch was wäre, wenn niemand mehr Kredite bei diesen Banken aufnähme? Dann wäre der Spuk ganz schnell vorbei. Ohne Kreditnehmer gibt es keine neuen Zahlenreihen.

Das Ganze ist also eine Ménage-à-trois und wir spielen darin eine bedeutende Rolle.

Damit das System trotz seiner deutlichen Schwächen, die niemand freiwillig dulden würde, bestehen bleibt, muss der Staat seine Muskeln spielen lassen, damit solche Fauxpas wie mit SWIFT nicht an die Öffentlichkeit gelangen. Würde die Öffentlichkeit davon erfahren, würden die Menschen ihr Geld aus Angst aus dem Buchgeld-Chaos abziehen und lieber in Bar verwahren. Das ist für das System brandgefährlich.

Und genauso gefährlich wäre es, wenn wir Menschen unsere Transaktionen einfach ohne die Banken tätigen würden.

Vereinfachung ist der Schlüssel zu Freiheit und Sicherheit

Heute läuft es doch bei Bestellungen so ab, dass wir über verschiedene Dienstleister bestellen, bezahlen und liefern lassen (siehe Abbildung links). Unsere Daten passieren viele Punkte, inklusive Mittelsmänner, die angegriffen werden können. Das sind viele Punkte, an denen unser Geld einfach verschwinden kann.

Geldlauf

Viel einfacher wäre es doch, wenn unsere Daten und Zahlungen direkt und ohne Umwege zu demjenigen flössen, mit dem wir Handel treiben wollen. Der Buchladen oder Verlag bekommt direkt die Daten zu unserer Bestellung und die Zahlung erfolgt auch direkt von Computer zu Computer.

Wir hätten nicht nur die Hacker, sondern auch die Banken, egal ob die Sparkasse oder die EZB, aus unseren Transaktionen ausgesperrt. Auch der Staat hätte nichts mehr zu melden, er kann ja nicht mehr kontrollieren, was wir tun. Seit Jahrzehnten beschäftigen sich führende Köpfe mit der Möglichkeit eines solchen Systems.

Ob das überhaupt möglich ist, und wenn, wie genau, das behandeln wir im nächsten Beitrag des Essays.

Fazit

Die Freiheitswelle spricht sich gegen ein staatliches Währungsmonopol aus, das unseres Erachtens zwangsläufig zur Inflation führt. Gleichzeitig macht uns das inflationäre Schuld-Geld zu Schuld-Sklaven.

Wir sprechen uns gegen ein Schuldgeldsystem mit staatlich geschützten Monopolen aus und befürworten Free Banking[9].

Ohne staatliche Rechtsbeugung zum Schutz der Monopole wäre in der freien Wirtschaft kein Teilreserveverfahren möglich und die Herrschaft der Zentralbanken, Etatisten und angehöriger Nutznießer in kürzester Zeit ohne Kriege und Revolutionen beendet. Friedlich. Durch die Macht des Portemonaies des kleinen Mannes.

 

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Banknote#Erste_Banknoten_in_Europa

[2] http://j.mp/1QcdVfZ

[3] https://de.wikipedia.org/wiki/Buchgeld

[4] https://www.youtube.com/watch?v=oXa3rfX4ZRY

[5] https://de.wikipedia.org/wiki/Geld#Geldsch.C3.B6pfung

[6] http://www.handelsblatt.com/finanzen/vorsorge/altersvorsorge-sparen/zahlungsverkehr-deutschland-ist-ein-bargeldland/7266436.html

[7] http://www.welt.de/finanzen/article151824858/Warum-Politikern-der-500-Euro-Schein-verdaechtig-ist.html

[8] http://themerkle.com/swift-network-abused-again-by-internet-criminals/

[9] https://de.wikipedia.org/wiki/Free_Banking

Das Führen einer Kurzwaffe

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Das Führen einer Kurzwaffe

Im Allgemeinen zeigt sich Verwunderung zu den Meldungen, dass die Zahl der beantragten kleinen Waffenscheine rasant ansteigt. Zigtausende Menschen in Deutschland haben diese Berechtigung zum Führen einer Gas- bzw. Schreckschusswaffe bereits beantragt und erhalten.

