Patriotismus

Olympia: Deutschland nimmt nicht teil!

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Deutschland gibt es bald nicht mehr. Wir werden zu einer Marke gemacht.

Flag_map_of_Germany.svgNach den Attentaten in Paris, Orlando und anderen Orten wurde es Tradition, dass man sein Facebook-Profilbild in die Farben des jeweiligen Landes oder der betroffenen Gruppe (z.B. die LGBT-Szene) taucht, um seine Betroffenheit und Solidarität zu zeigen.

Dasselbe gibt es auch für Sportmannschaften und Sportveranstaltungen, wie den Olympischen Sommerspielen, die am 05. August in Rio beginnen.

Normalerweise beteilige ich mich nicht an solchen Hypes, sie kommen mir regelmäßig falsch und geheuchelt vor. Doch für die Olympischen Spiele interessiere ich mich sehr und warte schon ungeduldig darauf, das sie beginnen. Deshalb ist es auch kaum verwunderlich, dass ich auf die Aufforderung von Facebook, mich an den olympischen Spielen zu beteiligen, positiv und neugierig reagiert habe.

Vorfreude auf Olympia

Freudestrahlend klickte ich auf das Feld, mit dem ich meinem Profilbild einen Rahmen in meinen Landesfarben verleihen konnte, den deutschen Farben, SCHWARZ ROT und GOLD.

Zuerst wurde mir natürlich die niederländische Flagge vorgeschlagen, da ich in einem niederländichen Wlan-Netzwerk angemeldet war. Um nicht alle Flaggen durchsuchen zu müssen, gab ich auf meinem Smartphone einfach Deutschland ein…nunja, das Ergebnis sieht man in folgendem Bild.425314976_99225

 

Deutschland gab es nicht. Ich war fassungslos! Jetzt durchsuchte ich doch alle Flaggen, aber kein schwarz-rot-gold weit und breit.

WoistDeutschlandErst nach einiger Recherche auf meinem Laptop, konnte ich herausfinden, wie man sein Profilbild mit Flaggen und Badges versehen kann. Das geht hier.

Doch auch in der Desktop-Version dieser Funktion konnte ich Deutschland und seine Farben nicht finden. Weder bei “G” wie Germany, noch bei “D” wie Deutschland. Vor lauter Verzweiflung suchte ich sogar bei “B” wie Bundesrepublik Deutschland.

 

Wir, die “Marke™”

Ich konnte es nicht fassen, dass Deutschland als einziges Land nicht an dieser Aktion teilnahm. Und ich wollte es auch nicht glauben.

Nach weiterem Suchen fand ich “Deutschland” dann doch noch. Und mein Entsetzen kennt keine Grenzen bei dem Gedanken daran, WO ich es fand.

Ich fand das olympische Team Deutschlands bei “O” wie Olympiamannschaft.

OwieDeutschland

 

Wie schon bei der Fußball Europameisterschaft wird den Deutschen die Identifikation mit ihrem eigenen Land verwehrt. Bei der EM hieß die ehemals Deutsche Nationalmannschaft nur noch salopp “Die Mannschaft”.

So nun auch bei den Olympischen Spielen in Rio.

Die Wahrscheinlichkeit, dass es sich hier um ein Versehen handelt, tendiert in Richtung null. Auch dass sich Facebook getäuscht hat, ist eher unwahrscheinlich. Sollte der Fehler beim Marketing-Team liegen, sollte man diesen Menschen mal erklären, welche Anmaßung es ist, das Team eines Landes mit dem abstrahierten Begriff “Olympiamannschaft” zu versehen. Alle Länder haben eine Olympiamannschaft. Damit man sie unterscheiden kann, tragen sie das Land im Namen, zu dem sie gehören. Das ist althergebrachter Usus.

Zufall ausgeschlossen

Ich halte es für ausgeschlossen, dass das alles ein Zufall ist! Es ist eine Agenda. Man versucht Schritt für Schritt, die Identifikation der Deutschen mit ihrem Land zu unterbinden.

Dass das Methode hat, ist schon länger bekannt. Vor einiger Zeit suchte Angela Merkel für das Kanzleramt Psychologen mit Schwerpunkt Verhaltensökonomie und Menschenkunde, damals war der Begriff “Nudging” groß in den Medien. Nach und nach wird uns der Gedanke ausgetrieben, dass wir ein eigenständiges Land mit eigener Kultur.

Ich werde mir trotz allem die Vorfreude auf dieses Sportereignis nicht nehmen lassen, weiterhin werde ich der deutschen Mannschaft die Daumen drücken.

 

Patriotismus

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Um Menschen, die eine Gruppenzugehörigkeit empfinden und sich zusammenfinden, um für eine gemeinsame Sache zu kämpfen, schlecht zu machen, vermischt die Kultur Begriffe wie „Patriotismus“ und „Nationalist“.

Weiter hat die Kultur Verbindungen geschaffen es negativ zu besetzen, dass Menschen überhaupt Gruppenzugehörigkeit empfinden. Manchmal wird sogar argumentiert, dass Patrioten automatisch FÜR einen Staat wären. Doch Patrioten sind Menschen, die ihr Land lieben. Letztlich geht es um Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Wenn Menschen merken, dass ihre Gruppe bedroht wird, schließen Sie sich natürlicherweise zusammen, da ihr Überleben auch ganz grundlegend von dem Überleben der Gruppe abhängt.

Wenn einige jetzt meinen, dass Patrioten für einen Staat sind, dann denken sie nach manipulierten Schemata. Eine Gruppe kann auch sehr groß sein, ohne jemanden, der über die Gruppe herrscht. Es dreht sich nicht um die Größe einer Gruppe, sondern darum, ob die Menschen innerhalb einer Gruppe frei sind. Staat bedeutet immer Herrschaft. Eine Gruppe bedeutet Schutz. Auch in einer herrschaftsfreien Gesellschaft wird es Gruppen geben, die verteidigt werden müssen, wenn sie bedroht werden.

Gruppen wird es immer geben. Menschen schließen sich natürlicherweise zu Gruppen zusammen, um sich zu schützen, aber einen Staat wird es zwangsläufig nicht mehr lange geben, da immer mehr Menschen erkennen, dass die über sie ausgeübte Herrschaft ihr Überleben bedroht. Herrschaft loszuwerden oder sich von Herrschaft zu befreien ist ein evolutionärer Prozess. Der Staat (Herrschaft) wird untergehen. Es ist nur eine Frage der Zeit.

Ron Paul über Patriotismus

Die kleinste Gruppe ist die Familie. Glaubt ihr im ernst, dass es etwas mit der Befürwortung des Staates zu tun hätte, wenn jemand seine Familie verteidigt? Was für ein Blödsinn! Der Staat hat ganz bewusst die Menschen dahingehend manipuliert, dass sie sich ihm gegenüber solidarisch fühlen sollen, dass sie ihn schützen sollen – und zwar vor allem anderen. Dazu hat er den natürlich vorhandenen Wunsch, zu einer Gruppe zu gehören, missbraucht. Wie übrigens auch alles andere von ihm verdreht wurde. Wenn ich meine Familie oder mein Land liebe, hat das zuallererst mit Zugehörigkeit zu „meiner“ Gruppe zu tun und nichts mit einer Befürwortung des Staates und schon gar nichts mit der Idee einen Herrscher zu brauchen.

Auch wenn vielleicht viele Menschen dieser Indoktrination auf den Leim gegangen sind und jetzt denken, dass sie einen Staat bräuchten, um ihre Identität zu schützen. DIES IST EINE LÜGE!

Einer der größten Erfolge der Herrscher ist, den Begriff „Patriotismus“ negativ zu besetzen. Patriotismus ist die Identifikation mit einem Land, mit seinen Gepflogenheiten, seinen Werten, seiner Sprache und seiner Geschichte. Patriotismus ist nicht Nationalismus! Patriotismus hilft Menschen zusammenzuhalten und sich zugehörig zu fühlen. Nationalismus hingegen ist engstirnig und ausgrenzend. Wer meint, sein Land sei besser, als alle anderen Länder, ist nicht Patriot, sondern Nationalist. Wenn jemand sein Land liebt, es wertschätzt und vor der Zerstörung seiner Werte warnt, ist kein Nationalist, sondern Patriot. Nationalismus führt zu Kriegen und zu Zerstörung. Patriotismus schützt vor negativer Einflussnahme und bewahrt Werte.

Und nur damit das ganz klar ist: Ein Patriot ist jemand, der sein Land liebt und nicht jemand, der sich für niedrige Beweggründe irgendeines Herrschers in den Krieg schicken lässt. Das ist kein Patriot, sondern ein Idiot!

Ein Überleben ohne Grenzen ist nicht möglich

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Wir Menschen sind wie alle Organismen energieverarbeitende Strukturen. Die Umwandlung von Energie in entropiereiche „Abfallprodukte“ ist das Merkmal von Leben, welches schließlich, wenn die Abfallprodukte nicht mehr schnell genug abgebaut werden können, auch zum Versagen der Funktion dieses Systems führt, sprich zu seinem Tod. Energieverarbeitende Systeme werden in der Systemtheorie als „dissipative“ Strukturen bezeichnet.