Was bitteschön ist daran verwunderlich? Haben die Politiker tatsächlich geglaubt, dass die Menschen sich NICHT bewaffnen würden, wenn tagtäglich von Angriffen und Vergewaltigungen die Rede ist? Viele dieser Menschen sind bereits Opfer einer solchen Straftat geworden und haben erleben müssen, dass es mit dem Versprechen der Polizei, für Schutz zu sorgen, nicht weit her ist.

Kurzsichtig wie Politiker nun mal sind (allen voran die Grünen) wird jetzt über ein Verbot der Gaswaffen und zumindest eine Einschränkung zum Erwerb nachgedacht. Eines steht heute schon fest: Wenn Gaswaffen verboten werden und den Menschen auch das Pfefferspray genommen wird, dann werden sie sich mit Küchenmesser bewaffnen. Beim Verbot von Küchenmessern werden es Knüppel und schließlich Steine sein. DIE MENSCHEN HABEN UND WERDEN SCH IMMER BEWAFFNEN. Das ist ein Zeichen ihrer Intelligenz! Schlaue Menschen haben Waffen ersonnen, um sich gegen stärkere oder Angreifer in der Überzahl wehren zu können.

Eine Schusswaffe ist ein absolut sicheres Werkzeug zur Selbstverteidigung. Erdacht und gebaut von schlauen Menschen, die erkannt haben, dass nur eine Waffe es den Menschen ermöglicht, einen Ausgleich herzustellen zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Körperkraft, verschiedenen Alters und letztlich auch in Hinblick auf die Anzahl der Angreifer.

 

Ein technisches Manual

Durch persönliches Interesse und Ausbildungen im Bereich Sicherheit und Personenschutz, kenne ich mich im Bereich Schusswaffen recht gut aus. Mein Spezialgebiet sind dabei Pistolen. Wenn in Waffensachkundeausbildungen das Thema „Führen einer Kurzwaffe“ besprochen wird, sind die Ausführungen zu diesem Thema bei uns in Deutschland leider recht kurz, weil in den normalen Waffensachkundeausbildungen sich meist Sportschützen oder Jäger befinden. Sportschützen dürfen keine Waffen führen, also im geladenen Zustand und griffbereit bei sich tragen. Jäger wiederum haben nur in Ausnahmefällen Kurzwaffen bei sich. Nur in den Waffensachkundeausbildungen, die sich auch an Sicherheitskräfte richten, wird auf dieses Thema (hoffentlich) etwas näher eingegangen. Da ich neben meiner waffenrechtlichen Erlaubnisse als Sportschütze auch die Erlaubnis habe, dienstlich Waffen zu führen (solange es ein Auftrag erfordert) werde ich als Referent für Kurzwaffen (mit Kurzwaffen sind alle Pistolen und Revolver gemeint, Gewehre und Flinten sind Langwaffen) immer wieder zu dem Thema befragt, wie man eine Kurzwaffe führen, also bei sich tragen sollte. Dies geschieht in der letzten Zeit immer häufiger, da genau dieselben Faktoren auch auf Gaswaffen, also Pistolen oder Revolver, die mit Pfeffer- oder CS-Gaskartuschen geladen sind, zutreffen.

Wann immer ich gefragt werde, empfehle ich, sich eine (Gas-) Pistole zuzulegen, weil dieses Werkzeug zu den sichersten und zuverlässigsten Mitteln der Selbstverteidigung zählt. In Deutschland ist es möglich mit dem sogenannten „kleinen Waffenschein“ eine Gaspistole oder einen Revolver mit Gaskartuschen zur Selbstverteidigung zu führen. Hier ist es wichtig anzumerken, dass der Einsatz einer solchen Waffe zur Selbstverteidigung natürlich nur im Rahmen der Notwehr erfolgen darf. Geladen werden kann eine solche Gaswaffe entweder mit den sogenannten CS-Gas Kartuschen oder mit Pfefferkartuschen, wobei die wesentlich wirksameren Pfefferkartuschen nur zur Tierabwehr benutzt werden dürfen. Im Rahmen der Notwehr darf allerdings jedes Mittel verwendet werden, welches geeignet ist, einen gegenwärtigen, rechtswidrigen Angriff auf sich (oder einen anderen = Nothilfe) abzuwehren.

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Erwerb einer Gaswaffe

Immer mehr Menschen kaufen sich in letzter Zeit Kurzwaffen, da sie ein verständliches Bedürfnis verspüren, sich auch außerhalb ihrer eigenen vier Wände (befriedetes Besitztum) sicher fühlen zu wollen. Wie ihr wisst, begrüße ich dieses Vorgehen ganz grundsätzlich, weise aber auch immer wieder darauf hin, dass zur tatsächlichen Sicherheit auch ein grundlegendes Wissen zum Gebrauch einer Schuss-oder Gaswaffe notwendig ist. An dieser Stelle muss ich sagen, dass leider keine Waffensachkunde-ausbildung für den Erwerb des kleinen Waffenscheins vorgesehen ist. Es kann jeder Volljährige nach momentaner Rechtslage eine Gaspistole erwerben und sie zuhause in seinen vier Wänden lagern doch erst nach dem Erwerb des kleinen Waffenscheins kann dann diese Waffe auch auf der Straße geführt werden. Doch die meisten wissen eben nicht, wie sie die Waffe führen sollten, also in welchem technischen Zustand sich die Waffe befinden sollte, wenn man sie bei sich trägt. Ich möchte also von daher im Folgenden ein paar Tipps geben, die das Führen einer Waffe – in diesem Fall einer Gaspistole – betreffen.


Die Technik einer Pistole

Zunächst die Grundlagen: Eine Pistole gehört zu den sogenannten halbautomatischen Schusswaffen. Das bedeutet, dass bei diesen Schusswaffen nach Betätigung des Abzugsmechanismus und nach Abgabe eines Schusses die dann leere Patronenhülse (im Falle einer Gas-Waffe wäre es die leere Kartusche) ausgeworfen wird und aus dem Magazin eine neue Patrone/Kartusche in das Patronen- bzw. Kartuschenlager eingeführt wird. Der Verschluss (laienhaft meist Schlitten genannt) bewegt sich dabei durch den Gasdruck vor und zurück und bewerkstelligt so den erneuten Ladevorgang.

Nach Abschluss dieses Vorgangs ist die Waffe wieder geladen und bei erneutem Betätigen des Abzuges und Schussabgabe beginnt dieser Vorgang von vorne, bis das Magazin der Waffe leer ist. Es muss also jedes Mal der Abzug betätigt werden, damit sich ein Schuss löst. Nur der Nachlade-Vorgang, dass eine weitere Patrone/Kartusche aus dem Magazin in die Kammer eingeführt wird, geschieht automatisch. Dies ist also das Merkmal einer halbautomatischen Schusswaffe im Gegensatz zu einer vollautomatischen Waffe, bei der durch einmalige Betätigung des Abzuges der Vorgang der Abgabe des Schusses, des Nachladens und der erneuten Schussabgabe automatisch erfolgt, bis das Magazin leer ist. Hier sei nur kurz angemerkt, dass der Besitz von vollautomatischen Waffen generell nur den Behörden erlaubt ist.

Im Falle einer Pistole haben wir also eine halbautomatische Waffe, in die Patronen/Kartuschen in ein Magazin geladen werden. Dieses Magazin wird nun (meist durch den Griff von unten) in die Waffe eingeführt. Nach dem Einführen des Magazins in die Waffe befindet sich aber noch keine Patrone/Kartusche im Patronen-/Kartuschenlager. Man bezeichnet den technischen Zustand der Pistole bei eingeführten Magazin und ohne dass sich die Patrone/Kartusche im Lager befindet, als „Unterladen“. Damit eine Patrone/Kartusche ins Lager eingeführt wird, muss also ein weiterer Vorgang ausgeführt werden. Durch manuelles Bewegen des Verschlusses nach hinten und Loslassen desselben, wird der Ladevorgang ausgeführt und eine Patrone/Kartusche in das Patronen-/Kartuschenlager eingeführt. Nach Abschluss dieses Vorganges nennt man den Zustand der Waffe jetzt „Geladen“.
Kurze Zusammenfassung:

  • Kein Magazin in der Waffe oder leeres Magazin in der Waffe = ungeladen
  • Geladenes Magazin in der Waffe, keine Patrone/Kartusche im Lager = unterladen
  • Geladenes Magazin in der Waffe, Ladevorgang durch manuelles Betätigen des Verschlusses ausgeführt, Patrone/Kartusche im Lager = geladen