Innerhalb gesunder „offener“ Systeme, zum Beispiel auf zellularer Ebene, werden diese entropiereichen Abfallprodukte durch eine Membran nach außen abgeführt. Diese Membran ist so etwas wie eine den jeweiligen Organismus umschließende Haut. Gleichzeitig erfüllt diese Membran eine zweite wesentliche Funktion, nämlich die Regelung der Aufnahme von Energie, also von „Nahrung“. Jeder Organismus muss Nahrung von außen aufnehmen, diese in Energie umwandeln und die entstehenden entropiereichen Abfallprodukte nach außen abführen. Um diese Funktion zu gewährleisten ist diese Membran nicht einfach „offen“ oder „durchlässig“, sondern „halbdurchlässig“. Man bezeichnet die Funktion dieser Membran als „semipermeabel“. Jeder Mensch besteht aus einer Vielzahl von Zellen, die in einem „offenen“ Austausch miteinander stehen. Umso mehr Austausch, umso mehr „Kommunikation“ innerhalb dissipativer Strukturen, umso mehr Qualität besitzt dieser Organismus, welche sich in geregeltem Wachstum, „positiver“ Entwicklung (im Sinne von besserer Anbindung an andere interne und externe dissipative Strukturen) und reibungsloser Funktion (im Sinne der Energieverarbeitung und des Abtransportes entropiereicher Abfallprodukte) ausdrückt.

Auf der anderen Seite sorgt die semipermeable Haut ähnlich einer Grenze für eine überlebenswichtige Abgrenzung der einen Zelle zum Außen. Dabei spielt es keine Rolle von was für einem Außen wir hier reden. Ein Außen ist immer außerhalb einer Zelle, befindet sich immer hinter der Grenze und die Zelle muss sehr sorgsam mit dem Mechanismus umgehen, auszuwählen, für was sie sich öffnet und für was nicht. Auf allen Ebenen innerhalb von Systemen, von Teilen und Unterteilen ist dieses Verhalten beobachtbar und von daher symmetrisch. Wenn wir diese Ebene die Mikroebene nennen, so finden wir genau dieselben Mechanismen auch auf der Makroebene vor.

Wenn ich die Wichtigkeit einer „Grenze“ auf der Mikroebene anerkenne, dann muss ich sie ebenso auf der Makroebene anerkennen. Auf irgendeiner Ebene das Vorhandensein und die Wichtigkeit einer Grenze zu leugnen ist schlichtweg Dummheit. Aussagen wie „Grenzen sind Linien auf Papier und für niemanden bindend“ ignorieren die Tatsache, dass eine Grenze überlebenswichtig ist. Natürlich auch für ein Land. Dabei spielt es überhaupt keine Rolle, ob sich die Grenze über die Zeit verändert hat. Sprich die Ausdehnung einer Grenze hat für die Wichtigkeit des Vorhandenseins einer Grenze keinerlei Relevanz. Die Grenze als solche ist das Wichtige für das Überleben der innerhalb dieser Struktur lebenden Organismen.

Eine Stadt ist genauso eine „dissipative Struktur“, wie das große „Zellgebilde“ Land. Eine Stadt benötigt Energie, die durch Umwandlungsprozesse aus von außen aufgenommenen Elementen hergestellt werden muss. Die entstehenden Abfallprodukte müssen entsorgt werden, da ansonsten die Entropie zunimmt und schließlich das Leben in dieser Stadt bedroht ist. Darüber hinaus muss sorgfältig darauf geachtet werden, welche Untereinheiten in diese Stadt „aufgenommen“ werden, da einmal in die Stadt aufgenommene Untereinheiten auch das System bedrohen können. Falls der Abbau „giftiger“ d.h. von vornherein entropiereicher Stoffe nicht schnell genug bewerkstelligt werden kann, ist das Überleben des gesamten Systems gefährdet. Genau dieser Mechanismus muss ebenso auf der Ebene eines Landes gewährleistet sein. Das hat überhaupt nichts mit der Anerkennung eines Staates als Herrschaftssystem zu tun. Es ist einfach eine zentrale Funktion des Überlebens von Organismen in der aus ihr gebildeten Strukturen. Wenn die Funktion der Semipermeabilität außer Kraft gesetzt wird, ist das Überleben einer Struktur in höchster Gefahr.

Die unkontrollierte Flutung einer Struktur unter Ignoranz der Wichtigkeit einer Grenze und sorgfältiger Auswahl der von außen eingelassenen Elemente, führt unweigerlich zum Tod einer Struktur. Es ist nur eine Frage der Zeit.