 

Die verschiedenen Zustände einer (Gas-) Pistole

Bei einer Waffe mit geladenem und eingeführtem Magazin kann man also zwei Zustände in Bezug auf das Führen einer Pistole unterscheiden. Beim unterladenen Zustand muss vor der Abgabe eines Schusses der Schlitten manuell bewegt werden und die Waffe durchgeladen werden, bevor ein Schuss abgegeben werden kann und dann der weiter oben beschriebene Vorgang des automatischen Nachladens erfolgt. Nach erneuter Betätigung des Abzuges kann dann ein weiterer Schuss abgegeben werden. Wenn die Waffe geladen geführt wird, ist der Vorgang des Durchladens durch vor- und zurückbewegen des Veschlusses bereits vorher erfolgt und es muss nur noch der Abzug betätigt werden, um einen Schuss abzugeben.

Hier ist es jetzt wichtig, sich einen weiteren technischen Vorgang zu vergegenwärtigen, der beim Durchladen einer Pistole erfolgt. Zusätzlich zum Einführen der Patrone/Kartusche in das Lager wird nämlich der Hahn gespannt, der den Schlagbolzen später bei der Schussabgabe auf das Zündplättchen der Patrone/Kartusche schlägt. Um die Waffe jetzt sicher geladen zu führen, muss der Hahn wieder in seine Ruheposition zurückgebracht werden. Das erfolgt zumeist bei der Betätigung der Sicherung der Waffe automatisch.

Eine Schusswaffe, bei der bei Betätigung des Abzuges der Hahn gespannt wird, bis er wieder nach vorne schnellt und auf den Schlagbolzen fällt, der schließlich auf das Zündhütchen der Patrone/Kartusche schlägt, nennt man Double-Action im Gegensatz zu einer Single-Action Waffe, bei der der Hahn entweder manuell durch zurückziehen gespannt wird oder durch das Zurückziehen und wieder Loslassen des Verschlusses (Schlitten) gespannt wird. Dieser Vorgang wird Double Aktion genannt, weil zwei Vorgange beim Betätigen des Abzuges erfolgen, nämlich das Spannen des Hahnes und das Lösen des Hahnes. Bei einer Single-Action Waffe wird nur der Vorgang des Lösens des Hahnes ausgeführt. Das Spannen des Hahnes erfolgt manuell oder über die Vor- und Zurückbewegung des Verschlusses. Ein Single-Action Waffe ist von daher zum Führen nicht geeignet.

Jede Waffe hat Sicherheitsmechanismen, die eine unbeabsichtigte Schussabgabe verhindern. Bei den meisten Waffen gibt es einen außenliegenden Sicherungshebel, der manuell betätigt werden muss. Bei Betätigung der Sicherung fällt der Hahn wieder nach vorne in die sogenannte Sicherheitsrast. Dies bedeutet, dass der Hahn beim Betätigen der Sicherung nicht auf den Schlagbolzen fällt, sondern auf eine Walze, die für den nötigen Abstand zum Schlagbolzen sorgt. Von Hersteller zu Hersteller variieren die Sicherheitsmechanismen natürlich. In jedem Fall ist aber davon auszugehen, dass ein Führen einer geladenen Waffe im gesicherten Zustand eine absolut sichere Form des Führens ist. Den Zustand der Waffe bezeichnet man im englischen als „Condition 2“ (Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer).

Dies betone ich aus dem Grunde, weil die meisten Menschen ohne diese Kenntnisse dazu neigen, die Waffe unterladen und vielleicht sogar zusätzlich noch im gesicherten Zustand Führen, was die Einsatzmöglichkeiten im Ernstfall natürlich enorm einschränkt. Bei unterladener Waffe und gesicherten Zustand sind sogar zwei Vorgänge auszuführen, bis die Waffe schussbereit ist. Bei unterladener Waffe und ungesichert müsste immer noch der Verschluss manuell zurückgezogen werden, um die Waffe durchzuladen, was zwar nur noch ein Vorgang, aber ebenfalls ein zeitlich aufwendiger Vorgang ist. Diesen Zustand der Waffe bezeichnet man im englischen als „Condition 3“ (leeres Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer).

Die anderen Zustände einer Schusswaffe spielen hier nur eine untergeordnete Runde. Dennoch erwähne ich sie kurz der Vollständigkeit halber:

  • Condition 0 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer gespannt, Waffe ungesichert.
  • Condition 1 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer gespannt, Waffe gesichert.
  • Condition 2 = Patrone im Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, Hammer entspannt.
  • Condition 3 = leeres Patronenlager, volles Magazin in der Waffe, ungespannter Hammer.

 

Dass Menschen dazu neigen, eine unterladene Waffe zu führen, ist auf eine gewisse Unkenntnis, was die technischen Hintergründe einer Schusswaffe angeht, zurückzuführen, aber auch mit einer ungesund-überhöhten Angst vor einer Schusswaffe als solche, was letztlich dazu führt, dass im Notfall viel zu viel Zeit vergeht, bis eine Abwehr mit der Waffe erfolgen kann.

 

Das Führen einer unterladenen Waffe

Die Zeit, in der man eine Waffe unterladen geführt hat, sollte lange vorbei sein. Wenn überhaupt wäre das nur durch eine mangelnde technische Sicherheit der Waffe zu rechtfertigen. Und in der Tat gibt es den Begriff des „israelischen Führens“, welches das Führen einer unterladenen Waffe beschreibt, weil es aus einer Zeit stammt, in der viele (damalige) in Israel gebräuchliche Schusswaffen eben noch keine Sicherheitsrast hatten. Es war sicherer, die Waffe nur unterladen zu führen. Stattdessen hat man damals innerhalb der Ausbildung der Sicherheitskräfte großen Wert darauf gelegt, dass der Vorgang des Ziehens einer Waffe und das Durchladen der Waffe durch Zurückziehen des Verschlusses zu einer einzigen Bewegung verschmilzt. Das bedeutet, dass ein enormes Training notwendig war, um eine gewisse Schnelligkeit bei diesem Vorgang zu entwickeln. Mittlerweile hat sich ein Führen der Waffe im geladenen Zustand und gesichert durchgesetzt, was neben der technischen Entwicklung auch mit ein Verdienst von Jeff Cooper ist, der diese Form des Führens immer wieder empfohlen hat und der auch die oben genannten verschiedenen Zustände (conditions) von Pistolen definiert hat. Für diejenigen, die bereits andere Artikel von mir gelesen haben, kennen Jeff Cooper im Zusammenhang zu den verschiedenen Aufmerksamkeitsstufen, mit denen wir Menschen uns in unserem Leben bewegen. Diese werden auch die „Cooper Farbcodes“ genannt.

Ebenfalls von Jeff Cooper stammt der Satz:

„Einen gewalttätigen Angriff kann nur das beabsichtigte Opfer wirkungsvoll abwehren. Der Kriminelle fürchtet weder die Polizei, noch Richter oder das Gesetz. Deswegen muss ihm beigebracht werden, sein Opfer zu fürchten.“

 

Moderne Pistolen

Mittlerweile ist die Entwicklung im Bereich der scharfen Schusswaffen noch weiter vorangeschritten und man hat Pistolen entwickelt, die keine außenliegende Sicherung mehr haben. Der österreichische Hersteller Glock hat einen Mechanismus entwickelt, der eine außenliegende Sicherung überflüssig macht, weil es mehrere innenliegende Sicherungen in der Waffe gibt, die alle nacheinander beim Betätigen des Abzuges gelöst werden. Der Vorteil hier ist, dass keine außenliegende Sicherung mehr manuell gelöst werden muss, sondern die Waffe geladen – mit Patrone in der Kammer – und gespannten (in diesem Fall innenliegenden) Hahn geführt werden kann. Leider gibt es im Bereich der Gaswaffen nichts Vergleichbares.

 

Gasrevolver

Anzumerken ist, dass ein Gasrevolver im technischen Sinne etwas einfacher zu handhaben ist. Die gesamte oben besprochene Thematik fällt bei einem Gasrevolver nicht an, da ein Revolver mit voller Trommel natürlich immer geladen ist. Ein Unterladen, wie es bei einer Pistole der Fall ist, gibt es bei einem Revolver nicht.  Der Revolver wird geladen, in dem die Gaskartuschen in die Kammern der Trommel eingeführt werden. Bei Betätigung des Abzuges wird der Hammer gespannt und fällt dann auf das Zündhütchen der Kartusche. Gute Revolver haben zudem auch die oben beschriebene Sicherheitsrast, die den Hahn im Ruhezustand in einem Abstand zum Zündhütchen der Patrone/Kartusche hält. In Summe sind das vielleicht die Gründe, weswegen ein Revolver für viele Frauen immer noch die erste Wahl ist. Ein Nachteil eines Revolvers wäre, dass man ihn eben nicht so unauffällig führen kann, da ein Revolver durch die Trommel meist wesentlich breiter ist als eine Pistole und somit unter der Kleidung mehr auffällt.

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Zusammenfassung

Zusammengefasst kann man also folgendes sagen. Wenn jemand eine Gaswaffe zur Selbstverteidigung führt (natürlich nur mit kleinem Waffenschein), dann sollte die Waffe immer geladen und gesichert geführt werden und immer in einem entsprechenden Holster, in dem auch der Abzugsmechanismus geschützt ist und keinesfalls einfach in der Hosentasche. Nur das Führen einer Waffe im beschriebenen Zustand und in einem guten Holster ermöglicht ein Führen, welches zugleich sicher ist und im Notfall auch ermöglicht, die Waffe schnell zum Einsatz zu bringen.

Es ist auch wichtig sich zu vergegenwärtigen, dass eine Gaswaffe kein Drohinstrument ist. Die Drohwirkung einer scharfen Schusswaffe besitzt eine Gaswaffe in keinem Fall. Selbst wenn von außen nicht erkennbar ist, dass es sich um eine Gaswaffe handelt, sind ihre Einsatzmöglichkeiten doch sehr beschränkt und nur für den absoluten Notfall vorgesehen. Gaswaffen haben nur den einen Zweck, ein Hindernis (Gaswolke) aufzubauen, um bessere Konditionen zur Flucht zu bekommen. Von daher ist es noch wichtiger, sich um das sichere Führen einer Gaswaffe im Vorwege Gedanken zu machen und den Umgang mit ihr zu üben. Der Umgang mit einer Waffe darf selbstverständlich nur mit einer ungeladenen Waffe geübt werden. Eine Waffe ist ein Werkzeug, dessen Gebrauch in Fleisch und Blut übergehen muss, da es im Notfall auf jede Sekunde ankommen wird.

Angst vor Waffen

Ich hoffe, dass meine Ausführungen ein wenig Licht in das leider in unserem Land vorhandene Dunkel, was Schusswaffen angeht, gebracht haben. Eine Schusswaffe ist ein absolut sicheres Werkzeug zur Selbstverteidigung. Erdacht und gebaut von schlauen Menschen, die erkannt haben, dass nur eine Waffe es den Menschen ermöglicht, einen Ausgleich herzustellen zwischen Menschen verschiedenen Geschlechts, verschiedener Körperkraft, verschiedenen Alters und letztlich auch in Hinblick auf die Anzahl der Angreifer.

Schließen möchte ich noch mit einem Text, den ich vor einiger Zeit aus dem Amerikanischen übersetzt habe und der wie kaum ein anderer die Hintergründe zu den Vorteilen des Waffenbesitzes beschreibt.


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Waffen bedeuten Zivilisation

von Maj. L. Caudill

„Ich trage meine Waffe nicht, weil ich Angst hätte, sondern weil sie mich befähigt, keine Angst zu haben. Es behindert nicht die Möglichkeiten derjenigen, die mit mir verhandeln wollen, es behindert nur die Möglichkeiten derjenigen, die mich zu etwas zwingen wollen.“

Die Menschen haben nur zwei Möglichkeiten, miteinander umzugehen: Vernunft und Gewalt. Wenn du möchtest, dass ich etwas für dich tun soll, hast du die Wahl, mich entweder mit einem Argument zu überzeugen oder mich unter Androhung von Gewalt dazu zu zwingen. Jede menschliche Interaktion fällt unter eine dieser beiden Kategorien, ohne Ausnahme. Vernunft oder Gewalt, mehr gibt es nicht. In einer wirklich moralischen und zivilisierten Gesellschaft interagieren Menschen nur durch Überzeugung. Gewalt ist keine gültige Methode der sozialen Interaktion und die einzige Sache, die Gewalt tatsächlich aus der Auswahl der Möglichkeiten entfernt, ist die persönliche Schusswaffe, so paradox es für einige auch klingen mag.

Wenn ich eine Waffe habe, kannst du mich nicht mit Gewalt zu etwas zwingen. Du musst mir Gründe liefern und versuchen, mich zu überzeugen, weil die Waffe mir die Möglichkeit gibt, die Drohung oder sogar die Anwendung von Gewalt zu neutralisieren. Eine Schusswaffe ist die einzige Waffe, die eine 50 Kilo Frau auf Augenhöhe mit einem 110 Kilo Straßenräuber bringt, einen 75-jährigen Rentner auf Augenhöhe mit einem 19-jährigen Schlägertypen und eine einzelne Person auf gleiche Augenhöhe mit einer Wagenladung betrunkener Typen mit Baseball-Schläger. Die Waffe entfernt die Unterschiede in Körperkraft, Größe oder Anzahl zwischen einem potentiellen Angreifer und dem Verteidiger.

Es gibt viele Menschen, die denken, dass das Böse von einer Waffe ausgehen würde. Dies sind die Menschen, die meinen, wir würden zivilisierter, wenn alle Waffen aus der Gesellschaft entfernt werden würden, weil eine Waffe einem bewaffneten Räuber es einfacher machen würde, seine Arbeit zu tun. Aber dies ist natürlich nur dann der Fall, wenn das potenzielle Opfer entweder durch eigene Wahl oder durch Zwang entwaffnet wurde. Diese Ansicht hat keine Gültigkeit mehr, wenn die möglichen Opfer bewaffnet sein könnten. Menschen, die nach dem Verbot von Waffen rufen, bitten förmlich darum, von Stärkeren und von den Vielen beherrscht zu werden – und das ist das genaue Gegenteil von zivilisiert. Ein Straßenräuber, auch ein bewaffneter, kann nur ein erfolgreiches Leben in einer Gesellschaft leben, in der der Staat ihm das Gewaltmonopol eingeräumt hat.

Dann gibt es noch das Argument, dass die Waffe eine Konfrontation tödlich machen würde, die sonst nur zu einer Verletzung geführt hätte. Dieses Argument ist in mehrfacher Hinsicht trügerisch. Eine Konfrontation, an der keine Waffen beteiligt sind, wird stets von dem Stärkeren gewonnen, von demjenigen, der körperlich überlegen ist und deshalb den Unterlegenen verletzen konnte. Menschen, die denken, dass Fäuste, Knüppel, Stöcke oder Steine keine tödliche Gefahr wären, die den Einsatz einer Schusswaffe rechtfertigen würden, haben zu viel Fernsehen geschaut und denken, dass Menschen, die in eine Schlägerei geraten, höchstens eine blutige Lippe davontragen. Es ist eine Tatsache, dass eine Waffe nur dem schwächeren Verteidiger ermöglicht, sich mit Gewalt zu verteidigen, nicht dem ohnehin schon stärkeren Angreifer. Wenn beide bewaffnet sind, ist das Kräfteverhältnis ausgeglichen. Eine Schusswaffe ist die einzige Waffe, die als Waffe in den Händen eines Achtzigjährigen genauso tödlich ist, wie in der Hand eines Gewichthebers. Sie wäre keine ausgleichende Kraft, wenn sie nicht gleichzeitig tödlich und leicht handhabbar wäre.

Wenn ich eine Waffe trage, dann nicht, weil ich auf einen Kampf aus wäre, sondern weil ich in Ruhe gelassen werden will. Ich trage meine Waffe nicht, weil ich Angst hätte, sondern weil sie mich befähigt, keine Angst zu haben. Es behindert nicht die Möglichkeiten derjenigen, die mit mir verhandeln wollen, es behindert nur die Möglichkeiten derjenigen, die mich zu etwas zwingen wollen. Es entfernt Zwang aus der Gleichung … und deshalb ist eine Waffe zu tragen ein zivilisierter Akt.

Die größte Zivilisation ist eine, in der alle Bürger gleich bewaffnet sein können und nur überzeugt und niemals zu etwas gezwungen werden können.